Frage zu Farbton-Code- Cirrusweiß

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02. Apr. 2020
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SAAB
900 I
Baujahr
1991
Turbo
Ohne
Hallo zusammen, darf ich um eure Mithilfe bitten- ich habe momentan eine kleine Unsicherheit, bezüglich dem Farbcode meines Autos.
Mein 900 ist Modelljahr 1991 und in wunderschönem Cirrusweiß lackiert.

Nun möchte ich die Haube nachlackieren lassen, und lese in diversen Foren und Einträgen, den Farbcode „153B“

Mein Lackierer hat in seinem System zweimal cirrusweiss aufgelistet, einmal von Mercedes-Benz, und einmal von ua. Saab- dort ist das ganze, siehe Bild, als 16U gelistet.

Wenn ich 16U recherchiere, komme ich auf einen silbernen und weißen Farbton im Bereich Saab. Kann mir da jemand genauere Auskunft geben? Wäre schon gut, wenn der weißeTon nacher passt :-)

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Was in der Software steht ist irrelevant. Der Lackierer muss den Farbton messen sonst passt das vorne und hinten nicht. Meiner ist auch Cirrusweiß und die gemessenen Werte haben sich doch deutlich von den hinterlegten Standardwerten unterschieden. Mein Lackierer hat mehrere Testbleche lackiert um den passenden Ton zu finden. Dafür passt es jetzt.

16U ist Polar Weiss für Opel...
 
... lese in diversen Foren und Einträgen, den Farbcode „153B“

...
Der Farbton steht auf dem entsprechenden Sticker am Wagen, bei dem MY klebt der auf der Schlossseite der Fahrertür.

Und wie bereits o.g. stimmt jeder gute Lackierer diesen nochmals am Fahrzeug ab.
 
Was in der Software steht ist irrelevant.
So ist es, mag in der Theorie stimmen, das Ergebnis kann dann so aussehen:
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Es ist eine Unsitte, dass heute nicht einmal Normteile ohne VIN bestellt werden können. Bei unseren "Alt"-Fahrzeugen sollte nach jahrelanger Nutzung der Abgleich am Fahrzeug erfolgen.

Als Kunde darf man den Dienstleister konstruktiv dabei vor Beginn der Arbeiten unterstützen, geht der Ausführende darauf nicht ein, ist es sowieso nicht der richtige Partner.

Ich hätte solche Arbeit wie an meinem 900 mit Sicherheit nicht abgegeben und als Kunde nicht akzeptiert, dass dies heute aber fast normal ist, ist wohl der deutschen Fehlerkultur geschuldet.

Für gutes Geld sollte man gute Arbeit verlangen.
 
Mein Lackierer hat zum Lackieren des Schiebedachdeckels (odoardograu) an 3 Stellen (Dach 2x + Beifahrertür) mit dem Spektrometer gemessen. Die Stellen erst gereinigt und poliert. Dann erst 2 Probekarten lackiert welche wir am 900er verglichen haben. Erst dann hat er den Deckel lackiert. Den Aufwand betreibt sicher nicht jeder Lackierer, da geht es heute doch meistens auch nach Menge der Lackierungen die durchlaufen.
 
Mein Lackierer hat bei Odoardograu (MY 1988) zunächst auch gesagt, am besten scannen wir das mal. Er hat dann aber erstmal in seine Datenbank geschaut. Da hatte er 4 Mischvarianten, die sich nur um Nuancen unterschieden. Er hat dazu tatsächlich auch Musterkarten mit Spritzmuster. Da hat er eine gefunden, die beim Gegenhalten am Fahrzeug sehr gut passte. Das hat er dann mal angemischt und eine Spritzprobe erstellt, die dann auch sehr gut passte.

Damit hat er dann die Haube lackiert und mir noch einen halben Liter für diverse kleine Ausbesserungen mitgegeben, die ich dann selbst durchgeführt habe. Auch das passt sehr gut und es fällt nur bei seeehr genauem hinschauen auf. Gut genug für meine Ansprüche.
 
Farbunterschiede habe ich bei meinem Lacker weder bei dem was er für mich lackiert hat, noch bei anderen Arbeiten, die ich von ihm kenne gesehen. Hab ihn mal gefragt, wie er das so gut hinbekommt. Antwort war: Spectrometer. Wenn man ein gutes, aktuelles Gerät hat, dann wäre das wohl heutzutage kein Hexenwerk mehr..
 
Folgende Erfahrung kann ich beisteuern:

Ob mit oder ohne Spetrometer weiß ich nicht. 2001(!) bekam der W123 an drei Türen im unteren Bereich nur bis zur ersten Sicke eine Nachlackierung. Uni-Farbe ohne Metallick ohne Klarlack. Wie das früher original auch gemacht wurde. Ob dann ein anders Lösungsmittel dabei war wie 1983 oder sogar wasserbasiert weiß ich nicht. Und da war das ja noch mehr ein Gebrauchtwagen als ein Oldtimer, also nur mit finanziell sparsamen Aufwand, sonst hätte man bis zur Zierleiste lackiert und einfach den gesamten unteren Bereich über alle Teile. In den ersten Jahren hat niemand einen Unterschied gesehen. Seit einigen Jahren kann man es sehen wegen unterschiedlicher Alterung bzw. unterschiedlichem Alter der verschiedenen Flächen. Der Wagen wird selten poliert, seit einigen Jahren aber nur noch handgewaschen. Nach der Politur war es glaube ich auch zu sehen. Aber das Sichtbarwerden hat bestimmt 15 Jahre oder mehr gedauert.
 
.... Uni-Farbe ohne Metallick ohne Klarlack. Wie das früher original auch gemacht wurde. Ob dann ein anders Lösungsmittel dabei war wie 1983 oder sogar wasserbasiert weiß ich nicht. ...
Ohne Klarlackschicht ist es sicher kein Wasserlack.
 
Zuletzt bearbeitet:
Farbunterschiede habe ich bei meinem Lacker weder bei dem was er für mich lackiert hat, noch bei anderen Arbeiten, die ich von ihm kenne gesehen. Hab ihn mal gefragt, wie er das so gut hinbekommt. Antwort war: Spectrometer. Wenn man ein gutes, aktuelles Gerät hat, dann wäre das wohl heutzutage kein Hexenwerk mehr..
Das kommt immer auf die Lichtverhältnisse an. Fahr mal zu schnell an einem Blitzer vorbei...auf dem Bild siehst du dann jede! Nachlackierung.:smile:
Ein geschultes Auge braucht es auch noch. Als ich das erste Mal meine Haube habe lackieren lassen dachte ich auch: wow perfekt. Mein aktueller Lackierer hat mir dann ganz schnell gezeigt, das vorher zu viel blau? beigemischt wurde. Da habe ich es dann auch gesehen.
Aber letztendlich alles Luxusprobleme, doof wird es wenn man einen Farbton hat den der Hersteller nur für die Autohersteller produziert und nicht für Lackierbertriebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt immer auf die Lichtverhältnisse an. Fahr mal zu schnell an einem Blitzer vorbei...auf dem Bild siehst du dann jede! Nachlackierung.:smile: (...)
Etwas OT, aber:

Blitzer arbeiten, wenn ich micht nicht irre, (auch) im Infrarot-Spektrum.
Da ist das Reflexionsverhalten verschiedener Oberflächen erfahrungsgemäß ganz anders als in den für uns sichtbaren Wellenlängen.
Es kann sehr gut sein, dass für uns minimal bis gar nicht sichtbare Unterschiede in der Lackierung extrem unterschiedlichliche IR-Reflexionen zeigen. Dies kann selbst bei optisch identischem Farbton an verschiedenen chemischen Bestandteilen der Lacke (alt vs. neu) liegen.
Das fließt übrigens auch in digitale Fotografie mit ein, da die meisten Kamerasensoren einen nicht unerheblichen Teil des IR-Spektrums mit einfangen und dieses in das dargestelle Bild mit einfließen lassen. Daher können Abweichungen im Farbton auf Fotos drastischer wirken, als sie tatsächlich real sind.

OT Ende, ich find's recht interessant, vielleicht hier ja noch jemand.
 
…Der Lackierer wird den Tankdeckel vermessen- und die richtige Farbe anmischen :-)
Ich danke euch!
 
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