Kupplung am Ende

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28. Juni 2020
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SAAB
9-3 II
Baujahr
2007
Turbo
FPT
Hallo zusammen,
es sieht so aus, dass bei unserem Saab 9-5 (BJ 2004, B235E, 5-Gang Handschalter, Kombi, Anhängerkupplung!) die Kupplung jetzt am Ende ist). Motor dreht beim Beschleunigen sporadisch hoch, ca. 3000 Umdrehungen, aber der Wagen beschleunigt nicht. Und Kraftaufwand bei Treten des Kupplungsbedarf kommt mir sehr gering vor.
Fahrzeughistorie: Habe den Wagen 2012 wegen niedrigem KM-Stand von 60.000, sehr gutem Gesamtzustand und auch wegen der Anhängerkupplung für meine Frau gekauft.KM-Stand mittlerweile = 187.000 und den Hänger haben wir seit Erwerb recht häufig benutzt.
Da ich bisher noch nie mit Kupplungsproblemen zu tun hatte, habe ich einig Fragen
Deutet Fehlerbeschreibung und Historie des Wagens (viel Kurzstrecke und Hängerbetrieb) wirklich nur auf die Kupplung hin, oder kommt noch was anders in Frage.
Was kostet Austausch der Kupplung in einer freien Werkstatt?
Was sollte dann alles ausgetauscht werden, nur Kupplung oder gleich noch Geber- und Nehmerzylinder auch erneuern lassen?
Gibt es beim Saab 9-5 irgendwelche Spezialitäten, die beim Ersatz besonders beachtet werden müssen oder sollte das eine freie Werkstatt ohne große Probleme hinkriegen.
Und vor allem: Was kostet der Spaß etwa?
 
Der Nehmerzylinder ist im Ausrücklager und sollte mitgewechselt werden.
Du könntest auf die Aero Kupplung wechseln, das habe ich bei meinem auch gemacht, meine war ebenfalls nach etwa 185tkm runter.
 
Die ausführende Werkstatt sollte wissen, dass der Nehmerzylinder (ja, mit erneuern!) unbedingt vor dem Einbau des Getriebes befüllt und entlüftet werden muss!
Geberzylinder erneuern: ich würde es machen - muss aber nicht unbedingt, weil auch separat machbar. Kupplungsleitung sollte aber bei der Gelegenheit mit ersetzt werden - was sich da an Schmodder drin findet...
Motorlager wenigstens gründlich prüfen...
Und am Getriebe die Dichtringe der Antriebswellen erneuern (bei der Montage mit entsprechenden Hülsen schützen!), ggf. Schaltwellen-Dichtring (geht eingebaut auch, aber doof).
Und am Motor getriebeseitigen Simmerring (ich weiß, das ist eine Glaubensfrage, gerade bei rel. geringem km-Stand - bei meinem war er bei 370 Tkm noch dicht).
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh ja, Simmering finde ich einen sehr guten Hinweis, bei mir musste nach nichtmal 50tkm das Getriebe wieder raus wegen dem Fiesling.
 
Mich „stört“ ein wenig die Beschreibung dreht „sporadisch“ hoch... Kannst Du das in einen Zusammenhang mit Antrieb warm/kalt bringen? Wenn meist bei warmem Antrieb kann es auch schlicht nur der Geber sein bei dem die Bohrung zum Bremsflüssigkeitsbehälter bei nicht getretenem Pedal nicht frei gegeben wird. Dann kann sich der Druck im System nicht abbauen und die Kupplung rutscht. Wenn kalt hat die Flüssigkeit minimal weniger Volumen und alles funktioniert. Ansonsten nimm msl die Plastikkappe am Getriebe über dem Anschluss der Druckleitung ab und schau Dir an wie die Lamellen der Druckplatte stehen. Stehen die schon deutlich Richtung Drucklager idt die Kupplung runter. Wenn noch ziemlich „plan“, ist die Kupplung als solches noch nicht so stark verschlissen. Im Zweifelsfall mal ein Bild hier hochladen.
 
Anfangs merkt man das halt nur am Drehmoment Peak, der Zusammenhang sollte hergestellt werden.
Mit wenig Last kann man Anfangs ja noch normal fahren.
 
Die ausführende Werkstatt sollte wissen, dass der Nehmerzylinder (ja, mit erneuern!) unbedingt vor dem Einbau des Getriebes befüllt und entlüftet werden muss!
Geberzylinder erneuern: ich würde es machen - muss aber nicht unbedingt, weil auch separat machbar. Kupplungsleitung sollte aber bei der Gelegenheit mit ersetzt werden - was sich da an Schmodder drin findet...
Motorlager wenigstens gründlich prüfen...
Und am Getriebe die Dichtringe der Antriebswellen erneuern (bei der Montage mit entsprechenden Hülsen schützen!), ggf. Schaltwellen-Dichtring (geht eingebaut auch, aber doof).
Und am Motor getriebeseitigen Simmerring (ich weiß, das ist eine Glaubensfrage, gerade bei rel. geringem km-Stand - bei meinem war er bei 370 Tkm noch dicht).

Ich habe die neuen Nehmerzylinder noch nie vorbefüllt oder vorher entlüftet. Nach Zusammenbau habe ich mit knapp 2 bar entlüftet, hat bisher immer funktioniert. Warum auch nicht?
 
Dank für die Tipps.
"Sporadisch": War bei mir so am letzten Wochenende mit Hänger, Problem trat gleich zu Fahrtbeginn auf. Danach habe ich nur noch sehr zart beschleunigt.
Während der Woche ist meine Frau täglich gefahren, wurde laut ihr schlimmer. Und der Werkstattmensch hat sich heute mal reingesetzt und sofort auf Kupplung verwiesen. Und dann meine Frau gefragt, ob da vielleicht Spezialwerkzeug nötig wäre.
Ist eine gute und seriöse Werkstatt aber an unseren Saab's hat er bisher schon einiges an Wartung und Reparaturen gemacht (Drosselklappe 9-3, Auspuff und Stehbolzen Auslasskrümmer), aber noch nichts von der Güte. Die nächste offizielle Saab-Werkstatt wäre in Heidelberg, AutohausDechent.

Ich selbst traue mir das auf keinen Fall zu, übersteigt eindeutig meine praktischen Fähigkeiten. Ich schaue mir jetzt mal WIS an.
Wie ist eure Einschätzung. Eher Saab-Werkstatt oder kriegt das eine freie auch hin, Spezialwerkzeug nötig?
 
Nochmal, nimm bitte die Plastikkappe über dem Kupplungsnehmer am Getriebe, da wo die Leitung reingeht, und mach ein Bild von den Federlamellen.
 
Der Kupplungswechsel sollte für keine freie Werkstatt ein Problem darstellen, das ist nicht groß anders als bei anderen Autos.
 
Anbei mal ein paar Bilder
Bin heute mal selbst gefahren, 1 Km: Sobald ich auch nur leicht beschleunige, dreht Motor hoch aber Wagen beschleunigt nicht. Aus Tankstellenausfahrt raus und da war ich schon froh, so ganz allmählich auf 30Km/h zu kommen.
Zu den Bilder
Schwarze Abdeckkappe war innen richtig dick versifft.
Die Lamellen legen einen ziemlichen Weg zurück, wenn die Kupplung betätigt wird
Und Getriebegehäuse ist oben ziemlich mit Öl verschmiert
Auf einem Bild sieht man, dass ein Stopfen schon ziemlich weit raushängt, hab den wieder reingedrückt.
 

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Letztlich ist es egal, ob die Kupplung rutscht, weil sie abgenutzt oder durch einen undichten SImmerring gnadenlos verölt ist - raus muss sie so oder so...
Und ja, wenn das eine gute, sorgfältige freie Werkstatt ist, sollte sie das hinkriegen.
Es sind nur nicht alle Teile bei den üblichen professionellen Mehr-Marken-Lieferanten zu kriegen, ein Hinweis auf die spezialisierten Händler für skandinavische Marken könnte hilfreich sein, je nach dem, wie häufig sie dort solche Autos auf dem Hof haben.
 
Letztlich ist es egal, ob die Kupplung rutscht, weil sie abgenutzt oder durch einen undichten SImmerring gnadenlos verölt ist - raus muss sie so oder so...
Und ja, wenn das eine gute, sorgfältige freie Werkstatt ist, sollte sie das hinkriegen.
Es sind nur nicht alle Teile bei den üblichen professionellen Mehr-Marken-Lieferanten zu kriegen, ein Hinweis auf die spezialisierten Händler für skandinavische Marken könnte hilfreich sein, je nach dem, wie häufig sie dort solche Autos auf dem Hof haben.
da stimme ich im Prinzip zu. Mir ging es auch mit darum den Gebenzylinder auszuschliessen.Wenn ich die Bilder von den Lamellen so sehe sind die scheinbar noch ziemlich in der Druckplatte und stehen nicht sooo weit raus dass ich auf eine "verschlissene" Kupplung im eigentlichen Sinne gehen würde. Aber klar, ist das Ruschen durch Öl verursacht muss sie auch raus. Frage ist wo kommt das Öl her das dann auf der Kupplunsgsscheibe ist. KW-Simmerring wol ereh nicht da dieser auf der anderen Seite der Schwungscheibe liegt und das Öl durch die Fliehkraft bei derehen dem Motor eigentlich kaum Chancen haben dürfte auf die Kupplungsseite zu kommen? Oder liege ich da falsch, hatte ich bisher noch nicht.
Andere Frage an den Saab-Fuchs, was passiert an den Lamellen/Drucklager wenn Du bei stehendem Motor, wenn die Kupplungs gerade mal gerutsch ist, kurz die Entlüftungsschraube öffnest? Geht das Drucklager dann noch ein ganz kleines Stück weiter zurück.

Ach ja, Du schreibst: "Die Lamellen legen einen ziemlichen Weg zurück, wenn die Kupplung betätigt wird". das ist normal. Dieser Weg ist bstimmt durch das Volumen des Kupplungsgeberzylinders im Verhältnis zum Nehmerzylinder. Sprich der ist Verschleissunanhängig, sogenannte Selbstnachstellung. Deswegen auch meine Frage nach dme Stand der Lamellen, denn die kommen mit dem Vereschleiss immer weiter raus, und irgendwann kann das Ausrücklager bzw. der Nehmerzylinder (anderen nennen das Kupplungsautomat) nicht mehr weiter zurück. Dann fängt die Kupplungs an zu rutschen weil nicht mehr genug Kraft/Druck von der Druckplatte auf die Mitnehmerscheibe übertragen werden kann.
 
Andere Frage an den Saab-Fuchs, was passiert an den Lamellen/Drucklager wenn Du bei stehendem Motor, wenn die Kupplungs gerade mal gerutsch ist, kurz die Entlüftungsschraube öffnest? Geht das Drucklager dann noch ein ganz kleines Stück weiter zurück.
Du denkst an einen Ventilmechanismus in einem zugequollenen Kupplungsschlauch?
 
Jepp, oder eben, wie in „
Bremsen entlüften nach Wechsel Kupplungsgeber
“ beschrieben an einen defekten Geberzylinder. Ist ein blöder Fehler, aber wäre einfacher zu machen als Kupplung wechseln ( natürlich inkl. Nehmerzylinder) und hinterher dich nich den Geber machen zu müssen. Das Austesten ist ja nicht soooo aufwändig wenn man weis wonach man gucken muss.
 
Hallo zusammen,

ich muß diesen Thread Mal aus der Versenkung holen.

Ich hab das Problem, dass wenn die Kupplung/Motor noch kalt ist, die Kupplung im Drehmoment Peak rutscht! Sobald ich ne Weile gefahren bin, kann ich das nicht mehr feststellen.

Eine verölte Kupplung wie weiter oben beschrieben, würde ich ausschließen, da sie ja sonst immer rutschen müsste.

Jetzt Stelle ich mir die Frage, ob dies an der Hydraulik liegt? Viell. Nie gewechselt?

Danke für Euer Input.
VG aus dem Hochtaunus
 
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