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Moin!
Ich eröffne mal einen neuen Fred, da ich in der Suche nix gefunden habe, was zu meinem Problem paßt.
Es geht um den ´91er turbo 16 Aero. 318 tkm, schwarze APC-Box, 8er Primär, EGS-system.
Vorgeschichte:
Letztes Jahr den Hobel gekauft mit dem kaputtestem Lader, den ich in all den Jahren bisher gesehen habe!
Dementsprechend so gut wie kein Ladedruck und rasselnde / pfeifende Geräusche aus Richtung Turbine.
Dann neuwertigen Mitsubishi-Lader und rißfreien Krümmer zusammen mit neuen Dichtungen verbaut. Selbstverständlich vor den Anschließen der Leitung die Turbine mit Öl befüllt.
Probefahrt: eine wahnsinns Beschleunigung, wie ich sie bisher noch nicht erlebt habe. Wurde selbst bei 100 km/h im 5. regelrecht in den Sitz gedrückt, und war im Nu auf 150 km/h.
Ladedruckanzeige weit im roten Bereich.
Seltsamerweise kein Fuelcut. Aus Angst um den Motor mit Fuß vom Gas gegangen.
Ich tanke grundsätzlich super ( 95 ).
Nun war mir klar, daß der GLD viel zu hoch eingestellt war, und habe die Wastestange erstmal vorsichtig zwei Umdrehungen herausgedreht.
Geändert hatte sich aber überhaupt nichts.
Beim beschleunigen mußte ich also den Ladedruck stets im Auge behalten und nötigenfalls vom Gas gehen.
Es hatte den Anschein, als würde das APC völlig außer Funktion sein. Folglich habe ich mal eine andere, funktionierende schwarze Box aus Schlachtfahrzeug eingebaut. Brachte auch keine Änderung.
Dann Magnetventil vorgenommen. 1 Kabel war unmittelbar am Stecker abgegangen.
Aha, dachte ich, dann kann das natürlich nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Kabel in Ordnung gebracht, Probefahrt, keine Änderung. Ventil klackt aber bei Bremspedal-Betätigung.
Dann fiel mein Blick auf den Masseanschluß unten am Querträger; sah nicht gut aus. Idee: APC-Box hat keinen Massekontakt?? Dann mit Schleifpapier alles schön blank gemacht. Mir fiel auf, daß der ganze Kabelbereich dort unten irgendwie verbastelt aussieht...vielleicht durch die EGS-Nachrüstung?? Nach Wiederherstellen der Masseanschlüsse dort unten auf einmal keine Funktion der Hauptscheinwerfer, der Standleuchten und der Schweinwerferwischer mehr. So´n Schiet, multipler Kabelbruch. Provisorisch direkt Masseleitungen von den Verbrauchern zu Batterie gelegt.
Aber immer noch keine APC-Funktion.
Anderes Magnetventil eingebaut, Probefahrt, und auf einmal: Ladedruckregelung, wie sie sein soll!
Bei erreichen des roten Bereiches selbstständige Runterregelung! Fein, denke ich, dann war also das Magnetventil kaputt.
Wagen abgestellt, Pause gemacht, vorsichtshalber noch ne Probefahrt: und auf einmal wieder alles beim Alten!
Ladedruckanzeige weit im roten Bereich, kein runteregeln, kein fuelcut.
Aber was ich am seltsamsten finde:
trotz 95 okt und nicht funktionierendem APC KEINERLEI KLINGELN!!!
Dann den Bentley zu Rate gezogen...Klopfsensor ist falsch montiert, aha! Also erstmal das ganze Geschläuch unter Ansaugbrücke entfernt, und wie im Bentley beschrieben, 20° zur Fahrtrichtung verdreht und vorschriftsmäßig mit 14 Nm angezogen.
Dann das Kabel so gelegt, wie im CV (wo das APC tadellos funktionert), um auszuschließen, daß es zu Einstreuungen kommt.
Probefahrt: keine Änderung!
Dann ZZP überprüft: 13° VOT. Dann auf 16° korrigiert.
Probefahrt: Beschleunigung jetzt ein winzigkleines bißchen harmonischer.
Aber dennoch immer noch sehr brutale Beschleunigung. man hat immer noch das Gefühl, jetzt reißen die Antriebsräder gleich die Pflastersteine raus!
Eine Gasannahme, als käme der Motor gerade frisch aus dem Werk!
Dann zu meinem größtem Erstaunen die Kompressionswerte:
Zyl. 1: 9,5 bar,
Zyl. 2: 7,3 bar,
Zyl. 3: 8,6 bar,
Zyl. 4: 9,8 bar.

Wie kann denn DAS angehen??
Dann probeweise Wastegate-Stange 2 weitere Undrehungen rausgedreht, so daß sie schon völlig labberig dranhängt und laut mitrasselt. Probefahrt: Ladedruckregelung relativ normal.
Dann nur 1 Umdrehung wieder raufgedreht, mit dem Ergebnis, daß alles ist wie vorher, also:
Ladedruck weit im roten Bereich, raketenartige Beschleunigung, aber seltsamerweise kein fuelcut, und kein Klingeln!
Dann endlich die selbständige Ladedruck-Runterregelung; dieses geschieht aber sehr zögerlich...
Wastegatestange überprüft...völlig leichtgängig, da hängt und hakt nichts.
Nun geht aus den Unterlagen hervor, daß beim Erstbesitzer und bei ca. 130 tkm der Kopf abgenommen und "geschliffen" wurde...Mit geschliffen ist wohl "geplant" gemeint....Leider steht auf der Rechnung nicht, warum das gemacht wurde...
Die Kopfhöhe habe ich bisher noch nicht gemessen, werde das morgen aber machen.
Irgendetwas stimmt da doch nicht!
Im Nachhinein fällt mir wieder ein, daß wir beim ZZP-Einstellen vergaßen, den abgezogenen Schlauch der Verteilerdose zu verschließen. Kann hier ein möglicher Fehler liegen?
Die Unterdruckverstellung an sich funktioniert, und der Schlauch ist auch dicht!
Seltsam fand ich, daß das Abziehen dieses Schlauches überhaupt keine Veränderung brachte. Weder lief der Motor unrund, noch veränderte dies die Drehzahl. Kann doch auch nicht richtig sein...
Auch wenn wir während des Messens und Einstellens das Schlauch-Verschließen vergaßen, hatte ich doch vorher einmal den Schlauch mit dem Finger zugehalten. Ich erinnere mich, daß sich hierdurch nichts veränderte...
Kann sich jemand auf die Problematik einen Reim machen?
Bei fast völlig loser Wastegate-Stange und mit 95 okt. mordsmäßige Beschleunigung weit in den roten Bereich, aber trotzdem klingelt und klopft nichts?
Vor ca 10 Jahren hatte ich mal nen 8v turbo, der beim Beschleunigen richtig heftig geklingelt hat (lautes Rasseln). Also der Unterschied ist mir durchaus bekannt.
Welche Maßnahmen würdet Ihr an meiner Stelle ergreifen?
Gruß,
Marcus
Ich eröffne mal einen neuen Fred, da ich in der Suche nix gefunden habe, was zu meinem Problem paßt.
Es geht um den ´91er turbo 16 Aero. 318 tkm, schwarze APC-Box, 8er Primär, EGS-system.
Vorgeschichte:
Letztes Jahr den Hobel gekauft mit dem kaputtestem Lader, den ich in all den Jahren bisher gesehen habe!

Dementsprechend so gut wie kein Ladedruck und rasselnde / pfeifende Geräusche aus Richtung Turbine.
Dann neuwertigen Mitsubishi-Lader und rißfreien Krümmer zusammen mit neuen Dichtungen verbaut. Selbstverständlich vor den Anschließen der Leitung die Turbine mit Öl befüllt.
Probefahrt: eine wahnsinns Beschleunigung, wie ich sie bisher noch nicht erlebt habe. Wurde selbst bei 100 km/h im 5. regelrecht in den Sitz gedrückt, und war im Nu auf 150 km/h.
Ladedruckanzeige weit im roten Bereich.
Seltsamerweise kein Fuelcut. Aus Angst um den Motor mit Fuß vom Gas gegangen.
Ich tanke grundsätzlich super ( 95 ).
Nun war mir klar, daß der GLD viel zu hoch eingestellt war, und habe die Wastestange erstmal vorsichtig zwei Umdrehungen herausgedreht.
Geändert hatte sich aber überhaupt nichts.
Beim beschleunigen mußte ich also den Ladedruck stets im Auge behalten und nötigenfalls vom Gas gehen.
Es hatte den Anschein, als würde das APC völlig außer Funktion sein. Folglich habe ich mal eine andere, funktionierende schwarze Box aus Schlachtfahrzeug eingebaut. Brachte auch keine Änderung.
Dann Magnetventil vorgenommen. 1 Kabel war unmittelbar am Stecker abgegangen.
Aha, dachte ich, dann kann das natürlich nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Kabel in Ordnung gebracht, Probefahrt, keine Änderung. Ventil klackt aber bei Bremspedal-Betätigung.
Dann fiel mein Blick auf den Masseanschluß unten am Querträger; sah nicht gut aus. Idee: APC-Box hat keinen Massekontakt?? Dann mit Schleifpapier alles schön blank gemacht. Mir fiel auf, daß der ganze Kabelbereich dort unten irgendwie verbastelt aussieht...vielleicht durch die EGS-Nachrüstung?? Nach Wiederherstellen der Masseanschlüsse dort unten auf einmal keine Funktion der Hauptscheinwerfer, der Standleuchten und der Schweinwerferwischer mehr. So´n Schiet, multipler Kabelbruch. Provisorisch direkt Masseleitungen von den Verbrauchern zu Batterie gelegt.
Aber immer noch keine APC-Funktion.
Anderes Magnetventil eingebaut, Probefahrt, und auf einmal: Ladedruckregelung, wie sie sein soll!

Bei erreichen des roten Bereiches selbstständige Runterregelung! Fein, denke ich, dann war also das Magnetventil kaputt.
Wagen abgestellt, Pause gemacht, vorsichtshalber noch ne Probefahrt: und auf einmal wieder alles beim Alten!
Ladedruckanzeige weit im roten Bereich, kein runteregeln, kein fuelcut.
Aber was ich am seltsamsten finde:
trotz 95 okt und nicht funktionierendem APC KEINERLEI KLINGELN!!!

Dann den Bentley zu Rate gezogen...Klopfsensor ist falsch montiert, aha! Also erstmal das ganze Geschläuch unter Ansaugbrücke entfernt, und wie im Bentley beschrieben, 20° zur Fahrtrichtung verdreht und vorschriftsmäßig mit 14 Nm angezogen.
Dann das Kabel so gelegt, wie im CV (wo das APC tadellos funktionert), um auszuschließen, daß es zu Einstreuungen kommt.
Probefahrt: keine Änderung!
Dann ZZP überprüft: 13° VOT. Dann auf 16° korrigiert.
Probefahrt: Beschleunigung jetzt ein winzigkleines bißchen harmonischer.
Aber dennoch immer noch sehr brutale Beschleunigung. man hat immer noch das Gefühl, jetzt reißen die Antriebsräder gleich die Pflastersteine raus!
Eine Gasannahme, als käme der Motor gerade frisch aus dem Werk!
Dann zu meinem größtem Erstaunen die Kompressionswerte:
Zyl. 1: 9,5 bar,
Zyl. 2: 7,3 bar,
Zyl. 3: 8,6 bar,
Zyl. 4: 9,8 bar.

Wie kann denn DAS angehen??

Dann probeweise Wastegate-Stange 2 weitere Undrehungen rausgedreht, so daß sie schon völlig labberig dranhängt und laut mitrasselt. Probefahrt: Ladedruckregelung relativ normal.
Dann nur 1 Umdrehung wieder raufgedreht, mit dem Ergebnis, daß alles ist wie vorher, also:
Ladedruck weit im roten Bereich, raketenartige Beschleunigung, aber seltsamerweise kein fuelcut, und kein Klingeln!

Wastegatestange überprüft...völlig leichtgängig, da hängt und hakt nichts.
Nun geht aus den Unterlagen hervor, daß beim Erstbesitzer und bei ca. 130 tkm der Kopf abgenommen und "geschliffen" wurde...Mit geschliffen ist wohl "geplant" gemeint....Leider steht auf der Rechnung nicht, warum das gemacht wurde...
Die Kopfhöhe habe ich bisher noch nicht gemessen, werde das morgen aber machen.
Irgendetwas stimmt da doch nicht!
Im Nachhinein fällt mir wieder ein, daß wir beim ZZP-Einstellen vergaßen, den abgezogenen Schlauch der Verteilerdose zu verschließen. Kann hier ein möglicher Fehler liegen?
Die Unterdruckverstellung an sich funktioniert, und der Schlauch ist auch dicht!
Seltsam fand ich, daß das Abziehen dieses Schlauches überhaupt keine Veränderung brachte. Weder lief der Motor unrund, noch veränderte dies die Drehzahl. Kann doch auch nicht richtig sein...
Auch wenn wir während des Messens und Einstellens das Schlauch-Verschließen vergaßen, hatte ich doch vorher einmal den Schlauch mit dem Finger zugehalten. Ich erinnere mich, daß sich hierdurch nichts veränderte...
Kann sich jemand auf die Problematik einen Reim machen?
Bei fast völlig loser Wastegate-Stange und mit 95 okt. mordsmäßige Beschleunigung weit in den roten Bereich, aber trotzdem klingelt und klopft nichts?
Vor ca 10 Jahren hatte ich mal nen 8v turbo, der beim Beschleunigen richtig heftig geklingelt hat (lautes Rasseln). Also der Unterschied ist mir durchaus bekannt.
Welche Maßnahmen würdet Ihr an meiner Stelle ergreifen?
Gruß,
Marcus