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Onkel Kopp

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Alle Beiträge von Onkel Kopp

  1. Hm, dann behaupte ich mal, eine defekte Dichtung der Welle (z.B. durch zu hohe Temperaturen/defektes Lager) lässt turbinenseitig Öl raus, das sich im heißen Auspuff selbst entzündet. Habe ich gewonnen? Aber dann müsste der Qualm doch bei heißer Maschine immer kommen, weil der Öldruck höher als der Abgasgegendruck ist... Mich wunderte auch, dass auf eine Anfrage, wo es zu Auspuffbläuen nach dem Starten kam (und nur dann), von einigen auf einen defekten Lader getippt wurde. Dass kann dann nämlich nicht sein.
  2. Hallo, hier im Forum liest man oft, dass ein beginnender Turboladerdefekt sich durch Auspuffbläuen beim Gaswegnehmen ankündigt. Man liest auch überall, dass Turbolader beim Gebrauchtwagenkauf dadurch getestet werden können, dass man im Leerlauf kräftig aufs Gas tritt und dann auf blauen Qualm aus dem Auspuff achtet. Was genau geht da kaputt, woher stammt das verbrannte Öl und wie kommt es in den Abgastrakt? Das Symptom ähnelt ja defekten Ventilschaftdichtungen. Diese liegen im Ansaugtrakt nach Drosselklappe. Wird sie im Schubbetrieb geschlossen, baut sich im Ansaugsystem nach Drosselklappe Unterdruck auf und Öl wird aus dem Zylinderkopf an den Ventilschaftdichtungen vorbei ins Saugrohr gesogen. Beim Öffnen der Ventile gelangt es in den Brennraum, wird verbrannt und zum Auspuff hin ausgeschoben. Der Verdichter aber liegt in Strömungsrichtung VOR Drosselklappe, hier kann also beim Gaswegnehmen kein Öl vom Motor aus defekten Lagerdichtungen hinaus gesaugt werden. Gelangt es also turbinenseitig in den Abgastrakt? Dann dürfte es jedoch nur bei heißem Auspuff bläuen. Wer kann mir erklären, was im Detail passiert?
  3. Hallo zusammen, bin neu hier im Forum und habe eine Motorölfrage (Ja, habe zuvor die Suche benutzt, dort scheint die Ölwahl aber manchmal etwas von der Wahl der richtigen Religion zu haben). Ich habe mir 2006 einen 87er 900i 8V gekauft, der einen Reparaturstau mit sich herumtrug. Diesen habe ich bei einem Saab-Spezialisten, der auch in der Hilfeliste auftaucht, beheben lassen. Neben zwei behobenen Defekten und neuen Reifen habe ich eine Inspektion durchführen lassen. Dabei wurde für 14.50 €/Liter 0W-40 von Castrol eingefüllt. Dies hat mich zuerst nur wegen der Kosten geärgert. Nachdem ich mich in letzter Zeit des Öfteren mit der Thematik Youngtimer und Motoröl beschäftig und mich an die Vorlesung „Betriebsstoffe und Tribologie“ im Rahmen meines Studiums an der FH Köln zurückerinnert habe, erscheint es mir völlig unsinnig, dieses Öl auf einen 8V Sauger zu kippen. Nicht nur das: Laut Oldtimer Markt/Praxis besitzen vollsynthetische 0W-Öle ein umfangreiches Additiv-Paket, das alte Dichtungen angreifen und aushärten kann. Die Folge: Ölverlust, der auch bei meinem 900 seitdem zunimmt. Außerdem sorgen in hohem Maße eingesetzte Detergentien für eine erhöhte Reinigungswirkung, die bei Motoren mit hoher Laufleistung unter Umständen im großen Stil Ablagerungen lösen können, die anschließend den Ölfilter rasch zusetzen und kleinere Bohrungen verstopfen können. Abschließend meine eigentliche Frage: Ist es aus irgendeinem modellspezifischen Grund sinnvoll, in einen B201i mit Kat 0W-40 zu kippen oder wollte die Werkstatt bloß möglichst teures Öl verkaufen? Ich möchte der Werkstatt nicht voreilig den Stempel "Inkompetent" aufdrücken. Vielleicht sei noch angemerkt, dass das Auto da schon ein Saisonkennzeichen November bis März hatte, hatte die Werkstatt also Verschleißminderung und Kraftstoffersparnis nach dem Kaltstart im Hinterkopf? Ersteres halte ich für abwegig bei solch einer alten Motorkonstruktion und an letzteres denkt eine Werkstatt doch nicht, oder?

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