Alle Beiträge von lunatic-factor
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Was meinst du mit Italien? Der Wagen aus Stoke on Trent sieht doch fantastisch aus. Mich beschäftigt eher, ob er a) überhaupt existiert, b) noch erhältlich ist, c) der Verkäufer seriös und das Auto wie beschrieben ist und d) wie man einen Import in Corona-Zeiten organisiert bekäme. Bei a) weiß die britische Regierung schon mal Rat. Wagen existiert unter diesem Kennzeichen unter diesen Parametern. Ist abgemeldet. MOT abgelaufen seit Herbst 2018. Letzte Änderung im Fahrzeugbrief in 2017. Bei b) erhoffe ich mir, dass der Verkäufer meine E-Mail bald beantwortet. Bei c) müsste man ggf. eine hiesige Werkstatt um Begutachtung vor Ort gegen Salär bitten. Und für d) müsste es dann ja auch mit einer Spedition eine Lösung geben. We'll see. LHD stört mich jedenfalls nicht. Ist ja kein Auto für den Alltag. Wird übrigens Zeit, dass mein SAAB 900 aus Paderborn zu mir kommt. Sonst fange ich aus Ablenkung echt an, verrückte Sachen zu machen.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Haha! Hoffentlich teilten seit dem 16. Oktober 2019 sämtliche Betrachter des Inserats DEINEN Geschmack und kein einziger MEINEN:-) Ich sehe auf diesen Fotos jedenfalls den letzten großen Rover in einer langen stolzen Ahnenreihe. Der einzige aus der Kooperation mit Honda, bei dem die Briten wirklich eigene Ingenieursleistung beisteuern durften. Ein Symbol für Britanniens neues Selbstbewusstsein, Aufbruchstimmung und Optimismus in den 80er Jahren. Das Auto, das sich Margaret Thatcher extra auf den Landsitz Chequers kommen ließ, um das Rangieren zu üben, bevor sie es in der Downing Street vor dem versammelten Pressekorps Probe fuhr. Kurz: Er sagt Papa zu mir.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Lacht mich ruhig aus. Aber das ist für mich das Schönste, was ein Personenkraftwagen auf Erden werden kann, ohne ein SAAB zu sein. https://www.sheryna.co.uk/Austin-Rover-827-Si-Fastback-East-of-England-136222
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Der 75 war mir persönlich immer zu schnörkelig und „gewollt britisch“. Ich finde es schön, wenn Hersteller eine Designlinie über Jahrzehnte fortführen. Wie Jaguar es lange mit dem XJ getan hat. Oder SAAB mit seinen Referenzen auf das Sason/Envall-Design (Eishockeyschläger-Seitenlinie). Aber wenn man so wie Rover zum Schluss versucht, die gute alte Zeit zu beschwören, zeigt das eher, dass man sich keine Zukunft mehr zutraut. Am Ende natürlich alles Geschmackssache. Und auch ein Rover 75 ist ein dankenswerter Beitrag zur Vielfalt im Straßenbild.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Ich habe das aus gutem Grund nie alles im Zusammenhang nachgelesen. Das heißt: Du kennst die diversen Launen und zahlreichen Widersprüche meiner SAAB-Vita jetzt erheblich besser als ich.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Die Gefahr ist allerdings nicht gebannt. Ich habe mir jetzt erstmal weitere Lektüre bestellt, um mich näher ins Thema einzulesen. Einiges zu British Leyland und Rover habe ich sowieso schon im Regal. Die Sympathie gibt es bei mir schon länger. Und nebenbei: Austin Rover Fans haben immerhin die mit Abstand beste Enthusiasten-Seite in diesem ganzen Internet: https://www.aronline.co.uk/ Kann man Abende lang drin stöbern und die unglaublichsten Geschichten lesen. Eine kompetente Rover-Werkstatt gibt es in Hamburg auch. Heute mit denen telefoniert. Die meinen: Sie können so ein Auto durchaus noch auf der Straße halten. Also: Mal sehen, was die Zeit so bringt. Ich finde das ja sehr vergnüglich, mich auch in andere Markenwelten hineinzudenken. Einerseits wird einem dadurch noch bewusster, was eben nur ein SAAB hat und kann. Andererseits schützt es einen davor, von der SAAB-Begeisterung in Arroganz oder Fanatismus zu kippen.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Die Sache mit dem Rover hat sich erstmal erledigt. Es hat ihn mir tatsächlich jemand vor der Nase weggekauft. Das muss man auch erstmal schaffen: Sich einen ROVER 800 vor der Nase wegkaufen lassen!
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Räusper. Hier turnen nicht zufällig ein paar Vorarlberger herum, die auf dem Arbeitsweg mal Lust haben, sich einen anderen Exoten als einen Saab anzusehen? Dieses britische Mauerblümchen Rover 827 SI umschleiche ich schon gefühlt ein Jahr. Ich mag den letzten großen Rover. Und langsam sackt der Preis in einen Bereich, über den ich intensiver nachdenken könnte... https://www.autoscout24.de/lst/rover/827?sort=standard&desc=0&ustate=N%2CU&atype=C
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Ich habe Glück gehabt. Oder zumindest mein Girokonto. Das Auto ist in einem ehrlichen Gebrauchszustand. Übliche Streifschüsse an den Stossstangen, Leder und Innenraum ok, Radläufe schon mal gemacht, aber eine Aufblühung hinten am Abschluss zur Stoßstange. Ich bin ihn nicht gefahren, weil ich schon an der Karosserie sah, dass ich da für meinen Anspruch mehr Geld reinstecken muss, als ich möchte. Das Auto will ich deshalb nicht schlecht reden. Wer einen vorzeigbaren Daily Driver sucht, kann fündig werden. Wer ein Sammlerstück sucht, muss investieren - oder weitersuchen.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Geht los! Der alte SAAB-begeisterte Herr Vater wird noch eingesammelt, und dann fahren wir hin. Gucken kann man ja mal:-)
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Durch‘s Streusalz scheuche ich nur den modernen Firmenwagen. Genau genommen wären die beiden SAAB nur für die Sommermonate. Und dann auch nur für die vier Tage in der Woche, in denen ich in Hamburg bin. So richtig vernünftig gequatscht kriegt man sich das nicht... Aber das schlagende Argument hat Philipp schon genannt: Die Autos wachsen nicht auf Bäumen nach. Klar kommen immer wieder schöne SAAB auf den Markt. Und das wird auch noch so bleiben. Nur: Ich suche tatsächlich seit Jahren genau so einen. Weiß, SE, Automatik, guter Pflegezustand, kein (!) Anniversary (die haben ein anderes Leder). Und: Ich habe in den letzten bestimmt sechs bis acht Jahren KEIN solches Auto in den einschlägigen Online-Börsen gesehen. Also muss ich mir den sichern. Und hinterher überlegen, was ich mit ihm mache. Eine reine Vernunftentscheidung. Versteht sich.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Du bist ein Ehrenmann!
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Frage. Man stelle sich vor, jemand hätte sich gerade erst einen schönen lemansblauen Saab 900 Turbo gekauft und diesen für ordentlichen Rostschutz und ein bisschen kosmetisches Gelöt in die Werkstatt des Vertrauens gebracht. Und freut sich sehr drauf, den bald abholen zu dürfen. Da taucht in diesem Internet ein zirrusweißer Saab 9-3 SE 5-Türer mit Automatik und schwarzem Leder auf. In schönem Zustand zum fairen Preis. Genau so ein Auto wie sein allererster Saab, den er von seinem allerersten Gehalt bezahlte. Vor 12 Jahren. Und ein paar Jahre später viel zu leichtfertig wieder verkaufte. Mit all den schönen Erinnerungen, die für ihn dran hingen. Ein bisschen Geld hätte er schon noch auf der Bank. Aber natürlich braucht er kein drittes Auto. Er braucht ja eigentlich nicht mal ein zweites. Er weiß weder, wo er das hinstellen soll. Noch weiß er, wann er jemals damit fahren soll. Nur: Es ist eben seine Jugend, die da inseriert ist. Was sollte dieser Mensch tun? Ich frage für einen Freund. Einen Freund, der meint, in seinem sozialen Umfeld rate ihm niemand das Erwünschte. Also will er mal hier fragen. Bei den anderen Verrückten. Mit der Hoffnung auf ein bisschen mehr Verständnis.
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Mobile & Autoscout - 9000er schon besichtigt? Empfehlungen ja/nein
Danke für den Bericht! Aus Neugierde: Hatte er dich wirklich bei der Reservierung schon im Preis hochgehandelt? Oder hatte er dir den Wagen für 4500 zurückgestellt? Mir erzählte er ja am Telefon, der Wagen sei „fast zum doppelten Preis“ reserviert...
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Frag mich besser nicht, was ich im Alltag als Dienstwagen fahre, Klaus...
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Mobile & Autoscout - 9000er schon besichtigt? Empfehlungen ja/nein
Danke! Mich trieb auch mehr die Sensationslust und Freude an jedem schön erhaltenen Saab hin als echtes Eigeninteresse. Wenn nochmal 9000, dann am liebsten als CD und auf jeden Fall ohne Sportfahrwerk.
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Mobile & Autoscout - 9000er schon besichtigt? Empfehlungen ja/nein
Schräg. Ich rief den heute an, weil ich mir den Wagen gerne mal anschauen wollte. Die Auskunft: "Der ist reserviert. Fast zum doppelten des Preises. Ich habe den ja viel zu günstig inseriert."
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Gestern war ein schöner Tag. Ich habe Lionel abgeholt. Zugegeben: Ein etwas zu exaltierter Name für einen SAAB. Aber ich kaufte ihn am selben Tag wie zwei Drucke von Lyonel Feininger. Und das erste Lied, das sein Autoradio für mich spielte, kam von Lionel Richie. Also: Lionel. Ich muss sagen: Er kann diesen Namen tragen. Denn alles an ihm sagt: „Ich war einmal ein großer Star.“ Nur eben ein Star aus einer anderen Zeit. Das dicke Bridge of Weir-Leder. Der satt glänzende Le Mans blaue Lack. Elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Tempomat und sogar eine Klimaanlage. Das war der pure Luxus der frühen 90er Jahre. Auf der Tour vom Westerwald nach Paderborn fühle ich mich, als ob ich zum ersten Mal seit langem wieder wirklich Auto fahre. Denn vieles hat Lionel auch noch nicht: Einen Totwinkelwarner zum Beispiel. Doch wozu gibt es den guten alten Schulterblick? Eine Verkehrskennzeichenerkennung hat er ebenfalls nicht. Doch wozu stehen die Blechtafeln am Fahrbahnrand? Einen Spurhalteassistenten hat er sowieso nicht. Doch wozu habe ich zwei Augen im Kopf, eine Brille auf der Nase und die Straße eine Mittellinie? Parkpiepser hat er schon gleich gar nicht. Doch wozu hat mir meine Fahrlehrerin Frau Bendig mit Engelsgeduld das Rückwärtseinparken beigebracht? Sollen all ihr Stunden stummen Leidens etwa umsonst gewesen sein? Am Wichtigsten ist sowieso: Lionel hat Lebensart. Wir zirkeln bei strahlendem Sonnenschein über kurvige Landstraßen vorbei an blühenden Rapsfeldern, Wäldern und Fachwerkidyll (wie schön ist doch Hessen!). Die Fenster sind auf beiden Seiten ein Stück geöffnet. In die Nase steigt die verführerische Mischung aus altem Leder, ein bisschen Benzin und dem frisch gemähten Gras von draußen. Sobald wir durch ein Dorf fahren, mache ich die Musik aus, damit ich dem sonoren Klang des Saab Turbos dabei zuhören kann, wie er der durch die Gassen hallt. Ich freue mich über jede Gelegenheit, mein eigenes Auto im Spiegelbild eines Schaufensters zu sehen. Und ich freue mich über alles, was an diesem Auto überraschenderweise noch funktioniert. Trotz der sieben Jahren Standzeit, die er zuletzt verbrachte. Als es gegen Abend kühler wird, springt zum Beispiel die Sitzheizung an. Einfach so von alleine. SAAB hat sie einst erfunden. Fantastisch. Zur Lebensart, die Lionel vermittelt, gehört auch dieser Zustand vollkommener automobiler Neidlosigkeit. Ich blicke nicht auf andere Autos herab – wäre ja auch schwer möglich als bald einziger Nicht-SUV-Fahrer im Straßenverkehr. Suum cuique, wie der Lateiner sagt. Ich erfreue mich einfach an meinem eigenen Auto. Weil es einen Charakter hat, der sich sowieso jedem Vergleich entzieht. Und genau diese Gelassenheit erweitert sich für einen SAAB 900-Fahrer in konzentrischen Kreisen zu einer Lebenseinstellung. Du hupst andere Leute nicht an, wenn sie bei Grün an der Ampel nicht sofort losfahren. Du rundest beim Trinkgeld um einen oder zwei Euro mehr auf als allgemein üblich. Du merkst plötzlich: „Gerade richtig“ kann viel besser sein als einfach nur „viel“. Und es ist ein viel größerer Luxus, in einem schönen Moment ein bisschen länger verweilen zu können, als unbedingt der Erste am Ziel zu sein. Leistung ist kein Selbstzweck, sondern dafür da, um sie sinnvoll einzusetzen. Das ist Intelligenz. Das gilt für einen SAAB 900 Turbo. Und das gilt für den Rest des Lebens. In Paderborn angekommen treffe ich mich mit SAAB-Freund Elmar. Die spanische Tapas-Bar nahe dem Dom hat wieder auf. Wir freuen uns, als wir das bei der Probefahrt sehen, und halten spontan an. Natürlich stellen wir Lionel direkt vor dem Lokal ins Parkverbot. Heute dürfen wir das. Elmar und ich holen uns ein frisch gezapftes San Miguel, schnappen uns zwei Klappstühle und setzen uns auf den Bürgersteig vor die Bar. So, dass wir direkt dem Le Mans-blauen Lack dabei zuschauen können, wie er im Schein der Straßenlaterne glänzt. Wir erzählen uns die Geschichten von allen SAABs, die wir je hatten. Wir schwärmen über alle SAABs, die wir vielleicht gerne nochmal hätten. Aber eigentlich wollen wir gerade gar nichts mehr haben als das hier. Es ist einer der seltenen Momente, in denen ich die Lust verspüre, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Wie sagte meine alte Chefin einst: „Freiheit, das ist ein voller Tank und eine Schachtel Zigaretten.“ Wie wahr. Und die für mich schönste Form der Freiheit ist, wenn sich der volle Tank in einem SAAB 900 Turbo befindet. Das mit dem Rauchen überlasse ich trotzdem erstmal Lionel. Er kann es sowieso mit viel mehr Stil und Würde als ich. Denn er war einmal ein großer Star. Und für mich ist er das immer noch.
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Welches Radio für den 900er?
Schöner Ausblick durch die Scheibe
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Mobile & Autoscout - 902/9-3 I schon besichtigt? Empfehlungen ja/nein
https://m.mobile.de/fahrzeuge/details.html?dam=0&id=272929459&mga_d188=DesktopVIPAutomaticRedirect&ps=0&ref=parkItem&ref=parkItem&s=Car&sfmr=false&vc=Car Nicht, dass ich ernsthaft einen dritten 9-3/I brauche, aber langsam muss man ja wirklich drüber nachdenken, gute Exemplare wegzustellen. Wohnt da zufällig einer nebenan?:-)
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Mobile & Autoscout - 902/9-3 I schon besichtigt? Empfehlungen ja/nein
Sollte ich den fairen Preis des Autos bestimmen, würde ich auch eher bei 2.000 Euro landen. Aber wir reden hier über 300 Euro - eine Preisdifferenz, die dem Wechsel einer durchgerosteten Servoleitung oder einer Jahresinspektion entspricht. Macht man davon wirklich den Kauf eines ganzen Autos abhängig, das man viele Jahre lang fahren kann und will? Ich würde das nicht tun. Schon gar nicht, wenn der Gesamteindruck von Saab und Verkäufer stimmt. Vom Modelljahr würde ich mich auch nicht abschrecken lassen. Persönlich würde ich allerdings diese geschundene Stossstange sofort neu lackieren lassen. Sonst macht man es doch nicht, guckt dann jedes mal drauf und ärgert sich. Gleiches gilt fürs Radio. In 902 und 9-3/I gehört für meinen Geschmack einfach das Werksradio.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Gegen Klaus‘ Orthodoxie bin ich resistent. Gegen den Charme eines 900 Turbo allerdings nicht.
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Da stehen doch schon ein paar rum:-)
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Meine bremisch-bretonische Saab-Vita
Ähem. Ich möchte da bitte mit einziehen.