Seit gestern ist unsere Schottland-Tour zu Ende und wir wieder heile zu Hause gelandet.
Ein paar Tage habe ich noch nachzutragen:
Letzten Samstag war wieder ein Transittag und wir sind von Colintraive nach Edinburgh gefahren. Einen mittäglichen Zwischenstopp haben wir am Falkirk Wheel, einem faszinierenden Schiffshebenwerk, eingelegt. Durch den am Fuße des Wheels eingereichteten kleinen Rummel ist es auch dort recht überlaufen.
Weiter ging es Richtung Edinburgh. Wir wählten die Route so, dass wir auch noch einen Blick auf die Forh Bridge werfen konnten. Ein Volksfest am Fuße der Brücke verhinderte gute Fotos. Eigentlich ist es ein Ensemble von 3 Brücken, die über den Firth of Forth führen. Die alte rote Eisenbahnbrücke gefällt mir allerdings am Meisten. Da in Edinburgh zeitlgleich das Edinburgh International Festival, das Edinburgh Festival Fringe und das Military Tattoo stattfanden, haben wir uns entschieden, den Saab am Rande der Stadt auf einem P+R-Parkplatz abzustellen und mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Untergekommen sind wir im vorab gebuchten Edinburgh Central Youthhostel.
An unsrerem ersten vollen Tag (Sonntag) in Edinburgh sind wir über die Royal Mile und die angrenzenden Straßen und Gässchen durch die Stadt gebummelt. Durch die stattfindenden Festivals waren viele Menschen unterwegs, aber an allen möglichen Ecken und Plätzen sind Musiker, Akrobaten, Kleinkünstler etc. aufgetreten. Es war also trotz der Enge ein schönes Erlebnis. Abschließend drehten wir in einem der obligatorisch vorhandenen Hop-on-hop-of-Busse eine Runde durch die Stadt.
Am Montag hatte das Wetter umgeschlagen und der Himmel war wieder in verschiedenen Graden undicht. Wir entschieden uns vormittags ins Dynamic Earth zu gehen. Es erinnert ein wenig an das Klimahaus in Bremerhaven, ist aber stärker an der Geologie ausgerichtet. Mit den vielen, teils interaktiven, Betätigungsmöglichkeiten gerade für Kinder recht reizvoll. Nachmittags wollten wir noch einen Abstecher ins Castle machen. Da wir es versäumt hatten, im Vorfeld Tickets zu besorgen, mussten wir leider feststellen, dass wir zu spät waren und für diesen Tag keine Tickets mehr erwerben konnten. Da der Himmel immer noch undicht war, sind wir zurück zum Hostel, wir hatten ja noch ein Abendprogramm.
Nach dem Abendessen wappneten wir uns mit Regenjacke, Regenhose und Regenponcho und liefen wieder hoch zum Castle. Dort erklommen wir die Tribüne auf dem Vorplatz und versuchten uns so regensicher wie möglich zu verpacken. Um 21:00 Uhr begann das Military Tattoo. Es war eine fantastische Show, die weit über die klassischen Kapellen mit Dudelsackmusik hinausging. Es waren Künstler aus vielen Teilen der Welt beteiligt. Selbst der anhaltende und teils sehr kräftige Regen konnte die Freude nicht trüben.
Am Montag ging es dann von Edinburgh zur Fähre nach Newcastle, nicht ohne beim etwa auf halber Strecke liegenden Bamburgh-Castle einen Zwischnstopp einzulegen.
Unsere Fährkabine lag diesmal 2 Decks höher als auf der Hinfahrt, so dass der Lärmpegel niedriger war und wir tatsächlich schlafen konnten.
Die paar Kilometer von Ijmuiden noch Hause waren dann am Dienstag schnell erledigt. Und an das auf der rechten Seite fahren gewöhnt man sich schnell wieder.
Fazit:
Es war eine abwechslungsreiche und spannende Tour, mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen, die uns sicher lange in Erinnerung bleibt. Die rund 2.500 km über teils abenteuerliche und recht holprige Strecken hat Hedvig trotz ihrer fast 25 Jahre klaglos und souverän absolviert.