Ja sicher. Aber wie sehen die Maßnahmen konkret aus?
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/stadtwerke-wollen-erstmal-e-busse-rollen-lassen-fahrgaeste-muessen-aber-umsteigen-plus-1425938.html
Wenn man dieses Beispiel einmal hochrechnet bekommt man eine ungefähre Ahnung, welches finanzielle Volumen im großen Stil bewegt werden muss. Und je feingliederiger die Maßnahmen später noch werden (müssen), desto größer wird der Bedarf an finanziellen Mitteln werden.
Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass Niemand gerne ein Windrad im Vorgarten stehen hat, Bürgerinitiativen und Landkreispolitik sich gegen den Ausbau von (Verteilungs-)Infrastruktur stemmen, dann wird es ein langer, langer Weg werden.
Seit Einführung des Handels mit Emissionsrechten (EUA) und deren Einpreisung in den Strompreis (als Beispiel) hat sich der Preis aktuell um die 30 € eingependelt. https://www.eex.com/en/market-data/environmental-markets/derivatives-market/european-emission-allowances-futures. Das Volumen dieser ausgegebenen EUA-Zertifikate wurde seinerzeit willkürlich (also relativ) festgelegt. Um einen Effekt auf die Emissionen zu haben müsste die Umlaufmenge an EUA reduziert werden. Wenn zB jetzt geplant ist, weitere Marktteilnehmer (Individualverkehr, Raumwärme) an diesen Markt anzuklemmen, wird ein ähnlicher Effekt zur Verknappung der Rechte erreicht.
Bis zu Eintritt meines Todes werde ich weiterhin regelmäßig Energie konsumieren (müssen). Ich kann also nicht, wie beim normalen Aktienhandel, Papiere handeln: ich bräuchte ein „Lebensvorrat“ an EUA, mit dem ich meinen persönlichen Energieverbrauch steuern könnte. Fahre ich nicht in den Urlaub, kann ich die EUA dazu verkaufen. Möchte ich zur nächsten IntSaab fahren, kann ich welche kaufen. So würde ein Markt funktionieren.
Aber nur einen Markt mit einer Abgabe aufzupumpen, ohne das dies eine tatsächliche regulative Wirkung hat (außer, dass wirklich Alles teurer wird), halte ich für zu kurz gesprungen.
Was mir in der gesamten Diskussion eigentlich fehlt, ist das offenlegen eines Marktdesigns. So bleibt es „nur“ bei einer Umverteilung
Deswegen meine Skepsis gegenüber der bisher vorgebrachten Nachrichten zu diesem Thema. Aber ich werde mir mal das vorgestern veröffentlichte Gutachten dazu (komisch. Das ging aber schnell. Sonst Frauchen doch Gutachter immer Jahre) besorgen und studieren. Vielleicht liege ich ja vollkommen falsch mit meiner Befürchtung....