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saabracadabra75

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Alle Beiträge von saabracadabra75

  1. Das glaube ich Dir aufs Wort. Zum Einen wegen der 13 Jahre, zum Anderen noch wegen "Marine" Klar, hier gilt halt das Prinzip: Wer was finden will, der findet was. Und die Kanonen, die wir hatten, die gingen schon viele Jahre lang nicht nur durch viele Hände, sondern auch durch viel Dreck. Wenn ich Deine Angaben zu den Dienstjahren so lese, dann wirst Du das G3 nicht mehr bei der Bundeswehr kennengelernt haben, Konstruktion, Funktion und Technik bei der Polizei vermutlich schon (MP5, ist ja glaube ich praktisch eine kleines G3 im Pistolenkaliber). Das Schießen mit Manövermunition mit montiertem MPG auf dem G3 hat subjektiv wahrgenommen nicht gerade dazu beigetragen, dass die Waffe weniger verdreckt oder besser zu reinigen ist...wird bei der Polizei wahrscheinlich etwas anders oder auch "besser" sein. Ich kann nur sagen, dass die Bundeswehr aus mir bestimmt keinen ordentlichen Menschen gemacht hat.
  2. Lass mich raten: Den auch im zivilen Leben sehr wertvollen Panzerführerschein mitzunehmen?
  3. Der oben von mir erwähnte Feldwebel war mir eigentlich ganz sympathisch. In den ersten Wochen hatte ich wahnsinig Schiß vor dem, dann habe ich auch seine Drill- und Schikanemaßnahmen mit Humor gesehen. Denn Ärger im eigentlichen Sinne hat so richtig niemand mit ihm bekommen. Da war z.B., dass wir, wenn wir vom Feld zurück in die Stube kamen, genau 2 Minuten Zeit bekommen haben, unsere Ausrüstung zu verstauen und um wieder auf dem Gang anzutreten. Runtergezählt hat er laut in 10-Sekunden-Schritten. Von 0 an hat er dann die Sekunden gezählt. Und für jede Sekunde, die wir zu spät am Gang erschienen sind, mussten wir eine Liegestütze machen. Ich kam 17 Sekunden zu spät. Ein Kamerad kam deutlich später. Der Fw: "Herr Flieger, wieviele Sekunden sind Sie zu spät?" Der Flieger: "183" Der Fw: "Ach, dann fangen Sie einfach an zu pumpen, vielleicht sage ich irgendwann mal stop!" Und er dann einigermaßen früh "Stop" gesagt.
  4. OK, hier die Geschichte von jemandem, der 20 Jahre vor MeToo über seinen eigenen Machismus gestolpert ist Die Geschichte des Niedergangs von Feldwebel Wiegel (Name geändert). Also, unsere Kompanie war im 2. Bataillon, genau so wie die San(itäts)-Staffel. Und Sanstaffel bedeutet: Es waren Frauen am Bataillonsstammtisch anwesend. Der Bataillonsstammtisch war eine "Dienstliche Veranstaltung geselliger Art", d.h. es war Anwesenheits- (und inoffiziell auch Sauf-)Pflicht. Feldwebel Wiegel hat vorher im Kreise der Ausbilder seines Zuges großspurig im Gruppenführerdienstzimmer angekündigt, dass er am Bataillonsstammtisch zu einer attraktiven, von allen begehrten Frau Stabsunteroffizier aus der Sanstaffel sexuellen Kontakt aufnehmen wird. Am nächsten Morgen kommt er grinsend ins Dienstzimmer, greift in eine Hosentasche und zieht einen BH heraus. Ich weiß nicht, was er danach alles noch erzählt hat, auf jeden Fall hat sich das sehr schnell bis zur Frau Stabsunteroffizier herumgesprochen. Und die fand das gar nicht toll. Und hat auch noch alles abgestritten. Feldwebel Wiegel hat sich selbst durch diese Aktion in zweierlei Hinsicht ziemlich in die Sch!?&e geritten: Hinsicht 1: Angenommen, er sprach die Wahrheit: Grob unkameradschaftliches Verhalten Unzucht mit Untergebenen / Schutzbefohlenen Hinsicht 2: Angenommen, er hat gelogen: Grob unkameradschaftliches Verhalten Üble Nachrede, Verleumdung, Verbreitung von Unwahrheiten Um seine Ehre als Mann zu wahren, bestand er natürlich darauf, wegen 1 verknackt zu werden. Auf jeden Fall musste er von heute auf Morgen seine Gruppe abgeben und wurde provisorisch in den Bataillonsstab versetzt. Dann musste er vorm Truppendienstgericht in Karlsruhe antanzen. Er wurde ins Luftwaffenamt strafversetzt, wo er als Feldwebel mit Abstand der niedrigste Dienstgrad war. Vorher im Luftwaffenausbildungsregiment war er als Feldwebel fast der King. Aufgrund der bevorstehenden Kosten (Umzug) und Einkommensverluste (keine Auslandszulage mehr), hat er dann gefälschte Markenkleidung aus Ungarn verkauft, um etwas Geld einzunehmen. Ich musste daraufhin grinsen: Er zu mir: "Lach nich', die Strafversetzung kostet mich 10000DM!!".
  5. OK, hier eine Anekdote, die die Pazifisten unter euch erfreuen wird. Ich habe beim Bund ein Gewehr beschädigt. So dass der Heckler&Koch Customer Service in Anspruch genommen werden musste. Die Vorgeschichte: Ich gehörte zu einem der letzten Quartale, die noch am G3 ausgebildet wurden. Nach dem ersten Mal schießen dann das Waffenreingen. Ihr erinnert euch vielleicht noch an das Reinigungsgerät und das -Prozedere. Dochtbündel durch die Öse ziehen, einölen, diese klokettenartige Kette durchs Rohr ziehen, hinterher ein paar trockene Bündel zum Entölen durchziehen. ABER WICHTIG: Vorher 3 Fäden aus dem Bündel ziehen, da das Bündel sonst im Rohr stecken bleibt!!! Ich sagte mir so: "Ach, was sollen die drei Scheißfäden schon bewirken? Ist bestimmt so ne Schwachsinnsregel. Und obendrein noch Materialverschwendung." Ich entnehme keine drei Dochte, ziehe das Bündel ins Rohr und - oh weh - das Bündel bleibt im Rohr stecken. Ich gehe zum OG und sag ihm das und der macht mich richtig lang: OG: "Was habe ich eben gesagt!?!?!?!!?!?!?" Ich: "Vorher drei Dochte rausziehen." OG: "Und, haben Sie das gemacht!?!?!?!?!?!!?" Ich: "Wahrscheinlich nicht." OG: "Sie!!! Sie haben wohl ihr Gehirn auf der Wache abgegeben!!!!!! Weshalb sage ich sowas überhaupt????" Der OG nimmt das Gehäuse des G3, die Kette schaut vorne aus dem Rohr raus. Er wickelt das Ende der Kette mehrmals um den Kampfstiefel und zieht mit aller Kraft. Das Dochtbündel löst sich und der OG gibt mir das Teil zurück. OK, alles gut so weit. Ein paar Monate später bin ich der OG an der Waffenannahme nach dem Schießen. Ein Rekrut kommt zu mir und sagt: "Herr Obergefreiter, das Dochtbündel steckt im Rohr!" Ich, ganz ruhig und väterlich beruhigend: "Kein Problem Kamerad, das kommt vor. Das kriegen wir hin." Ich machs so wie der OG damals, wickel die Kette um den Stiefel und ziehe mit aller Kraft. Der Draht, der die Öse hält öffnet sich und das scharfe, spitze Ende kratzt das Rohr von innen an. Hat ne ganz schöne Schramme hinterlassen, und der Fw hat das Gewehr direkt ausgemustert. Mich würd mal interessieren, was man damit gemacht hat, denn Gehäuse mit Rohr dürften - noch vor den Verschlussbauteilen - das mit Abstand teuerste Bauteil gewesen sein. Ob sich eine Reparatur da gelohnt hat? Ein G3 hat meines Wissens Mitte der 90er um die 1500DM gekostet. Davon wird bestimmt ein 1000er fürs Gehäuse drauf gegangen sein....
  6. Köstlich, außer der zornige ältere Herr, der über eine mögliche Disziplinierung seiner Tochter nachdenkt. Hier eine Anekdote über Hygiene in der Truppenküche. Ich hatte mal einen Küchen-HG beim Zubereiten von Speisen beobachtet. Ohne dass dieser mich anfänglich bemerkt hat. Er hat mit so nem Pinsel so Klumpen (keine Ahnung, (Hack-)Fleisch?) bestrichen. Und sich jedesmal, nach dem einen solchen Klumpen bestrichen hat, die Hand abgeleckt. Und mit der abgeleckten Hand dann den nächsten Klumpen genommen...:eek::rolleyes: Und als er mich dann bemerkt hat, hat er nicht mehr abgeleckt.
  7. Meine schönste Zeit war, als ich zusammen mit einem Feldwebel, der aufgrund einer Verurteilung durch das Truppendienstgericht vor einer Strafversetzung stand, auf dem ganzen Kasernengelände eine Waffeninventur machen musste. 2,5 Wochen lang sah mein Tagesablauf wie folgt aus: Morgens um 8h Treffen im Unteroffiziersheim. 2,5h Frühstücken und Fernsehen. Dann der Fw: "So, so leid es mir tut, ein wenig was tun müssen wir heute schon." Dann 1,5h Waffen zählen. Jeden Tag um Punkt 12h: "So, Mittag." Dann 2,5h Mittagsessen und Fernsehen im Unteroffiziersheim. Dann um 14:30h: "So, etwas tun müssen wir heute noch." Wieder 1,5h Waffen zählen. Dann haben wir den Tag im Unteroffiziersheim ausklingen lassen. In den 2,5 Wochen habe ich locker 5 kg zugenommen.
  8. Ein Bock den ich geschossen habe: Nach der Grundausbildung bin ich in Budel/Niederlande als Stabsdienstsoldat geblieben. Geschäftszimmer, Waffen- und Geräteverwaltung etc. Da hat mir der Uffz mal den Schlüssel von der Waffenkammer anvertraut. Anschließend musste ich einem OFw helfen, irgenwelche Heuballen zu verladen. Nach getaner Arbeit dachte ich mir: So, jetzt hast Du Dir n Jägerschnitzel mit Pommes im Mannschaftsheim wirklich verdient. Es war schon etwas später, da wurde ich im Mannschaftsheim plötzlich namentlich aufgerufen, ob ich denn hier anwesend sei. Jemand frage am Telefon nach mir. Ich gehe ans Telefon. Und am Telefon wurde ich daran erinnert, dass man mir den Waffenkammer-Schlüssel anvertraut hat. Und das heute eine Übung mit Übernachtung im Freien ansteht. Ich renne zum Kompaniegebäude und werde vom kompletten 3. Zug in voller Montur vor der Waffenkammer wartend begrüßt. Der Oberleutnant guckt mich ernst an. Ich sagte, dass es mir Leid tut und dann schmunzelte er mich dann milde an. Der Oberleutnant war echt OK. Dem Spieß hat er nix gesagt. Der hätte mir am nächsten Morgen dann den Allerwertesten aufgerissen....
  9. Hahaha, klar, das ist auch EIN Sinn und Zweck der Übung. Ein anderer wäre, das ein oder andere Schmunzeln hervorzuzaubern
  10. Dann fange ich direkt mal an. Aber vorsicht, die Geschichte geht auch etwas unter die Gürtellinie. Wir schreiben Mitte der 90er und ich wurde nach der Schule direkt eingezogen und zwar ins Luftwaffenausbildungsregiment 2 Budel/Weert, Niederlande. Damit hatte ich Glück, denn ich konnte zoll- und steuerfrei einkaufen, bekam doppelten Wehrsold (in Gulden ausgezahlt). Dort hatten wir einen Kameraden, den Flieger Huber (Name geändert). Der Flieger Huber war ein echter bayerischer Bua, der nicht gerade ins Glas gespuckt hat. Eines Sonntags im Zugabteil, auf dem Rückweg zur Kaserne, war er rabenvoll und hat laut im Zugabteil herumgegröhlt. Ein Fremder mit Sonnenbrille bat den Herrn Huber darum, doch etwas leiser zu sein. Huber zum ihm: "Halts Maul, Puck!" Ihr wisst schon, der Puck von der Biene Maja: https://www.fliegenretten.de/puck-die-stubenfliege/ Puck hat daraufhin nicht mehr gemuckt und Huber hat dennoch weiter Krawall geschlagen. Er ist auf den sitzenden Puck zugegangen, hat sein Geschlechtsteil entblößt und damit vor Pucks Gesicht hantiert :eek: Das alles wäre für den guten Herrn Huber gar kein Problem gewesen, hätte er nicht ein T-Shirt getragen, auf dem exakt Kompanie, Regiment, Zug und Standort angegeben waren. Und sich dummerweise nicht ein Unteroffizier in zivil im Abteil befunden hätte Am Montag Morgen wurden wir traditionell mit Status Quo "In the Army now" geweckt. Dann die Durchsage: "Flieger Huber bitte sofort zum Kompaniechef". Kaffee Viereck hat er dafür nicht bekommen, es blieb beim einfachen Verweis und ein paar 100 Gulden Strafe, abzahlbar in Raten. Ein paar Wochen später gab es im Kasernen-Kino eine Verkaufsveranstaltung eines weltweit führenden Zigarettenherstellers (heute wahrscheinlich undenkbar). Wenn man auf die Bühne ging und sich zum Affen machen lies, hat man als Dankeschön eine Stange Kippen geschenkt bekommen. Als Huber dann mal auf die Bühne ging, haben die ca. 150 Mann im Kino alle laut "Ausziehn, ausziehn, ausziehn!!!" gerufen. Daraufhin Huber ganz trocken: "Nah, dafür hab i schoa a Diszi krieagt!"
  11. Ich würde gerne in einem eigenen Thread fortführen, was im Nachbarthread begonnen wurde. Lustige oder skurrile Erlebnisse aus der Bundeswehrzeit auszutauschen. Günther Wallraff hat ja schon vor etlichen Jahrzehnten damit angefangen, seine Berichte waren allerdings zumeist weniger witzig. Beim Erzählen Namen bitte ändern, falls sich ehemalige Kameraden Peinlichkeiten erlaubt haben. Eure eigenen Peinlichkeiten dürft ihr natürlich ungeschminkt darlegen
  12. Wenn ich eure Beiträge so lese, dann vermute ich mal, dass wir nicht alle sterben müssen. Und das ist gut so!!! Eine geschlossene Frage. Ist das eine Manipulationstechnik?
  13. Du ungläubiger, Du!!!
  14. Ich als streggläubiger Konvertit zum Neuheidentum, von dem KEINE terroristische oder fundamentlistische Bedrohung ausgeht, weiss, dass die 9 für die 9 Welten steht.
  15. Vor einiger Zeit hatte ich das Thema Stirnlampen auch mal hier eingebracht. Die meisten Kollegen hier scheinen beim Schrauben auf Strahler zu setzen. Ich persönlich schwöre bei Stirnlampen auf Petzl. Auch sehr robust. Stirnlampen haben generell den Charme, dass man sie auch wunderbar zum Wandern, Laufen, Campen etc. einsetzen kann. Mein Vater schwört auf die Lampe, die ihm mal geschenkt habe, beim Angeln, d.h. wenn er in der Dämmerung das Ufer verlässt. Und, wie Du schon sagst: Das Licht ist immer da, wo man hin schaut. Fenix kannte ich bislang nicht. Sieht robust aus, mit den Metallteilen. Wenn ich die Konstruktion richtig verstehe, dann ist die stufenlos vertikal ausrichtbar, d.h. keine Einraster? Praktisch ist wohl auch, dass man die Lampe abnehmen kann, ohne das Band vom Kopf zu nehmen. Preislich finde ich die nicht zu hoch. Die Leuchtdauer kommt mir allerdings etwas kurz vor...
  16. In meiner alten Heimat Siegen gilt die Regel, das jemand, der net Sejerlänner Platt schwätt, einen Mächtigen an der Waffel hat. Aus diesem Grunde musste ich fliehen.... Nach 14 Jahren Headbanging und siegerländer Krombacher-Bier im Exil habe ich jetzt tatsächlich einen an der Waffel. :eek::mad::redface:
  17. Uahh. Die Karosseriefarbe ist Geschmacksache. Das Gelb an den Sitzen auch. Aber beides in Kombination? Da wäre mir glaube ich ein Ringelnatterbiss lieber...
  18. Ein weiterers tolles rheinländisches Musik-Event war seiner Zeit das Ringfest in Köln. Da konnte man in Verbindung mit der Popkom bekannte Acts kostenlos live über die ganze Stadt verteilt erleben. Legendär war Motörhead. Ich musste das Konzert vorzeitig verlassen, um meinen Zug noch zu erwischen. Mister Kilmisters Stimm- und Bassgeröhre hat mich dennoch kilometerweit bis zum Bahnhof begleitet
  19. Richtig, sie ist ja leider verstorben.

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