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15 Minuten vor 06:00 Uhr

This is part 1 of the 15 Minuten vor 06:00 Uhr discussion.

Empfohlene Antworten

Morgen, bin gerade an der Urlaubsplanung und sind am 16. Juni auf der Rückfahrt von Schweden nicht weit von Walsrode entfernt. :hello:

Dank der vielen Hinweise von euch werden wir wohl nicht in dieser Region essen, da ich von trockenen Grashalmen ja nicht satt werde:biggrin:

Ziel ist es bis zum Abend die Möhnetalsperre zu erreichen.

Ein Gerücht... in Walsrode bin ich noch immer satt geworden und dazu in netter Gesellschaft :biggrin:

Ein Gerücht... in Walsrode bin ich noch immer satt geworden und dazu in netter Gesellschaft :biggrin:

Satt ja, nette Gesellschaft ja - aber sich bewegen hinterher.....

Wenn die Scriptoren nix Gegenteiliges zu verkünden haben, sollte diese Kunde in die Chroniken Walsrode aufgenommen werden......
Hier war wohl der Blick des wackeren Chronisten durch eine Überdosis der von der braven Kräuterfrau Tante Martha verabreichten Heidetropfen sichtlich getrübt.

In der Tat trug sich die Geschichte folgendermaßen zu:

Einige Wochen vor dem Tag, an dem wir im bereits durch die Römer befriedeten Land traditionell das Wiegenfest des Herrn begehen, erreichte mich das Flehen des tapferen nordischen Kriegers Ulrich der Stattliche, überbracht durch seinen treuen Boten Emailius, ich möge ihm und seinem Mannen doch bei einem Beutezug durch die unheimlichen Moore rund um Valse Rode (auf Deutsch: falsche Rodung) beistehen.

Also schirrte ich meinen Streitwagen mit vier Samurai-Rössern an und begab mich auf die Reise in den unwirtlichen Norden.

Nachdem die beschwerliche Anreise nicht in einem Tag zu bewältigen war, entschloss ich mich, bei dem Vetter meiner Gattin Zwischenstation zu machen.

Der hat a ganz anette Frau, die mir Abendbrot und vier Amphoren hanseatischem Cervisia kredenzte.

Am daraufolgenden Tag kämpfte ich mich mit meinen wackeren Rössern durch die nebelumwaberten Moore bis zu meinem Ziel Valse Rode durch.

Dort erwartete mich ein Häuflein unerschrockener Nordmänner mit ihren betagten, geduckten doch gleichwohl blank gewienerten Streitwagen, geschmückt zu meiner Ehrerbietung mit einem Greif auf blauem Wappengrund.

Was mich gleichermaßen erstaunte und erschreckte, war dass die Rösser lediglich mit den Vorderhufen zu scharren in der Lage waren.

Am Rande des Trecks entdeckte ich noch einen ehemals weissen Kaufmannswagen und einen gleich mit sechs Rössern bespannten Prunkwagen eines Fürsten mit wallendem silbernen Haar, der dem Flehen Ulrich des Stattlichen sogar von dem fernen Lacus Bodamicus gefolgt war und ihm mit seiner vollständigen Fürstenfamilie einschließlich des jugendlichen Burgfräuleins die Ehre erwies.

Weiterhin erblickte ich eine Amazone aus dem fernen Berolinum samt ihrem wackeren Gefährten aus Hispania.

Mit stolzgeschwellter Brust nahmen sie neben ihren altertümlichen Fuhrwerken Aufstellung und immer, wenn einer ein Wort mit vier Buchstaben aussprach, vernahm ich anerkennende Zustimmung und ein Glänzen und Leuchten in ihren Augen und es trat eine andächtige Stille ein.

Schließlich saßen wir dann zum gemeinsamen Zug auf und begaben uns auf einen beschwerlichen Weg aus schnurgerade durch die unwirtliche Gegend gezogenen schmalen Trampelpfaden.

Ringsum konnte man noch ungerodete Waldungen und geduckte Ansiedlungen aus rötlichen, aufgeschichteten Lehmquadern entdecken.

Als die Nacht herein brach, wurde mir zu Dank ein Mahl aus dampfenden, gesottenen, gehackten Blättern nebst wurst- und würfelförmigen Räucherwaren aufgetischt.

Um die schwere Kost verdaulicher zu machen, wurde reichlich einheimische und eigens aus Frankonia importierte Weizen-Cervisia kredenzt.

Zum Abschluss reichte die Kräutertante Martha noch hinreichend ihrer bekömmlichen Heidetropfen.

Danach übermannte mich ob der Anstrengungen der Schlaf und die Erinnerung verblasste.

Am folgenden Tag trat ich voller Freude wieder die Heimreise in wirtlichere Gefilde an und zolle den wackeren Nordmännern, die in diesem Landstrich ausharren müssen, meinen höchsten Respekt!

 

Wirklich toll geschrieben!! :top:

Hier war wohl der Blick des wackeren Chronisten durch eine Überdosis der von der braven Kräuterfrau Tante Martha verabreichten Heidetropfen sichtlich getrübt.

In der Tat trug sich die Geschichte folgendermaßen zu:

Einige Wochen vor dem Tag, an dem wir im bereits durch die Römer befriedeten Land traditionell das Wiegenfest des Herrn begehen, erreichte mich das Flehen des tapferen nordischen Kriegers Ulrich der Stattliche, überbracht durch seinen treuen Boten Emailius, ich möge ihm und seinem Mannen doch bei einem Beutezug durch die unheimlichen Moore rund um Valse Rode (auf Deutsch: falsche Rodung) beistehen.

Also schirrte ich meinen Streitwagen mit vier Samurai-Rössern an und begab mich auf die Reise in den unwirtlichen Norden.

Nachdem die beschwerliche Anreise nicht in einem Tag zu bewältigen war, entschloss ich mich, bei dem Vetter meiner Gattin Zwischenstation zu machen.

Der hat a ganz anette Frau, die mir Abendbrot und vier Amphoren hanseatischem Cervisia kredenzte.

Am daraufolgenden Tag kämpfte ich mich mit meinen wackeren Rössern durch die nebelumwaberten Moore bis zu meinem Ziel Valse Rode durch.

Dort erwartete mich ein Häuflein unerschrockener Nordmänner mit ihren betagten, geduckten doch gleichwohl blank gewienerten Streitwagen, geschmückt zu meiner Ehrerbietung mit einem Greif auf blauem Wappengrund.

Was mich gleichermaßen erstaunte und erschreckte, war dass die Rösser lediglich mit den Vorderhufen zu scharren in der Lage waren.

Am Rande des Trecks entdeckte ich noch einen ehemals weissen Kaufmannswagen und einen gleich mit sechs Rössern bespannten Prunkwagen eines Fürsten mit wallendem silbernen Haar, der dem Flehen Ulrich des Stattlichen sogar von dem fernen Lacus Bodamicus gefolgt war und ihm mit seiner vollständigen Fürstenfamilie einschließlich des jugendlichen Burgfräuleins die Ehre erwies.

Weiterhin erblickte ich eine Amazone aus dem fernen Berolinum samt ihrem wackeren Gefährten aus Hispania.

Mit stolzgeschwellter Brust nahmen sie neben ihren altertümlichen Fuhrwerken Aufstellung und immer, wenn einer ein Wort mit vier Buchstaben aussprach, vernahm ich anerkennende Zustimmung und ein Glänzen und Leuchten in ihren Augen und es trat eine andächtige Stille ein.

Schließlich saßen wir dann zum gemeinsamen Zug auf und begaben uns auf einen beschwerlichen Weg aus schnurgerade durch die unwirtliche Gegend gezogenen schmalen Trampelpfaden.

Ringsum konnte man noch ungerodete Waldungen und geduckte Ansiedlungen aus rötlichen, aufgeschichteten Lehmquadern entdecken.

Als die Nacht herein brach, wurde mir zu Dank ein Mahl aus dampfenden, gesottenen, gehackten Blättern nebst wurst- und würfelförmigen Räucherwaren aufgetischt.

Um die schwere Kost verdaulicher zu machen, wurde reichlich einheimische und eigens aus Frankonia importierte Weizen-Cervisia kredenzt.

Zum Abschluss reichte die Kräutertante Martha noch hinreichend ihrer bekömmlichen Heidetropfen.

Danach übermannte mich ob der Anstrengungen der Schlaf und die Erinnerung verblasste.

Am folgenden Tag trat ich voller Freude wieder die Heimreise in wirtlichere Gefilde an und zolle den wackeren Nordmännern, die in diesem Landstrich ausharren müssen, meinen höchsten Respekt!

Ha ha ha, mir ist glatt das Croissant runtergefallen... :biggrin:

Hier war wohl der Blick des wackeren Chronisten durch eine Überdosis der von der braven Kräuterfrau Tante Martha verabreichten Heidetropfen sichtlich getrübt.

In der Tat trug sich die Geschichte folgendermaßen zu:

Einige Wochen vor dem Tag, an dem wir im bereits durch die Römer befriedeten Land traditionell das Wiegenfest des Herrn begehen, erreichte mich das Flehen des tapferen nordischen Kriegers Ulrich der Stattliche, überbracht durch seinen treuen Boten Emailius, ich möge ihm und seinem Mannen doch bei einem Beutezug durch die unheimlichen Moore rund um Valse Rode (auf Deutsch: falsche Rodung) beistehen.

Also schirrte ich meinen Streitwagen mit vier Samurai-Rössern an und begab mich auf die Reise in den unwirtlichen Norden.

Nachdem die beschwerliche Anreise nicht in einem Tag zu bewältigen war, entschloss ich mich, bei dem Vetter meiner Gattin Zwischenstation zu machen.

Der hat a ganz anette Frau, die mir Abendbrot und vier Amphoren hanseatischem Cervisia kredenzte.

Am daraufolgenden Tag kämpfte ich mich mit meinen wackeren Rössern durch die nebelumwaberten Moore bis zu meinem Ziel Valse Rode durch.

Dort erwartete mich ein Häuflein unerschrockener Nordmänner mit ihren betagten, geduckten doch gleichwohl blank gewienerten Streitwagen, geschmückt zu meiner Ehrerbietung mit einem Greif auf blauem Wappengrund.

Was mich gleichermaßen erstaunte und erschreckte, war dass die Rösser lediglich mit den Vorderhufen zu scharren in der Lage waren.

Am Rande des Trecks entdeckte ich noch einen ehemals weissen Kaufmannswagen und einen gleich mit sechs Rössern bespannten Prunkwagen eines Fürsten mit wallendem silbernen Haar, der dem Flehen Ulrich des Stattlichen sogar von dem fernen Lacus Bodamicus gefolgt war und ihm mit seiner vollständigen Fürstenfamilie einschließlich des jugendlichen Burgfräuleins die Ehre erwies.

Weiterhin erblickte ich eine Amazone aus dem fernen Berolinum samt ihrem wackeren Gefährten aus Hispania.

Mit stolzgeschwellter Brust nahmen sie neben ihren altertümlichen Fuhrwerken Aufstellung und immer, wenn einer ein Wort mit vier Buchstaben aussprach, vernahm ich anerkennende Zustimmung und ein Glänzen und Leuchten in ihren Augen und es trat eine andächtige Stille ein.

Schließlich saßen wir dann zum gemeinsamen Zug auf und begaben uns auf einen beschwerlichen Weg aus schnurgerade durch die unwirtliche Gegend gezogenen schmalen Trampelpfaden.

Ringsum konnte man noch ungerodete Waldungen und geduckte Ansiedlungen aus rötlichen, aufgeschichteten Lehmquadern entdecken.

Als die Nacht herein brach, wurde mir zu Dank ein Mahl aus dampfenden, gesottenen, gehackten Blättern nebst wurst- und würfelförmigen Räucherwaren aufgetischt.

Um die schwere Kost verdaulicher zu machen, wurde reichlich einheimische und eigens aus Frankonia importierte Weizen-Cervisia kredenzt.

Zum Abschluss reichte die Kräutertante Martha noch hinreichend ihrer bekömmlichen Heidetropfen.

Danach übermannte mich ob der Anstrengungen der Schlaf und die Erinnerung verblasste.

Am folgenden Tag trat ich voller Freude wieder die Heimreise in wirtlichere Gefilde an und zolle den wackeren Nordmännern, die in diesem Landstrich ausharren müssen, meinen höchsten Respekt!

:cool:……:top:……:smile:……

Ein Gerücht... in Walsrode bin ich noch immer satt geworden und dazu in netter Gesellschaft :biggrin:

Und das ist auch gut so! :top:

Gibt ja Leute, die glauben, daß der Knoblauch durch pressen bitter wird und Cunnilingus eine Charter-Fluggesellschaft ist :biggrin::biggrin::biggrin:

 

Was mich gleichermaßen erstaunte und erschreckte, war dass die Rösser lediglich mit den Vorderhufen zu scharren in der Lage waren.

 

Nun sei es dem mangelndem Sehvermögen des Scriptors geschuldet, dass er des einzigen SAABulos 4-vehicolus nicht ansichtig wurde. Daher die Berichtigung der Chronicus Valse Rode.

Morgen, bin gerade an der Urlaubsplanung und sind am 16. Juni auf der Rückfahrt von Schweden nicht weit von Walsrode entfernt. :hello:

Dank der vielen Hinweise von euch werden wir wohl nicht in dieser Region essen, da ich von trockenen Grashalmen ja nicht satt werde:biggrin:

Ziel ist es bis zum Abend die Möhnetalsperre zu erreichen.

 

da kriegste erst recht nix, im Sauerland !!

...

Was mich gleichermaßen erstaunte und erschreckte, war dass die Rösser lediglich mit den Vorderhufen zu scharren in der Lage waren.

Am Rande des Trecks entdeckte ich noch einen ehemals weissen Kaufmannswagen ...!

.. der heckgetrieben war !!:tongue:

Bearbeitet von hb-ex

Super Geschichte, [mention=1302]bigintelligence[/mention] :biggrin::top: genauso war es :smile:

Bearbeitet von saabatera

Bildschirmfoto2017-02-12um10_52_17.thumb.png.2c974f8fd75032fd1e033476df0ebfff.png
Für den SAAB? :biggrin:

Wohl für den Saab, Mengen liegt immer noch unter Nebel

... und zolle den wackeren Nordmännern, die in diesem Landstrich ausharren müssen, meinen höchsten Respekt!
Wunderbarer Text. Und dem Respekt stimme ich natürlich auch uneingeschänkt zu.

Aber 'ausharren müssen' würde ich dazu nicht gerade sagen. Ich finde die Gegend einfach herrlich, und würde jederzeit nur all zu gerne tauschen.

So ganz ohne Berge und Kurven?
wie kommt einer auf so eine Idee:congrats:
So ganz ohne Berge und Kurven?
Aber mit viel Platz, herrlichen großen Höfen, nichts ist überlaufen, ...

Einfach ein Stückchen 'heile Welt'. Im Vergleich zu Berlin schlicht ein Traum.

Wunderbarer Text. Und dem Respekt stimme ich natürlich auch uneingeschänkt zu.

Aber 'ausharren müssen' würde ich dazu nicht gerade sagen. Ich finde die Gegend einfach herrlich, und würde jederzeit nur all zu gerne tauschen.

Genau, ausharren? Da biste freiwillig :tongue:

Und mehr als Holsteiner kannste sowieso nicht werden :top:

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich meine Erfahrung im verdauen von Fett eingebracht habe. Ich komme schließlich aus der Gegend mit dem höchsten Verbrauch an Cholesterinsenkern bundesweit - auch Schäufeles-Tabletten genannt!
wie kommt einer auf so eine Idee:congrats:

Einer mit dem großen Latrinum?:biggrin:

Ihr hochwohlgeborener Ichkannkeinhochdeutschundwillesauchgarnichtlernen, Mr. Outback,

 

sie haben soeben mir ein Lächeln in mein Antlitz gezaubert und mir mit Ihren Zeilen ein paar vergnügliche Minuten bereitet. Hierfür möchte ich Ihnen besonderen Dank aussprechen. Gleichfalls haben die vielen zauberhaften Kommentare des ungefragten Fußvolkes mir zu verstehen gegeben, dass mein Herrschaftsbereich durchaus beliebt ist und man sich gerne an traditionellen Speisen und Getränken aus meinem Lande labt. Da ich weiß, dass ein Stück Heimat in der Fremde wohlwollend aufgenommen wird, hatte ich aus dem Süden ein paar Gallonen des Gerstensaftes welcher mit Weizen statt mit Gerste gebraut wurde, anfahren lassen. Allerdings scheit einigen Gästen unser Gerstensaft auch gemundet zu haben, wie mir mein Braumeister einige Tage später berichtete.

Ihre Beehrung meines Herschaftsbereiches hat mich zudem sehr gefreut. In großer Hoffnung Sie nach 12 Monden wieder in meiner kargen Behausung begrüßen zu können verbleibe ich hochachtungsvoll

 

Graf Walo

Bearbeitet von Hutzelwicht

Morgen, bin gerade an der Urlaubsplanung und sind am 16. Juni auf der Rückfahrt von Schweden nicht weit von Walsrode entfernt. :hello:

Dank der vielen Hinweise von euch werden wir wohl nicht in dieser Region essen, da ich von trockenen Grashalmen ja nicht satt werde:biggrin:

Ziel ist es bis zum Abend die Möhnetalsperre zu erreichen.

Abfahrt Bad Fallingbostel, 2 Ampeln und nach 6 km bist bei mir vor der Haustür. Dauert in der Regel 5 Minuten. Kaffeemaschine ist immer an und, auch wenn es anders hier im Form kolportiert wird, Kühlschrank ist auch gut gefüllt.....................Ihr seid herzlich willkommen !

Verbindlichsten Dank Herr Deichgraf!

Sollten Ihro Ehren in näherer Zukunft über ein hinreichend langes Kabel zum Betrieb ihrer elektrokutsche in südliche Gefilde verfügen, sei er herzlich zur Degustation gerösteter schweinschultern und Extremitäten mitsamt "verarbeiteten" Erdfrüchten eingeladen!:eating:

Ihre Hügelmajestät,

 

Ihre Einladung werde ich mir verbindlichst notieren und Sie zeitgerecht durch meinen Internetboten über meinen Aufbruch informieren.:top:

Bearbeitet von Hutzelwicht

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