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lunatic-factor

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Alle Beiträge von lunatic-factor

  1. Ein Überblick, was ich für meine 9-3 im Laufe der Jahre jeweils als Kaufpreis bezahlt habe: 2008: Saab 9-3 2.3i SE 5d, Automatik, zirrusweiß, Leder schwarz, Baujahr 1998, 80.000km, 3.800 EUR. 2009: Saab 9-3 2.0i Coupé, Automatik, kosmosblau, Stoff grau, Baujahr 1998, 108.000km, 3.000 EUR. 2013: Saab 9-3 2.0t Anniversary Coupé, Schaltgetriebe, laserrot, Leder schwarz, Baujahr 2002, 140.000km, 3.000 EUR. 2018: Saab 9-3 2.0T (205PS) SE 5d, Automatik, schwarz, Leder beige, Baujahr 2001, 108.000km, 6.200 EUR. 2018: Saab 9-3 2.0i 5d, Schaltgetriebe, skarabäusgrün, Stoff beige, Baujahr 1998, 180.000km, 2.200 EUR. 2024: Saab 9-3 2.0i SE 5d, Schaltgetriebe, mitternachtsblau, Leder schwarz, Baujahr 1998, 111.000km, 4.300 EUR. 2026: Saab 9-3 2.0t SE 5d, Schaltgetriebe, schwarz, Leder beige, Baujahr 2000, 70.000km, 5.900 EUR. Bemerkenswert, wie wenig sich so die Preise in fast zwei Jahrzehnten bewegt haben, und wieviel Auto man beim Saab 9-3 für wenig Geld bekommen hat/bekommt. Wenn ich diese Autos aufzähle, will ich sie übrigens alle sofort zurückhaben. Das geht mir mit meinen anderen Saab nicht so. Außer vielleicht mit Geralds 9000 Aero. Hin und wieder. In einem Moment nostalgischer Schwäche:-)
  2. Ja, ich werde es wohl auch so lassen. Zugegebenermaßen auch deshalb, weil mir Bremen als Stadt sympathisch ist und weit genug im Norden der Republik liegt:-)
  3. Ein Update. Viel ist passiert in meiner Garage in den letzten Wochen. Zunächst: Zwei Saab haben direkt im Forum oder über Forum-Vermittlung einen neuen Besitzer bekommen. Der 9000 und der 900. Am 9000 hatte ich über all die Investitionen die Lust verloren. Es ist gut, dass jetzt jemand dort anfängt, wo ich aufgehört habe. Auf diese Weise bleibt das Ziel bestehen: Ein substanziell gesunder und besonders schöner 9000 wird erhalten. Wenn auch nicht in meinem Besitz. Mit dem 900 war es so, wie es bei mir mit dem 900 immer war: Ich achte ihn als Ikone der Marke. Aber ich muss selbst keinen haben. Angenehm war mir auch der Gedanke einer gewissen Komplexitätsreduktion in meinem Alltag. Ich wurde vier Autos neben dem Audi-Dienstwagen einfach nicht gerecht. Man kann sowas machen. Aber nur, wenn man eine spezialisierte Werkstatt des Vertrauens in erreichbarer Nähe hat. Meinem Saab-Schrauber im Nachbardorf ist im letzten Sommer die Halle abgebrannt, und er hat immer noch keine neue gefunden. Selbst beim Citroën ist es herausfordernd. In seinem Heimatland gibt es erstaunlich wenige Betriebe, die Lust haben, sich um die Ersatzteilversorgung eines alten BX zu kümmern. Also bringe ich ihn Ende März in die Snoekfabriek. Eine Werkstatt in den Niederlanden, die sich auf nichts anderes spezialisiert hat als alte BXe. Dort soll dann einmal Grund reingebracht werden in den alten Break. Dem blauen 9-3 habe ich im Januar ein paar top erhaltene Elchschaufeln organisiert, auf die ich noch neue Michelin-Reifen ziehen lassen will. Die Jahreswartung hat die markenoffene Klassikerwerkstatt am Ort gemacht. Jetzt steht noch eine neue Hohlraumversiegelung an. Also: Zwei Autos weg. Zwei Autos behalten und in die mal vernünftig investieren. So der Plan. Ein guter Plan. Der einzige Haken: Man hätte mir noch den Zugang zum Internet wegnehmen müssen. Oder mich zumindest für alle einschlägigen Verkaufsportale sperren sollen, auf denen ich seit Jahr und Tag neue Saab-Offerten anschaue. Hat man aber nicht. Also stieß ich vorletzte Woche auf ein elektrisierendes Angebot: Saab 9-3 2.0t SE 5-Türer. Außen schwarz, innen beige. Erste Hand. Nur 70.000km. Aus ... Bremen! Jener ehemaligen Saab-Hochburg, in der ich vor ziemlich genau 18 Jahren meinen allersten Saab 9-3 gekauft habe. Ich konnte nicht anders: Ich schrieb dem Verkäufer eine Nachricht. Und bekam keine Antwort. Ein Glück, dachte ich. Und dann doch wieder nicht. Denn das Inserat blieb online. Auch die zweite Nachricht blieb unbeantwortet. Immer wieder schaute ich mir das Bild der makellosen beigen Lederausstattung an. Und schrieb schließlich noch eine dritte Nachricht. Dann klingelte vergangenen Samstag das Telefon. Ein freundlicher Herr in den Mitt-70ern erzählte mir, dass er in seinem Leben noch nie ein Auto verkauft habe, und eigentlich damit auch überfordert sei: "Sie glauben ja gar nicht, wie viele Leute mir da schreiben. Es ist doch einfach nur ein alter Saab!" Er könne und wolle denen nicht allen antworten. Insofern wäre er mir sehr verbunden, wenn ich den Wagen direkt nehme und mich um die ganze Abwicklung kümmern könne. Er habe den Saab damals neu für seine Frau bestellt, zusammen mit seinem 9-5 Aero. Seine Frau liebe das Auto, aber es fehle mittlerweile in Bremen die gute Saab-Adresse, die sich wirklich um so einen 9-3 kümmere. Das Serviceheft sei geführt, der Pflegezustand wirklich außerordentlich gut. Nur an den hinteren Radläufen beginne der Rost zu nagen. Entsprechend würde er mir nochmal 1000 Euro vom Preis nachlassen. Es ginge ihm sowieso nicht ums Geld bei dem Auto. Der Saab müsse nur in gute Hände kommen, denn das Feeling dieses Autos sei einfach einzigartig. Und so hörte ich mich sagen: "Ich kaufe den Wagen." Diesen Donnerstag machte ich mich dann auf den Weg nach Bremen, verspeiste voller Vorfreude vorzüglichen Grünkohl im Kleinen Olymp im Schnoor und fieberte dem ersten Rendezvous mit dem Saab entgegen. Zuvor hatte ich mir noch vom Meister der Werkstatt, die den Wagen in den letzten beiden Dekaden betreut hatte, den Freifahrtschein geholt: "Das ist ein TOP 9-3! Abgesehen von leichtem Rost an den Radläufen hinten. Den können Sie bedenkenlos kaufen." Freitag dann erwartete mich der freundliche Herr vor dem Haus in einer feinen Bremer Wohngegend. Gemeinsam gingen wir in die Tiefgarage, und schon als wir auf den glänzenden schwarzen Saab zugingen, sagte ich: "Nach all den Jahren schlägt mein Herz immer noch höher, wenn ich so einen Saab 9-3 sehe." Ganz so wie weiland 2008, als ich meinen ersten 9-3 gemeinsam mit meinem Vater bei Volvo Möhler in Bremen abholte. Der Eigentümer sagte: "Wissen Sie, als ich den 9-3 und den 9-5 Aero neu hatte, bin ich manchmal einfach runter in die Garage gegangen, um den Anblick der beiden Autos zu genießen." Schließlich stieß noch seine Frau dazu. Ihr fiel die Trennung vom Saab erkennbar schwer. Zu dritt machten wir eine Probefahrt. Das Auto sieht aus wie ein Neuwagen. Und es fährt sich auch so. Bei einem Zwischenstopp im Bremer Nieselregen rutschte ich auf dem Boden um die Karosse herum und stellte fest, dass der Saab auch von unten einen gesunden Eindruck macht. (Die Federbeinaufnahmen konnte ich ohne Bühne nicht checken). Der Besitzer erklärte mir, wie wichtig es sei, einen Saab-Turbomotor ordentlich warm- und kaltzufahren: "Als ich den Wagen 2000 bekam, habe ich die 1000 Kilometer Einfahren an einem Wochenende mit einer großen Tour vollgemacht. Ich wollte sicherstellen, dass der Wagen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Drehzahlen bewegt wird." Nach der Probefahrt gingen wir am Esstisch eine dicke Mappe mit alten Rechnungen und das durchgestempelte Serviceheft durch. Mit abgeheftet waren ausgeschnittene Zeitungsartikel mit dem Vergleichstest von Scheinwerferbirnen und Ganzjahresreifen, in denen jeweils gelb markiert wurde, für welches Produkt man sich entschied. Querlenker, Zündkassette und Zylinderkopfdichtung sind schon mal neu gekommen. Letzteres ziemlich kurios bei der Laufleistung. Warum, wusste er auch nicht mehr. Während wir die Unterlagen durchgingen, klingelte zweimal das Telefon: "Das ist so ein Autohändler hier aus der Nachbarschaft. Der hat mir mehrmals gesagt, dass ich ihm Bescheid sagen soll, wenn ich den Saab verkaufe. Vielleicht hat er jetzt das Inserat gesehen. Jedenfalls versucht der mich schon den ganzen Morgen und Vormittag anzurufen." Ätsch, umsonst, denke ich bei mir, und unterschreibe mit fröhlichem Herzen den Kaufvertrag. Zum Schluss gab es noch Bremer Torte "für die Mama zuhause" mit auf den Weg. Montag lasse ich den Neuewerb in Schleswig-Holstein zu (ich glaube allerdings, ich behalte das Bremer Kennzeichen, das der Wagen seit 2000 hat) und mache mich dann mit der Eisenbahn auf den Weg nach Bremen, um den Saab nachzuholen. Zur Feier des Tages wollen die Vorbesitzer mich noch zum Essen einladen. Ich habe schon vielen freundlichen Menschen ihre Saabs abgekauft. Aber so eine Gastfreundschaft habe ich wirklich selten erlebt. Der 9-3 wird wohl zumindest mittelfristig an meinem Wohnort in Schleswig-Holstein bleiben, wo er in einer trockenen gut belüfteten Scheune stehen kann. Vielleicht nehme ich ihn auch mit in die Bretagne und stationiere stattdessen den blauen 9-3 SE 2.0i hier. Am Dienstag geht der schwarze Turbo jedenfalls erstmal zum Förde Car Service in der Nähe von Kiel. Der ehemalige Meister von Lafrentz, der mir schon mehrfach empfohlen wurde. Der erste telefonische Kontakt macht einen sehr guten Eindruck. Auf dem Zettel stehen: Radläufe sanieren. Ölwanne und Ölsieb checken. Kurbelgehäuseentlüftung wechseln, eine angeschrammte Außenspiegelkappe neu lackieren, einen großen Service machen, neue Michelin-Reifen aufziehen, und eine erneuerte Hohlraumversiegelung mit Mike Sanders. Ansonsten mal sehen, was die Werkstatt noch für sinnvoll hält. Tja, und so lautet die Bilanz: Zwei Saab gegangen, ein Saab gekommen. Ich freue mich brummkreiselig über den Neuerwerb. Und mir gefällt die Vorstellung, dass sich mit dem zweiten Bremer Saab auch so ein auto-biografischer Bogen für mich schließt. Im Übrigen: Der pensionierte Verkaufsleiter eines ehemaligen norddeutschen Saab-Autohauses schrieb mich in diesen Tagen an und meinte: Er habe da einen 9-3/I mit ganz niedrigem Kilometerstand in tollem Zustand im Altkundenkreis entdeckt. Der Wagen solle unter Umständen verkauft werden. Ob er mir kommende Woche mal nähere Infos schicken soll? Na klar, schreibe ich. Schicken Sie mal!
  4. Der Besitzer hat einen Mindestpreis von 7.500 angegeben. Nach dem dritten Gebot steht das Auto bei 8.600.
  5. Mit dem Gedanken habe ich über die Jahre mehrmals gespielt, aber dann 2016 einen Strich drunter gemacht (längerer Facebook-Beitrag siehe unten) . Dem Auto würde ich immer nur vorwerfen, dass es nie wieder so perfekt sein würde, wie es damals war. Und ganz ehrlich: Mit meinem schier makellosen 9-3 2.0i SE aus Frankfurt habe ich seit 2024 ein Auto, das mir genau dieses Lebensgefühl meiner späteren 20er zurückholt. "Mainz. Ein regnerischer Nachmittag im Januar 2016. Ich komme von einem dienstlichen Termin und will zu Freunden fahren. Aber auf dem Weg dahin kommt mir plötzlich Hillary in den Sinn. Mein erster Saab. Der Saab, den ich damals in einer der dümmsten Entscheidungen meines Lebens abgab, weil ich der irrigen Ansicht war, ich bräuchte einen moderneren Saab. Ich verkaufte das Auto viel zu billig an den Freund eines Freundes. Ein Jahr später rief dieser Mann mich an und sagte, er werde mit dem Auto nicht warm. Für seinen Alltag verbrauche es zu viel (womit klar bewiesen war, dass er nicht wusste, wie man einen Saab fährt. Ein Saab verbraucht nämlich nur viel Benzin, wenn man nicht weiß, wie man ihn behandeln muss). Und dann sagte er: Ich hätte mir ja ausbedungen, dass er zuerst mich anruft, wenn er den Wagen wieder verkaufen wolle. Also biete er ihn mir jetzt an. Für 800 Euro mehr, als er mir selbst vor einem Jahr dafür gegeben hatte. Ich war fassungslos über diese Unverschämtheit. Erstens hatte ich das Geld gerade nicht. Zweitens wollte ich das aus Prinzip nicht. Ja, Hillary gehörte zu mir. Aber sie zurückholen, indem ich mich übers Ohr hauen ließ? Nein. Der Mann verkaufte dann meinen penibelst gepflegten ersten Saab an eine Werkstatt, die den selten guten Zustand erkannte und den geforderten Betrag anstandslos auf den Tisch legte. Seither läuft Hillary dort als Kundenersatzfahrzeug. Als „Werkstatthure“, wie man so sagt. Ein Zustand, der mich jedes Mal quält, wenn ich daran denke. Und jetzt denke ich wieder daran. Ich fahre kurzentschlossen rechts ran, suche die Adresse der Werkstatt im Internet heraus und gebe sie ins Navi ein. Zehn Minuten später rolle ich auf den Hof. Und da steht sie. Hillary. Ihr schöner weißer Lack ist von all den Jahren im Freien stumpf geworden. Die lackierten Stoßstangen sind derbe patiniert. Das Haubenemblem ist abgeblättert. In der Fahrertür ist eine Delle, und der Innenraum bräuchte mal eine Grundreinigung. Alles kosmetischer Kram. Alles machbar. Und in der Heckscheibe klebt immer noch der Aufkleber, den ich dort seinerzeit stolz dranmachte: „SAAB – Viel Vernunft und viel Vergnügen“. Ich betrete die Werkstatt und rufe dem Meister zu: „Guten Tag! Ich bin nur hier, um mein altes Auto zu besuchen!“ Fünf Minuten später stehen wir zu zweit auf dem Hof vor dem Auto, und ich erkläre ihm, was er da überhaupt für ein Auto besitzt: „Sie wissen, dass das ein Solitär ist, oder? Ein zirrusweißer 9-3 SE mit der 2.3-Liter-Maschine ohne Turbo und mit Automatik. Der Motor wurde nur im ersten Halbjahr 98 in den 9-3 gebaut, weil das Werk noch Restbestände hatte. Der Erstbesitzer war Orchestermusiker bei Radio Bremen und bestellte alles – außer Metalliclackierung und Tempomat. So etwas gibt es auf der ganzen Welt nur einmal.“ Dann bitte ich ihn, mir mal den Zündschlüssel zu geben: „Sehen sie: keine Fernbedienung für die Zentralverriegelung. Obwohl die damals eigentlich schon serienmäßig war. Die haben sie in Trollhättan einfach bei einem Schwung von Autos vergessen. Dieses ist eines davon.“ Der Meister sagt: „Fahren sie ruhig mal eine Runde, wenn sie wollen.“ Ich steige in mein altes Auto, drehe den Zündschlüssel zwischen den Sitzen um, und wir fahren los. Hillary und ich. Wie wir es schon so oft getan haben. Ja, sie ist mittlerweile etwas verlebt. Aber beim Fahren ist alles so wie früher. Die Maschine verrichtet ihren Dienst mit dem charakteristischen Klang der Saab-Motoren dieser Jahre. Man kann ihn schwer beschreiben. Vielleicht eine Art kerniges, rauchiges Summen, wenn es das gibt? Die Automatik schaltet sauber. Ich bin sofort wieder zuhause. Vor allem aber: Ich werde geflutet von Erinnerungen und Gefühlen. Berlin. Hamburg. Düsseldorf. Hillary war immer dabei. Ich war in diesem Auto glücklich und traurig, habe geknutscht und geheult, gelacht und gestritten. Es gehört noch zu diesem Lebensabschnitt Mitte/Ende 20, in dem man viele Dinge zum ersten Mal erlebt. So wie eben auch den ersten Saab. Ich war so stolz auf dieses Auto. Ich weiß noch, wie oft ich einfach so die lederne Servicemappe rausholte, mit dem Finger über den Saab-Schriftzug auf der Heckklappe fuhr, um den Wagen herum ging und ihn aus jeder Perspektive betrachtete. Dieses Auto habe ich eigentlich nie abgestellt, ohne mich mindestens einmal danach umzuschauen. So schön fand ich es. Hillary und ich - wir sind einfach ganz dicke Tinte. Bis heute. Zurück auf dem Werkstatthof sage ich zu dem Meister: „Es steckt so viel von meinem Leben in diesem Auto. Ich möchte es gerne zurückkaufen.“ Der Meister sagt: „Das ist alles eine Frage des Preises. Wir müssten den Wagen ja sofort ersetzen. Aber für 4.000 Euro können sie ihn haben. Mit neuen Sommerreifen, Inspektion und Tüv.“ Ich runzle die Stirn: „Sie haben für den Wagen selbst vor vier Jahren nur 3.000 Euro bezahlt, und wollen ihn mir jetzt für 4.000 Euro verkaufen? Obwohl der Zeitwert gleich Altmetallwert ist? Das mache ich nicht.“ Er zuckt die Schultern: „Sie können es sich ja nochmal überlegen.“ Wir verabschieden uns, und ich bleibe noch eine Zeitlang alleine vor Hillary stehen. Nun bekomme ich sie also zum zweiten Mal nur dann zurück, wenn ich mich dafür übers Ohr hauen lasse. Und dieses Mal ist es die letzte Chance, sie in einem einigermaßen guten Zustand zu retten. Noch einmal denke ich an all die Erinnerungen, die in diesem Auto stecken. Ich sehe schmunzelnd die überlackierte Schramme an der Frontstoßstange, die ich selbst in der Immanuelkirchstraße im Prenzlauer Berg hineinfuhr. Seither sind viele Macken dazugekommen. Bei Hillary. Und bei mir. Dann denke ich: Es war schön. Sie war ein wichtiger Teil meiner Jugend, ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich möchte diesen Teil zurückhaben. Aber dann denke ich: Vielleicht ist es auch so, dass dies zu den Dingen gehört, die man sich für kein Geld in der Welt zurückkaufen kann. Vielleicht muss man das akzeptieren. Ich streiche der weißen Hillary zum Abschied mit der Hand über das Dach, steige in meinen schwarzen Saab 9000 und fahre los, ohne mich noch einmal nach ihr umzuschauen."
  6. Mein alter 9000 Aero ... ich habe ihn damals zum für mich richtigen Zeitpunkt abgegeben. Das Thema war nach sechs Jahren für mich durchgespielt, und er kam ja in die maximal besten Hände. Insofern bereue ich da nichts. Würde @gerald ihn allerdings irgendwann wieder verkaufen, was er nicht beabsichtigt, müsste ich stark in mich gehen:-) Die Abgabe des 9000 CC werde ich nicht bereuen. In der Tat war er damals Teil einer Trauerarbeit und hatte damit auch seinen Sinn. Aber heute hat dieser Wagen keinen sentimentalen Wert für mich. Meinem Vater fühle ich mich sehr verbunden, wenn ich im BX Break sitze. Dieses Modell war ja sein eigener erster Neuwagen und damals sein ganzer Stolz. Dass er diese Anschaffung nicht mehr miterleben konnte, ist tatsächlich schade.
  7. Der schwarzbeige 9-3 (ein sehr schönes Auto) war hier im Forum inseriert und fand schnell einen neuen Liebhaber. Der grünbeige 9-3 wurde übers Saab Zentrum Paderborn weitervermittelt. Hintergrund: Ich fing im September 2019 an, für einen großen deutschen Automobilhersteller zu arbeiten. Mir schien damals unpassend, dann privat noch einen Saab zu fahren. Das habe ich dann relativ schnell revidiert. So ganz ohne Saab ging es einfach nicht, außerdem war's ja keine Konkurrenz mehr im Markt. So kam dann der 900 im Corona-Frühjahr 2020 zu mir.
  8. Genau:-) Korrigiert. Was den 9000 angeht: Er sieht innen und außen noch gut aus (Bild von gestern), sonst hätte ich das Abenteuer ja nicht angefangen. Aber: Laute Geräusche von der Vorderachse, deren Ursache die Werkstatt nicht gefunden hat (Deren nächster Tipp: Lenkgetriebe.). Blinkende SRS-Leuchte. Das getauschte Automatikgetriebe hat ne Macke (im kalten Zustand geht ein starker Ruck durchs Fahrzeug, wenn vom vierten in den dritten Gang zurückgeschaltet wird). Klimakompressor defekt. Sitzheizung defekt. Tempomat defekt. Ich selbst will keinen Euro mehr da reinstecken. Rund 8.000 Euro für Dachhimmel, Karosseriearbeiten, Automatikgetriebe, Michelin-Reifen, etc. pp. waren genug. Meinem französischen Saab-Schrauber hatte ich ihn für ein bestimmtes Kontingent an Arbeitsstunden angeboten, aber er wollte ihn nicht. Was soll ich mit so einem Auto mit deutscher Zulassung in Frankreich anfangen? Ein 2.3i mit 232.000 Kilometer, für den es keinen Markt gibt? Gewiss: Stünde er in Deutschland, fände ich hier im Forum vermutlich jemanden, der ihn für einen angemessenen Zeitwert holt, weil er die restlichen Arbeiten selbst erledigt oder sich über die vielen guten Teile freut. Aber man möge mir nachsehen, dass für mich Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stehen, wenn ich dieses Auto erst nach Schleswig-Holstein überführe, dann dort inseriere und regelmäßig vor Ort sein muss für Besichtigungstermine und Abholung. "Wir kaufen dein Auto" zahlt einen guten Tausender dafür. So be it.
  9. Wieder ein Jahr vergangen. Wieder eine Bestandsaufnahme. 2026. Das bedeutet für mich: 27 Jahre, seit ich mein erstes Schülerpraktikum bei einem Saab-Händler machte. 18 Jahre, seit ich meinen ersten eigenen Saab kaufte. 14 Jahre seit dem Saab-Bankrott. Und im Sommer arbeite ich nun auch schon seit sieben Jahren beruflich für einen anderen Automobilhersteller. Einerseits freut mich die lange Saab-Kontinuität in meiner Biografie. Viele gute Erinnerungen und manche echte Freundschaft sind damit verbunden. Und so lange es geht, soll das auch so bleiben. Andererseits ist es auch Zeit für eine Neuordnung. Selig sind jene, die ihren Saab mit einem Schrauber-Hobby und entsprechendem Talent verbinden. Dazu gehörte ich nie. Selig sind auch jene, die ihren Saab mit Hilfe einer kundigen, befreundeten Werkstatt erhalten. Dazu gehöre ich leider auch nicht mehr. Mich traf es 2025 gleich doppelt. Die Saab Garage in Saint-Briac ging im Sommer buchstäblich in Flammen auf. Der sympathische Inhaber sucht seither noch immer erfolglos nach einer neuen Werkstatthalle. Und das Saab Zentrum Paderborn stellte ungefähr zur gleichen Zeit seinen Betrieb ein. In meiner Karte an das Team schrieb ich: „Sie waren für mich automobile Heimat, Sehnsuchtsort und Abenteuerspielplatz. Sie waren für mich Fundgrube für Anekdoten, Lebensweisheiten und Ersatzteile. Sie waren für mich Ratgeber, Retter, Komplizen, Wunderheiler und Therapeuten. Sie waren für mich Ostern und Weihnachten zusammen. Sie waren für mich so viel mehr, als sich je auf eine Rechnung schreiben ließe. Sie waren Freunde.“ Was soll danach noch kommen? Seit Sommer also habe ich nun drei Schweden ohne richtigen Bezugsbetreuer in der Garage. Und ich bin verwöhnt. Die Vorstellung von unbeantworteten Anrufen, Wartelisten und Bittstellertum in einigen der verbliebenen - oft überlasteten - Saab-Werkstätten macht mir schlechte Laune. Dazu kommt: Ich fahre mit meinem Dienst-Audi pro Jahr 60.000km zwischen Brüssel und der Bretagne hin und her. Oft habe ich am Wochenende überhaupt keine Lust zum Autofahren. Und wenn ich zum Spaß eines meiner privaten Autos bewegen möchte, greift die Hand in der Schlüsselschublade immer zum Zündschlüssel des Saab 9-3 oder des Citroën BX. Fast nie zum 900 oder 9000. Also ist es Zeit für eine Komplexitätsreduzierung. Der Saab 900 Turbo wechselt in den kommenden Wochen zu einem anderen Saab-Enthusiasten. Den Saab 9000 werde ich im Februar einfach zu einem Aufkäufer bringen. Das Auto hat so viel Stress verursacht und Geld gekostet und nach wie vor so viele offene Themen, dass ich mich hier für die Variante „weg mit Schaden“ entscheide. Bei mir bleiben also nur meine beiden biografischen Quintessential-Autos. Der BX als das prägende Auto meiner Kindheit. Der 9-3 als das prägende Auto meiner Jugend. Mein Ziel ist, in diese beiden Autos 2026 endlich mal richtig Grund reinzubringen. Mein BX mit seinen jungfräulichen 63.000km dürfte einer der letzten richtig gut erhaltenen Break-Modelle sein. Ich kann damit hier in der Bretagne nirgendwo hinfahren, ohne dass er sofort ein paar Franzosen mit einem versonnenen Lächeln und eigenen Kindheitserinnerungen anzieht. Es gibt allerdings einiges zu tun, um diesen außergewöhnlichen Zustand für die kommenden Jahre zu erhalten. Also ist der Plan, ihn zum großen Kuraufenthalt nach Holland in eine Werkstatt zu bringen, die sich ausschließlich mit Citroën BX beschäftigt. Sobald das Streusalz von der Straße ist. Man sollte denken, dass es so einen Betrieb auch in Frankreich gibt. Aber tatsächlich gibt es hier vor allem Spezialisten für DS und 2CV. Youngtimerei ist in diesem Land bei Weitem kein so großes Thema wie in Deutschland. Beim 9-3 ist der Aufwand dagegen überschaubar. 116.000km stehen jetzt auf der Uhr, der Zustand ist mega gut. Vorrangig muss er jetzt endlich mal nach Frankreich umgemeldet werden, damit ich ihn nicht alle zwei Jahre zum TÜV 1.000 Kilometer nach Deutschland und wieder zurück fahren muss. Ein paar Viking Aero Felgen hätte ich dann jetzt doch gerne mal für ihn. Und natürlich: Eine gescheite neue Hohlraumversiegelung. In Deutschland würde ich wahrscheinlich einmal das ganz große Programm inklusive Trockeneisstrahlen des Unterbodens in Angriff nehmen. Aber hier in Frankreich bin ich aufgrund einiger sehr bescheidener Werkstattleistungen ein bisschen zurückhaltend mit solchen Projekten. Die nächste Saab-Werkstatt mit guter Reputation ist im 180 Kilometer entfernten Caen. Dort werde ich mal vorstellig werden. Erneut: Nach dem Streusalz. Offen bleibt die Frage, was ich mit den beiden frei werdenden Garagenplätzen mache. Abmieten oder doch lieber behalten? Einstweilen gefällt mir die Vorstellung, dass ich die beiden Autos besitze, die ich wirklich besitzen will, und die stille Option behalte, bei einem wirklich tollen 9-5 von 1997 bis 2001 - oder vielleicht sogar einem zusätzlichen 9-3 von 1998 bis 2001 in besonders verlockender Konfiguration - nochmal zuzuschlagen.
  10. Hi zusammen! Ich schaue ausnahmsweise mal nicht für mich selbst, sondern für einen Freund, der einen neuen Abschnitt in seinem Leben mit dem alten Traum vom klassischen 900 Cabrio verbinden will. Der hier scheint mir ziemlich stimmig. Ist er Foren-bekannt? Oder sonst schon mal jemandem hier über die Füße gerollt? Alternativen sind natürlich auch gerne sehen. Das Auto muss nicht gelb sein:-) https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/saab-900-cabrio-monte-carlo/3087913397-216-1373
  11. Keines meiner Autos (abgesehen vom Firmen-Audi) fährt noch mehr als 3.000 Kilometer pro Jahr. Insofern ist das mit den Trinksitten zu verschmerzen:-)
  12. Man mag verschiedene Auffassungen dazu haben, wie die Aussichten für das Jahr 2025 so allgemein sind. Eine besonders erfreuliche Aussicht für mich ist jedenfalls die auf zwei zusätzliche nebeneinanderliegende Tiefgaragenplätze. Fünf dann in der Zahl. Platz also für ein neues, altes Auto. Zwei sogar, wenn der 9000 geht. Wozu ich mich allerdings mal um Verkauf(s)Logistik kümmern müsste. Passend dazu werden auch neue Verlockungen ins Netz gespült. Man mag verschiedene Auffassungen dazu haben, ob ein Saab einen Sechszylinder haben darf und ein Erstserien-9-5 mittlerweile 9.000 Euro kosten darf. Aber eine erfreuliche Aussicht ist dieses Exemplar auf jeden Fall: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/saab-9-5-3-0t-v6-griffin-griffin/2967283481-216-21328 Einstweilen unaufgeklärtes Rätsel: Hat der Dackel sich die Wartezeiten im ansonsten gepflegten Innenraum verkürzt, indem er häufiger auf dem Radiodrehknopf gekaut hat?
  13. Mit der Alterssentimentalität wird es wirklich immer schlimmer. Ich komme nicht mehr so häufig auf diese Seite hier. Aber immer, wenn ich mal vorbeischaue, erinnere ich mich an die Begeisterung in meinen ersten Jahren als Saab-Fahrer. Die fieberhafte Suche nach dem perfekten 9000, an der hier viele regen Anteil nahmen und bei der einer sogar erfolgreich unterstützte (Salut, Elmar^^). Überhaupt: Viele nette Kontakte über die Jahre. Grund genug also, doch immer wieder mal Meldung zu machen. Seit März gibt es so einiges an Neuigkeiten im Fuhrpark zu vermelden. Fange ich mit dem 900 an. Er ist immer noch bei mir. Das macht ihn mittlerweile zum Saab mit der zweitlängsten Haltedauer in meinem Leben. Nach dem 9000 Aero. In diesem Jahr hat er eine große Inspektion bekommen. Seither läuft er zum ersten Mal in meinem Besitz so, wie ein guter 900 laufen muss. Außerdem wurden verschiedene Anrostungen beseitigt, bevor sie zum Problem werden, und der Rostschutz insgesamt erneuert. Die mögliche To Do-Liste ist relativ kurz: Die Motorhaube könnte mal neu lackiert werden. Wurde sie schon mal. Aber leider in minderer Qualität. Einige Waschanlagenbesuche haben dann im Klarlack Spuren hinterlassen, die auch kein Profipolierer mehr rausbekommt. Mich stört es aber eigentlich nicht so richtig. Außerdem sollte ich vielleicht irgendwann mal das Thema Getriebeübersetzung angehen lassen. An die hohen Drehzahlen des 900S konnte ich mich auch nach fünf Jahren nicht gewöhnen. Aber ich bin froh, dass ich ihn habe. Und ich stelle seinen Verbleib in meiner Garage auch nicht mehr in Frage. Ich will keinen 900 als Alltagsauto fahren. Aber ich möchte einen 900 besitzen. Punkt. Den 9000 habe ich im September abgeholt. Er bleibt ein Problemauto. In Paderborn habe ich (trotz sehr fairer Freundschaftspreise - kein Vorwurf an die Werkstatt) Unsummen in dieses Auto versenkt. Neuer Dachhimmel, Sanierung des hinteren Radhauses, neues Automatikgetriebe und und und. Geld, über das ich mich ärgere. Denn leider ist kein Ende abzusehen. Es kommen bei jeder Fahrbahnunebenheit Geräusche vom Vorderwagen, die so klingen, als ob die Achse durchbricht. Hatte er noch nicht, als ich ihn kaufte. Borghardt hat deshalb das komplette Fahrwerk getauscht und meint, der nächste Verdächtige wäre nun das Lenkgetriebe. Mein bretonischer Schrauber wiederum meint: Gebrauchte Fahrwerksteile würde er nie verbauen. Ich persönlich stehe dazwischen mit all meiner Unkenntnis und meine: Puh, keinen Bock mehr auf die Kiste. Zur Krönung blinkt auch seit geraumer Zeit die SRS-Leuchte. Und es gibt noch so einiges mehr. Tragisch: Der Wagen sieht wirklich noch sehr gut aus. Außen wie innen. Aber ich denke, er muss im kommenden Jahr gehen. Vielleicht annonciere ich ihn hier im Forum zu einem sehr fairen Tarif. Vielleicht versuche ich ihn, einer Saab-Werkstatt zu überlassen, so dass er in Gänze oder in Teilen weiterlebt. Der Blindkauf des 9-3 bei Ratzmann in Frankfurt wiederum war eine hervorragende Entscheidung. Mega mega mega Auto! Und es bleibt dabei: Der 9-3 ist einfach mein Modell. Ein Auto wie ein Lieblingspullover. Sitzt perfekt. Ist bequem. Und man ist damit immer gut angezogen. Dazu praktisch wie ein Schweizer Taschenmesser. Kaum eine Alltagsaufgabe, die er nicht lösen kann. Ein komfortabler Reisewagen mit den besten Autositzen aller Zeiten. Der charakteristische Klang des alten Saab Vierzylinders, die grün schimmernde Armaturenbeleuchtung und der feine Duft des Leders. Alles meldet an meine Automobilisten-Seele: Du bist zuhause. Ein Design, das innen wie außen null retro ist, das aber die Saab DNA stilsicher in eine neue Zeit übertragen hat. Schlicht, elegant, unaufdringlich, zeitlos, charakteristisch. Ein Meisterwerk. Wenn ich von meinen derzeit vier alten Autos nur ein einziges behalten dürfte, müsste ich keine Sekunde überlegen. Es wäre dieses. Und dadurch, dass ich jetzt das für mich ideale Exemplar meiner liebsten Baureihe besitze, kehrt auch ein bisschen innere Ruhe ein. Ich muss keinen 9-3 mehr suchen. Nicht mal einen weißen. Der, den ich habe, ist perfekt. Und wenn ich hinter dem Steuer sitze, bin ich wieder 27. Gerade erst mit dem Studium fertig. Erster Job mit richtigem Gehalt. Erster eigener Saab. Tolles Gefühl. So ganz zur Ruhe gekommen bin ich dann allerdings doch nicht. Es gibt noch einen Zuwachs in der Garage. Ein lang gehegter Traum, den ich endlich wahrgemacht habe: Ein Citroën BX Break. Oder präziser: Ein am 16. November 1988 in Paris erstzugelassener Citroën BX 19 TRS Evasion. Der BX Break ist DAS Auto meiner Kindheit. Und ich habe ewig erfolglos nach einem guten Exemplar gesucht. Dann tauchte auf einer französischen Gebrauchtwagenplattform im Frühjahr diesen Jahres endlich ein vielversprechender Kombi auf. Ich schrieb den Verkäufer an, aber hatte Pech. Er war schon reserviert und so gut wie verkauft. Einen Monat später meldete sich der Verkäufer dann doch und meinte, der Wagen sei wider Erwarten noch verfügbar. Aber da hatte ich gerade den 9-3 in Frankfurt erworben. Und zwei Autos in einem Monat - das wäre doch ein bisschen zu viel Kaufrausch geworden. Von der ganzen Überführungslogistik mal abgesehen. Wie erwartet bereute ich aber schon kurze Zeit später, nicht zugeschlagen zu haben. Zumal die Historie perfekt war. Der Erstbesitzer und seine Gattin nutzten den BX nur für ihre Fahrten von der Pariser Stadtwohnung ins bretonische Sommerhaus in Le Bono am Golf von Morbihan. Ende der 90er blieb er dann aus gesundheitlichen Gründen in der Garage und wurde vergessen, bevor ihn der Patensohn der alten Madame nach deren Tod wieder zum Leben erweckte. Mit gerade mal 60.000km Gesamtlaufleistung .... Verdammt, hätte ich doch bloß! Ende September schrieb ich dann einfach aus einer Laune heraus nochmal diesem besagten Patensohn: Der Wagen sei doch sicher verkauft, oder? Die Antwort kam umgehend: Er habe sich damals entschieden, den Wagen selbst zu behalten. Überlege nun aber, sich doch zu trennen, weil er einfach keinen guten Standplatz dafür habe. Nach ein paar Mailwechseln waren wir uns handelseinig. Und ich kaufte auch dieses Auto blind. Was soll ich sagen? Wieder Glück gehabt. Der Citroën brauchte eine neue Kupplung. Jetzt läuft er perfekt und ist wirklich toll erhalten. In meiner Werkstatt sagte der Meister: "Ich muss überlegen, wann ich das letzte Mal einen so guten BX gesehen habe? Das ist viele Jahre her." Und immerhin wurde er ja hier um die Ecke produziert (die Limousine lief in Rennes vom Band). Manchmal ist es jetzt so, dass ich mir abends einfach die Autoschlüssel schnappe und nochmal die Straße hoch zur Garage laufe. Dort stehen der 900, der 9-3 und der BX. (Der 9000 hat einen Garagenplatz am anderen Ende des Ortes.) Dann stehe ich da beseelt zwischen meinen Autos, betrachte sie aus allen Perspektiven, setze mich hinter das Lenkrad und freue mich. Beim BX setze ich mich meistens auf die Rückbank. Hinter dem Beifahrersitz. Dann schließe ich die Tür, atme den Neuwagengeruch anno 1988 ein und erinnere mich an meinen stolzen alten Herren (damals so alt wie ich heute), als der Ende der 80er seinen fabrikneuen eigenen BX Break abholte. Schöne Momente sind das. Mit der Alterssentimentalität wird es wirklich immer besser.
  14. Der Plan steht. Am 2. April geht es mit der Eisenbahn von Saint-Malo nach Paris und dann mit dem Flugzeug von Paris nach Frankfurt. Am 3. April geht es dann mit dem neu erworbenen Saab 9-3 von Frankfurt mit Zwischenstation im schönen Marburg bis nach Eckernförde. Von dort geht es dann - vom obligatorischen Hotdog-Essen in Dänemark mal abgesehen - am 8. April nach Brüssel und am 11. April nach Dinard, wo schon der freie Tiefgaragenplatz neben dem Saab 900 wartet (auf den dritten Platz zieht dann hoffentlich bald mal der platanA(!)graue 9000 ein ...). Insgesamt mehr als 2.000 Kilometer. ENDLICH mal wieder eine richtige Langstrecke mit einem Saab. Vorfreude!
  15. Super! Schöne Geschichte und noch schöneres Auto. Die Farbe steht dem 900 ausgezeichnet. Ich wünsche dir viel Freude daran. Und behalte ihn so lange du kannst. Sowas kommt nicht wieder.
  16. Das wäre so schön!
  17. Zum Wochenende aus Frankfurt ein paar Untenrum-Bilder.
  18. Das ist super. Danke. Zumal der Inhaber Yam auch sehr gutes Englisch spricht. Was ja doch hilfreich sein kann. Ich erinnere dich nochmal.
  19. Ich alleine als Kunde begründe zumindest schon mal einen soliden Businesscase.
  20. Oder anders gesagt: Seid so gut und macht Urlaub in Frankreichs Westen. Habt dabei eine Panne. Eine, bei der auch so richtig was kaputt ist. Helft notfalls noch ein bisschen nach. Und lasst es dann vor Ort reparieren. Erhaltet mir damit meine kritische Infrastruktur. Danke.
  21. Wenn man drei Automobile im Alter von 25 bis 33 Jahren besitzt, die alle von einer schwedischen Marke kommen, die seit 12 Jahren verschwunden ist, wenn man noch dazu in einem Land wohnt, in dem diese schwedische Marke sowieso nie eine nennenswerte Marktpräsenz hatte, und in einer Region, von der aus die nächste spezialisierte Fachwerkstatt für diese Marke 200 Kilometer entfernt liegt, Und wenn sich dann ausgerechnet im Nachbardorf jemand sagt: "Hey, ich habe eine Unternehmensidee. Ich mache mal eine Werkstatt auf, die nichts anderes repariert als Autos dieser komischen schwedischen Marke ", ist das ein singulärer Anreiz zu hemmungslos ekstatischer Begeisterung, für den es nur sehr wenig andere lebensweltliche Entsprechungen gibt.
  22. By the way: 4 Blautöne. 3 Rottöne. 2 Grautöne. 2 Grüntöne. Und dazu 5 unterschiedliche Leder- und Veloursfarben. Paradiesische Zeiten für Neuwagenkäufer waren das.
  23. Nope. Sind auch die Felgen im 1991er Prospekt.

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