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lunatic-factor

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Alle Beiträge von lunatic-factor

  1. Hey! Sympathische Diskussion hier! Gilt erstmal für dich: Ich finde es im Grunde spannender, einer Saab-Suche mit wenig Budget und viel Herzblut zu folgen - als einer mit viel Budget und wenig Herzblut. Gilt aber auch einmal mehr für dieses Forum mit seiner Bereitschaft, sich auf unterschiedlichste Zugänge, Hintergründe und Wissensstände zur Marke einzulassen, wenn ein Newbie anklopft. Schön, das zu verfolgen! Mir scheint als erster Rat wichtig: Lass dich nicht hetzen. Die bessere Alternative dazu, das (für dich) falsche Auto zu kaufen, ist immer noch: Kein Auto zu kaufen. Es muss schon passen. Sowohl mit Blick aufs kalkulierbare Risiko als auch mit dem Bauchgefühl. Mein zweiter Rat wäre normalerweise der Klassiker: Das teurere Auto ist am Ende oft das günstigere Auto. Allerdings ist dieser Rat eben in deinem Fall nur begrenzt anwendbar. Das sehe ich ein. Trotzdem: Mir schiene der ambassadorblaue CS 2.0i in Kiel, den Klaus verlinkt hat, echt nochmal eine Überlegung wert. Der ist halt ”Sondermodell Hattanicht”, aber gerade das spricht ja bei deinen Maßgaben eher für dieses Auto. Velours statt Leder, Sauger statt Turbo, keine Klima - all das fände ich persönlich wurscht. Dein erster Saab wird in jedem Fall was Besonderes für dich sein. Interessant finde ich sonst auch noch den silbernen Anniversary aus Berlin, der hier heute im Forum inseriert wurde. Schiene mir in jedem Fall lohnenswert, mal nachzufragen, was da für den TÜV alles absehbar anfällt. Was deine heutige Besichtigung angeht: Ich würde das Auto nicht kaufen. Die Folgekosten für die nahende HU kannst du vermutlich nicht schultern. Du hast ja mit ”schlechter als erwartet” eigentlich auch schon dein persönliches Urteil dazu gesprochen. Und das zählt.
  2. Ach cool! Brachtest du die Sprachkenntnisse beim Umzug schon mit? Ja, ich bekäme den 900 schon weiterhin unter in meinem Leben. Entweder folgt er mir in die Bretagne, oder er bleibt in Deutschland, wo ich ja weiterhin sein werde - nicht oft, aber regelmäßig. Wenn ich ihn verkaufe, dann eher nach dem Motto ”Dröhnbüchse gegen Komfortschaukel”. Ich würde mir wieder einen SAAB als Zweitwagen nehmen. Vielleicht 9000 CD. Oder 9-3/I. Oder 9-5 vor dem ersten Facelift. Aber nun bleibt erstmal alles, wie es ist. Mit dem SAAB zumindest:-)
  3. Ich wohne in Dinard. Bis Dezember: Sechs Monate Sabbatical. Ab Januar: Homeoffice-Regelung. Drei Wochen kann ich in Frankreich arbeiten, eine Woche in Deutschland. So zumindest der derzeitige Plan.
  4. Verdammt. Ich hoffe, es ist nur das Radlager... Vage in Erinnerung habe ich, dass damals im Zuge des großen Kuraufenthalts auch das Getriebe überholt wurde, oder? Nicht, dass das irgendwelche Defekte ausschließt. Und zum Jaguar: Ich weiß, du bist mit mehr Herzensgüte, Gelassenheit und Langmut gesegnet als ich. Aber wirklich: Lass es bleiben. (Natürlich nur meine bescheidene, aber immerhin teuer erworbene Meinung.)
  5. Na sowas. Schon wieder über ein Jahr her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Und über zehn Jahre, dass ich diesen Thread eröffnet habe. Verrückt. Ein Fuhrpark-Update: Zum Jaguar will ich gar nicht so viel schreiben. Das Auto hat mich einfach zu sehr geärgert. Oder besser gesagt: Die Kombination aus Auto, inkompetenter Werkstatt und Brexit-verschärftem Teilemangel. Netto war der Wagen, seit ich ihn im Juli 2020 kaufte, rund drei Monate bei mir. Gefahren bin ich knapp 2.000km. Den Rest der Zeit verbrachte er bei einer freien Jaguar-Werkstatt am Hamburger Rand auf Hof und Hebebühne. Lange Rede, kurzer Sinn: Viel Geld für viel Spaß ist ok. Viel Geld für viel Ärger ist ne echt doofe Kombination. Und so sehr man einem alten Auto verzeihen können muss: Es gab keine einzige längere Fahrt, ohne dass irgend eine Kontrolllampe ansprang. Das Auto musste weg. Zugleich hat sich meine Lebenssituation verändert. Ich wohne nun hauptsächlich in der Bretagne. In Deutschland bin ich derzeit kaum und ab nächstem Jahr nur eine Woche im Monat. Im französischen Alltag fahre ich insgesamt wenig Auto. Aber dafür fallen eben häufiger mal Langstrecken von 1300km an. Kurz: Mir stand der Sinn nach mobiler Komplexitätsreduzierung. Idealerweise ein schönes, individuelles Auto mit etwas Fahrspaß, das trotzdem voll alltags- und langstreckentauglich ist. Deshalb habe ich den Jaguar zu einem einigermaßen erträglichen Preis für eine Alfa Romeo Giulietta in Zahlung gegeben. Jahreswagen, 11.000km, 120PS-Turbo-Benziner. Mit der Giulietta liebäugele ich seit Markteinführung 2010. Jetzt war die Zeit reif und die Gelegenheit günstig. Dienstag kommt sie. Mittwoch gehts mit ihr auf die erste große Fahrt an den Atlantik. Ich freu mich drauf. Tja, und der SAAB 900, um den es hier ja eigentlich geht? Der befindet sich im Dornröschenschlaf in der Hamburger Tiefgarage. Seit ich ihn gekauft habe, sind knapp 4.000km dazu gekommen. Wenn ich ihn mal fahre, fährt er völlig problemlos. Nach der Jaguar-Erfahrung weiß ich mehr denn je, wie SAAB mich über die Jahre verwöhnt hat... Die Fahrt(en) zwischen Frankreich und Deutschland würde ich dem 900 auch ohne Weiteres zutrauen. Nur mir nicht. Dafür ist mir das Auto schlicht zu laut. Selbst bei Tempolimit 130. Und zu schade obendrein. So richtig weiß ich also derzeit noch nicht, was ich mit dem Wagen mache. Wenn ich ihn mal fahre, will ich ihn eher behalten. Wenn er weit weg ist, will ich ihn eher verkaufen. Nur: Meistens ist er eben weit weg... Die Werkstatt meines Vertrauens würde sich für mich um den Verkauf in Deutschland kümmern. Aber irgendwas hält mich noch davon ab. Wahrscheinlich kenne ich mich mittlerweile selbst zu gut: Wenn der SAAB erst weg ist, fange ich sofort an, wieder einen SAAB zu wollen. Falls ich drohe, diese Selbsterkenntnis zu vergessen, brauche ich ja nur diesen Thread selbst nachzulesen:-) Ansonsten bleibt zu fragen: [mention=39]gerald[/mention] , was macht der 9000 Aero?:-)
  6. Der damalige Jaguar-Chef John Egan beschrieb die schöne Anekdote, wie er mit Jaguar-Gründer und Design-Genie Sir William Lyons vor dem Prototypen des XJ40 stand und sagte: "I am still not sure about the headlamps." Lyons antwortete: "But I am." Ich finde sie auch eher zeitgeistig als klassisch schön. Aber ich käme nie auf die Idee, sie so wie manche Eigner nachträglich gegen die Doppelscheinwerfer des XJ6-Basismodells zu tauschen. Ein Sovereign hat eben diese Glasbausteine. Punkt.
  7. Ich stimme zu und hatte den grashüpfergrünen Afrikaner auch nicht als Alternative erwogen. Der XJ40 ist formal, technisch und historisch das wesentlich interessantere Auto.
  8. Ich fahre dir gerne mal wieder ein Auto nach Österreich...
  9. Danke dir! In Hameln steht ein X308 als Rechtslenker zu einem nahezu unglaublichen Preis. Wurde erst kürzlich von 7900 auf 5900 runtergesetzt. Ich gucke mir den lieber gar nicht erst an... Denn ich fürchte: Dann MÜSSTE ich ihn kaufen. https://m.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/jaguar-xj-8-sovereign-original-75-200km-neuwertig-rechtslenker/1489119654-216-3064
  10. Beim Preis biss ich mir schon vor der Reise nach Madrid die Zähne aus. Dass meine Verhandlungsposition dann vor Ort nicht besser wäre, ergab sich von selbst. Also habe ich es gelassen. Zumal der Preis wirklich ok war. In Deutschland und Benelux kriegt man dafür nur Kernschrott. Vom Blindkauf riet mir meine Werkstatt dringend ab. Und ich fühlte mich damit auch nicht wohl. Ich bin zwar ein technischer Vollprimat, aber selbst ich konnte vor Ort in Spanien die Schweller mit einem Magneten prüfen, alle elektrischen Funktionen inklusive Klimaanlage (Kostenrisiko allein hier: 2000 Euro) testen, das Auto mal fahren und schauen, ob alle Warnlampen ausgehen und ob die Niveauregulierung Bocksprünge veranstaltet. Außerdem konnte ich direkt nach der Bezahlung die Fahrzeugpapiere mit nach Deutschland nehmen. Und ich konnte mir den Händler beäugen und prüfen, ob ich es mit einem seriösen Partner zu tun hatte. Es war also schon gut so. Und ja auch irgendwie Teil der ganzen Geschichte.
  11. Stimmt. Hier ist nicht Facebook. Und deshalb teile ich hier auch nicht die hübschen Videos von der Ankunft in Hamburg, sondern langweile euch umso ausführlicher mit der Odyssee dorthin. Kurz gesagt: Der Sovereign kam nicht am besagten Mittwoch an. Ich hatte eine Spedition über Shiply beauftragt. Das ist so eine Art myhammer für Speditionsleistungen. Und mit dem Ergebnis war ich auch zunächst ganz happy. Super guter Preis: 580 Euro inkl. Steuer. Versichert, kurzfristig, deutschsprachig mit Sitz in Duisburg und ausschließlich positiven Kundenbewertungen. Bingo. Dachte ich. Real musste ich erstmal tagelang einem schriftlichen Vertrag hinterhertelefonieren, den man höchst ungern rausrückte. Aufladetermine in Madrid wurden zweimal ohne Mitteilung versäumt. Und dann auf einmal hieß es: Die spanischen Regionen, die man beim Autotransport durchqueren müsse, seien nun alle als Corona-Risikogebiete eingestuft. Der Fahrer müsse also danach zwei Wochen in Quarantäne. Das sei ihnen erst aufgefallen, nachdem der Fahrer schon an der Grenze zu Spanien stehe. Er könne natürlich einen Umweg über das Baskenland fahren. Aber das müsse man mir dann leider mit knapp 300 Euro mehr berechnen. Alles Mumpitz natürlich. Die wollten den Auftrag einfach nicht mehr. Wahrscheinlich hatten sie entgegen ursprünglicher Disposition nichts anderes mehr in der Gegend aufzuladen. Oder whatever. Ich war meine Shiply-Gebühr los (bzw. habe da jetzt 60 Euro Gutschrift, die ich nicht brauche) und stand ohne Transport da. Gekümmert hat sich dann der spanische Händler. Er hat den Transport beauftragt. Hat statt der 580 Euro 800 Euro gekostet, ging aber auch innerhalb einer Woche reibungslos über die Bühne. Ich verbuche es als dreifaches Lehrgeld. Erstens: Wer ein Abenteuer wollte, darf sich nicht beschweren, wenn er auch eins bekommt. Zweitens: Billig gekauft (oder in diesem Fall: beauftragt) ist zweimal gekauft - wusste schon meine Oma. Drittens: Be aware of Vorurteile. Die DEUTSCHE Spedition war ein mieser Saftladen. Der SPANISCHE Händler war super seriös. Er baute übrigens auf eigene Kosten noch eine neue Batterie ein, damit dem Jag beim Auf- und Abladen nicht der Saft fehlt. Letzten Donnerstag kam das Auto dann auf einem Autotransporter mit diversen teureren Fahrzeugen in Bönningstedt an. Dort ist die freie Jaguar-Werkstatt im Hamburger Umland, die ich mir im Vorfeld gesucht habe. Der Wagen hat ein paar optische Mängel, die mir bei der Probefahrt in Madrid nicht aufgefallen waren. Ich führe sie aber eher auf meine Aufregung vor Ort als auf den Transport zurück. Die Frontschürze ist auf einer Seite am Kunststoffrand etwas hässlich eingedrückt. Und die Motorhaube und ein Kotflügel haben am Rand einen sehr eigentümlichen größeren Klarlackschaden. Die Werkstatt meint: Das sieht so aus, als ob da mal jemand nach dem Lackieren eine Folie drauf liegen gelassen hat, es in der spanischen Sonne brutzeln liess, dann abnahm und dabei Teile des Klarlacks mit abriss. Der Kotflügel ist nur leicht betroffen, die Haube sieht aber schon ziemlich kacke aus. Ich wundere mich, dass mir das in Madrid nicht aufgefallen ist. Aber gekauft hätte ich den Wagen trotzdem. So what. Ich werde die Haube wohl lackieren lassen. Der Kotflügel bleibt erstmal so. Was ich bereits aus Madrid wusste: Die Türen sind mit klassischen Parkdellen gesprenkelt, Da stimmen sie dann doch mal - die Vorurteile über Südeuropäer. Das alles rauszudrücken, wird eine echte Strafarbeit für Muttermörder. Kosmetik beiseite. Entscheidender ist das Urteil der Werkstatt. Sie war vom Auto so angetan wie ich von der sehr fairen Beratung. Die winzige Anrostung am Heckscheibenrahmen (ein Achtel Daumennagel) würden sie erstmal so lassen und beobachten. Weil der Dachhimmel noch original ist und nicht hängt. Denn wenn der erneuert werden muss, kommt dafür beim XJ40 sowieso die Heckscheibe raus. Und dann kann man auch gleich den Scheibenrahmen entrosten. Die geringen Anrostungen im Fahrerfussraum werden jetzt schon beseitigt. Hier ist Handlungsbedarf, wenn es kein Fred-Feuerstein-Auto werden soll. Ansonsten zeigt sich die Karosserie im erhofften Zustand. Schweller, Hilfsrahmen ... alles rostfrei und ohne irgendwelchen reingebratenen und übergepinselten Pfusch. Die Maschine ölt an der Ventildeckeldichtung („aber für nen Jaguar ölt der deutlich unterdurchschnittlich“). Die Querlenker müssen für den TÜV erneuert werden. Der Auspuff bläst etwas, aber nicht am Krümmer, wo‘s ärgerlich wäre. That‘s it. Das Differential macht keine Geräusche und ist trocken - sehr selten, sagte der Meister. Noch seltener: Die originale Niveauregulierung ist noch drin. Sie funktioniert. Und sie ist dicht. Conventional wisdom wäre: Raus damit und gleich gegen konventionelle Federn ersetzen. Geht sonst sowieso bald kaputt. Aber mir widerstrebt, ein funktionierendes System aus dem Auto zu reißen. Der Rat der Experten: „Wir machen jetzt nur das, was nötig ist, um ihn hier auf die Straße zu bringen. Dann fährst du ihn erstmal und hast Spaß damit. Und wenn du nach einem halben Jahr immer noch Spaß hast, machen wir uns an die Feinarbeit. Wir haben hier schon viele gesehen, die das Dreifache des Kaufpreises in so ein Auto stecken, weil es ihr Kindheitstraum ist. Und dann merken sie nach drei Monaten, dass es doch nicht ihr Auto ist. Bei einem XJ40 siehst du aber von dem Geld, was du da reinsteckst, beim Wiederverkauf nichts wieder.“ Dieser weise Rat der Werkstatt konkurriert jetzt mit meinem Drang zur Perfektion. Es wird wohl einen Kompromiss aus beidem geben. Ein spezielles Thema sind noch die Reifen. Mein Sovereign gehört zum Modelljahr 90 - das letzte, in dem noch wunderschöne Teardrop-Felgen mit metrischem Maß ausgeliefert wurden. Ursprünglich kamen da TD-Reifen rauf, die abwechselnd von Dunlop und Michelin gefertigt wurden. Heute gibt es nur noch Ersatz von Avon für 1400 Euro pro Satz. Einige Fahrer älterer BMWs kennen das Problem. Ich habe deshalb für sehr kleines Geld ein paar Roulette-Felgen erstanden, auf denen ab Werk die Daimler-Ausführung des XJ40 stand. Damit darf ich ohne Eintragung auch Ganzjahresreifen mit einem gängigen Maß fahren. Für mich erstmal eine gute Lösung. Der Sovereign wartet nun auf die erste Vorabbesichtigung durch den Baurat, der in der Werkstatt die Vollabnahme machen soll. Wenn der gesagt hat, was er noch gemacht sehen will, steht die endgültige To Do-Liste fest. Und mit ein bisschen Glück ist der Jaguar dann Ende September auf der Straße. Oh, und um das bei allem nicht zu vergessen: Er ist ein tolles Auto:-) Oh, und um nochwas nicht zu vergessen: Zum Abschied klopfte der Jaguar-Meister meinem 900 aufs Dach und sagte: „Der steht ganz oben auf der Liste von Autos, die ich gerne selbst nochmal hätte.“
  12. Der entzieht sich ja ohnehin jedem Vergleich. Und macht sich heute Abend per Trailer auf den Weg von Madrid nach Norddeutschland. Ich werde die Nächte bis Mittwoch durchwachen und das GPS-Signal verfolgen, bis er hier abgeladen wird. Es gibt in jedem Fall langweiligere Autos und langweiligere Arten, Autos zu kaufen.
  13. Ja, eine frühe Limousine als SE mit dem kultivierten 2-Liter-Motor und Automatik - das könnte mich auch nochmal ernsthaft locken.
  14. Ich habe eigentlich in allen Saab auffällig gut gesessen. Und der Sitzkomfort war auffällig besser als in allen anderen Autos, die ich mal über Langstrecke bewegen konnte. Zum Langstrecken-Sitzkomfort im XJ40 kann ich noch nichts sagen. Ich gehe aber mal davon aus, dass er schlechter ist. Das macht auch nichts. Wenn ich den Jag und den 900 abwechselnd fahre, stelle ich wenigstens sicher, dass mein Kreuz und mein Trommelfell gleichmäßig verschlissen werden.
  15. Wenn ich genau drüber nachdenke, waren die Sitze in meiner 9-5 Chrombrille wohl genauso gut. Da war nur das gesamte Auto drum herum ein deutlicher Abstieg gemessen am 9000 Aero - und allen anderen Saab, die ich je besessen habe.
  16. Nach guten sechs Jahren 9000 Aero ist sowieso jedes Auto im Hinblick auf den Sitzkomfort ein Abstieg.
  17. Update. Ich behaupte: Der SAAB ist der automobile Inbegriff des Protestantismus. Der hohe Wert des Individuums. Das Hinterfragen von Konventionen. Sachlichkeit. Mehr Sein als Schein. Der Jaguar wiederum ist der automobile Inbegriff des Katholizismus. Respekt vor Institutionen und Traditionen. Sinnesfreude. Ritus und Pracht. Chrom ist schließlich der Weihrauch des Automobilbaus. In meiner Garage herrscht künftig Ökumene:-) P.S. Die Heckansicht des 900 stammt übrigens von kurti und wurde mir zugesandt, bevor ich den Wagen bei Borghardt abholte. P.P.S. Ich stelle fest, dass ich gar nicht so viele Fotos vom 900 habe. Ich drehe immer nur Videos, damit man seinen Auspuffklang hören kann.
  18. Manuel meint, man könne wohl spanische Kurzzeitkennzeichen mit Versicherung vermitteln. Aber was nützen die mir dann in Frankreich? Europäische Union im Jahre 2020: Drei Länder, drei verschiedene Kennzeichen und Versicherungen. Mich stresst schon die Vorstellung.
  19. In den deutschen Jaguar-Foren ist ziemlicher Totentanz. Ich müsste mich an die spanische Community wenden und da nach jemandem in Madrid fahnden. Aber ganz ehrlich: Ich habe keine Lust dazu.
  20. Das britische Moppelchen kratzt schon an den 1,8 Tonnen. Ich glaube, es ist tatsächlich das einfachste, günstigste und ökologischste, den Wagen per Spedition nach Deutschland bringen zu lassen. 4500 Kilometer mit Anhänger durch Europa ist wohl im Kopf mehr Roadmovie-Romantik als in der Realität... Fraglich ist, ob ich vor dem Kauf nochmal nach Madrid fliege. Würde bei mir erst Mitte/Ende Juli klappen. Ich warte mal die Detailfotos ab. Einen Jaguar XJ40 zu kaufen ist sowieso schon verrückt. Wahrscheinlich kann man dann auch gleich so verrückt sein und ihn auf die Ferne kaufen....
  21. Das ist das Auto: https://www.autoscout24.de/angebote/jaguar-xj6-4-0-sovereign-benzin-blau-ec1e169f-ccf4-5e66-e053-e250040a0333?cldtidx=5
  22. Wow! Der ist super! Aber den kann ich/will ich nicht bezahlen. Das Problem mit der fehlenden Leuchtweitenregulierung aufgrund der ausgebauten Niveauregulierung ist soweit geklärt. Mich rief ein Prüfer von Tüv Hanse zurück und meinte: Wenn ich ihm ein Schreiben von Jaguar Deutschland bringe, das bestätigt, dass es weder Ersatzteile für die Niveauregulierung gibt noch einen Nachrüstsatz für eine Leuchtweitenregulierung, kriegt das Auto von ihm das nötige Gutachten. Jaguar Deutschland hat solche Schreiben in der Vergangenheit schon in vergleichbaren Fällen verschickt, weiß das Jaguar Forum zu berichten. Als ich das geklärt hatte und dem Verkäufer in Valencia auch noch ein Angebot machte, den Wagen blind zu kaufen und zu bezahlen, meinte der: Er wolle lieber einen Interessenten anmelden, der sich kommende (also diese) Woche zur Besichtigung angemeldet habe. Daraufhin habe ich dann mein Angebot zurückgezogen. Nach all dem Rechercheaufwand und sogar dem Vertrauensvorschuss, Geld ohne Papiere zu überweisen, wollte ich nicht auf Warteposition 2 geschoben werden. Stattdessen schrieb ich einen Händler in Madrid an, der einen schönen blauen Sovereign von 1990 anbietet. Der Händler und sein ganzes Verkaufsteam sprechen aber kein Englisch. Also beauftragte er seinen Sohn damit, mit mir meine Detailfragen zu besprechen. Dieser Sohn wiederum lebt in Großbritannien, ist Entwicklungsingenieur bei Aston Martin und fährt privat einen BMW 635 CSI. Dieses Europa muss man lieben. Er bespricht jetzt meine lange Fragenliste mit seinem Vater in Madrid und schickt mir Detailfotos zu den neuralgischen Stellen. Wenn das alles so gut aussieht, wie das Inserat verspricht, kaufe ich das Auto und lasse es per Spedition nach Hamburg bringen.
  23. Ein Problem ist es. Im Jaguar-Forum musste sich da mancher bis ins Verkehrsministerium hochbeschweren, um die Sondererlaubnis nach Paragraph 70 zu kriegen. Und zwei von drei Werkstätten, mit denen ich heute telefonierte, hatten auch schon selbst Trouble damit erlebt. Der zuständige Abteilungsleiter bei der Dekra kannte das Thema ebenfalls und meinte: Diese Paragraph 70-Gutachten darf weiterhin nur der TÜV. Aber er kennt auch Fälle, in denen die Zulassungsstelle trotz Tüv-Gutachten die Genehmigung verweigert hat.
  24. Beim Kauf habe ich den Wagen von unten gesehen. Da sah er an dieser Stelle und auch sonst okay von unten aus. Borghardt hat am Telefon auch nix dazu erwähnt. Außer, dass da jetzt sandgestrahlt, neu grundiert und lackiert wird. Dass er das von der Oberseite macht und dann von unten weiter gammeln lässt, wäre nicht sein Stil:-)
  25. Ja. Gedrückte Daumen kann ich da gebrauchen. "Mein" Daimler wurde so wie viele per Umrüstsatz auf konventionelle Stahlfedern zurückgebaut. Damit ist das technische Problem behoben (sofern das gut gemacht wurde). Aber das bürokratische Problem hat erst begonnen. Denn die Niveauregulierung ersetzte beim XJ40 die Leuchtweitenregulierung. Es gibt keine. Für Fahrzeuge ab 1990 ist sie aber vorgeschrieben. Sonst erlischt die Betriebserlaubnis. Das bedeutet nun: Man braucht eine Ausnahmegenehmigung, um das Auto überhaupt in den Verkehr zu bringen. Dafür muss man erst den Tüv-Prüfer bei der Vollabnahme davon überzeugen, dass die Teile für die Luftfederung nicht mehr erhältlich sind und es auch keine Nachrüstmöglichkeit für die Leuchtweitenregulierung gibt. Und dann muss man auf der Grundlage des Gutachtens die Kfz-Zulassungsstelle davon überzeugen, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Bei Importfahrzeugen soll das etwas einfacher gehen. Und Jaguar Deutschland unterstützt angeblich im Einzelfall tatkräftig. Anyway. Das ist wohl der Punkt, an dem die meisten dankend abwinken würden. Aber ich möchte das Auto wirklich haben und zitiere deshalb ausnahmsweise mal Christian Lindner: Probleme sind dornige Chancen...

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