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1.300 km Autobahn oder Verkehrserziehung für Schwererziehbare ?

Empfohlene Antworten

Recht hat der, der auf der Straße bleibt und unter Beachtung der gegenseitigen Rücksicht wohlbehalten zu Hause ankommt.

Wenn sich jemand wegen seines erhöhten Hormonspiegel oder sonst welchen Gebrechen aus dem Genpool entziehen möchte, so soll er das ganz allein mit sich ausmachen...

Aber wer sagt das er schuld war / ist? Da ist keine Geschwindigkeitsbegrenzung? Was ist wenn ein Schleicher ohne zu blinken auf seine Spur gewechselt hat?

Im übrigen wird in Deutschland nicht geschätzt, sondern gemessen, wir spekulieren nicht wie in der Schweiz :ciao:

Zementkopf.

Über 130 ist man quasi immer schuld ;) bei "ca. 250" kann man da auch schätzen.

Recht hat der, der auf der Straße bleibt und unter Beachtung der gegenseitigen Rücksicht wohlbehalten zu Hause ankommt.

Wenn sich jemand wegen seines erhöhten Hormonspiegel oder sonst welchen Gebrechen aus dem Genpool entziehen möchte, so soll er das ganz allein mit sich ausmachen...

 

Yes, genau so. Ich will auch gesund nach Hause kommen und trage meine Schutzkleidung gern, weil das keine Schikane, sondern Vernunft ist, um sich vor sich selbst und andere zu schützen.

Das tun diese Leute aber nicht. Meistens nehmen sie einen oder mehrere mit.

Sich einen Schlauch auf den Auspuff zu stöpseln, scheint weniger Spaß zu machen.

Ich habe das schon länger mal angeregt:

1.PKW mit ihren PS begrenzen, schon ab Hersteller

2.Alle die darüber hinaus stärkere PS-Boliden fahren wollen, müssen an der Tankstelle anstatt 1,35 pro L, dann 2 Euro mehr zahlen.

Wenn dann (wie bei Fahranfängern) innerhalb von 2 Jahren, schwere Verkehrsverstösse sind, wird eine Nachschulung inkl. Prüfung wie beim Führerschein, fällig!

Für den Spritverkauf, eine Bezahlkarte einführen, die unterscheidet wer zur Arbeit mit dem eigenen (nicht Firmenwagen!) damit fahren muss. Nur die bekommen den Sprit vergünstigt z.B. ohne Mwst.....

3.Sind solche PS-Boliden in gefährliche Verkehrsmanöver verwickelt und werden diese polizeilich festgestellt, ein Bussgeld an der Höhe des Einkommens gekoppelt, verhängen

z.B. 5000 Euro monatliches Nettoeinkommen, gleich mal 500 Euro Bussgeld....Wird dafür noch ein Fahrverbot fällig, gleich mal doppelt so lang wie im Bussgeldkatalog den Führerschein wegnehmen!

 

Das meiste davon ist Blödsinn und entspringt purem Neid. Mann kann mit einem 50PS-Kleinwagen genauso Menschen totfahren wie mit einem 600PS-Supersportler, und mit einem 1000kg-Kleinwägelchen genauso wie mit einem Dreitonnen-SUV.

Wichtig ist nicht, mit welchem Auto man fährt, sondern wie. Und meiner Erfahrung als ehemaliger Selber-Fahranfänger und als unfallmeldungserstellender bzw unfallmeldungsbearbeitender Vorgesetzter ist die, daß ein Zusammenhang zwischen Motorisierung des Fahranfängermobils und Unfallneigung höchstens mit gegenüber der landläufigen Meinung umgekehrtem Verhältnis besteht. Wer schon als Fahranfänger Zugriff auf leistungsstarke Autos hat(te) (und für diese verantwortlich war), der ist weniger anfällig für groben Unfug oder Blödheit als die, die fahranfängertypisch mit schwachen Schuhkartons begannen. Zu den vermuteten Wirkmechanismen siehe mein Artikel.

 

 

Man kann alles überreglementieren. Diese Vorschläge könnten als Neid auf die ausgelegt werden, die sich teure Autos leisten können. Die Bewertung der Motorleistung ist auch abhängig vom Baujahr. Ein Auto Anfang der 90er ist mit 180 PS oft schneller als eines von 2017 mit 280 PS, wenn man mal die Höchstgeschwindigkeit außen vor lässt. Geringeres Gewicht, effektivere Getriebeübersetzung, weniger Prüfstandeinstellungen. Mit kommunistischen Ideen kommt man nicht weiter. Auch ist nicht grundsätzlich der Mann mit dem 450 PS-Auto ein Verkehrsrowdie. Da gibt es z.B. militante Autogegner, die verlotterte 2 CV oder halb auseinandergefallene /8 usw. fahren, sich einen Spaß daraus machen, auf Autobahnen diese "Schwerverbrecher und Kapitalistenschweine" mit Porsche oder großen BMW/Audi/Mercedes zu Vollbremsungen zu zwingen, indem sie in letzter Sekunde ausscheren. Oft verdanken die ihr Leben dem fahrerischen Können des "Klassenfeindes" und der überlegenen Technik der Superkiste.

Ich würde sagen, die Vollpfosten kommen aus allen Lagern, aber das Auto allein ist nicht maßgebend für eine Beurteilung des Fahrers. Auch kann es jemand in einer 26-PS-Klapperkiste nicht unbedingt nachvollziehen, was gefährlicher ist: 100 km/h (also fast am Limit) mit so einer Schüssel oder 150 km/h in einem technisch hochwertigen Auto. Man vergleiche z.B. den Bremsweg eines 2 CV oder R4 oder Uralt-Käfers mit dem eines 911 Turbo.

 

Bremswege liegen auch an den Reifen. Man besohle einen Käfer mit modernen Gummis und messe nochmals - das Auto wird deutlich früher zum Stehen kommen. Außerdem sind die in Zeitungen veröffentlichten Bremswerte Mittelwerte aus mehreren unmittelbar aufeinanderfolgenden Bremsungen und bildet nicht nur den reinenen Bremsweg, sondern zu einem großen Teil auch das Fadingverhalten ab. Im öffentlichen Straßenverkehr hat aber eine Fahrweise, die binnen weniger Minuten zehn Vollbremsungen aus Tempo 100 bis zum Stillstand verursacht, nichts zu suchen...

Eine einzelne Bremsung mit modernen Reifen wird gerade bei alten Autos mit fadinganfälligen Bremsen deutlich besser sein als die Magazinwerte.

 

Eine andere Sache sorgt auch für Probleme: Bei Schnee und Eis fahren nicht nur manche zu schnell, sondern einige viel zu langsam. Die haben die Hosen schon voll, bevor sie losfahren. Fehlende Routine kommt hinzu, falsche Reaktionen auf glatter Fahrbahn führen dann zu Unfällen. Als ich noch im Bayerischen Wald wohnte, hatten wir auf über 800 m richtig Winter. Die einzige ernsthafte Gefahr ging von Touristen aus Regionen aus, wo es so gut wie nie schneit. Wenn es einen Unfall gab, war fast immer ein Tourist beteiligt. Der eine oder andere sollte lieber daheim bleiben oder mit dem Bus fahren.

 

Was mir bei Schnee immer wieder auffällt ist, daß die Leute dann zwar langsamer fahren, manchmal auch absurd langsam, aber nicht die Abstände anpassen. 40km/h ist auf einer Autobahn halt schon ziemlich langsam, auch wenn die Fahrbahn weiß ist. Wenn man bei den 40km/h aber nur eine Fahrzeuglänge Abstand hält, wird auch die geringe Geschwindigkeit keine Unfälle verhindern (dafür kann außer Blechschäden dabei wenigstens nix passieren, Personenschäden dürfte es nur als Verbrühungen bei überschwappenden Kaffeebechern geben). Man könnte auf weißer Fahrbahn aber auch durchaus 80 oder 100 fahren - bräuchte dann aber halt nur grob den zehnfachen Sicherheitsabstand...

 

 

Generell kann man wohl festhalten, daß vielen Verkehrsteilnehmern jegliches Verständnis der involvierten Physik zu fehlen scheint. Verpflichtende Fahrsicherheitstrainings könnten vielleicht Abhilfe schaffen. Bei fehlendem emotionalem wie intellektuellen Bezug zum Autofahren wird aber auch deren Effektivität sicher nicht so hoch sein, wie sie das heute (bei im allgemeinen motivierten Teilnehmern) ist.

Bearbeitet von aero84

Was, egal bei welchem Wetter, gar nichts auf der Autobahn zu suchen hat, ist Spielchen spielen auf der Autobahn!

Hatte ich erst am vergangenen Freitag auf der Fahrt zu einer Besichtigung hinter Linz. Auf dem Rückweg wollte ich einen Golf überholen, der ca. 110 bis 120 km/h fuhr. Als ich auf gleicher Höhe war gab der offensichtlich Gas, blieb neben mir und kopierte jedes Gasgeben oder Gaswegnehmen. Als ich dann rüber sah, saßen 3 junge Männner, wahrscheinlich Mitte Zwanzig, und grinsten dämlich. Mit einer scharfen Bremsung gelang es mir hinter dem Golf einzuscheren. Da bremste der Fahrer wieder auf knapp über hundert ab und wollte mich wohl zu einem ernueten Überholversuch verleiten. Glücklicherweise kam ein Parplatz in Sicht, bei dem ich dann kurzfristig abbiegen und weitere derartige "Spielchen" vermeiden konnte.

Das klingt krass. Sowas ist ja schon Nötigung und strafbar. Am besten Kennzeichn merken und weitergeben. Stelle mir diese Situation gerade bildlich vor, der man ja ohne Parkplatz wirklich kaum entgehen kann. :hmpf:

Gut, dass es dir gelungen ist.:top:

Was, egal bei welchem Wetter, gar nichts auf der Autobahn zu suchen hat, ist Spielchen spielen auf der Autobahn!

Hatte ich erst am vergangenen Freitag auf der Fahrt zu einer Besichtigung hinter Linz. Auf dem Rückweg wollte ich einen Golf überholen, der ca. 110 bis 120 km/h fuhr. Als ich auf gleicher Höhe war gab der offensichtlich Gas, blieb neben mir und kopierte jedes Gasgeben oder Gaswegnehmen. Als ich dann rüber sah, saßen 3 junge Männner, wahrscheinlich Mitte Zwanzig, und grinsten dämlich. Mit einer scharfen Bremsung gelang es mir hinter dem Golf einzuscheren. Da bremste der Fahrer wieder auf knapp über hundert ab und wollte mich wohl zu einem ernueten Überholversuch verleiten. Glücklicherweise kam ein Parplatz in Sicht, bei dem ich dann kurzfristig abbiegen und weitere derartige "Spielchen" vermeiden konnte.

 

Tröste dich, du bist nicht allein. Genau solche Vollpfosten meine ich. P****l-Kompensation, da hilft nur grösstmöglichen Abstand einhalten. Ganz weit weg.

Ich verstehe den Sinn solcher Aktionen nicht.

Kleiner Hilfstipp: Handy hochnehmen (auch wenn es verboten ist) und so tun als ob man filmen würde, die lassen das ganz schnell

Kleiner Hilfstipp: Handy hochnehmen (auch wenn es verboten ist) und so tun als ob man filmen würde, die lassen das ganz schnell

Genau das ist oft auch meine Strategie. Funktioniert erstaunlich gut. Geht besonders gut, wenn man nen Beifahrer hat oder dies selber ist. :hello:

...oder eine Blaulichtattrappe hochhalten und dabei einen kopfschüttelnd-scharfen Blick rüberwerfen: hat auch schon mal geholfen :biggrin:
Das meiste davon ist Blödsinn und entspringt purem Neid. Mann kann mit einem 50PS-Kleinwagen genauso Menschen totfahren wie mit einem 600PS-Supersportler, und mit einem 1000g-Kleinwägelchen genauso wie mit einem Dreitonnen-SUV.

Wichtig ist nicht, mit welchem Auto man fährt, sondern wie. Und meiner Erfahrung als ehemaliger Selber-Fahranfänger und als unfallmeldungserstellender bzw unfallmeldungsbearbeitender Vorgesetzter ist die, daß ein Zusammenhang zwischen Motorisierung des Fahranfängermobils und Unfallneigung höchstens mit gegenüber der landläufigen Meinung umgekehrtem Verhältnis besteht. Wer schon als Fahranfänger Zugriff auf leistungsstarke Autos hat(te) (und für diese verantwortlich war), der ist weniger anfällig für groben Unfug oder Blödheit als die, die fahranfängertypisch mit schwachen Schuhkartons begannen. Zu den vermuteten Wirkmechanismen siehe mein Artikel.

 

Ja und nein. Im Prinzip hast du recht. In der S-Klasse vor einiger Zeit, die ich zwecks Benchmark vermessen musste, bin ich trotz recht souveräner Motorisierung automatisch total entspannt und eher langsam gefahren. Der war halt groß und gemütlich. Es gibt aber auch leistungsstarke sportliche Autos, die zum Schnellfahren animieren. Ein M3, Impreza WRX STI, Mini JCW, TTRS oder Ähnliches in den Händen eines nicht charakterfesten 18-jährigen (seien wir ehrlich, 18-jährige sind noch Jungs...) halte ich für brandgefährlich. Außerdem lehrt die Physik, dass sich in leistungsstarken Autos leider viel schneller viel kinetische und damit potentiell zerstörerische Energie aufbauen lässt.

 

Generell kann man wohl festhalten, daß vielen Verkehrsteilnehmern jegliches Verständnis der involvierten Physik zu fehlen scheint. Verpflichtende Fahrsicherheitstrainings könnten vielleicht Abhilfe schaffen. Bei fehlendem emotionalem wie intellektuellen Bezug zum Autofahren wird aber auch deren Effektivität sicher nicht so hoch sein, wie sie das heute (bei im allgemeinen motivierten Teilnehmern) ist.

 

Wohl wahr. Moderne Autos entkoppeln den Fahrer aber auch dermaßen von der Außenwelt, dass jegliches Gefühl für Geschwindigkeit und die Kräfte die am Werk sind verloren gehen. Da ertappe ich mich im 9-5 selber des öfteren (passiert im Erdbeerkörbchen und 900 nicht). Dann fahren die einen hektisch-ruppig alles was geht, die anderen unregelmäßig-lahmarschig verträumt - Rücksichtslosigkeit trifft auf Unachtsamkeit. Beides stört extrem den Verkehrsfluss. Was könnte man an Sprit sparen, wenn darauf mehr Rücksicht genommen würde.

 

Kleine Anekdote dazu: In unserem Ort gibt es eine Fußgängerampel auf der Umgehung, genau auf Höhe dreier Supermärkte, also recht stark frequentiert. Da kann man auf den Knopf drücken und man bekommt als Fußgänger oder Radfahrer recht schnell grün. Wenn ich da als Fußgänger oder Radfahrer hin komme und sehe, dass ein Auto oder gar ein LKW die Ampel fast erreicht hat, dann warte ich immer mit dem Drücken die 4 oder 5 Sekunden ab, damit die nicht anhalten müssen. Schade um die viele kinetische Energie denke ich dann. Viele bremsen trotzdem irritiert ab, wenn die mich da stehen sehen. Ich muss denen dann mit Durchwinken signalisieren, dass ich extra auf die warte, denn ich bin nach meiner Beobachtung wirklich der einzige der so handelt.

Ne Blaulichtattrappe hatte zufälligerweise gerade nicht dabei:redface:

Abgesehen davon war ich allein unterwegs, im anderen Auto saßen 3, bei einer Anzeige wären das drei gegen eine Aussagen gewesen. Und bei dieser Art von Leuten muß man dann auch noch befürchten, dass die ganze Situation auch noch so gedreht wird, dass man selber "der Böse" ist. Und zuletzt hätte ich mich in Ö erstmal informieren müssen, wo ich die Anzeige (am Karfreitag, abends) aufgeben kann.

Genau das ist oft auch meine Strategie. Funktioniert erstaunlich gut. Geht besonders gut, wenn man nen Beifahrer hat oder dies selber ist. :hello:

 

Traurig, aber wahr: ich habe 'ne Dashcam bestellt. Auch wenn sowas nicht gerichtsverwertbar ist, aber ich muss mich nicht mehr mit sowas herumärgern. Ich wurde schon selbst beim Abfahren abgedrängt, mehrfach in voller Fahrt, aber auch schon im Stau. Mit gezücktem Mittelfinger inklusive...

Da hilft nur Parkplatz anfahren, warten bis es vorbei ist und die nächste Abfahrt nehmen. Mir reicht's. Auffällig, es waren immer junge Männer (20-30 ), die das gemacht haben.

 

...oder eine Blaulichtattrappe hochhalten und dabei einen kopfschüttelnd-scharfen Blick rüberwerfen: hat auch schon mal geholfen :biggrin:

 

Nö, das nennt man auch Amtsanmassung, hat auf der Strasse auch nichts zu suchen. Mir wären weniger Bekloppte auf der Strasse einfach lieber. Ich will in Ruhe nach Hause fahren, in einem Stück ankommen und zwei Tage später entspannt wieder los, mehr nicht.

wie mit einem 600PS-Supersportler, und mit einem 1000g-Kleinwägelchen genauso wie mit einem Dreitonnen-SUV.

Wichtig ist nicht, mit welchem Auto man fährt, sondern wie.

 

:hahaha:Sorry, but you made my day :rofl:

Wer schon als Fahranfänger Zugriff auf leistungsstarke Autos hat(te) (und für diese verantwortlich war), der ist weniger anfällig für groben Unfug oder Blödheit als die, die fahranfängertypisch mit schwachen Schuhkartons begannen. Zu den vermuteten Wirkmechanismen siehe mein Artikel.

 

 

 

 

Und wo gibt es belegbare Zahlen zu dieser Behauptung?

Und wo gibt es belegbare Zahlen zu dieser Behauptung?

 

Eine Datensammlung beim statistischen Bundesamt, die Dir die Unfallhäufigkeit und -schwere von fahranfängerverursachten Unfällen in Relation zu deren Fahrzeug setzt, ist mir nicht bekannt. Aber einen ersten Anhalt geben die Typklassen der Haftpflichtversicherung - und die Tatsache, daß die Versicherer schon vor Jahrzehnten davon abgekommen sind, das Risiko an der Motorleistung eines Autos festzumachen.

Und dann wäre ja noch meine (zugegeben anekdotische) Erfahrung - und ein plausibler Wirkmechanismus, der diesen Effekt erklärt.

und mit einem 1000kg-Kleinwägelchen genauso wie mit einem Dreitonnen-SUV.

Wichtig ist nicht, mit welchem Auto man fährt, sondern wie.

 

Kann man, ist aber auch blöd

Was, egal bei welchem Wetter, gar nichts auf der Autobahn zu suchen hat, ist Spielchen spielen auf der Autobahn!

Hatte ich erst am vergangenen Freitag auf der Fahrt zu einer Besichtigung hinter Linz. Auf dem Rückweg wollte ich einen Golf überholen, der ca. 110 bis 120 km/h fuhr. Als ich auf gleicher Höhe war gab der offensichtlich Gas, blieb neben mir und kopierte jedes Gasgeben oder Gaswegnehmen. Als ich dann rüber sah, saßen 3 junge Männner, wahrscheinlich Mitte Zwanzig, und grinsten dämlich. Mit einer scharfen Bremsung gelang es mir hinter dem Golf einzuscheren. Da bremste der Fahrer wieder auf knapp über hundert ab und wollte mich wohl zu einem ernueten Überholversuch verleiten. Glücklicherweise kam ein Parplatz in Sicht, bei dem ich dann kurzfristig abbiegen und weitere derartige "Spielchen" vermeiden konnte.

Das ist natürlich völlig asozial.

 

Aber mir fällt zunehmend auf, daß Überholen, selbst in vermeintlich einfachsten Situationen, gar nicht so trivial zu sein scheint. Auf zweispurigen Bundesstraßen erlebe ich es ständig, daß ich, unterwegs mit z. B. Tempomat 130 km/h, überholt werde, der Überholende einschert und dann Geschwindigkeit wegnimmt (Überholvorgang ist ja zu Ende). Dann laufe ich (tempomatiert) auf ihn auf und überhole wieder. Dann fällt ihm augenscheinlich das Genital ab und er überholt mich wieder, teilweise sogar mit aggressiven Manövern.

 

Von der Autobahn will ich jetzt gar nicht anfangen.

Dann fällt ihm augenscheinlich das Genital ab und er überholt mich wieder, teilweise sogar mit aggressiven Manövern.

:biggrin::fight::laugh:

Die Leute sind halt einfach zu doof, den Tempomaten zu nutzen.

 

(Dann fragt man sich schon, was, wer schon damit überfordert ist, auf der Straße zu suchen hat.)

Aber einen ersten Anhalt geben die Typklassen der Haftpflichtversicherung - und die Tatsache, daß die Versicherer schon vor Jahrzehnten davon abgekommen sind, das Risiko an der Motorleistung eines Autos festzumachen.

Aber dahinter steckt die gleich Argumentationslinie wie bei der Waffenlobby: "Nicht die Waffe tötet, sondern der Mensch der sie bedient". Natürlich ist eine 600 PS Fahrzeug in erster Line ein Auto, genau wie sein 45 PS Pendant. Aber wer sich solch eine Fahrzeug wie die oben von Onkel Kopp genannten zulegt, gerade in jungen Jahren, der will damit nicht 120 auf der Autobahn fahren. Der Vergleich zu einem W126 hinkt da auch ein wenig. Trotz sehr guter Fahrleistungen (300PS/250km/h, 560SEL) ist das kein Fahrzeug welches zum Rasen oder "Kurvenräubern" animiert. Das ist eine große, schwere Limo für den souveränen Auftritt.

Die Leute sind halt einfach zu doof, den Tempomaten zu nutzen.

 

(Dann fragt man sich schon, was, wer schon damit überfordert ist, auf der Straße zu suchen hat.)

 

Da muss man erst einmal einen haben. Da ich ältere Baujahre bevorzuge, habe ich in keinem meiner weit über 50 Autos bislang einen Tempomat gehabt, aber auch nicht vermisst.

Aber dahinter steckt die gleich Argumentationslinie wie bei der Waffenlobby: "Nicht die Waffe tötet, sondern der Mensch der sie bedient". Natürlich ist eine 600 PS Fahrzeug in erster Line ein Auto, genau wie sein 45 PS Pendant. Aber wer sich solch eine Fahrzeug wie die oben von Onkel Kopp genannten zulegt, gerade in jungen Jahren, der will damit nicht 120 auf der Autobahn fahren. Der Vergleich zu einem W126 hinkt da auch ein wenig. Trotz sehr guter Fahrleistungen (300PS/250km/h, 560SEL) ist das kein Fahrzeug welches zum Rasen oder "Kurvenräubern" animiert. Das ist eine große, schwere Limo für den souveränen Auftritt.

 

In dem Zusammenhang fand ich den Bericht eines Arbeitskollegen sehr amüsant... Er war Anfang April mit seinem neune 1er BMW zum FaSi-Training beim ADAC in Haltern. In der Vorstellungsrunde fiel der Fahrer eines neuen AMG C-irgendwas durch abfällige Bemerkungen bereits negativ auf. Das Training hat er nicht beendet, nach einer Reihe von übelsten Fahrfehlern wurde ihm seitens der Trainer nahegelegt das Training zu beenden und mit einem Fahrzeug wiederzukommen das seinen Fähigkeiten näherkommt. (Wortlaut mündlich überliefert...)

Ich hab bis vor ein paar Jahren immer gesagt, dass Problem der extrem leistungsstarken Motorräder und extrem leistungsarmer Fahrer deutlich größer ist als beim Auto, da die entsprechenden Autos einfach erheblich teurer sind, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass das nicht mehr stimmt... Habe nur noch nicht herausgefunden woran das liegt...Gibt es heute mehr "Söhne" als früher? Oder verdient die "junge" Generation soviel besser als frühere?

Man kann alles überreglementieren. Diese Vorschläge könnten als Neid auf die ausgelegt werden, die sich teure Autos leisten können. Die Bewertung der Motorleistung ist auch abhängig vom Baujahr. Ein Auto Anfang der 90er ist mit 180 PS oft schneller als eines von 2017 mit 280 PS, wenn man mal die Höchstgeschwindigkeit außen vor lässt. Geringeres Gewicht, effektivere Getriebeübersetzung, weniger Prüfstandeinstellungen. .

Na dann schaue dir mal Filme aus den 60er Jahren an, wo es erst langsam Leute gab, die sich z.B. einen Opel Kapitän anstatt eines VW-Käfers leisten konnten. (gerade am Ostersonntag auf Südwest 3 gesehen)

Da fahren einträchtig VW-Käfer (noch) neben Opels und BMWs auf der Autobahn. Nix Drängeln, Überholen bloss weil man die "dickere Karre" mit 6 Zylindern und ca. 40-50 PS mehr hat....

 

Mit kommunistischen Ideen kommt man nicht weiter.

Das hat nichts mit Kommunismus zu tun. Apropos: Wieso fuhren dann z.B. in Kuba solche Kommunisten dann US-Schlitten mit 8 Zylindern "spazieren"?

 

Auch ist nicht grundsätzlich der Mann mit dem 450 PS-Auto ein Verkehrsrowdie.Da gibt es z.B. militante Autogegner, die verlotterte 2 CV oder halb auseinandergefallene /8 usw. fahren, sich einen Spaß daraus machen, auf Autobahnen diese "Schwerverbrecher und Kapitalistenschweine" mit Porsche oder großen BMW/Audi/Mercedes zu Vollbremsungen zu zwingen, indem sie in letzter Sekunde ausscheren. Oft verdanken die ihr Leben dem fahrerischen Können des "Klassenfeindes" und der überlegenen Technik der Superkiste.

Aha, dann solltest du dich fragen, wieso auf über 70 Seiten von solchen Verkehrsrowdies mit stärker motorisierten PKW berichtet wird, die unsere BABs befahren, drängeln, junge Mütter mit Kindern in den Tod bringen (ich erinnere nur an den krassen Fall in der Nähe von Bruchsal auf der A5 vor ein paar Jahren, als ein Werkstestfahrer? von Mercedes? mit einem nicht zugelassenen Werkswagen, eine Frau mit Kindern abgedrängt hat, sodass diese in die Böschung fuhr) ???

Weil es u.a. nur in D kein generelles Tempolimit auf den BABs gibt, nur eine Richtgeschwindigkeit (130 Km/h)....

Gäbe es ein generelles Tempolimit z.B. wie in den Niederlanden oder Belgien mit 120 Km/h und drakonische Strafen für das Überschreiten (wie in Belgien gerade für Ausländer), dann würde das m.E. zum Zügeln ihrer Geschwindigkeiten führen.

Apropos Geschwindigkeit: Die ist laut aller bisherigen Unfallstatistiken, die Unfallursache Nr. 1 auf deutschen Strassen...

 

Auch kann es jemand in einer 26-PS-Klapperkiste nicht unbedingt nachvollziehen, was gefährlicher ist: 100 km/h (also fast am Limit) mit so einer Schüssel oder 150 km/h in einem technisch hochwertigen Auto. Man vergleiche z.B. den Bremsweg eines 2 CV oder R4 oder Uralt-Käfers mit dem eines 911 Turbo.

Deswegen ein generellesTempolimit auch auf der BAB, um schwächere Verkehrsteilnehmer (man denke mal an Motorradfahrer mit den 125ccm die gerade mal 100 Km/h ohne technische, verbotene Änderungen auf der BAB fahren) zu schützen, die Verkehrsrowdies wie du sie nennst, zur Vernunft zu bringen und das geht nur, indem es an den Geldbeutel geht.

Vergleiche jetzt nicht Äpfel mit Birnen! Das ist doch genau der Punkt.... Gäbe es (wie in den 60er und noch 70er Jahren) gemässigte (PS/Hubraum) PKW und solche, die max. 120 Km/h schaffen, wäre der Anreiz weg, solche "Dickschiffe"

noch zu kaufen, geschweige denn damit auf der BAB zu "heizen".....

 

 

Auch deswegen, glaube ich, werden E-Autos in den nächsten Jahren, selten verkauft werden.

Selbst wenn der Kaufpreis unter bzw. um10000 Euro wäre, weil es u.a. keine Möglichkeit gibt, diese "aufzumotzen", ohne das darunter die Reichweite leidet....

(es gibt E- PKW mit grösserem Motor siehe Tesla, aber die sind unerschwinglich für Otto-Normal Käufer)

Habe nur noch nicht herausgefunden woran das liegt...Gibt es heute mehr "Söhne" als früher? Oder verdient die "junge" Generation soviel besser als frühere?

Leasing oder Finanzierung macht es möglich :biggrin: Muss da immer an eins dieser "Memes" denken, mit dem ungefähren Wortlaut: "Die Bank hat angerufen, sie fragen was ihr BMW auf der Nordschleife macht?" :biggrin:

...naja - zu glauben, dass ein Tempolimit Abhilfe schaffen würde halte zumindest ich für ziemlich "kurz gesprungen"....

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