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Raus aus dem ADAC! Alternativen?!

Empfohlene Antworten

Am 14.2.2026 um 18:27, Urbaner hat gesagt:

Die Verkehrsrechtsschutz beim ADAC ist tatsächlich recht gut...ähnlich wie Arbeitsrechtsschutz bei den Gewerkschaften.

Frische, junge Anwälte. Man muss nur bisschen drauf achten, das sie nicht übers Ziel hinausschießen classic_laugh

Ich hab sie noch nicht in Anspruch nehmen müssen. Sie wurde mir für den Bereich Verkehr von einem Anwalt empfohlen.

Daraufhin habe ich das Komplettangebot gebucht.

Sie schneidet in Tests gut ab.

Wermutstropfen: Der ADAC ist nicht der Ombudsmann Schlichtungsstelle angeschlossen.

Keine Ahnung, ob das letztendlich sehr negativ zu bewerten ist.

Unterm Strich kommen über den ADAC Rechtsschutz vergleichsweise wenig Beschwerden. Und Deckungszusagen kommen wohl recht schnell.

Hatte ich mal in einem Test, den ich gerade nicht finde, gelesen.

  • Autor

Update: für mich ist das Thema erledigt: auch wenn der ADAC-Präsi inzwischen seinen Hut nehmen musste, bin ich zum "Mobil in Deutschland e.V." gewechselt. Die politischen Ziele stimmen weitgehend mit meinen Erfahrungen und Ansichten überein. Premium-Mitgliedschaft für 68€ im Jahr. Passt für mich.

Sobald das Wohnmobil verkauft ist werden wir den Verein auch verlassen. Von dem Vorfall mal abgesehen, passen die Leistungen nicht mehr. Wir haben die Plus Mitgliedschaft,da war früher alles drin. Jetzt benötigt man die Premium, die es früher gar nicht gab. Man wird noch nicht mal mehr Richtung Heimat geschleppt. Früher war das bis 50 Kilometer ganz normal.

In Ergänzung zu meinem Bericht vom 07.01.26: Die Frage der Rückführung stellte sich folgendermaßen dar.

Das Auto, ein BMW X3 von 2005, 3.0 Diesel mit Automatik, 300t km, insgesamt sehr guter Zustand. Bis halt der Motor platzte, warum auch immer. Obwohl der Kollege erst kürzlich das Automatikgetriebe und die komplette Bremsanlage erneuern ließ und zudem einige Schönheitsreparaturen machte, sind vergleichbare Autos um ca. EUR 5.000,-- auf dem Markt. Der TÜV wurde eine Woche vorher erneuert, 4 neue Reifen kamen auch drauf. Ob man nun den Motor in einer Werkstatt komplett überholen oder (einfacher) ersetzen würde, wären lt. BMW ca. EUR 12.000,-- fällig. Somit ist das ein versicherungstechnischer Totalschaden. Eine Rückführung wäre nur erfolgt (500 km), wenn ein Schaden unter Marktpreis entstanden wäre und die Reparatur vor Ort nicht zügig hätte erfolgen können. Wahlweise hätte man den Transport aber gegen Berechnung verlangen können. Wer Bastler ist und das Auto selbst reparieren kann, hätte darüber nachdenken können. So war es unterm Strich trotzdem die beste Lösung, das Auto für einen knappen Tausender zurückzulassen, wobei Abmeldung und Postversand von Papieren und einigen vergessenen Kleinigkeiten mit drin war.

Das alles kann ich gut nachvollziehen, da der ADAC der Gesamtheit der Mitglieder verpflichtet ist, unnötige Kosten zu vermeiden. Wäre es ein Oldtimer/Sammlerstück gewesen, hätte man u.U. den Rücktransport bekommen. Man sieht ja oft die ADAC-Autotransporter, die liegengebliebene Autos aus ausländischen Urlaubsorten zurückbringen. Es ist sinnvoll, sich vorher genau zu informieren. Ob mein SAAB angesichts der geringen Restmenge in D anders als der BMW behandelt werden würde, weiß ich nicht.


Zu den Vorwürfen an den zurückgetretenen Präsidenten:

Man sieht ja schon bei diversen Äußerungen hier im Forum, wie schnell man falsch verstanden oder irgendetwas hineininterpretiert wird.

Ich meine, die Aussagen waren etwas unglücklich, obwohl sicher gut gemeint, aber unüberlegt. Klar, das könnte einen kleinen Effekt bringen, packt aber das Problem nicht an der Wurzel. Den Benzinpreis zu erhöhen, trifft ja vor allem Geringverdiener und Rentner mit kleiner Rente. Die könnten trotzdem kein E-Auto kaufen oder in Innenstädten mit extremer Parkraumsituation ist es oft nicht umsetzbar. Wenn mal jede Laterne mit Ladestation versehen würde, vielleicht könnte das helfen. Aber statt wieder mit einer blödsinnigen Kaufprämie zu locken, die gerade die Leute gern mitnehmen, die sie garnicht nötig hätten, wäre eine Subvention des Ladestroms viel sinnvoller, da sie allen E-Auto-Fahrern zugute käme. Oder man lässt die Subventionen ganz bleiben und investiert die Gelder besser in den Ausbau der Ladestrukturen.

Was E-fuels angeht, wäre der Weiterbetrieb älterer Verbrenner um einiges umweltfreundlicher, zumal man die Produktion neuer Autos vermeidet. Das wäre aber weder im Sinne des Staates noch der Industrie. Ich habe es schon einige Male erwähnt, E-fuels mit überschüssigem Strom produziert, wären auch ein prima Speichermedium.

Am 17.2.2026 um 17:23, LCV hat gesagt:

In Ergänzung zu meinem Bericht vom 07.01.26: Die Frage der Rückführung stellte sich folgendermaßen dar.

....Ob man nun den Motor in einer Werkstatt komplett überholen oder (einfacher) ersetzen würde, wären lt. BMW ca. EUR 12.000,-- fällig. Somit ist das ein versicherungstechnischer Totalschaden.

Wenn man seine Kiste behalten (und investieren) möchte, holt man in sich alternativ ein Angebot über einen gebrauchten Motor + Einbau in einer Werkstatt ein. Damit liegt man dann i.d.R. unter dem Wiederbeschaffungswert und kann seinen PKW damit immerhin schon mal in seine Wunschwerkstatt schleppen lassen (so zumindest früher). Ob man dann später doch einen anderen Weg wählt, bleibt einem selbst überlassen.

@ ST 2:

So war es z.B. bei unserem Rahmenvertrag mit dem AVD. Man hatte die Wahl Wohnort oder Wunschwerkstatt, auch bei einer Panne im EU-Ausland. Als ich mal den AVD rufen musste, saß in der Zentrale jemand, der über unsere Vereinbarungen nicht informiert war. Rücktransport zum Wohnort (nur 70 km) käme nicht in Frage. Man könne mich zum nächsten Renault-Händler (250 m) bringen, der aber weder Ahnung noch Teile für einen Lancia hat. Also fragte ich den Abschleppdienst, ob er mich zum Alfa-Händler (30 km) bringen könne, da der Motor im Thema und Alfa 164 weitgehend identisch ist. Ich zahlte hierfür EUR 80,--. Es war keine große Sache. Der Klimakompressor hatte blockiert und den Rippenriemen zerstört. Da hängt auch die LiMa mit dran. Bei Alfa konnte man den Kompressor losschrauben und mit Gurtband zur Seite ziehen und den kürzeren Riemen für Autos ohne Klima aufziehen. Nach 2 Std. konnte ich weiterfahren. Wieder daheim rief ich unseren Kontaktmann beim ADAC an, der mir umgehend die EUR 80,-- überwies. Leider war mit dem neuen AVD-Präsidenten unser Rahmenvertrag hinfällig.

Der ADAC rechnet wie jede Versicherung mit dem versicherungstechnischen Totalschaden. Dabei wird der Reparaturpreis des Herstellers herangezogen (es gibt da wohl Listen). Marktpreis EUR 5k gegenüber Reparaturpreis EUR 12k - schon ist die Sache erledigt. Bei der Mitgliedschaft für rund EUR 90,-- p. a. geht nicht mehr. Möglicherweise kann man eine zusätzliche Versicherung abschließen, die den Rücktransport auf jeden Fall garantiert.

Der Transport auf eigene Kosten von Siegen nach Augsburg kostet aber ziemlich viel. Selbst wenn man zu Hause ein Zugfahrzeug mit Trailer mietet und das Auto holt, wäre das schon teuer genug. Es dürfte billiger sein, den gebotenen Restwert zu nehmen und ein anderes Auto zu kaufen.

Nur wer daheim entsprechend ausgerüstet ist und das Know-how hat, käme vielleicht billiger weg, wenn man die Zeit nicht rechnet. Deshalb gehen solche Autos meistens nach Litauen, wo die Arbeitspreise sehr viel niedriger sind.

Am 17.2.2026 um 17:23, LCV hat gesagt:

Zu den Vorwürfen an den zurückgetretenen Präsidenten:

Man sieht ja schon bei diversen Äußerungen hier im Forum, wie schnell man falsch verstanden oder irgendetwas hineininterpretiert wird.

Ich meine, die Aussagen waren etwas unglücklich, obwohl sicher gut gemeint, aber unüberlegt.

Ja, das geht aus meiner Sicht in die richtige Richtung.

Weiter könnte man noch die Berichterstattung hinterfragen.

Der Artikel geht immerhin mit einer (zumindest von mir so empfundenen) Krawall-Schlagzeile ins Rennen.

Für mich sieht das von Anfang an auf Meinungs-Bau gesetzt.

So werden Aussagen - insbesondere bei Themen mit emotionalem Potential - noch schneller aus dem Kontext gerissen.

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