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Saab 93A, Bremsschalter und Flüssigkeitswechsel

Empfohlene Antworten

Moin,

wie letztes Mal schon gesagt ist der Saab gerade wieder bei mir und soll nächste Woche beue Frontscheiben inkl. Kautschukdichtung bekommen.

In letzter Zeit trat es häofiger auf das das Bremslicht anblieb. Mit Erstaunen und Erleichterung habe ich heute beim lokalen Teilehändler einen Schalter

bestellen können der innerhalb 24h geliefert wird. Ein Original ATE Schalter für unschlagbare 9,95€,

Das es ein hydraulischer Schalter ist, muss das Bremssystem geöffnet werden. Da ich keine Wartungshistorie habe (ich kümmere mich erst seit ca. 2,5 Jahren)

möchte ich gleich die Bremsflüssigkeit wechseln. Dazu habe ich Fragen.

Original ist Lockheed No.33 SAE 70R1 vorgeschrieben. Gibt es nach fast 70 Jahren natürlich nicht mehr. Beim Teilehändler kann ich reines Bosch DOT3 bekommen.

Das wäre dann SAE J1703. Darf ich das verwenden oder werden die Dichtungen angegriffen?

Darf ich einen Bremsenentlüfter (ich würde 1 bar Überdruck einstellen) benutzen oder lieber doch nach Anleitung mit Pedalpumpen entlüften?

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Entlüften geht mit 1bar problemlos. Am Sonett 2 und 96 Sport so gemacht, da passiert nichts.

Zur Bremsflüssigkeit bin ich nicht 100% sicher. Aber 96 und Sonett sind mit Dot4 unterwegs. Die Bremse am 93 ist grundsätzlich gleich was die Radzylinder und den Hauptbremszylinder angeht. Ein Restrisiko bleibt wohl, zumal wahrscheinlich unbekannt ist, wie alt die Dichtungen sind?

  • Autor

Es ist ein früher 93A und hat noch den alten Hauptbremszylinder. Für die Sonetts habe ich keine Unterlagen.

In den Microfiches der Zweitakter gibt es bis 1963 zwei verschiedene Hauptbremszylinder und ab 1964 ebenfalls,

also 4 verschiedene. Radbremszylinder ebenfalls mehrere je nach Fahrgestellnummer.

Ich meine DOT4 hat schon Zusätze die alte Kautschuckdichtungen angreifen.

Ich versuche mal meinen alten Meister zu erreichen. Der hat an alten Wartburgs und teilweise DKWs geschraubt.

Das Alter der Bremsanlage und ob oder wann etwas gewechselt wurde ist nicht bekannt. Es ist aber alles trocken

und die Wirkung ist gut.

Bevor ich da was öffne sehe ich sowieso das ich alle Entlüftungsnippel gangbar habe. Laut Fahrgestellnummer hat er hinten

schon beidseitig die Nippel. Die ersten 93er hatten hinten nur auf der Fahrerseite die Möglichkeit.

Ich kenn es eigentlich so das Dot3 der ältere Standard ist und das dort mehr Zusätze zum Korrosionsschutz enthalten sind. Bei Dot4 wurde das so nicht mehr in dem Umfang benötigt da die Neueren Anlagen weniger anfällig für Korrosion waren.

Für die Dichtungen gesprochen ist Dot4 weniger problematisch da die Zusätze im Dot3 aggressiver sind.

  • Autor

Nu weiß ich bald garnicht mehr. Ich informiere mich weiter. Erst geht er am nächsten Di zum Glastausch.

Wahrscheinlich wird an einer Scheibe Mass genommen und zwei einzeln angefertigt (mit Zertifikat).

In Etwa Wirkung steht in der Zulassung und reicht für die HU.

  • Autor
Am 16.7.2026 um 07:14, white-99 hat gesagt:

Ich kenn es eigentlich so das Dot3 der ältere Standard ist und das dort mehr Zusätze zum Korrosionsschutz enthalten sind. Bei Dot4 wurde das so nicht mehr in dem Umfang benötigt da die Neueren Anlagen weniger anfällig für Korrosion waren.

Für die Dichtungen gesprochen ist Dot4 weniger problematisch da die Zusätze im Dot3 aggressiver sind.

Ich habe jetzt nochmals gesucht und in den gängigen Oldtimerforen wird DOT3 SAE J1703 empfohlen. Das soll die Nachfolgenorm für SAE 70R1 sein.

DOT4 ist agressiver, enthält z.B. Borsäureester, und läßt die Kautschukdichtungen aufquellen oder weichwerden. Da ich nicht feststellen kann, ob schon bessere Dichtungen verwendet werden mache ich mit DOT3 nichts falsch, das können alle Dichtungen ab. Auch der niedrigere Siedepunkt ist unkritisch bei den geringen Belastungen der Bremsen. Muss halt alle 2 Jahre getauscht werden. Da unbekannt ist was jetzt eingefüllt ist werde ich das System einmal komplett mit Spiritus oder technischem Alkohol spülen. Wenn die Bremsbelege mal dran sind schaue ich mal ob es Dichtungssätze für DOT5 gibt.

Klingt nach dem besten Ansatz. Im Zweifel bist du so auf jeden Fall auf der sicheren Seite. top

Am 16.7.2026 um 11:18, thadi05 hat gesagt:

Nu weiß ich bald garnicht mehr. Ich informiere mich weiter.

Tja dann möchte ich mich für die Verwirrung entschuldigen.

Den Kenntnisstand denn ich Preis gegeben habe stammt aus der Entwicklung also nicht aus Quellen diverser Oldtimerforen die ggf. Chat GPT zitiert hat.

Die Begrifflichkeit Kautschukdichtungen zeigt einmal mehr das die Kenntnis zum verwendetem Material sowieso nicht vorhanden ist.

Es ist aber so, das unabhängig von der Entscheidung zur zukünftigen Hydraulikflüssigkeit die Dichtungen ohnehin gewechselt werden müssen.

Bis dahin würde ich völlig schmerzfrei Dot 4 verwenden, und schon gar keinen Gedanken an Dot5 verschwenden.

Gruß

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