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klawitter

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Alle Beiträge von klawitter

  1. klawitter hat auf erik's Thema geantwortet in Technik Allgemein
    Stimmt, die werden üblicherweise einfach umgedreht, wenn man da wo ran muss. Ich Dussel:biggrin:
  2. Oh ja. Auf mich wartet heute ein Gläschen Baron de Ley Gran Reserva 2008 (muss weg, ist seit Samstag offen...;), dazu gibt's Penne Rigati mit rotem Sepia, untergehobenem Mangold und Ruccola und frischem Amalfi-Zitronen-Abrieb.
  3. Die Sozialisierung von Verlusten, das ist doch gelebte Solidarität! Das ist doch das, was die Linken immer wollen. Jetzt bekommen sie's und stehen trotzdem quengelnd am Küchenfenster! Mit so jemandem will man doch erst recht nicht seine Gewinne teilen. Das kann doch nu jeder verstehen....
  4. Wobei die Schuldzuweisung in der hier vorgebrachten Form dazu noch seeeeehr lange Haare brauchte, um herbeigezogen werden zu können. Anyway, so richtig spannend wird es in den nächsten ein bis zwei Wochen, denke ich. Die Lockerungen, die heute allerorten verkündet wurden, sind sicher richtig und wichtig für den sozialen Frieden, Selbstständige und den Mittelstand, Eltern usw. und sie entsprechen dem für mich sehr nachvollziehbaren Modell, dass der Mathematiker ein paar Beiträge vorher in dem Video aufgezeigt hat. Zum einen wird es spannend sein zu beobachten, wie sich des Rudel- und Herdenverhalten in der sich neu öffnenden Öffentlichkeit anders gestalten wird als vorher, aber natürlich auch: Was passiert mit den Infektionszahlen. Nicht zu vergessen: Das ist alles ein Experiment, das man sich jetzt zutraut, weil wir erst einmal weit genug vom Kollaps entfernt sind. Was passiert, wenn ganz Berlin am kommenden Wochenende zum Wannsee aufbricht? Was wird die Folge der zu erwartenden Wiedersehens-Gartenparties sein? Und, wenn alles soweit gut gehen sollte, wann kommen die ersten, die dann darin den Beleg sehen, dass uns nur die Grundrechte geraubt werden sollten, es aber sonst keinen Grund für den Lockdown gab? Sie stehen schon in den Startlöchern: Widerstand2020.de
  5. klawitter hat auf erik's Thema geantwortet in Technik Allgemein
    Ich finde den Kunzer bei aller Liebe zum heimischen Werkzeugbau auch schlicht zu teuer. Aber mal ne andere Frage in diesem Zusammenhang: Wo setzt ihr (beim 99/901, 9000, 9-3I, 9-5) den Wagenheber vorn und hinten zentral an, wenn ihr Front oder Heck komplett in einem Streich und ohne kippelnde Böcke heben wollt? Bin mir da so ein wenig unsicher, was geht und was nicht...
  6. So ne gute alte Feinripp, einmal im Schritt durchgeschnitten, geht eigentlich auch ganz gut. Durch den Eingriff kann man dann sogar noch die Nase kratzen oder an einem Strohhalm saugen
  7. klawitter hat auf Sven's Thema geantwortet in 9-5 I
    Viele Rostumwandler arbeiten mit Phosphorsäure. Die exakte chemische Wirkweise kenne ich jetzt auch nicht mehr (hab das in einem früheren Leben tatsächlich mal gelernt: Blech beizen). Wie auch immer, ein gut Teil wird nicht chemisch gebunden und sorgt, wenn es nicht 100%ig abgewaschen wurde für das, was Säure auf Blech nun mal macht, nämlich Rost. Und zwar im Turbogang. Deshalb sollten Phosphorbasierte Rostumwandler wie Fertan nie in Bereichen, die nicht abzusolut zuverlässig abgespült (neutralisiert) werden können., angewendet werden. Dazu zählen insbesondere Falze oder schlecht erreichbare Hohlräume. Und wie [mention=592]Benway[/mention] schon schrieb: Vorhandener, aber zuverlässig isolierter oder anderweitig trocken gehaltener Rost rostet auch nicht weiter. Da geht es eigentlich nur um die Frage der Haftung einer Beschichtung. Ist der (leichte) Rost also in einem Falz und dieser Falz kann zuverlässig versiegelt werden: Who cares. PS: Oft wird zur Neutralisierung auch Seifen- oder Spüliwasser empfohlen. Das hat nichts damit zu tun, dass die Seife besser als das Wasser neutralisiert, sondern damit, dass die Oberflächenspannung des Wassers gebrochen wird, es so besser in und durch Ritzen spült und sich ebenso besser wieder ausblasen lässt.
  8. Fest steht jedenfalls, dass, auch wenn man das wegen zeitweise ausbleibender schlechter Nachrichten anders zu sehen versucht ist: Die Krise ist noch lange nicht vorbei!
  9. Und hier mal was zur Retrospektive, der Erkenntnisstand und die jeweiligen Einschätzungen vom 13.02.20, inkl. Drosten und Wieler: https://www.dw.com/de/coronavirus-deutsche-experten-hoffen-auf-eind%C3%A4mmung-von-covid-19/a-52378263 Das hilft imho, um den Kompass nicht zu verlieren.
  10. klawitter hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in Saab Stammtisch
    Ich vermute mal, dass es da einen zumindest regional hinlänglich bekannten SAAB-Schrauber gibt? Ist allerdings nicht mein 'Einzugsgebiert'.
  11. Danke, dann bin ich also doch nicht der einzige von 'Den Medien' und seinem mässigen Verstand in die Irre geleitete... ;)
  12. Danke. Die Munkelei (nicht nur hier) rund um 'Fives Eyes' bzw. deren vermeintlichen, zu vermutenden oder zwischen den Zeilen zu lesenden Erkenntnissen in diesem Zusammenhang lässt zumindest mir die Haare zu Berge stehen. Nicht ein einziges darauf aufgebautes Vermutungsgerüst hat (hatte) eine plausible Erklärung für ein Motiv der Chinesen. Aber selbst Akademiker versteigen sich da und überspringen dieses Argumentationsloch behende und nageln z.B. China an die Wand. Innerlich erschüttert mich sowas, wobei ich mich dann auch immer frage, wo ich vielleicht begriffsstutzig bin. Falsche, verkürtzte oder in ein suggestives Licht gerückte Informationen fluten uns ja auf allen Kanälen, insbesondere aber in sozialen Medien. Selbst in den Kommentarspalten von Zeit Online ist das die beherrschende Lage. Fast schon witzig ist dabei, dass es die Nachrichtenkonsumenten selbst sind, die das mit Eifer tun (und es 'Den Medien' vorwerfen) Es stimmt schon, das macht manchmal müde. Aber man muss imho trotzdem gegenhalten. Man kann auf den letzten Seiten hier wunderbar erkennen, dass eine noch so haltlose und argumentationsfreie Behauptung verfängt, wenn sie nur abenteuerlich genug klingt.
  13. Du stellst die informelle Basis Deines Eigenmunkels unter Verdacht der Munkelei. Grandios, darauf muss man erst mal kommen. Und hier die Meldung zur Meldung. Wie valide (Kreuzreaktion des Tests) noch die Tatsache der direkten chinesischen Nachbarschaft hast Du geflissentlich weggelassen. Dumm nur, dass nämlich genau das für die erratische Ausbreitung und das logische Versagen der Eingrenzung spräche: „ Erste Virus-Erkrankung in Frankreich deutlich früher als bislang gedacht 19:27 Uhr In Frankreich hat es nach Angaben eines Mediziners schon Ende 2019 und damit knapp einen Monat früher als bislang bekannt eine erste Coronavirus-Infektion gegeben. Man habe alte Proben von damaligen Patienten mit Atembeschwerden nochmals ausgewertet, sagte Yves Cohen von der Klinik-Gruppe Avicenne Jean-Verdier im Norden von Paris, dem Sender BFM TV. Dabei habe eine Probe mit dem Datum 27. Dezember nun angeschlagen. Bislang waren die ersten positiven Tests in Frankreich auf den 24. Januar datiert worden. Die Probe Ende 2019 sei einem Mann entnommen worden, der Symptome gehabt und über 15 Tage hinweg krank gewesen sei. Wo er sich angesteckt habe, sei unklar. Man habe zurückverfolgen können, dass er nicht gereist sei. "Den einzigen Kontakt, den er hatte, war zu seiner Frau", sagte Cohen. Diese habe neben einem Sushi-Stand in der Nähe von Kollegen mit chinesischer Herkunft gearbeitet. Es sei aber unklar, ob diese Kollegen nach China gereist seien. Dort war das Auftreten des neuartigen Virus Ende 2019 erstmals gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle stieg stieg in dem Land inzwischen auf 25.201 - seit Sonntag seien nach Angaben des Gesundheitsministeriums 306 neue Fälle hinzu gekommen. Fast 169.000 Menschen haben sich nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert“
  14. Ist das validiert und kannst Du die Quelle nennen? (und warum tust Du das, gerade als Akademiker und Wissenschaftler, verdammte Hacke nicht in sito!?)
  15. Dazu habe ich anderes gelesen, warum das so gut wie gar nicht möglich sei (im Gegensatz zu anderen Viren): Sars-CoV2 ist kein Killervirus. Es geht sehr bedachtsam mit seiner Ressource 'Wirt' um Es hat eine mehrfach längere Inkubationszeit als ein Influenzavirus z.B. Es hat einen hohen Anteil symptomfreier oder -armer Verläufe Auch symptomfreie Patienten verteilen den Virus in fast gleichem Ausmaß wie klinische Verläufe Da es sich im Rachenraum ansiedelt, ist die aerosole Verteilung ungleich größer als z.B. bei Sars 2, das im Lungengewebe einnistet. Fehlende Immunität und Kreuzimmunität (wohl bei Grippe nicht selten) tragen ihr übriges bei. Aus diesen Gründen seien die Zeiträume für eine Erkennung, Kontaktverfolgung, Isolierung und folgende Eingrenzung selbst für einen Überwachungssaat viel zu lang um noch greifen zu können. Beschwerdefrei Infizierte bewegen sich weiterhin frei und bleiben unentdeckt, stecken dabei aber im Schnitt 8 (Edit/ Korrektur: 3 weitere Personen) weitere Personen an. An einem vernetzten Standort, wie einer Industrie- oder Handelsstadt sorgen Reisebewegungen zusätzlich für eine enorm schnelle räumliche Ausbreitung, bevor möglicherweise überhaupt bekannt ist, dass es einen Patienten 0 gibt. Harald Lesch (sinngemäß): 'Warum ist das so? Ganz einfach: Wer Grippe oder Ebola hat, der fühlt sich krank und bleibt zuhause oder geht zum Arzt. Wer keine Symptome hat, der steckt auch niemanden an. Bei Corona funktioniert das so aber nicht mehr." Insofern vermisse ich in deinen Einlassungen die Benennung und Berücksichtigung dieser Besonderheiten, die Corona auf aussergewöhnliche Art mit den Bedingungen der globalisierten Welt 'matchen' lassen. Und so ganz nebenbei: Gehört zu einer Mutmaßung nicht auch immer ein hinlänglich vorstellbares und plausibles Motiv? DIE ZEIT zitiert die Vorwürfe gegen China nebenbei darin, dass das amerikanische Aussenministerium Belege dafür haben will (und sie bislang nicht vorgelegt hat), dass China verschleiert habe um auf dem internationalen Markt vermehrt medizinische Produkte zur Bekämpfung der damals noch Epidemie einzukaufen. PS: Hier die Erklärbärsendung von Lesch: https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/corona-was-sagt-die-wissenschaft-102.html Das ist zwar jetzt schon wieder 6 oder 7 Wochen alt, aber im Grunde immer noch das, was Stand der Wissenschaft ist.
  16. Wobei man da Versagen und Versagen unterscheiden muss. Es gibt einerseits die falschen Einschätzungen zu Beginn mangels besseren Wissens. Zum anderen gibt es die zu zögerlichen, unterlassenen oder falschen (wissentlich oder aus Ignoranz) Entscheidungen in der Krise, nachdem die Charakteristik und Verbreitungsmechanismen des Virus bekannt waren. Beides sollte man so sauber wie möglich trennen in der Beurteilung. Jedoch sollte man aus beidem gleichermaßen lernen. Mit Bezug zu der aktuellen Chinadiskussion sei dazu angemerkt: Als Corona mit dem Ski-Heimkehrern und den Karnevalsfeiern Europa mit voller Wucht heimsuchte, hatten die Chinesen bereist seit einigen Wochen alles Relevante zum Virus auf den Tisch gelegt. In diesem Zeitraum bis in die ersten zwei Märzwochen wurde die entscheidenden Fehler gemacht, in manchen 'zivilisierten' Ländern leider immer noch fortgesetzt. Wobei ich bezweifle, dass eine entschiedene Reaktion zu einem früheren Zeitpunkt an den erforderlichen Umständen und dem Umfang der Maßnahmen (Lockdown) irgendetwas geändert hätte. Mit Sicherheit hätte es Spanien wie Italien und auch den USA und GB viele Tote erspart, ebenso wäre auch die Schärfe des italienischen und spanischen Lockdowns wohl nicht in der Form notwendig gewesen. In Deutschland sehe ich einen großen Teil des bisherigen Erfolges bei der Bevölkerung und der Wirtschaft selbst. Was Mitte März als Kontaktsperre kam, hatten vorher schon viele Menschen für sich selbst umgesetzt und viele Unternehmen ihre Leute ins HomeOffice geschickt. Noch im März habe ich einen britischen Artikel zu 'German Angst' mit Bezugnahme darauf gelesen. Was die Briten von ihrer breiten Brust gegenüber Corona nun haben, können sie nun jeden Tag in den Todesanzeigen nachlesen, so traurig das auch ist.
  17. Da kommen wir der ganzen Sache doch schon viel näher. Natürlich ist eine internationale Forderung nach Aufklärung gerechtfertigt und natürlich sind viele fragile oder kritische globale Strukturen und Abhängigkeiten durch die Coronakrise deutlich geworden. Allerdings, dieses Thema gab es vorher schon und es wird es weiterhin geben: Die Frage, auf welcher Basis eine internationale Vernetzung möglich bzw. hinnehmbar ist. Nur, die derzeit aus dieser (eigentlichen) Fragestellung so gerne abgeleitete Schuldzuweisung in Richtung China als eine Art fahrlässigen oder gar vorsätzlichen Verursachers der Coronakrise ist und bleibt vor den bekannten wie den zu mutmaßenden Hintergründen einfach haltlos. Und zwar nicht, weil zu unterstellen sei, die Chinesen hätten alles richtig gemacht, sondern, wie ich in meinen vorangegangenen Beiträgen ja schon schrieb: "(...)haben fast alle Staaten im Grunde ähnlich gehandelt wie China: Füsse stillhalten, so schlimm wird schon nicht werden, wir kennen ja Patient 0, bloss keine Panik und bitte denkt erst mal an die Wirtschaft... Und damit kommen wir zum Glashaus, den Steinen und eben nicht nach China." Kurz: Bevor Trump erklärt, China müsse für angerichteten Schaden zahlen, möge er doch bitte erst mal selbst für den von ihm im eigenen Land höchstselbst angerichteten, weitestgehend vermeidbaren Schaden bezahlen. Und diese Bilanz des Fehlverhaltens sieht für ihn auch im Vergleich zu den täuschenden und tarnenden Chinesen nicht gut aus. Deshalb sage ich auch, dass diese Debatte in der Coronakrise a) nichts hilft oder voranbringt und b) unabhängig davon, in ganz anderen oder wesentlicheren Zusammenhängen geführt werden muss. So, wie sie teilweise initiiert und instrumentalisiert wurde, hindert sie nur und lenkt von dem eigenen Versagen ab. Nicht zielführend.
  18. Es gibt Schraubenhändler. Was es gibt, lässt sich dort auch besorgen. Hier Messinger in FFM und Fischer in Mainz z.B. Einfach mal suchen, zu diesem Gewerbe eher auch mal in den gelben Seiten statt im Web ;)
  19. Mnnaaagghs.... Schaut zum Niederknien aus. Hatte es heute etwas bescheidener aber auch nicht unlecker: Eintopf mit Chorizo und weissen Bohnen, nach dem Kochen über etliche Stunden bei Stufe 1 gezogen. Küchenhygienisch geht anders, ich weiss, aber schmecken tut dat... ;)
  20. Finde das grad ziemlich daneben von Dir. Immerhin erläutere ich meine Argumente und Ansichten, derweil Du es bei Statements belässt. Anyway, und um eine valide Antwort zu diesen drei Fragen bitte ich: Warum, wenn "Das Peinzip der Ausbruchskontrolle" so bekannt und nach Deiner Ansicht offensichtlich so wirksam ist, wurde es nicht z.B. in Deutschland oder den USA angewandt? Warum sollte man es en Detail kennen müssen bzw. welche Grundlagen sollten fehlen, um nicht doch erkennen zu können, dass es offensichtlich nirgendwo angewandt wurde oder aber eben im konkreten Fall nicht wirksam ist? Warum sollte man annehmen, dass irgendein Land auf dieser Welt, explizit einschließlich China, auf auf die prompte Anwendung des "Peinzip der Ausbruchskontrolle" verzichtet habe?
  21. -?- fehlende Argumente? Lass gut sein.
  22. Und genau das ist es im Fall von Corona eben nicht. Denn bis der erste Fall entdeckt wird, sind bereits weitere infiziert. Und diese Kurve steigt wegen völlig fehlender Immunität, wegen fehlender Kreuzimmunität und zusätzlich aufgrund häufig symptomfreiem oder -armem Verlauf exponentiell. Die Mortalitätsrate ist für ein selbstständiges 'zum Erliegen kommen' viel zu gering - und ein enormer 'Brandbeschleuniger'. Ferner kann man unterstellen, dass China selbst höchst daran gelegen war, es nicht zum erweiterten Ausbruch kommen zu lassen. Was ist da wohl schief gelaufen? Bingo: Exakt das hat das Politbüro sich auch gedacht, genau dasselbe wie Du. Deshalb wurde jeder, der dem widersprach, erst mal zum Schweigen gebracht und den Rest der Welt geht ein Laborunfall oder sonst was nix an... Und es ging in die Hose. Was an Deinem Einwurf funktioniert da besser bzw. soll ihn unterscheiden? Was soll das Verschweigen noch zum Schlechteren ändern, wenn man eh von dem überzeugt ist, was Du in diesem Satz schreibst? Genau, es ändert nichts. Die Überzeugung, man beherrsche das schon irgendwie, das ist der (internationale!) Fehler. Mir zeigt das nur abermals, was ich die ganze Zeit hier schon tippe: Es haben Alle, jeder auf seine (staatspolitische) Art, im Endeffekt die mehr oder minder gleichen Fehler mit den identischen Folgen gemacht. Ob die nun nach chinesischem Postkommunismus, Trumpscher Ahnungslosigkeit gepaart mit Größenwahn oder italienischem dolce vita riechen, macht in der Sache exakt null Unterschied. PS: Wir haben es zum Zeitpunkt X definitiv nicht besser gewusst (und gemacht). Jetzt zu behaupten, wir hätten ja, wenn China nur hätte... das zeugt imho wenig von Erkenntnisgewinn und analytischer Befähigung. Un dnoch eine Anmerkung: Selbst den Erkenntnisstand von heute vorausgesetzt: Wer glaubt denn, Deutschland, die USA oder sonst ein Land auf dieser Welt wäre, wenn der Virus im eigenen Land ausgebrochen wäre, freiwillig in den nationalen Lockdown gegangen - nur um den Rest der Welt zu retten? Mit all den Folgen für ein einzelnes Land im internationalen Gefüge, nicht nur wirtschaftlich? "Schaut her, wir machen zu, und ab übermorgen könnt ihr unsere Märkte übernehmen, uns aufkaufen und uns finanzpolitisch mit Links in den Staatsbankrott führen! Hauptsache Ihr bleibt gesund und Euch geht's gut. So sind wir halt..."
  23. Eine ideale Reaktion Aller unterstellt, könnte das wohl so sein. Aber wenn man das behauptet, macht man sich imho schlicht etwas vor. Denn den Beleg liefern die Handlungen und Maßnahmen, die nach Bekanntwerden ausserhalb Chinas ergriffen wurden bzw. (zu) lange Zeit erst mal nicht. Das Besondere an Corona ist ja eben, dass ein Patient 0 weltweit vollkommen ausreicht und die Menschheit bereits ab diesem Zeitpunkt der Seuche quasi hinterherläuft. Das ist völlig unabhängig von Krisenmanagement eine rein mathematische Angelegenheit. Das haben ALLE ausser vlt. Korea eine ganze Zeit lang einfach nicht wahrhaben wollen.
  24. Sowohl der Coronavisus itself, seine Existenz in China und die Ausbreitungsmechanismen sind vorher schon hinlänglich bekannt gewesen. Auch wenn China erst spät mit der Wahrheit rausgerückt ist, dass es zu einer unkontrollierten Verbreitung gekommen ist, haben so gut wie alle erst einmal beobachtet. Auch nachdem eindeutig klar war, dass die Reise um die Welt bereits begonnen hatte. Die jeweiligen Lockdowns kamen so gut wie überall erst, als sich die Lage im jeweils eigenen Land exponentiell verschlechterte. Die Gründe dafür mögen sowohl als auch bei falschem Optimismus, ungenügender Lektüre der Berichte der Fachdienste etc. bis hin zur Annahme, man könne einen Lockdown im erforderlichen Ausmaß weder wirtschaftlich noch politisch und gesellschaftlich (noch) nicht vermitteln und durchsetzen. Daher die Gegenfrage: Was hätte eine andere Informationspolitik Chinas daran geändert? Eben, nichts. Patient 0 wäre so oder so ins Land gekommen. Und ab diesem Zeitpunkt ist China völlig aussen vor, ab diesem Zeitpunkt zählt(e) einzig und allein die Reaktionsgeschwindigkeit einzelner Staaten. PS: Das ist, um nicht falsch verstanden zu werden, kein Plädoyer pro China. Nur ist diese Diskussion (aktuell) und die Behauptung dieser Kausalität eben nichts weiter als eine Nebelkerze, die gerade Oberversagern in der Krise wie Trump zwar wie gerufen kommt, jedoch nichts und rein gar nichts zur Verbesserung beiträgt. Und unbesehen dessen, haben fast alle Staaten im Grunde ähnlich gehandelt wie China: Füsse stillhalten, so schlimm wird schon nicht werden, wir kennen ja Patient 0, bloss keine Panik und bitte denkt erst mal an die Wirtschaft... Und damit kommen wir zum Glashaus, den Steinen und eben nicht nach China.
  25. In seinen sozio-kulturellen Einschätzungen und Ausdeutungen finde ich ihn jetzt nicht ganz soo sattelfest, aber dem Grunde nach hat er den richtigen Blick auf die Sache: Politisch ist das nicht zu lösen (s. USA) und es gibt ausser Corona selbst eine ganze Menge anderer Faktoren, die über die Zeit zu relevanten und kritischen Größen werden können. Das Beispiel mit dem Kugelspiel, dass immer auf mehrere Eingabeparameter gleichzeitig reagiert ist deshalb ein absolut treffendes Beispiel. Und dann eben auch die Schlussfolgerung, dass wir mache Zahlen /Parameter kennen, allerdings in unterschiedlicher Aussagekraft und es deshalb nur möglich ist, weiter zu lernen und die weitere Parameteroptimierung vor allem auf Empirie und nicht auf Wunschdenken und Milchmädchenrechnungen zu stützen.

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