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1.300 km Autobahn oder Verkehrserziehung für Schwererziehbare ?

Empfohlene Antworten

Was nur schief geht, denn man kann nicht alle Eventualitäten abdecken. Das geht gründlich schief wenn man immer mehr versucht dem Fahrer das Mitdenken und Aufpassen abzunehmen.

 

Dann warten wir mal das autonome Fahren ab.

 

Der Versuch ein Unglück oder Beinaheunglück zu erklären, wird nicht selten mit dem Satz "Ich hab gedacht ....." begonnen.

 

Das erinnert mich an eine Initiative der BG Stahl :"Beinahe-Unfälle verhindern":confused:

Ein Unfall ist ein plötzliches, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird.

Quelle

Was also ist ein Beinahe-Unfall?

 

 

Das stimmt wohl.

 

Denken ist ja auch nicht grundsätzlich verkehrt.

 

Kombiniert man das Denken mit einer eher defensiven Fahrweise (d.h. das eigene Recht, die eigenen technischen Möglichkeiten und motorsportlichen Geschicke nicht grundsätzlich ausreizen), mit vorausschauendem Fahren und mit der Erkenntnis, dass nicht nur die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern man auch selbst Fehler macht, sinkt vielleicht die Häufigkeit derartiger Erklärungsversuche...

 

Klingt naiv, spießig oder lehrbuchtheoretisch - bin mit der Haltung jedoch bislang mehr als 20 Jahre unfallfrei gefahren.

 

Mir hat ganz oft geholfen, den Abstand einzuhalten und sich aus allem rauszuhalten. Seit über 25 Jahren und über einer Million Kilometer kann ich damit nicht völlig verkehrt liegen. Und immer mal wieder ein Fahrtraining, damit man die Grenzen seines Fahrzeuges und der eigenen Fähigkeiten mal erkennt. Das hat mir in brenzligen Situationen schon einiges erspart.

Zu den Grenzen der Fahrzeuge kann ich nur sagen, dass ich neue Fahrzeuge einfach beinahe zu komfortabel empfinde, weil mir dort die Rückmeldungen des Fahrzeuges an sich fehlen. Ich kann die Fahrzeuge einfach nicht einschätzen, dafür wird man mit Unmengen an Infos beinahe erschlagen. Mich nervt das eher, als das es mir nützt. Ein ADAC-Touran brachte mich mit Gebimmel, Geblinke und Gepiepse beinahe um den Verstand:mad:

Ich denke, dass diese fehlenden Rückmeldungen zu diesen Unfällen führt, weil es keinen spürbaren Grenzbereich gibt. Entweder fängt die Elektronik das Fahrzeug noch ab oder man stellt es gleich auf dem Dach ab.

Ansonsten bin ich seit über 20 Jahren punktefrei (ich bin mit dem Golf GTI meines Bruders gefahren und der TÜV war 8 Monate drüber:eek:, blond stellen sinnlos) und bin noch nicht mal geblitzt worden.

Das erinnert mich an eine Initiative der BG Stahl :"Beinahe-Unfälle verhindern":confused:

 

Quelle

Was also ist ein Beinahe-Unfall?

Solche Ereignisse, bei denen aber jemand (und sei es Kollege Zufall) doch noch eingegriffen hat und den Unfall verhindert hat. Was ja je nach Definition nur heißt, dass es zu keinem Personenschaden kam. Wenn da also was vom Gerüst fällt und zu zufällig nach oben schaust und daher noch beiseite treten kannst, dann hast du einen Beinahe-Unfall.

Mir hat ganz oft geholfen, den Abstand einzuhalten und sich aus allem rauszuhalten.

 

Gute Maßnahme.

 

Und immer mal wieder ein Fahrtraining, damit man die Grenzen seines Fahrzeuges und der eigenen Fähigkeiten mal erkennt. Das hat mir in brenzligen Situationen schon einiges erspart.

 

Ist bestimmt auch sinnvoll, zumindest, wenn der Veranstalter des Trainings kompetent ist. Aus Erfahrung kann ich leider nicht berichten - habe noch kein solches Training gemacht.

 

...und bin noch nicht mal geblitzt worden

 

Im Saab bin ich auch noch nicht geblitzt worden. Allerdings 2x vor über 12 Jahren in meinem alten Polo. Waren eher kleine Sachen (1x 25€ und 1x 15€). Habe mich damals nicht über die Polizei sondern nur über mich selbst geärgert :smile:.

 

Und danach bislang erfolgreich versucht, meine Konsequenzen daraus zu ziehen.

Solche Ereignisse, bei denen aber jemand (und sei es Kollege Zufall) doch noch eingegriffen hat und den Unfall verhindert hat. Was ja je nach Definition nur heißt, dass es zu keinem Personenschaden kam. Wenn da also was vom Gerüst fällt und zu zufällig nach oben schaust und daher noch beiseite treten kannst, dann hast du einen Beinahe-Unfall.

 

Dann stehe ich nicht mehr auf, das verhindert alles Unheil auf dieser Welt.

 

Gute Maßnahme.

 

 

 

Ist bestimmt auch sinnvoll, zumindest, wenn der Veranstalter des Trainings kompetent ist. Aus Erfahrung kann ich leider nicht berichten - habe noch kein solches Training gemacht.

 

 

 

Im Saab bin ich auch noch nicht geblitzt worden. Allerdings 2x vor über 12 Jahren in meinem alten Polo. Waren eher kleine Sachen (1x 25€ und 1x 15€). Habe mich damals nicht über die Polizei sondern nur über mich selbst geärgert :smile:.

 

Und danach bislang erfolgreich versucht, meine Konsequenzen daraus zu ziehen.

 

Die Trainings waren durch die Bank weg ok. Mein erstes war eine Reha-Massnahme durch die BG, weil ich nach einem unverschuldeten Frontalunfall auf dem Arbeitsweg nicht mehr fahren konnte: zitterndes Elend trifft es recht gut. Mein Trainer war ein damals renomierter Rallye-Fahrer:cool: Erst fährt er mit dir Schlitten, dann lernt man das:smile:

Aber auch alle anderen Trainings waren völlig okay. Ich kann das nur empfehlen, weil sie einen wirklich richtig kitzeln. Versuche mal eine trübe Audi 100/A6 quattro-Tasse zum Ausbrechen zu bringen. Das ging! Und dieses Fahrzeug war richtig widerlich, weil es beinahe keinen Grenzbereich hatte, auch nur wenig Rückmeldung an den Fahrer.

Na ja Sabine71, beinah was passiert, also gerade noch so gut gegangen, also Glück gehabt trotz Fehlverhalten und/oder technische Unzulänglichkeit. Ist Dir das noch nie passiert?

 

Ich sag es noch krasser: Da steht: bei Nässe 100km/h und Du fährst 130 und fliegst beinah ab, kannst die Karre gerade so noch halten. Das ist ein Beinahunfall.

Versuche mal eine trübe Audi 100/A6 quattro-Tasse zum Ausbrechen zu bringen. Das ging! Und dieses Fahrzeug war richtig widerlich, weil es beinahe keinen Grenzbereich hatte, auch nur wenig Rückmeldung an den Fahrer.

 

D.h. man muss in den Trainings seinen geliebten mitgebrachten Saab quälen und dessen Verschleißmaterial (Reifen, Bremsen, Kupplung etc.) beanspruchen? :smile:

 

Deinen Text interpretiere ich so, dass das damals Dein Audi war (-> Arbeitsweg...)

Was nur schief geht, denn man kann nicht alle Eventualitäten abdecken. Das geht gründlich schief wenn man immer mehr versucht dem Fahrer das Mitdenken und Aufpassen abzunehmen.
Du musst bedenken, es gibt zu viele Idioten auf dieser Welt, die glauben alles besser zu wissen. Ich halte es für besser so, wenn ich es in der Situation auch manchmal doof finde.
Jaja. Ich erinnere mich aber nur zu gut an die Aussage einer Person, die ihren Wagen in einer Kurve nur knapp an einem Baum vorbei in den Acker gesetzt hatte, im Herbst, Nass und Dreck von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf der Straße: "Aber hier darf man doch 200 fahren". Wie willst du dem beikommen? Überall nur noch 30?
Na ja Sabine71, beinah was passiert, also gerade noch so gut gegangen, also Glück gehabt trotz Fehlverhalten und/oder technische Unzulänglichkeit. Ist Dir das noch nie passiert?

 

Ich sag es noch krasser: Da steht: bei Nässe 100km/h und Du fährst 130 und fliegst beinah ab, kannst die Karre gerade so noch halten. Das ist ein Beinahunfall.

 

Dann habe ich täglich einen Beinahe-Unfall, dafür muss ich nur aufstehen:biggrin: Bei Nässe fahre ich einfach nicht 130, das geht schief--> je schneller desto schwimm. Dafür brauche ich keine Verkehrsschilder.

 

D.h. man muss in den Trainings seinen geliebten mitgebrachten Saab quälen und dessen Verschleißmaterial (Reifen, Bremsen, Kupplung etc.) beanspruchen? :smile:

 

Deinen Text interpretiere ich so, dass das damals Dein Audi war (-> Arbeitsweg...)

 

Wer seinen Saab liebt, der macht auch so was. Wenn ich täglich damit herumfahre, muss er das abkönnen. Mit dem Coupé bin ich schon mehrfach auf eingeschneiten Parkplätzen herumgedriftet. Natürlich macht man das nicht mit liebevoll gepflegten Oldies, die mal am WE ausgefahren werden:smile:

Den Audi habe ich nur als Beispiel genommen, weil von dem Auto keine Rückmeldung kam. Dieses Auto konnte einen richtig einlullen. Mit meinem Unfall hatte der nichts zu tun.

 

Du musst bedenken, es gibt zu viele Idioten auf dieser Welt, die glauben alles besser zu wissen. Ich halte es für besser so, wenn ich es in der Situation auch manchmal doof finde.

 

Und mit so einem hatte ich ganz intensiven Kontakt, als ich meine Pappe 5 Monate hatte. Das war falscher Ort, falsche Zeit, normalerweise wäre ich gar nicht mehr hier. So lange man noch Schmerzen hat, ist man am Leben, das habe ich nach diesem Unfall gelernt.

Es war ein Frontalunfall auf einer mit 50 begrenzten werksinternen Strasse. Ich habe an einem Stopp-Schild gehalten und bin links abgebogen. Von links kamen in weiterer Entfernung zwei LKW. Ich habe mein Auto beschleunigt, plötzlich zog zwischen den beiden jetzt entgegenkommenden LKW ein BMW raus, trotz durchgezogener Linie und einem Überholverbotschild. Laut Gutachten hatte er 70 drauf, ich 30. Ich konnte noch nicht mal mehr bremsen:eek:

Jaja. Ich erinnere mich aber nur zu gut an die Aussage einer Person, die ihren Wagen in einer Kurve nur knapp an einem Baum vorbei in den Acker gesetzt hatte, im Herbst, Nass und Dreck von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf der Straße: "Aber hier darf man doch 200 fahren". Wie willst du dem beikommen? Überall nur noch 30?

 

Man kann nur hoffen, dass solche Menschen einfach sterben, ohne jemanden mitzunehmen.

Man kann nur hoffen, dass solche Menschen einfach sterben, ohne jemanden mitzunehmen.

Das ist das eine. Aber worauf ich oben hinaus wollte ist, dass es meiner Meinung diese Einstellung verstärkt, wenn man versucht überall alles mit Tempobegrenzungen zu regeln. Dann passiert eben genau das. Ich bin die Kurve bei normalem Wetter auch mit 120 gefahren, alles kein Problem. Nur je mehr man Regelt um so mehr verlassen sich die Leute darauf und sind dann im Zweifelsfall verlassen.

Das ist das eine. Aber worauf ich oben hinaus wollte ist, dass es meiner Meinung diese Einstellung verstärkt, wenn man versucht überall alles mit Tempobegrenzungen zu regeln. Dann passiert eben genau das. Ich bin die Kurve bei normalem Wetter auch mit 120 gefahren, alles kein Problem. Nur je mehr man Regelt um so mehr verlassen sich die Leute darauf und sind dann im Zweifelsfall verlassen.

 

Nö, im Zweifelsfall sind solche Leute einfach nur blöd und ein Fall für den Idiotentest, um herauszufinden, ob sie geistig/mental überhaupt in der Lage sind ein Kfz zu führen. Das hat nichts damit zu tun, wie man die Kurve fahren kann.

Zusammenfassung (für mich):

Denken ist ausdrücklich erlaubt :smile: .... aber nur in Richtung mehr Sicherheit :ciao:

 

Aber ich ahne schon voraus, was jetzt so alles kommt :smile::biggrin:.

Danke: saab-wisher.

Übrigens: In den 56 Jahren bin ich 2,2 Millionen km gefahren, davon knapp 600000 mit Tanklastzug Faun 30 to ohne Hänger. Meinen ersten Blechschaden hatte ich nach der Herbstausfahrt der Kölner Saabfreunde

als ich den Saab in einer Waschstrasse zu nahe an der Wand vorbei fuhr. shit happens.

 

http://www.saab-cars.de/threads/5-herbstausfahrt-der-saab-freunde-koeln-bonn-am-23-09-2017.63307/page-6#post-1252103

Bearbeitet von Gunterdieter

Übrigens: In den 56 Jahren bin ich 2,2 Millionen km gefahren, davon knapp 600000 mit Tanklastzug Faun 30 to ohne Hänger. Meinen ersten Blechschaden hatte ich nach der Herbstausfahrt der Kölner Saabfreunde

als ich den Saab in einer Waschstrasse zu nahe an der Wand vorbei fuhr. shit happens.

 

:top:

 

Und das ist sicher nicht ganz ohne Denken so glatt gelaufen (bis auf den bedauerlichen Blechschaden)... :smile: Denken ist schon wichtig, nur halt richtig denken... :rolleyes: Und was ist richtig und was ist falsch? Tja, wenn man hinterher stolz sein kann auf Millionen von km oder ernste Zwischenfälle... :rolleyes: hinterher weiß man es mit Sicherheit... :redface:

Wer viel fährt, entwickelt auch so etwas wie einen 6. Sinn. Man erkennt eine kritische Situation schon kurz bevor sie eintritt. Irgendwie sieht man es einem Auto an, dass es in 2 Sekunden einem die Vorfahrt nimmt oder auf der Autobahn ausschert. Dadurch kann man oft das Schlimmste verhindern. Die sogenannte schrecksekunde entfällt. Nicht wirklich erklärbar war folgender Vorfall. Wir waren auf einer Straße im Bayerischen Wald - mitten im Wald - unterwegs. Plötzlich hatte ich ein ungutes Gefühl und bremste vor einer Kurve ziemlich scharf ab, sodass mein Frau erschrak. Ein paar Sekunden später kamen zwei Autos nebeneinander um die Kurve. So konnte ich halb in den Randstreifen ausweichen, was bei höherer Geschwindigkeit problematisch gewesen wäre.
Wer viel fährt, entwickelt auch so etwas wie einen 6. Sinn. Man erkennt eine kritische Situation schon kurz bevor sie eintritt.

Das ist dann, wenn man nicht mehr denken muß - Womit wir wieder bei Denken verhindert Leistung sind... Bestes Beispiel ein Fahranfänger, der selbst beim Schalten denken muß, welche Hand- und Fußbewegungen jetzt in welcher Reihenfolge zu tätigen sind - der ist nach 30 min durchgeschwitzt und froh auszusteigen - der routinierte Fahrer merkt gar nicht, wann er geschaltet hat - er macht es "instinktiv" - also ohne darüber nachzudenken. Das meinte ich mit meiner Aussage von vorhin.

Der 6. Sinn hat nichts mit automatisierten Vorgängen zu tun. Diese sind auch wichtig, weil oft keine Zeit bleibt, erst darüber nachzudenken, ob man bremsen soll und welche Pedale man treten muss. Was ich meine, ist das Erkennen kritischer Situationen, bevor es kritisch wird. Eine bestimmte Konstellation von Verkehrsteilnehmern hat Gefahrenpotenzial. Da denkt man sehr wohl, aber das geht blitzschnell. Gleich passiert was oder so. Man ist also darauf gefasst. Dazu kommen noch Erfahrung und Routine. Wo ein Fahranfänger instinktiv voll in die Eisen steigt, wird ein langjähriger Fahrer vielleicht lieber Gas geben und lenken. Vollbremsungen sind nur manchmal gut, auf Schnee und Eis kann das voll daneben gehen.
Das ist dann, wenn man nicht mehr denken muß - Womit wir wieder bei Denken verhindert Leistung sind... Bestes Beispiel ein Fahranfänger, der selbst beim Schalten denken muß, welche Hand- und Fußbewegungen jetzt in welcher Reihenfolge zu tätigen sind - der ist nach 30 min durchgeschwitzt und froh auszusteigen - der routinierte Fahrer merkt gar nicht, wann er geschaltet hat - er macht es "instinktiv" - also ohne darüber nachzudenken. Das meinte ich mit meiner Aussage von vorhin.

 

Man muss aber bis dahin erstmal sehr viel richtig gedacht haben und die Erfahrungen auch richtig abgespeichert haben. Das Handeln selbst findet dann unterbewusst statt natürlich... der 6. Sinn ist in meinen Augen zwar auch noch mal wieder was anderes, aber setzt auch bewusstes Wahrnehmen der Erfahrunen und korrektes Abspeichern voraus.

Wer viel fährt, entwickelt auch so etwas wie einen 6. Sinn. Man erkennt eine kritische Situation schon kurz bevor sie eintritt. Irgendwie sieht man es einem Auto an, dass es in 2 Sekunden einem die Vorfahrt nimmt oder auf der Autobahn ausschert. Dadurch kann man oft das Schlimmste verhindern. Die sogenannte schrecksekunde entfällt. Nicht wirklich erklärbar war folgender Vorfall. Wir waren auf einer Straße im Bayerischen Wald - mitten im Wald - unterwegs. Plötzlich hatte ich ein ungutes Gefühl und bremste vor einer Kurve ziemlich scharf ab, sodass mein Frau erschrak. Ein paar Sekunden später kamen zwei Autos nebeneinander um die Kurve. So konnte ich halb in den Randstreifen ausweichen, was bei höherer Geschwindigkeit problematisch gewesen wäre.

 

An diesem neuen Sinn ist was dran, aber das hat sehr viel mit Beobachtung und Konzentration zu tun.

Mir ist was ganz ähnliches passiert, allerdings mit dem Mopped vor meiner Lieblingskurve, in der ich normalerweise zusätzlich ein Schleifpad am Ellenbogen benötigt hätte:redface: Irgendwas war an dem Tag anders, das Wetter war toll, Mopped lief gut, und ich bin mit ca. 20 durch die Kurve getuckert. Dort hatte ein Fahrzeug Bauschutt verloren:eek:

Das ist die Routine, denn je weniger man sich auf das Fahrzeug konzentriert, desto mehr Reize nimmt man auf.

Und da ist wirklich was dran. '94 habe ich meinen Moppedführerschein nachgemacht und bin bin gefahren, als hätte ich nie was anderes gemacht:dontknow: Das führte dazu, dass ich dann vom Motorrad aus geschult wurde, Fahrlehrer auf eigenem Yammi-Dickschiff.

Beim Autoführerschein habe ich mir in jeder Fahrstunde beinahe in die Hose gemacht, bin in mal durch die praktische gefallen und als ich die Pappe endlich hatte, war es für mich einfach nur der Horror. Ich fand Auto fahren einfach ätzend und als notwendiges Übel.

Kein Vergleich mehr zu heute.

Und natürlich mache ich wie andere auch Fehler. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich wütend angehupt wurde, meistens um mich aus dem Ampelschlaf zu wecken oder um mich innerstädtisch auf bekloppte Fahrstreifenwechsel aufmerksam zu machen:redface:

Seit ich wieder im Emsland wohne und arbeite, ecke ich mit meiner Fahrweise manchmal an. Der Emsländer fährt nach meinem Empfinden etwas trandösig. Damit meine ich nicht allein eher langsam, sondern auch unaufmerksam und wenig partnerschaftlich, ohne Auge für den Verkehrsfluss.

 

Wenn es mir auf dem Arbeitsweg mal wieder zu langsam oder unregelmäßig vorwärts geht, versuche ich zu überholen. Das geht hier ganz gut, denn es ist flach und oft gut einsehbar. Damit kommt man nicht nennenswert schneller vorwärts, aber so kann ich meinen Fluss fahren und muss mich nicht dem Fahrstil anderer Leute anpassen.

 

Jetzt gibt es unterwegs eine Passage, die ich oft zum Überholen verwende, obwohl sie auf den ersten Blick nicht dafür gemacht scheint. Nach einer Unterführung kommt eine lange Rechtskurve, etwa 120° Winkel, gefolgt von einer Geraden. Danach kommt eine einspurige Brücke, die per Ampel geregelt ist. Im Innenbereich der Kurve bzw. der dann folgenden Geraden sind Wiesen, die etwa 3 m unterhalb der Fahrbahn liegen. Es gibt nur wenig Bewuchs. Das hat zur Folge, dass man die Kurve und die Gerade ab einem bestimmten Zeitpunkt eingangs der Kurve vollständig überblicken kann, d.h. es gibt effektiv mehrere Hundert Meter freie Sicht.

 

Der Emsländer an sich bremst vor Kurven auf Landstraßen gerne deutlich ab oder geht zumindest früh vom Gas, selbst bei Kurvenradien, die ein Eifelaner gar nicht als Kurve wahrnehmen würde. Die angesprochene Kurve geht mit Arschbacken zusammenkneifen mit 100 km/h, relativ locker mit 80 und ganz entspannt mit 70. Viele durchfahren diese Kurve sogar nur mit lediglich 60 km/h.

 

Wenn ich also mit einem langsamen Vordermann oder auch zwei auf diese Kurve zufahre und sehe, dass die Kurve samt Gerade frei ist, weil der Gegenverkehr an der Ampel der einspurigen Brücke gerade warten muss(te), dann setze ich bereits in der Kurve zum Überholen an und fahre quasi wie Max Verstappen einfach außen vorbei.

 

Ich ernte dann nicht selten Hupe oder Lichthupe, obwohl ich das Manöver als völlig ungefährlich erachte. Der Überholte fährt ja so langsam, dass er nicht Gefahr läuft, nach außen aus der Kurve getragen zu werden. Mir scheint, alleine die Tatsache, dass ich in einer Kurve überhole, veranlasst die Leute zur Hupen-Maßregelung, weil "sowas tut man nicht".

 

Max Verstappen findet seinen Fahrstil ja auch OK, obwohl er bei anderen Fahrern als Rowdy gilt. Bin ich jetzt auch einer?

Nix bei denken. Bin gestern von einem Passat angehupt worden, weil ich auf einer Kurvigen Straße innerorts nicht nicht von 0 auf 50 in 10m beschleunigen konnte, er musste dann leider sein Tempo kurz auf 40 drosseln. So what.

Wenn es mir auf dem Arbeitsweg mal wieder zu langsam oder unregelmäßig vorwärts geht, versuche ich zu überholen. Das geht hier ganz gut, denn es ist flach und oft gut einsehbar. Damit kommt man nicht nennenswert schneller vorwärts, aber so kann ich meinen Fluss fahren und muss mich nicht dem Fahrstil anderer Leute anpassen.

 

Selbsttest "Bin ich ein Rowdy?"

 

Frage 1 O Ja O Nein

Fahre ich vor dem Überholmanöver unter den vorgeschriebenen Mindestabstand auf und halte dann meine Geschwindigkeit,

bis ich das Fahrzeug vor mir endlich überholen kann?

 

Frage 2 O Ja O Nein

Überschreite ich beim Überholen die zugelassene Höchstgeschwindigkeit deutlich (> 20%)?

 

Frage 3 O Ja O Nein

Falls ich 2 mit "Ja" beantwortet habe: Halte ich die erhöhte Geschwindigkeit nach dem Überholen?

 

Frage 4 O Ja O Nein

Schere ich nach dem Überholen so ein, dass der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten wird?

 

Frage 5 O Ja O Nein

Habe ich 1-4 mit "Ja" beantwortet, und führe ich pro Ausfahrt mindestens drei derartiger Überholmanöver aus?

 

Auflösung:

 

0 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, Du bist eine Trantüte

 

1 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, Du bist eine Schnarchnase

 

2 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, Du bist ein Schleicher

 

3 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, Du willst nach Hause

 

4 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, ganz im Gegenteil: Du gehst fast ausschließlich zu Fuß und kannst auch mal ein paar Wochen oder Monate auf Deinen Führerschein verzichten

 

5 x "Ja"

Du bist kein Rowdy, sondern ein Cowboy. Cowboys haben America great gemacht und haben auch das Potential, Gemany great (again) zu machen

 

Fazit:

Dieser Test ist nicht wissenschaftlich. Er zeigt allerdings unverbindlich auf: Du bist auf keinen Fall ein Rowdy!

 

Oh weh, und wech....

:vroam::vroam::vroam::vroam::vroam::vroam:

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