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Neue Dichtung und Wasser im Kofferraum

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Die gezeigte Stelle ist die untere Kante vom hinteren Seitenteil. Also die Kante, wo sich dann außen die Trennkante zur Oberkante der Stoßstange befindet.

Ich würde da jetzt als nächstes die hintere Stoßstange abnehmen und nachschauen. Die Stelle dort (ggf. etwas weiter vorne normalerweise) rostet da gerne mal durch. Dort kann dann durchaus Wasser rein laufen...

Bearbeitet von erik

Vielen Dank @erik

Ich habe das bislang noch nie gemacht, aber ich vermute mal, das hier ist zielführend:

https://saabwisonline.com/9-3-9400/2001/8-body/exterior/adjustment-replacement/bumper-rear

Da steht was davon, Blindnieten auszubohren. Aber beim Zusammenbauen nichts, das man die Blindnieten wieder setzen muss.

Lohnt es sich, voher Material einzukaufen?

Es kann vermutlich nicht schaden, sich die Muttern im EPC zu suchen und zu bestellen.

Blindnieten habe ich wohl noch genug...sofern es sich um gängige Größen handelt (z.B. 4,8).

Nochmals danke,

Stephan

Ich mußte da noch nie Nieten ausbohren, komisch.

Im Grunde ist das mit der Stoßstange hinten recht einfach. Im Kofferraum die Plastikabdeckung unterhalb der Ladekante zum Heckblech hin ausbauen. Darunter kommt man dann links und rechts an die 4 Stehbolzen der Stoßstange. Meistens sind nur 2 Muttern drauf (1x links und rechts). Das hat man als Sparmaßnahme irgendwann ab Werk so gemacht - ursprünglich waren beim 900-II dort 4 Muttern verbaut. Kann man ergänzen wenn man möchte.

Wenn die Muttern da hinten ab sind, dann kann man die Stoßstange an der senkrechten Vorderkante zum Radlaufhin mit etwas Kraft zur Seite hin aushaken. Da wird anscheinend im WIS vorgeschlagen, diese Kunststofflasche durch ausbohren der Nieten zu entfernen - dann geht es bestimmt noch einfacher. Aber aushaken ging bei mir immer und es geht nichts kaputt dabei.

Und dann kann man die Stoßstange nach hinten bewegen. Man muß dann noch schauen, daß die beiden Halter seitlich zwischen Stoßstange innen und Karosserie in Blechhalter mit so einer Art Bajonett-Verschluß eingeschoben sind, sauber heraus gehen.

Vorab, ist denn dort an der Seite, an der Kante Seitenteil zu Stoßstange, schon Rost zu erkennen?

Vielen lieben Dank @erik

Ich kann bislang keinen Rost erkennen. Aber ein Abnehmen der Stoßstange sollte einen Einblick gewähren.

Oder vorher mal noch Wasser aufs Seitenteil kippen und innen beobachten. Sollte sich damit ja auch simulieren lassen. Irgendwo muß die Brühe dort dann ja rein kommen. Die Ablaufspur ist ja nicht zu übersehen.

Danke für eure Tipps.

Die Dichtmasse, wie bekomme ich die am Besten ab?

Ich meine, ich hätte hier mal gelesen, dass Full-Tang Schraubenzieher mit Schlagkappe aus Metall gut geeignet sind.

Davon habe ich einen Schlitz 1.2x7.0x125 von Wera sowie ein breites Sortiment von Parkside.

Womit dichte ich hinterher am Besten wieder ab?

Kann ich dafür Sika Flex 522 aus der Presskartusche nehmen?

Natürlich vorher gut reinigen und entfetten.

Und ggf. Rostschaden behandeln.

Ich nehme dafür so einen breiten Schlitzschraubendreher mit Schlagkappe. Ich habe einen billigen von Vigor mit 1,6x10mm Klinge und kleinere von Wera die ich für "Feinarbeit" nehme, wenn man mit dem großen nicht gut hin kommt. Man kann auch einen Spachtel nehmen. Letztendlich egal, Hauptsache man bekommt die Dichtmasse dann weg.

Oft ist die Dichtmasse schon sehr hart und splittert regelrecht weg. Manchmal wehrt sie sich auch. Dann kann auch warm machen mit Industrieföhn helfen.

Je nachdem, was man dann vorfindet, muß man halt mindestens sauber machen, ggf. entrosten (oder schweißen wenn nötig) und dann die Kante zunächst mit geeigneter Grundierung bzw. Lack fluten. Wenn es nur angerostet ist nehme ich für solche Überlappungen entweder Kovermi Rostumwandler oder Owatrol (letzteres sehe ich nur als Verzögerungstaktik). Nach Kovermi dann Brantho-Korux (mittlerweile bei mir 2k) in den Spalt laufen lassen, bis es unten raus tropft. Gut durch trocknen lassen, kann mehrere Tage dauern. Und dann Kantendichtmasse. Ich habe zuletzt welche von Liqui-Moly und von Petec verwendet. Sika Flex geht natürlich auch. Ich habe da von Sika aber die 527 gefunden für solche Arbeiten auf deren Homepage primär für Automotive-Anwendung gefunden. 522 scheint vergleichbar zu sein und wird unter "Industrie-Anwendung" gefunden. Soweit ich weiß wird 522 aber hier im Forum seit Jahren oft genannt und angewendet - wird also auch gut funktionieren denke ich.

Ich verzichte grundsätzlich auf Karosseriedichtmasse, weil 100%ige Rostfreiheit meist nicht garantiert werden kann. BK in mehreren Schichten dichtet die meisten Falze und Dopplungen ausreichend gut ab, und neuer Rost ist so rechtzeitig zu entdecken und nachzubehandeln.

Jein. Sehe ich grundsätzlich auch so. Im Innenraum kann man das ggf. so wie beschrieben auch ohne Dichtmasse machen. Außen, und da insbesondere am Unterboden, halte ich aber je nach Blechkante Dichtmasse für notwendig. Lack allein hat da meiner Ansicht nach zu wenig Haltbarkeit und Widerstandskraft.

Aber man sollte dann eben auf dem Schirm haben, daß Dichtmasse nicht "für immer und ewig" hält. Dann muß man im Zweifel halt mal nach ca.10-12 Jahren die Dichtmasse entfernen und schauen, wie es aussieht.

In den Fällen, wo ich nach einer entsprechenden Zeitspanne, teils auch schon nach 8 Jahren, aus meist anderen Gründen wieder ran mußte war da alles noch bestens.

Danke nochmals an euch.

Ich weiß noch nicht, wann genau ich dazu kommen werde. Ich würde dann Fotos hier posten, damit wir den Schaden einschätzen können.

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