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Deutung des Einspritzventiltest am Tech II - unruhiger Motorlauf im Stand

Empfohlene Antworten

Darf ich noch Mal auf 0 gehen?

  1. Was genau heißt: "... rauen, für meinen Geschmack unrunden (stabile Drehzahl) Motorlauf ..." bzw. "... harten Ausschlägen"? Unrund bei welchen Drehzahlen bzw. unter welcher Last? Wie lange bleiben diese Symptome?
    Grund der Frage: 1,9 TiD und TTiD sind v.a. im kalten Zustand vom Naturell her keine Leisetreter bzw. Samtpfötchen. Mein Kia Optima SW Turbodiesel (inzwischen auch bei 250.000 km) läuft im Vergleich zu meinen 1,9 TTiD im kalten Zustand geradezu katzengleich. Einen gewissen Anteil daran kann mit zunehmender Laufleistung auch ein nicht mehr optimal arbeitendes Zweimassenschwungrad haben.
    "Gestänge Drallklappen bewegt sich" ist wenig aussagekräftig. Ausschlag und Tempo der Bewegung? (Bin kein Tech2-Spezi, meine aber, das könnte man auslesen)

  2. Was genau heißt: "... qualmt dann auch etwas und stinkt nach Abgase."? Welche Farbe hat der Qualm / die "Wolke"? Ist das nur unmittelbar nach dem Starten so, oder auch noch > 3 Sek später? Ist das nur im Stand erkennbar oder zieht er auch in Fahrt eine Fahne hinter sich her?
    Grund der Fragen: Sollte es nur unmittelbar nach dem Start sein, könnte im Ansaugtrakt etwas sein, was da (noch) nicht hingehört (z.B. nachgetropfter Treibstoff, Feuchtigkeit). Oder er bekommt ungesteuert / unregelmäßig (zeitlich begrenzt) zu viel Kraftstoff oder zu wenig / falsche Luft.

  • Autor

Ich meine mit unrunden Lauf, dass im Stand dann deutlich wahrnehmbare Aussetzer vorhanden sind , vergleichbar beim Benziner mit Zündaussetzer. Er stinkt dann von außen extrem nach Diesel und schmeißt direkt beim Start eine gräuliche Wolke. Danach nicht mehr. Sobald der Motor wärmer wird, läuft er wieder normal. Ruckeln etc. nicht feststellbar. Zweimassenschwungrad ist neu. Drallklappe ist fest und bewegt sich je nach Drehzahl spürbar hin und her, gehe davon aus, dass die Ausschläge ok sind. Ja, an einem nachtropfenden Injektor habe ich auch schon gedacht, wollte aber eigentlich nicht alle „auf Verdacht“ rausholen…

Frage an die Tech2-Spezies: Inwiefern sind beim TiD Aussetzer auslesbar (vglb. mit Benziner)?

Ansonsten deutet in der Tat viel auf die Injektoren. Bei der Schilderung muss mind. 1 Zyl für wenige Sek. massiv eine zu große Kraftstoffmenge bekommen.

Weiterer Gedanke: Kompression i.O.?

Bearbeitet von MY-Saab

  • Autor

Ich hatte eingangs die Werte im Kaltzustand des Einspritzventiltest veröffentlicht. Demnach wäre es Zylinder 3, welcher auffällig ist. Hier war die Meinung, die Differenz wäre unauffällig. Ich werde demnächst noch einen Einspritzmengenkorrekturtest vornehmen und schauen, ob Zylinder 3 hier auch wieder auffällig ist. Evtl genügt es ja Injektor Zylinder 3 zu überholen.

Ist eigentlich mal die Kompression gemessen worden?

Würd ich nach der Überholung/Prüfung der Injektoren mal mit machen.

Andere Frage: wie alt ist der Zahnriemen? Passen die Steuerzeiten?

  • Autor

Zahnriemen ist frisch, Problem bestand davor und danach . Kompression ist noch nicht gemessen.

Gut, also gehen wir mal davon aus, das die Steuerzeiten stimmen und die Ventile soweit dicht sind.

Bliebe für mich nur Riss im Kopf oder tropfender Injektor.

Denn aufgrund des "Nebelbildes" ists entweder unverbrannter Kraftstoff oder Wasser

Durch den DPF sieht halt beides eher "weiß" aus...^^

  • Autor

… Wasser verbraucht er keins , also gehen wir mal das Thema Injektoren an. Ich bedanke mich schon einmal bis hier hin und melde mich, sobald ich die Injektoren habe prüfen lassen.

Am 23.9.2026 um 21:24, Urbaner hat gesagt:

Ist eigentlich mal die Kompression gemessen worden?

Würd ich nach der Überholung/Prüfung der Injektoren mal mit machen.

Definitiv. Wenn die Injektoren raus sind gleich mit prüfen. Beim Diesel weiß ich aber nicht wie da die Adaption an die Injektorschächte ist. Kerzen will man ja nicht unnötigerweise raus drehen.

Wobei ich einen Druckverlusttest bevorzugen würde. Unser Astra (allerdings Benziner) zeigte da einen großen Unterschied. Kompression war gerade noch OK, Druckverlust waren die Zylinder sehr unterschiedlich. Ursache waren gebrochene Kolbenringe.

  • Autor

Hallo zusammen, ich war heute noch mal an meiner Scheune um mir das Problem anzusehen. Die Drallklappe habe ich erneut mit dem Tech II angesteuert , die Ansteuerung funktioniert ruckfrei und problemlos. Dann hab ich noch mal einen weiteren Test bezüglich der Injektoren gemacht, weil ich eigentlich nicht auf Verdacht alle vier rausholen möchte. Anbei ein Screenshot hiervon. Man erkennt ganz klar, dass eben dieser auf Zylinder drei defekt ist. Ich werde mich nun also kommende Woche darum kümmern und berichten, sobald ich diesen hoffentlich Zerstörungsfrei ersetzt habe.

IMG_3686.jpeg

Dran denken, das die Dinger codiert sind und diese Codierung ins Steuergerät rein muss. Sonst läuft der neue Injektor mit alten Korrekturwerten ;-)

  • Autor

Hallo zusammen, gestern habe ich wirklich ohne Probleme den Injektor am Zylinder 3 ausbauen können. Es waren keinerlei Verkokungen etc vorhanden, so dass ich den Injektor butterweich händisch heraus ziehen konnte (vorher ordentlich mit Injektorlöser vorbehandelt). Nun stellt sich die Frage, wie ich den Injektorschacht am besten reinige. Ein passendes Set hatte ich mir bestellt, jedoch habe ich nun bereits öfters gelesen, dass diese Verschlussstopfen in den Brennraum fallen. Da im Innern des Schachtes aber keinerlei Verkokungen vorhanden sind, meint Ihr, ich kann es wagen ohne eben diese Verschlussstopfen etwas den Injektorschacht mit den Bürsten zu "reinigen"?

Bearbeitet von ricken-fan

Kleine Kugeln aus Tuch am einen Draht befestigen und innen rein drücken. Und dann erstmal nur den Dreck runter spülen und mit dem Tuch aufnehmen?

  • Autor

So, heute ging es an den Injektor - Tausch, es hat alles einwandfrei funktioniert. Im Kaltzustand läuft er nun auch deutlich besser, ausgiebige Probefahrt folgt. Was mich nur stutzig machte, ich musste exakt den Injektor-Code eingeben, welcher sich auf eben diesem befand. Der Bosch-Dienst notierte mir händisch einen anderen. Aber diesen akzeptiert das Tech2 nicht. Gibt es hierzu noch einen Trick?

Am 10.10.2026 um 15:33, ricken-fan hat gesagt:

Was mich nur stutzig machte, ich musste exakt den Injektor-Code eingeben, welcher sich auf eben diesem befand. Der Bosch-Dienst notierte mir händisch einen anderen. Aber diesen akzeptiert das Tech2 nicht. Gibt es hierzu noch einen Trick?

Woher kam der jetzt eingebaute? Dein alter nach Überholung? Ein andere, überholter? Der Code gibt ja die Eigenschaften des Injektors wieder bzw. die sind in den kodiert. Deine Beschreibung hört sich nach einem überholten an auf dem noch die alten Daten stehen und die von der neuen Kalibrierung hast du nur händisch bekommen. Warum die nicht funktionieren müsstest du wohl mit Bosch klären. Der Wert müsste eine Prüfsumme enthalten um die Eingabe eines falsch abgelesenen (oder übermittelten) Wertes zu verhindern.

Gibt wohl Decoder dafür: https://www.youtube.com/watch?v=bbygVp3X_7A

Edit: Und wenn die Korrekturwerte im IMA zu groß sind verweigern wohl einige SGs den Code. https://mhhauto.com/Thread-Looking-for-bosch-injector-IMA-decoder

Bearbeitet von Flemming

  • Autor

Korrekt, habe mir einen frisch überholten vom Bosch - Dienst gekauft. Alles klar, dann werde ich diesen mal

Anschreiben hierzu. Aber müsste das Motorsteuergerät nicht auch die Werte automatisch neu lernen? Denn ich stelle

Mir vor, jemand wechselt das Steuergerät und gibt nur die Werte an, welche sich auf dem Injektor befinden und hat keine Kenntnis darüber, dass es Ersatzcodes gibt. Dann würde eben dieses Fahrzeug ja nie wieder „korrekt“ laufen …

Das Steuergerät adaptiert im laufenden Betrieb, aber das kann durchaus ein paar hundert KM dauern.

Die Eingabe dient der "Grundeinstellung", damits dir nach 5km kein Loch in den Kolben brennt driver

Also die ersten Fahrten "Piano" und dann kümmert sich das Steuergerät schon irgendwann.

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