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Onkel Kopp

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Alle Beiträge von Onkel Kopp

  1. Heute habe ich ein Fachsimpeln mit einem Kollegen, der mehr Erfahrung mit Öl hat als ich, dafür genutzt ihn auf die Thematik 10W-60 in serienmäßigen (Saab-)Motoren anzusprechen und nach seiner Meinung zu fragen. Er ist sich ziemlich sicher, dass 10W-60 dem Motor nicht schadet. 10W-60 hätte in extremen Fahrsituationen mit höhen Öltemperaturen einfach mehr Reserven, Bauteile voneinander zu trennen und Mischreibung zu verhindern. Es käme aber eben auf die tatsächlichen Öltemperaturen an. Sind sie auch bei scharfer Fahrweise im Rahmen, dann braucht man 10W-60 nicht. Er gab noch zu bedenken, dass bei normalen Temperaturen ein 10W-60 evtl. aufgrund des höheren Öldrucks zu höheren Kräften und etwas mehr Verschleiß im Bereich Kettenspanner und Ventilspielausgleich, also im Ventiltrieb allgemein, führen könnte. Ich bleibe dabei: Solange man nicht ständig mit Dauervollgas über die Autobahn bläst, regelmäßig die Nordschleife beackert oder werktags Nebenstrecken digital und nahe dem Begrenzer durcheilt, dann sollte man sich an die Werksvorgaben halten.
  2. Gut möglich. Tieffrequentes Brummen ist Körperschall getragen und wird über die Motorlager auf die Karosserie und so bis in den Innenraum übertragen. Die Gummilager sollen das Geräusch dämpfen. Sind die im Eimer, wirds laut. Das habe ich hier irgendwo schon mal gelesen. Wäre interessant, wie da das Geräusch genau entsteht und abgestrahlt wird.
  3. Brummen kommt nicht vom Turbo. Das tieffrequenteste Geräusch, das vom Turbo selbst kommt ist der sog. Turbolader-Konstantton, der liegt irgendwo bei 800 Hz und ist wie der Name schon sagt frequenzmäßg scharf abgegrenzt annähernd zu einem einelnen Ton. Mein 9-5 zeigt zwischen 1000 und 2000 Umdrehungen deutlich vernehmbares Verbrennungsgeräusch, sog. "Low speed booming", das bislang eher für Diesel typisch war und bei guter Zylinderfüllung und niedrigen Drehzahlen entsteht und das Geräuschbild dominiert. Bei 2500 Umdrehungen ist das aber schon wieder weg bzw. wird durch andere Geräusche maskiert. Das war meine erste Vermutung.
  4. Hmm, 2500 und mehr, dann liege ich mit meinem ersten Gedanken vermutlich falsch...
  5. In welchem Drehzahlbereich tritt das Geräusch auf?
  6. Um Himmels Willen, wie das klingt! So etwas möchte ich auch niemandem nahelegen. Ich finde es wichtig, ein Stück weit das Kind im Manne zu erhalten. Und nichts gegen Spielzeuge, auch für Männer. Aber die sind nicht wirklich wichtig und sollten nicht den Lebensmittelpunkt bilden. Wenn man mit über 50 hinsichtlich Einstellung und Ausdrucksweise wie ein 20-jähriger auftritt, dann kann es peinlich werden. Wer Dinge oder auch Menschen danach abprüft, ob sie einen weiter bringen (wohin eigentlich?) und dabei die persönliche Weiterentwicklung außer Acht lässt - dann irritiert mich das. Wir sind hier beim Stammtisch und dies ist meine persönliche Meinung ohne Absolutanspruch. Wenn cartier60 so glücklich ist und seine Spielzeuge nicht auf Kosten anderer finanziert, dann ist das doch in Ordnung. Jeder wie er mag.
  7. Ich habe in einem Buch einer Philosophin mal von einer "Generation Option auf der Suche nach Perfektion" gelesen. Ich glaube sie meinte genau so jemanden wie unseren cartier60. Das glaube ich spätestens seit #499. Ich glaube nicht, das das Alter 52 stimmt, so reif wirkt der gar nicht. Manchmal passieren Dinge im Leben, nach denen man zumindest ein bisschen mehr zwischen Sinn und Unsinn unterscheiden kann und man erkennt, was wirklich wichtig ist. Aber es ist nie zu spät für sowas.
  8. Zumindest das immer noch vorhandene Selbstverständnis von Daimler gehört in die vergangene Epoche. Der Hobel reiht sich in die Riege der ganzen Monster-Hackfressen-Autofronten der Gegenwart ein. Ich habe mal gelesen, dass wir die ganzen zerklüfteten Schlünde und Riesengrills sowie Sicken, Kanten und Riesenscheinwerfer den Chinesen zu verdanken haben. Na, besten Dank! Da schaue ich mir immer wieder gerne meinen 9-5 an. Der ist noch dezent und chic zugleich ohne völlig von gestern zu wirken, auch wenn man ihm sein Alter mittlerweile ansieht.
  9. Onkel Kopp hat auf Onkel Kopp's Thema geantwortet in 9-5 I
    Mich auch, da kenne ich leider keine konkreten Zahlen. Rollreibung spielt bei höheren Geschwindigkeiten fast keine Rolle mehr - bei annähernder Konstantfahrt die rotatorische Trägheit auch nicht, das ist richtig.
  10. Onkel Kopp hat auf Robby-Roboter's Thema geantwortet in 9-5 I
    Schaftdichtungen bei Rauch nach dem Starten oder Gaswegnahme. Die geschilderte Rauchentwicklung unter Last nur für ein paar Sekunden sowie im Leerlauf lässt auf den Turbo schließen. Wenn der Rauch schon sichtbar ist, dann muss auch Ölverbrauch feststellbar sein, aber nicht nach ein paar Tagen, dafür ist ein Peilstab zu sehr Schätzeisen.
  11. Diese Aussage verstehe ich nicht. Hier liegen doch die Fakten auf dem Tisch, zuletzt nochmal zusammengefasst von brose. Du bist doch der, der glaubt, 10W-60 sei für deinen Motor besser. Wenn du dich damit besser fühlst, dann fülle es halt ein. Es ist aber nicht erforderlich, auf eine 50er oder 60er Heißviskosität für den Autobahnbetrieb zu wechseln.
  12. Onkel Kopp hat auf hundemumin's Thema geantwortet in 900 II - 9-3 I
    Ölschlamm setzt sich an allen Flächen im Motor außerhalb der Zylinder ab. Es gibt Unterschiede wie stark sich Schlamm wo absetzt, aber allzu groß sind die nicht. Es gibt keinen Motor mit schlammfreiem Ventildeckel oder Zylinderkopf-Deck und verschlammter Ölwanne. Insofern lässt ein Blick unter den Ventildeckel auch den Zustand der Ölwanne erahnen.
  13. Das mit dem "schneller da = schneller weg" habe ich im Netz auch schon gelesen. So schnell kühlt nach dem Abstellen kein Motor aus, damit das Argument stichhaltig sein könnte.
  14. Onkel Kopp hat auf Onkel Kopp's Thema geantwortet in 9-5 I
    Schmalere Reifen = bessere Aerodynamik = weniger Verbrauch Felgen mit kleinerem Durchmesser = weniger Trägheitsmoment = weniger Verbrauch. Die weichere Gummimischung und das andere Profil bei Winterreifen sorgen für mehr Rollreibung, diesen Anteil halte ich aber für eher untergeordnet.
  15. Die Aufgabenstellung ist nicht eindeutig. Das könnten alles 10W-40 sein. Oder 5W-40. Oder 0W-40. Sowas in der Richtung ist gut möglich. (Voll-)Synthetische Grundöle haben von Haus aus einen höheren VI und brauchen tendenziell eher weniger VI-Verbesserer. Bei 0W-40 oder 10W-60 ist die Spanne natürlich groß bzw. der VI - wie da der Anteil der VI-Verbesserer im Vergleich zu einem HC 10W-40 ist, da fehlt mir das Gefühl.
  16. Ich will damit nur sagen, dass man keine Aussage treffen kann: "Funktioniert allgemeingültig dauerhaft, mein Motor läuft ja noch gut." Ähnliche Aussage: "LPG im B235 ist kein Problem, ich fahre damit schon 20.000 km problemlos." Habe ich hier auch schon gelesen. Das erinnert mich auch an diesen Frontal21-Bericht, wo jemand seit 80.000 km oder irgendwas in der Gegend ohne Ölwechsel nur mit einem Halli-Galli-Ölzusatz unterwegs war und die These vertrat: Die vom Hersteller vorgeschriebenen Ölwechselintervalle sind überflüssig. Was für ein Bullshit. Es gibt Motoren, die laufen auch mit purem Schlamm noch eine Weile, wenn er noch durch das Ölsieb passt. Der Verschleiß ist da aber schon jenseits von Gut und Böse und das Ende ist nah.
  17. Gestern war Becher-Ersteinsatz im Büro: Liegen leicht und gut in der Hand und isolieren hervorragend. Da kann der Kaffee auch mal etwas länger drin stehen bleiben. Ausgezeichnet.
  18. Onkel Kopp hat auf Onkel Kopp's Thema geantwortet in 9-5 I
    Die Verbräuche klingen für mich eingedenk der Kraftstoffeigenschaften von E85 normal.
  19. Wurde der Motor anschließend (teil-)zerlegt und begutachtet? Es kann gut sein, dass bei kurzen Wechselintervallen 10W-60 in den angesprochenen Motoren funktioniert, garantieren kann das hier aber niemand. Alles Mutmaßungen. Meine Erfahrung bezüglich Mangelschmierung/hoher Verschleiß auf dem Prüfstand bei Vollgas: Eben noch stand der Motor voll im Saft und klang normal, so wie in den 600 oder 700 Betriebsstunden zuvor, 1 Minute später ist er hin.
  20. Vor dem Hintergrund der Firmenhistorie, abflauender Innovation und aufkeimendem Mainstream sowie der Qualität der Fahrzeuge würde ich bei keinem GM-Saab eine gute Wertentwicklung erwarten. Selbst beim 9000 nicht, Topfahrzeuge Turbo S und Aero vielleicht ausgenommen.
  21. Tach Leute, ich muss für den 4. leider wieder absagen, habe an dem Wochenende gleich 2 Termine nicht mehr auf dem Schirm gehabt. Dafür werde ich demnächst voraussichtlich wieder regelmäßig dabei sein, egal ob der Termin Donnerstag oder Freitag sein wird. Mehr Details beim nächsten Mal...
  22. "Gefühl" kann bei Motoröl-Themen täuschen, das habe ich im vergangenen Jahr echt gelernt. Die für deinen Motor vorgesehenen Viskositätslagen findest du in der Betriebsanleitung und ich würde davon im Alltagsbetrieb nicht abweichen. Die Viskositätslagen sind konstruktiv begründet, bei zu dickem Öl kann es zu Mangelschmierung kommen, weil der Volumenstrom durch die feinen Ölkanäle zu stark absinkt. Parallel dazu würde der Öldruck ansteigen, hier gibt es ein Fenster, in dem der Öldruck laut Hersteller liegen muss. Wenn man also unbedingt 10W-60 fahren will, sollte man ein Öldruck-Manometer haben und die Sollwerte kennen. 10W-60 gehört meiner Meinung nach in Hochdrehzahlmotoren oder in den Motorsport, nicht in einen serienmäßigen Holden-V6 der im Alltag bewegt wird. Bei überwiegendem Autobahnbetrieb würde ich tendenziell eher eine 40er Heißviskosität wählen, also ein 0W-40 oder 5W-40. Ansonsten achte auf die Freigaben, Viskosität ist kein Qualitätskriterium.
  23. Onkel Kopp hat auf Onkel Kopp's Thema geantwortet in 9-5 I
    Neues von der Verbrauchsfront. Zu Beginn dieses Threads hatte ich geschrieben, dass ich vom Landstraßen-Kurzstreckenverbrauch unangenehm überrascht war - nach etwas Nachdenken dann aber auch wieder nicht. Normalerweise fahre ich fast nur Autobahn mit dem 9-5. Am Wochenende lagen aber etwa 50 Kilometer Landstraße und etwa 10 km innerorts (ländliche Charakteristik) vor mir. Also nochmal Verbrauch über den (sehr exakten) Bordcomputer ermittelt. Enthalten waren 2 Kaltstarts. Ansonsten vorausschauendes Fahren mit frühem Hochschalten, Beschleunigen mit Ladedruckanzeige Ende weiß/Anfang gelb, Nutzen der Schubabschaltung und "Segeln" im Leerlauf. Kein Schleichen, 50 wo 50 erlaubt, 70 wo 70 und 100 km/h auf nicht-limitierter Landstraße. Ergebnis: 7,4 Liter/100 km. Man kann mit dem 9-5 also durchaus sparsam unterwegs sein. Spaß macht diese Fahrweise aber nicht. Wer mal die 7 Liter knacken sollte ohne sich auf einer längeren Autobahnfahrt rechts zwischen die LKW einzureihen, vor dem ziehe ich den Hut.

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