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Alma kommt

Empfohlene Antworten

  • Autor

Wenn man drei Automobile im Alter von 25 bis 33 Jahren besitzt, die alle von einer schwedischen Marke kommen, die seit 12 Jahren verschwunden ist,

 

wenn man noch dazu in einem Land wohnt, in dem diese schwedische Marke sowieso nie eine nennenswerte Marktpräsenz hatte, und in einer Region, von der aus die nächste spezialisierte Fachwerkstatt für diese Marke 200 Kilometer entfernt liegt,

 

Und wenn sich dann ausgerechnet im Nachbardorf jemand sagt: "Hey, ich habe eine Unternehmensidee. Ich mache mal eine Werkstatt auf, die nichts anderes repariert als Autos dieser komischen schwedischen Marke ",

 

ist das ein singulärer Anreiz zu hemmungslos ekstatischer Begeisterung, für den es nur sehr wenig andere lebensweltliche Entsprechungen gibt.

 

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  • Autor

Oder anders gesagt: Seid so gut und macht Urlaub in Frankreichs Westen. Habt dabei eine Panne. Eine, bei der auch so richtig was kaputt ist. Helft notfalls noch ein bisschen nach. Und lasst es dann vor Ort reparieren.

 

Erhaltet mir damit meine kritische Infrastruktur.

 

Danke.

 

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Gib doch zu, dass Du an der Ansiedelung dieser Unternehmung beteiligt bist,

indem Du Ihr Dein Flottenmanagement übertragen hast.:cool:

Wenn ich wieder Zeit hab, nehme ich das in unsere Werkstattliste mit auf.

Bitte übernächste Woche nochmal erinnern, falls ich es bis dahin vergessen haben sollte.

  • Autor

Gib doch zu, dass Du an der Ansiedelung dieser Unternehmung beteiligt bist,

indem Du Ihr Dein Flottenmanagement übertragen hast.:cool:

Ich alleine als Kunde begründe zumindest schon mal einen soliden Businesscase.

  • Autor

Wenn ich wieder Zeit hab, nehme ich das in unsere Werkstattliste mit auf.

Bitte übernächste Woche nochmal erinnern, falls ich es bis dahin vergessen haben sollte.

Das ist super. Danke. Zumal der Inhaber Yam auch sehr gutes Englisch spricht. Was ja doch hilfreich sein kann. Ich erinnere dich nochmal.:smile:

Gib doch zu, dass Du an der Ansiedelung dieser Unternehmung beteiligt bist,

indem Du Ihr Dein Flottenmanagement übertragen hast.:cool:

Ach mit drei Saab kann der doch nicht überleben. Der sollte seine Werkstatt neben mir aufmachen :biggrin::biggrin:

  • Autor

Zum Wochenende aus Frankfurt ein paar Untenrum-Bilder.

 

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  • Autor

Und nochmal ein Schwung.

 

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  • Autor

Ich fürchte, du wirst dich langweilen mit dem Auto....! :rolleyes:

Das wäre so schön!

Sie mögen sich bitte melden, wenn mal im Kundenstamm etwas Passendes zu verkaufen sei. Viel Hoffnung machte ich mir nicht bei der Aktion. Denn die wenigen Saab-Werkstätten, die durchhalten, drehen die Autos nach meiner Erfahrung am liebsten im eigenen Kundenkreis und behalten sie damit im Einzugsgebiet der eigenen Werkstatt.

 

Und doch: Dienstagfrüh klingelte das Telefon und ich hatte den Saab Service Frankfurt auf der Mailbox. Herr Ratzmann: „Ich habe da etwas auf den Hof bekommen in wirklich sehr, sehr, sehr, sehr gutem Zustand. Rufen Sie gern mal zurück.“ Viermal „sehr“ aus vierfach sehr berufenem Munde.

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit dem Neuen!

Wie sich solch tolle Zufälle doch wiederholen... genauso begann Ende vergangenen Jahres die Geschichte mit unserer "Celeste" in Trier. Eineinhalb Jahre nach einer eher zufälligen Anfrage (Hintergrund war eine Reparatur unseres 9-3 CV) klingelte das Telefon und ich bekam diesen 900er mit knapp 75.000 km vom dortigen "Herz" angeboten. Keine vorherige Besichtigung, Kaufvertrag per mail, 850 km mit Kennzeichen im Koffer per Bahn nach Trier und dann ging es mit dem Neuerwerb heim in den Norden.

Bis auf ein paar Aufhübschungen: Edelstahlradkappen, neuer Himmel sowie Stahlflex-Einspritzleitungen gab es bislang nichts daran zu tun.

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  • Autor

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit dem Neuen!

Wie sich solch tolle Zufälle doch wiederholen... genauso begann Ende vergangenen Jahres die Geschichte mit unserer "Celeste" in Trier. Eineinhalb Jahre nach einer eher zufälligen Anfrage (Hintergrund war eine Reparatur unseres 9-3 CV) klingelte das Telefon und ich bekam diesen 900er mit knapp 75.000 km vom dortigen "Herz" angeboten. Keine vorherige Besichtigung, Kaufvertrag per mail, 850 km mit Kennzeichen im Koffer per Bahn nach Trier und dann ging es mit dem Neuerwerb heim in den Norden.

Bis auf ein paar Aufhübschungen: Edelstahlradkappen, neuer Himmel sowie Stahlflex-Einspritzleitungen gab es bislang nichts daran zu tun.

Super! Schöne Geschichte und noch schöneres Auto. Die Farbe steht dem 900 ausgezeichnet. Ich wünsche dir viel Freude daran. Und behalte ihn so lange du kannst. Sowas kommt nicht wieder.

Der schaut aber durchweg solide aus! :top:
  • Autor

Der Plan steht. Am 2. April geht es mit der Eisenbahn von Saint-Malo nach Paris und dann mit dem Flugzeug von Paris nach Frankfurt. Am 3. April geht es dann mit dem neu erworbenen Saab 9-3 von Frankfurt mit Zwischenstation im schönen Marburg bis nach Eckernförde. Von dort geht es dann - vom obligatorischen Hotdog-Essen in Dänemark mal abgesehen - am 8. April nach Brüssel und am 11. April nach Dinard, wo schon der freie Tiefgaragenplatz neben dem Saab 900 wartet (auf den dritten Platz zieht dann hoffentlich bald mal der platanA(!)graue 9000 ein ...).

 

Insgesamt mehr als 2.000 Kilometer. ENDLICH mal wieder eine richtige Langstrecke mit einem Saab. Vorfreude!

Nach der Tour ist die Technik auf jedenfall auch geprüft :smile:
  • 8 Monate später...
  • Autor

Mit der Alterssentimentalität wird es wirklich immer schlimmer.

 

Ich komme nicht mehr so häufig auf diese Seite hier. Aber immer, wenn ich mal vorbeischaue, erinnere ich mich an die Begeisterung in meinen ersten Jahren als Saab-Fahrer. Die fieberhafte Suche nach dem perfekten 9000, an der hier viele regen Anteil nahmen und bei der einer sogar erfolgreich unterstützte (Salut, Elmar^^). Überhaupt: Viele nette Kontakte über die Jahre. Grund genug also, doch immer wieder mal Meldung zu machen.

 

Seit März gibt es so einiges an Neuigkeiten im Fuhrpark zu vermelden.

 

Fange ich mit dem 900 an. Er ist immer noch bei mir. Das macht ihn mittlerweile zum Saab mit der zweitlängsten Haltedauer in meinem Leben. Nach dem 9000 Aero. In diesem Jahr hat er eine große Inspektion bekommen. Seither läuft er zum ersten Mal in meinem Besitz so, wie ein guter 900 laufen muss. Außerdem wurden verschiedene Anrostungen beseitigt, bevor sie zum Problem werden, und der Rostschutz insgesamt erneuert. Die mögliche To Do-Liste ist relativ kurz: Die Motorhaube könnte mal neu lackiert werden. Wurde sie schon mal. Aber leider in minderer Qualität. Einige Waschanlagenbesuche haben dann im Klarlack Spuren hinterlassen, die auch kein Profipolierer mehr rausbekommt. Mich stört es aber eigentlich nicht so richtig. Außerdem sollte ich vielleicht irgendwann mal das Thema Getriebeübersetzung angehen lassen. An die hohen Drehzahlen des 900S konnte ich mich auch nach fünf Jahren nicht gewöhnen. Aber ich bin froh, dass ich ihn habe. Und ich stelle seinen Verbleib in meiner Garage auch nicht mehr in Frage. Ich will keinen 900 als Alltagsauto fahren. Aber ich möchte einen 900 besitzen. Punkt.

 

Den 9000 habe ich im September abgeholt. Er bleibt ein Problemauto. In Paderborn habe ich (trotz sehr fairer Freundschaftspreise - kein Vorwurf an die Werkstatt) Unsummen in dieses Auto versenkt. Neuer Dachhimmel, Sanierung des hinteren Radhauses, neues Automatikgetriebe und und und. Geld, über das ich mich ärgere. Denn leider ist kein Ende abzusehen. Es kommen bei jeder Fahrbahnunebenheit Geräusche vom Vorderwagen, die so klingen, als ob die Achse durchbricht. Hatte er noch nicht, als ich ihn kaufte. Borghardt hat deshalb das komplette Fahrwerk getauscht und meint, der nächste Verdächtige wäre nun das Lenkgetriebe. Mein bretonischer Schrauber wiederum meint: Gebrauchte Fahrwerksteile würde er nie verbauen. Ich persönlich stehe dazwischen mit all meiner Unkenntnis und meine: Puh, keinen Bock mehr auf die Kiste. Zur Krönung blinkt auch seit geraumer Zeit die SRS-Leuchte. Und es gibt noch so einiges mehr. Tragisch: Der Wagen sieht wirklich noch sehr gut aus. Außen wie innen. Aber ich denke, er muss im kommenden Jahr gehen. Vielleicht annonciere ich ihn hier im Forum zu einem sehr fairen Tarif. Vielleicht versuche ich ihn, einer Saab-Werkstatt zu überlassen, so dass er in Gänze oder in Teilen weiterlebt.

 

Der Blindkauf des 9-3 bei Ratzmann in Frankfurt wiederum war eine hervorragende Entscheidung. Mega mega mega Auto! Und es bleibt dabei: Der 9-3 ist einfach mein Modell. Ein Auto wie ein Lieblingspullover. Sitzt perfekt. Ist bequem. Und man ist damit immer gut angezogen. Dazu praktisch wie ein Schweizer Taschenmesser. Kaum eine Alltagsaufgabe, die er nicht lösen kann. Ein komfortabler Reisewagen mit den besten Autositzen aller Zeiten. Der charakteristische Klang des alten Saab Vierzylinders, die grün schimmernde Armaturenbeleuchtung und der feine Duft des Leders. Alles meldet an meine Automobilisten-Seele: Du bist zuhause. Ein Design, das innen wie außen null retro ist, das aber die Saab DNA stilsicher in eine neue Zeit übertragen hat. Schlicht, elegant, unaufdringlich, zeitlos, charakteristisch. Ein Meisterwerk.

 

Wenn ich von meinen derzeit vier alten Autos nur ein einziges behalten dürfte, müsste ich keine Sekunde überlegen. Es wäre dieses. Und dadurch, dass ich jetzt das für mich ideale Exemplar meiner liebsten Baureihe besitze, kehrt auch ein bisschen innere Ruhe ein. Ich muss keinen 9-3 mehr suchen. Nicht mal einen weißen. Der, den ich habe, ist perfekt. Und wenn ich hinter dem Steuer sitze, bin ich wieder 27. Gerade erst mit dem Studium fertig. Erster Job mit richtigem Gehalt. Erster eigener Saab. Tolles Gefühl.

 

So ganz zur Ruhe gekommen bin ich dann allerdings doch nicht. Es gibt noch einen Zuwachs in der Garage. Ein lang gehegter Traum, den ich endlich wahrgemacht habe: Ein Citroën BX Break. Oder präziser: Ein am 16. November 1988 in Paris erstzugelassener Citroën BX 19 TRS Evasion. Der BX Break ist DAS Auto meiner Kindheit. Und ich habe ewig erfolglos nach einem guten Exemplar gesucht. Dann tauchte auf einer französischen Gebrauchtwagenplattform im Frühjahr diesen Jahres endlich ein vielversprechender Kombi auf. Ich schrieb den Verkäufer an, aber hatte Pech. Er war schon reserviert und so gut wie verkauft. Einen Monat später meldete sich der Verkäufer dann doch und meinte, der Wagen sei wider Erwarten noch verfügbar. Aber da hatte ich gerade den 9-3 in Frankfurt erworben. Und zwei Autos in einem Monat - das wäre doch ein bisschen zu viel Kaufrausch geworden. Von der ganzen Überführungslogistik mal abgesehen.

 

Wie erwartet bereute ich aber schon kurze Zeit später, nicht zugeschlagen zu haben. Zumal die Historie perfekt war. Der Erstbesitzer und seine Gattin nutzten den BX nur für ihre Fahrten von der Pariser Stadtwohnung ins bretonische Sommerhaus in Le Bono am Golf von Morbihan. Ende der 90er blieb er dann aus gesundheitlichen Gründen in der Garage und wurde vergessen, bevor ihn der Patensohn der alten Madame nach deren Tod wieder zum Leben erweckte. Mit gerade mal 60.000km Gesamtlaufleistung .... Verdammt, hätte ich doch bloß!

 

Ende September schrieb ich dann einfach aus einer Laune heraus nochmal diesem besagten Patensohn: Der Wagen sei doch sicher verkauft, oder? Die Antwort kam umgehend: Er habe sich damals entschieden, den Wagen selbst zu behalten. Überlege nun aber, sich doch zu trennen, weil er einfach keinen guten Standplatz dafür habe. Nach ein paar Mailwechseln waren wir uns handelseinig. Und ich kaufte auch dieses Auto blind. Was soll ich sagen? Wieder Glück gehabt. Der Citroën brauchte eine neue Kupplung. Jetzt läuft er perfekt und ist wirklich toll erhalten. In meiner Werkstatt sagte der Meister: "Ich muss überlegen, wann ich das letzte Mal einen so guten BX gesehen habe? Das ist viele Jahre her." Und immerhin wurde er ja hier um die Ecke produziert (die Limousine lief in Rennes vom Band).

 

 

Manchmal ist es jetzt so, dass ich mir abends einfach die Autoschlüssel schnappe und nochmal die Straße hoch zur Garage laufe. Dort stehen der 900, der 9-3 und der BX. (Der 9000 hat einen Garagenplatz am anderen Ende des Ortes.) Dann stehe ich da beseelt zwischen meinen Autos, betrachte sie aus allen Perspektiven, setze mich hinter das Lenkrad und freue mich. Beim BX setze ich mich meistens auf die Rückbank. Hinter dem Beifahrersitz. Dann schließe ich die Tür, atme den Neuwagengeruch anno 1988 ein und erinnere mich an meinen stolzen alten Herren (damals so alt wie ich heute), als der Ende der 80er seinen fabrikneuen eigenen BX Break abholte. Schöne Momente sind das.

 

 

Mit der Alterssentimentalität wird es wirklich immer besser.

 

 

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Sag einfach Bescheid, sobald Du den 900 endlich loswerden willst. :smile:

Schön, wie du über deinen 9-3 schreibst - so soll es sein!

Genieße sie weiter, deine Lieblingsautos, und wenn du den 9k abstößt, wäre das verständlich.

  • 1 Monat später...
  • Autor

Man mag verschiedene Auffassungen dazu haben, wie die Aussichten für das Jahr 2025 so allgemein sind. Eine besonders erfreuliche Aussicht für mich ist jedenfalls die auf zwei zusätzliche nebeneinanderliegende Tiefgaragenplätze. Fünf dann in der Zahl. Platz also für ein neues, altes Auto. Zwei sogar, wenn der 9000 geht. Wozu ich mich allerdings mal um Verkauf(s)Logistik kümmern müsste.

 

Passend dazu werden auch neue Verlockungen ins Netz gespült. Man mag verschiedene Auffassungen dazu haben, ob ein Saab einen Sechszylinder haben darf und ein Erstserien-9-5 mittlerweile 9.000 Euro kosten darf. Aber eine erfreuliche Aussicht ist dieses Exemplar auf jeden Fall:

 

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/saab-9-5-3-0t-v6-griffin-griffin/2967283481-216-21328

 

Einstweilen unaufgeklärtes Rätsel: Hat der Dackel sich die Wartezeiten im ansonsten gepflegten Innenraum verkürzt, indem er häufiger auf dem Radiodrehknopf gekaut hat?

 

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Die Frage ist meines Erachtens aus eigener Erfahrung weniger, ob ein Saab einen V6 haben darf, sondern ob man den 9-5 per se mag.

Ich hatte einen 9-5 Griffin Kombi ( EZ ´99 - MY ´00 ) .

Den Motor mochte ich an dem Auto am Liebsten, mit dem 9-5 konnte ich mich aber nie wirklich anfreunden.

Wenn Du mit dem V6 liebäugelst, solltest Du nur Dein Fahrprofil bedenken. Der V6 beginnt schon beim bloßen Anblick einer Ortstafel ungezügelte Trinksitten an den Tag zu legen. Definitiv ein angenehmer Langstreckengleiter mit einem tollen Motorsound. Für die Stadt aber auf jeden Fall komplett ungeeignet.

Und den Preis finde ich persönlich äußerst ambitioniert. Die Hälfte wäre wohl eher realistisch - und das auch nur bei herausragenden Zustand...

... sondern ob man den 9-5 per se mag.

Und dann noch ohne das ja mal zumindest ohne Frage praktische LKW-Abteil.

  • Autor

Die Frage ist meines Erachtens aus eigener Erfahrung weniger, ob ein Saab einen V6 haben darf, sondern ob man den 9-5 per se mag.

Ich hatte einen 9-5 Griffin Kombi ( EZ ´99 - MY ´00 ) .

Den Motor mochte ich an dem Auto am Liebsten, mit dem 9-5 konnte ich mich aber nie wirklich anfreunden.

Wenn Du mit dem V6 liebäugelst, solltest Du nur Dein Fahrprofil bedenken. Der V6 beginnt schon beim bloßen Anblick einer Ortstafel ungezügelte Trinksitten an den Tag zu legen. Definitiv ein angenehmer Langstreckengleiter mit einem tollen Motorsound. Für die Stadt aber auf jeden Fall komplett ungeeignet.

Und den Preis finde ich persönlich äußerst ambitioniert. Die Hälfte wäre wohl eher realistisch - und das auch nur bei herausragenden Zustand...

Keines meiner Autos (abgesehen vom Firmen-Audi) fährt noch mehr als 3.000 Kilometer pro Jahr. Insofern ist das mit den Trinksitten zu verschmerzen:-)

  • 11 Monate später...
  • Autor

Wieder ein Jahr vergangen. Wieder eine Bestandsaufnahme.

2026. Das bedeutet für mich: 27 Jahre, seit ich mein erstes Schülerpraktikum bei einem Saab-Händler machte. 18 Jahre, seit ich meinen ersten eigenen Saab kaufte. 14 Jahre seit dem Saab-Bankrott. Und im Sommer arbeite ich nun auch schon seit sieben Jahren beruflich für einen anderen Automobilhersteller.

Einerseits freut mich die lange Saab-Kontinuität in meiner Biografie. Viele gute Erinnerungen und manche echte Freundschaft sind damit verbunden. Und so lange es geht, soll das auch so bleiben.

Andererseits ist es auch Zeit für eine Neuordnung. Selig sind jene, die ihren Saab mit einem Schrauber-Hobby und entsprechendem Talent verbinden. Dazu gehörte ich nie. Selig sind auch jene, die ihren Saab mit Hilfe einer kundigen, befreundeten Werkstatt erhalten. Dazu gehöre ich leider auch nicht mehr.

Mich traf es 2025 gleich doppelt.

Die Saab Garage in Saint-Briac ging im Sommer buchstäblich in Flammen auf. Der sympathische Inhaber sucht seither noch immer erfolglos nach einer neuen Werkstatthalle.

Und das Saab Zentrum Paderborn stellte ungefähr zur gleichen Zeit seinen Betrieb ein. In meiner Karte an das Team schrieb ich: „Sie waren für mich automobile Heimat, Sehnsuchtsort und Abenteuerspielplatz. Sie waren für mich Fundgrube für Anekdoten, Lebensweisheiten und Ersatzteile. Sie waren für mich Ratgeber, Retter, Komplizen, Wunderheiler und Therapeuten. Sie waren für mich Ostern und Weihnachten zusammen. Sie waren für mich so viel mehr, als sich je auf eine Rechnung schreiben ließe. Sie waren Freunde.“

Was soll danach noch kommen?

Seit Sommer also habe ich nun drei Schweden ohne richtigen Bezugsbetreuer in der Garage. Und ich bin verwöhnt. Die Vorstellung von unbeantworteten Anrufen, Wartelisten und Bittstellertum in einigen der verbliebenen - oft überlasteten - Saab-Werkstätten macht mir schlechte Laune.

Dazu kommt: Ich fahre mit meinem Dienst-Audi pro Jahr 60.000km zwischen Brüssel und der Bretagne hin und her. Oft habe ich am Wochenende überhaupt keine Lust zum Autofahren. Und wenn ich zum Spaß eines meiner privaten Autos bewegen möchte, greift die Hand in der Schlüsselschublade immer zum Zündschlüssel des Saab 9-3 oder des Citroën BX. Fast nie zum 900 oder 9000.

Also ist es Zeit für eine Komplexitätsreduzierung. Der Saab 900 Turbo wechselt in den kommenden Wochen zu einem anderen Saab-Enthusiasten. Den Saab 9000 werde ich im Februar einfach zu einem Aufkäufer bringen. Das Auto hat so viel Stress verursacht und Geld gekostet und nach wie vor so viele offene Themen, dass ich mich hier für die Variante „weg mit Schaden“ entscheide.

Bei mir bleiben also nur meine beiden biografischen Quintessential-Autos. Der BX als das prägende Auto meiner Kindheit. Der 9-3 als das prägende Auto meiner Jugend. Mein Ziel ist, in diese beiden Autos 2026 endlich mal richtig Grund reinzubringen.

Mein BX mit seinen jungfräulichen 63.000km dürfte einer der letzten richtig gut erhaltenen Break-Modelle sein. Ich kann damit hier in der Bretagne nirgendwo hinfahren, ohne dass er sofort ein paar Franzosen mit einem versonnenen Lächeln und eigenen Kindheitserinnerungen anzieht. Es gibt allerdings einiges zu tun, um diesen außergewöhnlichen Zustand für die kommenden Jahre zu erhalten. Also ist der Plan, ihn zum großen Kuraufenthalt nach Holland in eine Werkstatt zu bringen, die sich ausschließlich mit Citroën BX beschäftigt. Sobald das Streusalz von der Straße ist. Man sollte denken, dass es so einen Betrieb auch in Frankreich gibt. Aber tatsächlich gibt es hier vor allem Spezialisten für DS und 2CV. Youngtimerei ist in diesem Land bei Weitem kein so großes Thema wie in Deutschland.

Beim 9-3 ist der Aufwand dagegen überschaubar. 116.000km stehen jetzt auf der Uhr, der Zustand ist mega gut. Vorrangig muss er jetzt endlich mal nach Frankreich umgemeldet werden, damit ich ihn nicht alle zwei Jahre zum TÜV 1.000 Kilometer nach Deutschland und wieder zurück fahren muss. Ein paar Viking Aero Felgen hätte ich dann jetzt doch gerne mal für ihn. Und natürlich: Eine gescheite neue Hohlraumversiegelung. In Deutschland würde ich wahrscheinlich einmal das ganz große Programm inklusive Trockeneisstrahlen des Unterbodens in Angriff nehmen. Aber hier in Frankreich bin ich aufgrund einiger sehr bescheidener Werkstattleistungen ein bisschen zurückhaltend mit solchen Projekten. Die nächste Saab-Werkstatt mit guter Reputation ist im 180 Kilometer entfernten Caen. Dort werde ich mal vorstellig werden. Erneut: Nach dem Streusalz.

Offen bleibt die Frage, was ich mit den beiden frei werdenden Garagenplätzen mache. Abmieten oder doch lieber behalten?

Einstweilen gefällt mir die Vorstellung, dass ich die beiden Autos besitze, die ich wirklich besitzen will, und die stille Option behalte, bei einem wirklich tollen 9-5 von 1997 bis 2001 - oder vielleicht sogar einem zusätzlichen 9-3 von 1998 bis 2001 in besonders verlockender Konfiguration - nochmal zuzuschlagen.

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Bearbeitet von lunatic-factor

Am 8.1.2026 um 11:23, lunatic-factor hat gesagt:

Den Saab 9000 werde ich im Februar einfach zu einem Aufkäufer bringen. Das Auto hat so viel Stress verursacht und Geld gekostet und nach wie vor so viele offene Themen, dass ich mich hier für die Variante „weg mit Schaden“ entscheide.

Irgendwie kann ich mir bei Dir, selbst wenn Du ihn als schlecht ansiehst, keinen 9k vorstellen, der es wirklich verdient hat gequadert zu werden.

AchJa, der Saarländer gegen den Du Dich im Herbst '15 dann doch entschieden hattest, hat seither seine Laufleistung verdreifacht und leistet meiner Frau nach wie vor täglich treue Dienste.

Am 8.1.2026 um 11:23, lunatic-factor hat gesagt:

In Deutschland würde ich wahrscheinlich einmal das ganz große Programm inklusive Sandstrahlen des Unterbodens in Angriff nehmen.

Du meinst sicher Trockeneisstrahlen, nicht Sandstrahlen.

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