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Empfohlene Antworten

Nach der Motorrevision fehlt nur noch das Getriebe.
Die Simmeringe der Antriebswellen und der Schaltstange sind getauscht.
Kämpfe jetzt mit der Führungshülse.


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Ich bin mir unsicher. Die drei Schrauben sind bombenfest. Selbst mit dem Hazet manuellen Schlagschrauber bewegt sich nichts.
Nach WIS werden die Schrauben mit Loctite 577 eingesetzt und ich denke das Ganze ist nach 28 Jahren ziemlich festgebacken.

Mir widerstrebt es jetzt weiter zu hämmern, die Schrauben zu vernudeln und dann ausbohren zu müssen.

Genauso wie es mir widerstrebt die Hülse drinnen zulassen ohne zu wissen ob der Simmering noch dicht ist.

Vorschläge sind willkommen.

Kriechöl zum Lösen?

Wie bohrt ihr auf?

Spezielle Bohrer?

Besteht nicht die Gefahr das Spänne in das Getriebe selbst fallen?

Bearbeitet von Chrisbie

Ich würde es erst mal mit Wärme probieren. Mit Fön und Aufsatz die Schraubenköpfe gezielt einzeln erwärmen (~80°C) und dann nochmal mit dem Schrauber probieren.

Viel Glück, auch im neuen Jahr
Peterg

Ich habe für solche Fälle ein kleines 2-Gas-Löt-/Schweißgerät von Rothenberger. Ist mit Butan/Propan und Sauerstoff. Das ist eigentlich zum hartlöten gedacht. Mir tut es seit vielen Jahren sehr gute Dienste eben genau für solche Fälle, wo ich punktuell gezielt Hitze rein bringen muss, um festgerostete (oder mit Loctite hochfest) eingeklebte Schrauben zur Mitarbeit bewegen möchte.

71PwmNEUP9L._AC_SL1500_.jpg

Am 31.12.2025 um 01:18, Chrisbie hat gesagt:

Ich bin mir unsicher. Die drei Schrauben sind bombenfest. Selbst mit dem Hazet manuellen Schlagschrauber bewegt sich nichts.

Heißt so einer bei dem man hinten mit dem Hammer drauf schlägt? Hazet 2272. Wäre jetzt auch meine Wahl, meiner ist nur zwei Nummern größer. Dass du denn richtig bedienst nehme ich jetzt mal schwer an.

Am 31.12.2025 um 01:18, Chrisbie hat gesagt:

Nach WIS werden die Schrauben mit Loctite 577 eingesetzt und ich denke das Ganze ist nach 28 Jahren ziemlich festgebacken.

Mittelfest, kein besonderes Lösemoment. Naja, Stahl verzinkt in Alu-Guss.

Wärme schadet sicher nicht. Ggf. alles warm und dann einen Eiswürfel nur auf den Schaubenkopf. Dran denken, dass Alu ohne Vorwarnung flüssig wird. Ich messe berührungslos (Pyrometer) und gehe bei Alu ungern über 150⁰. Wobei bei Guss auch mehr jetzt keine Änderung hervorrufen sollte.

Bearbeitet von Flemming

  • Autor
Am 31.12.2025 um 11:43, Flemming hat gesagt:

Heißt so einer bei dem man hinten mit dem Hammer drauf schlägt? Hazet 2272. Wäre jetzt auch meine Wahl, meiner ist nur zwei Nummern größer. Dass du denn richtig bedienst nehme ich jetzt mal schwer an.

Genau

Wie @peterg und @Flemming vorschlugen habe ich das erwärmt.
Eine Schraube ist draußen.


Leider wie befürchtet bei den anderen bleibt jetzt nur ausbohren.

Habe mir jetzt HSS Bohrer und mal Gewinde Linksausdreher. Bei denen glaube ich nicht so richtig an den Erfolg da die Schrauben ja fest sitzen. Mal schauen.

Schrauben sind Senkkopf M6x18. Kernlochdurchmesser 5mm.

Grübel auch schon wie ich verhindere das Späne ins Getriebe kommen. Magnet, nicht durchbohren, Getriebe nach vorne neigen?

Wird sich am Wochenende zeigen wenn die Teile kommen.

Werde mir wohl auch eine Führung für den Bohrer bauen.

Bearbeitet von Chrisbie

Was hindert dich daran es bei den anderen weiter zu versuchen?

  • Autor
Am 31.12.2025 um 17:09, Flemming hat gesagt:

Was hindert dich daran es bei den anderen weiter zu versuchen?

Der T30 Torx Bit findet nichts mehr an das er sich festhalten/verkanten könnte. Bliebe jetzt versuchsweise ein T35 oder ähnliches in den Schraubenkopf zu treiben um wieder etwas zum Drehen zu haben

Linksausdreher würde ich sein lassen, das ist meist Murks. Wenn Aufbohren angesagt ist, musst Du eine vernünftige Führung haben.
Und ich würde mit maximal 3,5mm bohren, oder, falls Du die Möglichkeit hast, eine Schraube anschweissen.

Wegen Späne einen Klebstreifen an den Bohrer, damit Du die Tiefe siehst. Und Fett um die Bohrstelle und den Bohrer.
Musst Du zwar ständig sauber machen, aber die Späne bleiben im Fett.

Ich habe die Hülse im Getriebe (Gelenkwelle links) mit dem Dremel geschlitzt, dank viel Fett keine Späne im Getriebe.

Am 31.12.2025 um 19:32, Chrisbie hat gesagt:

versuchsweise ein T35 oder ähnliches

da würde ich auf eine "Vielzahnnuss" gehen, die hat eine andere Geometrie als Torx. Oder, das Getriebe scheint ja ausgebaut zu sein, ein paar Torxbits kaufen und zum Schlosser Deines geringsten Misstrauens gehen. Der kann den Bit auf den Kopf der Schraube schweissen.

Größerer Torx wäre der nächste Versuch.

Wobei man sich bewusst sein sollte, dass die Zahl der möglichen Wiederholungen begrenzt ist - daher möglichst gutes Werkzeug verwenden.

Mit solchem Ausdrehset, das den Torx (oder Innenvielzahn) durch einen profilierten hochfesten Stab ersetzt, habe ich schon gute Erfahrung gemacht.

57086027.jpg

Die Stifte gibt es für verschiedene Durchmesser auch einzeln.

Sie haben den Vorteil, dass sie sich durch ihre Länge auch an tieferliegenden Stellen kraftvoll einschlagen lassen als ein (kurzes) Bit.

Was auch gut geht, neulich erst gemacht:

Der größte Torx (T40 in meinem Fall, Schraube M10) griff nicht und drehte durch. Ich habe dann nochmal etwas kleiner weiter gebohrt. In der Tiefe ging dann sogar ein kleinerer Torx (T30) rein und hat es dann auch geschafft die Schraube zu "knacken". Von daher, nicht gleich aufgeben. Mit Ruhe heran gehen, dann klappt es fast immer.

Linksausdreher haben bei mir eine hohe Quote von "reißt ab und noch mehr Ärger" gegenüber "Schraube links raus gedreht".

Alternativ, da es hier ja anscheinend Senkkopfschrauben sind. Schraubenkopf weg bohren im Durchmesser des Gewindes. Dann kann man dieses Führungslager schonmal abnehmen und es bleibt noch was von der Schraube stehen. Da könnte man dann eine Mutter aufschweißen und raus ist das Ding, ohne die Gefahr beim bohren das Gewinde zu vermurksen.

  • Autor

Erfolg.
Danke an euch für Rat und Tat.

Eine Schraube konnte ich mit einem 40er Torx lösen. Das Verbuddelte Loch ein wenig tiefer gebohrt. Dann einen 6-kant eingeschlagen (kleiner als T40) und dann den T40 eingeschlagen.

Abschließen noch ein paar mal mit dem Hazet "Drehsschlaghammer" und dann war die zweite Schraube draußen. Während der ganzen Zeit lief dazu die Heißluftpistole.

IMG_5646.jpeg

Die dritte Schraube wollte gar nicht mehr. Da ja quasi schon ein Loch vorhanden war habe ich eine M6 Schraube aufgeschweißt. Dann ging auch diese Schraube heraus.

Vorher mit Sechskantschrauben im Schraubstock das Schweißen ausprobiert. Muttern aufschweißen funktionierte bei mir nicht da ich diese beim Schweißen nicht fixieren konnte.

Die aufgeschweißte Schraube ließ sich besser hantieren.

IMG_5648.jpeg

  • Autor

Hier noch mein Aufbau

IMG_5649.jpeg

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