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B205: Öldruckproblem sporadisch im Leerlauf

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Hallo,

ich habe seit kurzem ein Phänomen an unserem Saab 9-3 B205 (185PS) mit Automatik und wollte dazu mal ein wenig brainstormen.

Der Wagen hat ca. 250t km gelaufen. Der Motor wurde vor knapp 95t km revidiert (neue Lagerschalen, Kolbenringe, Ketten etc.) und läuft auch sehr gut, kein messbarer Ölverbrauch. Am letzten Donnerstag war es bei uns hier im Südwesten sehr heiß - das Thermometer im SID zeigte 38°C an.

Als ich nach ca. 30km Autobahnfahrt (teils auch recht flott 150+ wo es ging) von der Autobahn abgefahren und nach ca. 3km gemütlicher Landstraßenfahrt zu einem Baumarkt fuhr, ging in den Kreisverkehren dorthin jeweils mal kurz (flackernd, teils kaum wahrnehmbar), die Öldruckkontrollleuchte kurz an. Sobald man ein wenig Gas gibt und aus dem Leerlaufnahen Bereich unter 1200 U/min heraus kommt, ist alles gut.


Ich habe auf die Schnelle am Donnerstag Abend einen neuen Öldrucksensor eingebaut, auch wenn ich erst im Februar einen neuen eingebaut habe. Ich hatte bereits 2x kurz nach Einbau defekte Sensoren und wollte das ausschließen.


Freitag morgen dann eine Fahrt über 50km Landstraße (mit ca. 10km 4-spuriger Bundesstraße mit max. 130km/h) war alles unauffällig (Außentemperatur ca.27°C). Auf dem Rückweg dann, nachdem ich das 10km Bundesstraßenstück hinter mir hatte und wieder durch Kreisverkehre mußte, flackerte wieder die Öldruckleuchte im Leerlaufnahen Bereich. Einmal minimal Gas und weg das Problem. Da hatten wir schon wieder 32°C und steigend.

Der restliche Heimweg ging 8km bergab, da habe ich mit Motor aus rollen lassen und bin dann bei uns im Ort noch an die Tankstelle, wo ich ohne Auffälligkeiten ca. 3-4 Minuten im Stand / Leerlauf den Motor laufen lies. Keinerlei Öldruckleuchte erkennbar.


Danach noch 5km bergab im Nachbardorf was abholen, danach die 5km wieder bergauf. Und Zack war die Lampe wieder leicht am flackern.

Ich habe jetzt drüber nachgedacht und vermute, daß es dem Motoröl ggf. zu heiß wird. Das will ich entweder mit einer Temperatur-Laserpistole mal prüfen sobald das wieder passiert. Außerdem denke ich darüber nach, am Ölfilter-Flansch den Abgang der Ölleitung zum Turbolader mit einem VDO-Öltemperatursensor auszustatten. Da ist eine Hohlschraube M14. Die könnte ich auf der Drehbank anbohren und ein M10x1 Gewinde für den Sensor versehen. Da bin ich noch unsicher, ob der Sensor dann nicht zu weit in die Hohlschraube ragt und ob das den Öldurchfluss zum Turbolader zu viel hemmen könnte?

Ein Verdacht der mir noch aufkam wäre, ob der Ölkühler überhaupt kühlt. Wenn im Ölfilterflansch das Thermostat auf zu hängt (warum auch immer?) wäre der Ölkühler ohne Funktion. Das könnte ich auch mit der Temperatur-Laserpistole prüfen wenn es wieder auftritt.

Das Ölthermostat für den Ölkühler gibt es als Ersatzteil. Der Ölkühler sieht von außen noch ziemlich gut aus, aber ich kann natürlich von außen nicht sehen, ob er innen noch vollen Durchlass hat. Dicht nach außen ist er, da kommt kein Öl raus.

Hat noch jemand eine Idee außer dem, was ich mir bis hierher überlegt habe? Oder Input dazu?

Danke & Gruß,

Erik

Ich finde den Ansatz mit der Temperatur sehr interessant, ich habe das Problem auch. Im Winter knapp unter 1 bar im Stand wenn warm, im Sommer Öldruck komplett weg.

Da ich aber auch Kompression unter 10 bar habe, revidiere ich auch gerade.

Ich werde mir aber die Ölkühler-Thermostatgeschichte auch ansehen.

Grüße!

Hast du nichts zum Druck messen?

Und dass das Regelventil nicht mehr ganz schließt?

Öle doch mal um auf höhere Viskosität. Ich fahre momentan testweise ein 50er Öl. @patapaya hatte dies, soweit ich mich recht erinnere, einen höheren Öldruck im Leerlauf beschert.

Wurden damals die Lager der Ausgleichswellen mitgemacht? Hier geht bei unseren Motoren Öldruck flöten, wenn sie zunehmend verschleißen.

  • Autor

Ja, da hatte ich auch schon dran gedacht. Das wäre natürlich der zweite Pfad, den man verfolgen könnte.

Ein Öldruck-Instrument und Geber von VDO liegen hier auch noch irgendwo herum, inkl. so einem "Verlängerungsschlauch" um den dicken Öldrucksensor dann auch da hinterm Anlasser anschließen zu können. Das wäre ähnlicher Aufwand wie die Öltemperatur zu messen und am besten wäre beides.

Öltemperatur fand ich erstmal "einfacher", da es nur jetzt bei wirklich hohen Außentemperaturen auftritt. Ich könnte auch einfach erstmal nur einen Sensor in die Ablassschraube einbauen. So einen mit M14x15mm habe ich hier auf dem Tisch liegen und das dazu passende Instrument.

Auch wenn es ggf. nur Symptom-Bekämpfung wäre, habe ich mal 5W50 Motoröl bestellt. Falls es an einem Öl-Hitze-Problem liegen sollte, könnte ich damit erstmal etwas Sicherheitspuffer rein bringen.

Am 21.6.2026 um 21:30, Nicke-2018 hat gesagt:

Öle doch mal um auf höhere Viskosität. Ich fahre momentan testweise ein 50er Öl. @patapaya hatte dies, soweit ich mich recht erinnere, einen höheren Öldruck im Leerlauf beschert.

Das stimmt nur halb. Ja, ich fahre 50er Öl, aber nicht, weil der Öldruck im Leerlauf zu niedrig war (immer über 1 bar), sondern bei höherer Drehzahl bei Betriebstemperatur (temperaturabhängig max. 2,5 bar mit 0W40). Das 50er Öl brachte ca. 0,5 bar mehr, ebenso auch der größere Ölfilter.

Über welches Öl sprechen wir bei dir?

Ansonsten sind die Ansätze sicher sinnvoll.

Meinen Drucksensor hab ich an originaler Stelle des Schalters eingebaut so wie du es beschreibst.

  • Autor

Bisher habe ich Addinol 5W-40 drin und habe jetzt von denen das 5W-50 bestellt. Das fahre ich bereits in meinem Renault Clio 3 RS.

Den größeren Ölfilter will ich ggf. auch einbauen, da etwas mehr Ölmenge ja bekanntlich nicht schadet.

  • Autor

Ja, das ist bekannt. Mir ist dein "Unfall" beim ersten Versuch mit dem großen Filter "gut in Erinnerung" geblieben. Und an meinem Viggen habe ich das dann entsprechend zuerst geprüft und mußte dort auch ein wenig an der besagten Stelle weg schleifen. Werde ich bei dem Exemplar hier dann auch entsprechend machen, wenn ich den großen Filter verbaue.

  • Autor

So, bei der Hitze war das kein wirklicher Spaß. Aber auf die Schnelle konnte ich heute wenigstens eine Öltemperaturanzeige erstmal nur "(f)liegend" verbauen. Das muß ich bei Gelegenheit noch etwas verbessern, aber erstmal wird es so gehen.

Mangels anderem Sensor habe ich den einzigen bei mir auf Halde liegenden M14x1,5 anstelle der Ölablassschraube in die Ölwanne geschraubt. Mir ist bewusst, daß das nicht gerade der beste Messpunkt ist. Aber was anderes habe ich nicht da, kann ich aber ggf. noch ändern und z.B. in die Hohlschraube der Turbolader-Ölversorgungsleitung am Ölfiltergehäuse einbauen.

Öldruck geht erstmal nicht. Ich habe zwar Instrument, einen dazu passenden Geber mit Warnkontakt, einen Adapter von M14 auf M10 und eine M10 auf M10 Stahlflex-Verlängerungsleitung.

Leider baut der Adapter plus Leitung zu lang, so daß man damit schon nicht mehr am Anlasser vorbei kommt. Daher jetzt eine neue Stahlflex-Verlängerungsleitung mit M14 auf M14 bestellt. Das müßte gehen und den Adapter M14 auf M10 kann ich dann am Ende der Leitung verwenden statt direkt im Motorblock.

Öldruck würde ich auf jeden Fall gerne noch einbauen, bevor ich auf 5W-50 umöle, um da einen Vergleich zu bekommen.

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