Alle Beiträge von Hardy
-
SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
Nachdem neue Saabs in D jetzt sowieso halb unverkäuflich sind, vielleicht sollte Saab D eine Rabattaktion "a la BMW" starten: Statt "Wir verdoppeln die Abwrackprämie (wie BMW)" sollten die "Wir vervierfachen die Abwrackprämie" anbieten und "bei Verschrottung eines alten Saabs gibt's sogar fünffach !" Die wären im Handumdrehen ausverkauft ... und man müßt sich weniger mit Gammel-Saab-Fahrern und Ersatzteil-Archäologie herumschlagen...
-
SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
Es gibt halt weltweit Überkapazitäten im Automobilbau. Zuviele Fabriken. Und wie immer, wenn's eine Branche erwischt, dann sind die schwächsten Kandidaten die ersten, die zusperren müssen. Soweit, so normal. Vielleicht gibt's ja ein Rest-GM in Europa. Dem Investor würde ich aber empfehlen, genau zu gucken wo günstig produziert werden kann. Schätze, da sieht's für Trollhättan eher ungünstig aus. Vielleicht ein Designcenter belassen, den Vertrieb, den Rest canceln. Engineering, Produktion in Rüsselsheim, in D ist die Autoentwickel-Infrastruktur einfach besser. Für ein Butterbrot die Markenrechte sichern an Saab und Saturn (für Export nach USA) und dann kann's wieder was werden.
-
Aus für 9-7X
Nimm's sportlich: Saab ist, wenn man's trotzdem gern fährt ! Ein hochgejazzten "das-warn-noch-Zeiten-Saab" kann ja jeder ...
-
SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
Glaube ich nicht, immerhin ist der Interkontinentalflug bereits erfunden. Aber empfindet man als "letzte verbliebene Supermacht" die Stellung in der Welt anders als wir alten Europäer. Wenn Du die USÄ mal ordentlich bereist wirst Du feststellen, daß es dort riesige Unterschiede gibt, in fast jeder Beziehung, vieeel größer als in Europa. Wahnsinnsreichtum neben völliger Verwahrlosung, Metropolen und abgeschiedenste Provinz, Hochkultur neben an Debilität grenzendem Flachsinn, Spitzenmedizin neben versicherungslosen Schluckern, Nobelpreis-Wissenschaft neben Analphabeten. Amerika ist unglaublich vielgestaltiger als Europa. Grüße Hardy
-
Hilfe dringend gesucht Raum Stuttgart
Autohaus Tziatzias Teinacher Str. 44 71634 Ludwigsburg Tel 07141 / 374016
-
SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
Oh, nicht vergessen: Der Türgriff am Fiat ist auch anders ! Und die Innenverkleidung !!!!! Und sogar die Lackfarbe !!!!!!!!
-
9-4 X... Nicht übel !
Genau. In diesem Fall als automatische Niveauregulierung ausgeführt.
-
Geräusch im IVten!
Esoterik. Leider haben alle Freunde mit Zugang zu ausreichend leistungsfähigen Drehbänken keine Lust, keine Zeit, keinen Arbeitsplatz mehr ...
-
Abwrackprämie
Ooooooh doch mein Freund. Die 19% heißen schließlich auch Mehrwertsteuer und nicht Merkelsteuer. Prost !
-
Abwrackprämie
Abwracken ! Hallo Aufwachen ! Da geht's um Konjunktur, Nachfrage und Arbeitsplätze. Die Umwelt ist in dem Zusammenhang piepsegal.
-
Zündel-Fred
Der 2002 turbo war nicht gerade Großserie. Wenn der nur dreistellige Kilometer hielt, lag's meistens am Fahrer, der das Ding um den Baum gewickelt hatte. Und immerhin war der Wagen die erste Basis für den Formel-1 BMW mit turbo. ===> Einschub: Ein bißchen weniger Häme fänd ich angezeigt, denn es ist ja nicht so, daß die anderen nix können mit 'nem Turbo. Und 30 Jahre alte Lorbeeren sind mittlerweile vielleicht auch etwas welk. Einschub Ende <=== Die ersten Turbos, die "recht häufig" verkauft wurden (ca. 4500 Stück ab 1970 !) waren die May-Turbo-Bausätze für den Ford Capri. Haltbarkeit aber auch eher durchwachsen, was aber sowohl an der handwerklichen Qualität des Umbaus (wenn Selbermacher) als auch am Einsatzzweck (Streetfighting & Abschleppwagen) lag. Die Schwabengarage hat etliche Fahrzeuge umgerüstet, die - sinnig gefahren - durchaus Laufleistung zusammenbrachten. Etwas detaillierter: http://www.ford-capri.ch/start-d/foto-galerie/technik/may-turbo-a.html Von den ersten Saab turbos (B-Motor) gibt's aber auch Geschichten .... "auf Anhieb standfest" ist seeeehr beschönigend. Nicht zuletzt deshalb sollte man auch heute noch mit einem B-Turbo zum letzten verbliebenen Spezialisten in D für diesen Motor (ihrwißtschonwer).
-
Fließheckfreunde aufgepaßt !
Jetzt gehen die letzten 900/I Fünftürer auf den Schrott: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-39702-7.html#backToArticle=607379
-
Zündel-Fred
Kann ich nicht bestätigen. Übrigens ist ein alter Saab da eine recht gute Investition, der verreckt mechanisch schneller, als der Übermut überschäumt Und wenn's dann doch mal klappert: Einen meiner Wintersaabs (900i 8V) habe ich einem 18 jährigen Fahranfänger "verschenkt". Ein halbes Jahr und ca. 5000 km später durfte ich den wieder abholen: Auf dem Hänger ! Hat auf der vierspurigen Landstraße das Lenkrad verrissen, zuerst in die Planke und dann in den Graben incl. Überschlag und Stillstand am Baum. Nix passiert, obwohl alle Zeugen dachten, der Bursche sei hin. Kein Blechteil mehr gerade an dem Wagen ! Aber der Motor lief noch .... Probier das mit'm Fiesta
-
SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
Schweden-Ascona ...
-
Gebläse Frontscheibe
Wenn's tatsächlich nur in Stellung "Frontscheibe" klappert, könnte es an der Verstellmechanik liegen. Die Verstellung funktioniert über Unterdruckdosen, die -wenn aktiviert- über Hebel die Luftstomklappen betätigen. Sollte hinterm Armaturenbrett irgendwas genau so herumbaumeln, daß es nur an den Hebel klappert, wenn der entsprechende Hebel aktiviert ist ... dann klapperts genau dann. Ich hoffe ich hab mich nicht allzu dämlich ausgedrückt (Schwerer Magen nach Kantine). Zum testen einfach mal Radio ausbauen und bei laufendem Motor den Verstellknauf drehen, dann sieht man schon welche Unterdruckdose aktiviert wird und wo was klappern könnte. Viel Erfolg Hardy P.S. Ich beneide Dich um Deine Probleme
-
Taktfrequenzmeßgerät K-Jet
Unterschied: Der Saab-Tester hat eine andere Skala, von 0-100%, der Schließwinkeltester eine von 0-90 Grad. Gibt's eigentlich so ein Schließwinkelmessgerät auch als 52 mm Zusatzinstrument (wie ein Voltmeter?). Schon mal jemand so was gesehen ?
-
900i 8V Startprobleme
Der xxeenn macht grad Kältepause, wenn ich das richtig verstanden hab.
-
900i 8V Startprobleme
Weiß nicht ob es den Mengenteiler samt Regelkolben noch neu gibt, aber selbst wenn, würdest Du nicht froh werden: Das Teil kostet wahrscheinlich vierstellig oder knapp drunter Insofern ist eine konservative Behandlung mit Systemreiniger vielleicht erst mal das beste Wenn er nicht anspringt, hast Du ihn dann stehen lassen oder doch irgendwie (und wenn ja wie genau ?) zum Laufen gekriegt ? Hardy
-
900i 8V Startprobleme
"Vorglühen" kann bei hängendem Steuerkolben sinnvoll sein: Der wird durch den Benzindruck wieder runtergedrückt, das geht nur bei laufender Spritpumpe. Spätere Fahrzeuge anderer Marken mit K-Jet hatten zusätzlich eine Feder eingebaut, damit dieser Fehler nicht mehr auftauchen kann. Starten mit Vollgas hilft manchmal bei bereits abgesoffenem Motor. K-Jet: Trick und Gefühl ... Aber vielleicht liegt's auch an was gaaanz anderem. Viel Glück ! Hardy
-
Geht's noch ? ..oder wie schädigt sich die europ. Wirtschaft selbst am effektivsten..
Fährt. Nebenberuflich. In D sind Lokführer gesucht :-)
-
Geht's noch ? ..oder wie schädigt sich die europ. Wirtschaft selbst am effektivsten..
Die Investoren waren es bei Märklin sicher auch, aber nicht nur. Das Unternehmen saß / sitzt so quasi zwischen den Stühlen. Der Markt teilt sich (wie in anderen Bereichen auch) auf in einen Billig-Konsumermarkt, die klassische Spielzeugeisenbahn, wo hauptsächlich Preis und noch ein bißchen Preis-Leistung interessiert. Da qualifiziert sich die "klassische alte 60er/70er Märklin-Qualität" natürlich hervorragend. So eine alte V200 mit Druckgußgehäuse kann man auch mal aus einem Meter herunterfallen lassen, die fährt immer noch (hab's ausprobiert). Zur Not reparierbar mit Zange, Schraubenzieher und Lötkolben. Dann gibt's den High-End-Sammlermarkt, die "Nietenzähler". Ist deutlich weniger preissensitiv, allerdings erbarmungslos was Detailtreue angeht. Da ist schon das Mittelleiter-System einfach mal nix. Die Burschen, die die Schwellen einzeln kleben und die Schienen festnageln kriegen das kalte Grausen. Zumal die einstigen Vorteile mit Kehrschleifen etc. durch die Digitaltechnik weitgehend obsolet sind. Und Märklin ist einerseits nicht günstig genug, um mit Fernost- oder sonstiger Massenproduktionsqualität (die mittlerweile übrigens durchaus ansprechend ist) preislich halbwegs mithalten zu können. Andererseits sind die nicht detailliert genug, um die Ansprüche im Highend-Sektor wirklich überzeugend zu bedienen. Dazu der demographische Faktor (weniger Kinder), verändertes Freizeitverhalten (meine spielen aber beim Opa gern damit) und natürlich auch die Konsumkrise ... und selbst im Highendsegment sterben 'se aus Grüße Hardy P.S: Ein Ex-Kollege von mir fährt übrigens sowas: www.v221.de
-
Hartmut Mehdorn
Warum stürzt Mehdorn ? Der hat doch mit Märklin nur seeeehr bedingt was zu tun ?!?
-
Problem mit Farbcodes
Hatte mal einen 1981er Sedan mit TRX-Felgen in eben diesem walnußbraun-Metallic 169G zum ausschlachten. Völlig fertig durchgerostet und ebenso völlig scheckig von der Farbe her, wurde nämlich im Laufe der Jahre hier und da nachlackiert. Die Farbpigmente scheinen nicht sehr alterungsbeständig gewesen zu sein, daher vermutlich die Abweichung. Ich denke der Farbaufkleber stimmt aber die Farbe ist abgeschossen. Komplettlackierung ! Dann ist's auch egal ob der Ton nur zu 99,8% getroffen wird. @[mention=24]KGB[/mention]: Nitro-Lack hat in den 70ern nur noch Rolls-Royce verwendet, alle anderen haben schon in den 50ern oder 60ern umgestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Nitrolacke Der 900er dürfte werksseitig mit einem Alkyd-Einbrenn-Lack beschichtet worden sein.
-
Geeeeeheerd ! (Austin in Not)
http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/showDetails.html?lang=de&id=87281143&pageNumber=1&scopeId=C&sortOption.sortBy=price.consumerGrossEuro&sortOption.sortOrder=ASCENDING&makeModelVariant1.searchInFreetext=false&makeModelVariant2.searchInFreetext=false&makeModelVariant3.searchInFreetext=false&vehicleCategory=Car&segment=Car&maxPrice=2001&ambitCountry=DE&zipcode=71332&zipcodeRadius=50&siteId=GERMANY&negativeFeatures=EXPORT&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&export=NO_EXPORT&maxMileage=80000&customerIdsAsString=&tabNumber=3austin.pdf
-
Abwrackprämie
Andreas Theyssen - Abwrackprämie auf den Schrott! Die 2500 Euro für alte Autos sind Wahnsinn, weil sie die Besitzer dem blanken Psychoterror aussetzen. Dabei ist der Kauf eines Neuwagens reine Geldvernichtung - wegen des Wertverlusts im ersten Jahr. Die einzige Gewissheit, die es in Zeiten der Weltwirtschaftskrise noch gibt, ist: Es gibt keine Gewissheiten mehr. Großbanken können einfach nicht pleitegehen, dachten wir unser Leben lang. Dann trat Lehman Brothers von der Bühne ab, und zwar mit einem Spektakel, das wir eher von den Blues Brothers kannten. In der Bundesrepublik ist Privateigentum heilig, dachten wir immer. Und nun brütet der Bundesfinanzminister gerade über Plänen, wie er Aktionäre von wackelnden Banken enteignen kann. Nur wer zu viel Geld hat, kauft sich einen Neuwagen, denn der Wertverlust vor allem im ersten Jahr ist die blanke Euro-Vernichtung. Dachten wir immer. Da kann man sich ja gleich ein Segelboot zulegen. Denn der Besitz eines Segelboots muss gleichgesetzt werden mit Unter-die-Dusche-Stellen-und-100-Euro-Scheine-Zerreißen. Vulgo: der blanke Wahnsinn. Auch diese Neuwagen-Gewissheit ist nun perdu. Neuwagen kaufen, Neuwagen kaufen, Neuwagen kaufen, raunt es in diesen Tagen von allen Seiten. Und unsereiner, Besitzer eines Altautos, ist permanentem Psychoterror ausgesetzt. Wir werden unseren Anwalt kontaktieren müssen, um uns nach den Erfolgsaussichten einer Schmerzensgeldklage gegen Angela Merkel zu erkundigen. Golf für die Formel 3 Zur Lage: Wir fahren einen Golf, 13 Jahre alt, knapp 130.000 Kilometer auf dem Tacho. Für einen Wagen aus deutscher Produktion ist das wahrlich nicht viel. Ein Bekannter hat seinem Passat Kombi 350.000 Kilometer entlockt, und immer wieder stoßen wir auf Taxifahrer, die ihren Mercedes gen 500.000er-Marke prügeln. So weit das Vernunftargument. Nun kommt auch noch das emotionale dazu, dem wir deutschen Autofahrer angeblich ja so anhängen. Unser Golf ist ein wenig anders als die anderen Golfs. Auf der Autobahn (auf der wir leider nur ganz selten sind) können wir locker die untere Hälfte der BMW-Produktion abhängen. Und ganz besonders lieben wir Besuche in der Waschstraße. "Entschuldigung, ist das ein GTI?", fragen dort regelmäßig die migrationshintergründigen Mitarbeiter. Antwort: Nein. "Aber dann ist es ja ein ..." Wissendes Kopfnicken. Es ist schön, in diesen harten Zeiten Bestätigung zu finden, und inzwischen ist uns wurscht, wofür wie sie bekommen. Jedenfalls stammt der Wagen aus einer Zeit, als irgendein Irrer in Wolfsburg beschloss, ein Golf müsse auch in der Formel 3 mitfahren können, und einen Sechszylindermotor in den Kleinwagen stopfen ließ. Kurzum: Wir waren eigentlich recht zufrieden mit unserem Altauto. Dann kam die Abwrackprämie. Es beginnt recht harmlos auf einer dieser Wir-sind-alle-unglaublich-wichtig-Journalistenpreisverleihungen. Die Prämie sei Schrott, entfährt es an unserem Tisch der Berlin-Repräsentantin eines süddeutschen Herstellers. Von dem Geld würden doch nur die billigen asiatischen oder osteuropäischen Autobauer profitieren, nicht aber die meisten deutschen, klagt sie. Das sehen wir auch so und schreiben die Abwrackprämie ab. Ein paar Tage später in der italienischen Botschaft. In der Pause zwischen einer Rede von Italiens Nudelkönig und dem Auftritt der Liz-Mohn'schen Nachwuchsopernsänger treffen wir beim Prosecco auf einen Mercedes-Mann. Na, von der Abwrackprämie haben Sie ja wohl nichts, höhnen wir. Das würde er so nicht sagen, meint er. Die Prämie gebe es schließlich auch für Leasingfahrzeuge, und die Aussicht, vom Staat ein Jahr lang die Leasingraten finanziert zu bekommen, locke durchaus Kunden in die Salons. Ein Jahr gratis - wir sind zwar mit unserer Altlast zufrieden, fangen aber an zu grübeln. Eine Kollegin kommt ins Büro. Normalerweise ist sie weltlichen Dingen völlig abhold, aber an diesem Tag verkündet sie, sich einen neuen 1er BMW zuzulegen. Wegen der Abwrackprämie. Eigentlich hätte sie ja lieber einen neuen Golf, aber VW habe inzwischen so lange Lieferzeiten, dass sie lieber auf Nummer sicher gehe. Schließlich reiche die Prämie nur für 600.000 Autos, und sie wolle nicht Gefahr laufen, leer auszugehen. Wir sind zwar mit unserem Semi-Oldtimer zufrieden, aber unser Grübeln nimmt zu. Wenn du die Prämie willst, musst du dich schnell entscheiden. Freitagabend, Verleihung des Preises für das "Auto der Vernunft". Wenn die wüssten, was wir fahren, hätten sie uns bestimmt nicht eingeladen. Egal. Oben auf der Bühne fällt ein Ford-Vertreter dem Bundesverkehrsminister fast um den Hals. Wegen der Abwrackprämie. Auch ein Skoda-Mann dankt dafür, dass die Autohäuser dank des amtlich geförderten Schrotthändler-Konjunkturpakets wieder voll sind. Uns unten im Saal befällt der Gedanke, dass wir so eine Art letzter automobiler Mohikaner sind, der noch nicht im Autohaus war. Geh wracken, du Spacken (norddeutsch für Volltrottel), schießt es uns durch den Kopf. Dabei haben wir unsere alte Rennsemmel doch immer noch so lieb. Gemein, dieser Gruppenzwang! Mit Mutter telefoniert. Sie hat ihren Uralt-Toyota gegen einen nagelneuen eingetauscht. Wegen der Abwrackprämie. Mutter ist 82. Und wir fühlen uns in diesem Moment steinalt. Wie die Lemminge stürzen wir Deutschen in diesen Tagen in die Autohäuser. Wir wissen eigentlich, dass der Neuwagenkauf blanke Geldvernichtung ist, auch die Abwrackprämie deckt in vielen Fällen kaum den Wertverlust im ersten Jahr. Wir wissen eigentlich, dass es ziemlich leichtfertig ist, sich einen nagelneuen Wagen zuzulegen, wenn unklar ist, ob wir am Ende dieses Rezessionsjahres überhaupt noch einen Job haben werden. Wir jedenfalls werden eisern bleiben. Weil wir vernunftbegabt sind. Weil wir uns dem Herdentrieb verweigern. Aber am Wochenende lassen wir uns doch mal von einem Dacia-Händler vorrechnen, wie viel wir nach Abzug der Abwrackprämie für einen Neuen noch drauflegen müssten. Einfach nur so, versteht sich. Man kann ja nie wissen ... Andreas Theyssen / Financial Times Deutschland (www.ftd.de)