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1.300 km Autobahn oder Verkehrserziehung für Schwererziehbare ?

Empfohlene Antworten

Ankunftszeit wesentlich stärker beeinflussen, als die Gaspedalstellung.

 

Und erst recht wann man fährt!

Ich bin relativ häufig auf der Strecke Kassel - Frankfurt (200km) unterwegs.

Bei normalem Verkehr, braucht man immer so 2 Stunden. Freitag Nachmittags 2 1/2 bis 3 Stunden.

Am Ostersamstag (Abfahrt 7:30) musste ich arbeiten und bin die Strecke mit meinem 2.8er in 50 Minuten gefahren.

Die war ich auch quasi alleine auf der Bahn!

Der Mehrverbrauch hält sich da sogar im Rahmen, bei viel Verkehr sind es 15 Liter und bei Vollgas nur 19 Liter.

Ich habe große Strecken möglichst auf die Nacht gelegt. Ich bin schon von der Gruga-Halle in Essen in 2 3/4 Std. heimgefahren bis vor die Haustür*. Das sind etwas über 500 km, davon keine 20 km Landstraße. Aber eben erst 22.00 Uhr losgefahren. Ich musste nicht einmal wegen eines anderen Autos vom Gas. Ist aber ein paar Jahre her und es gab auf der ganzen Strecke so gut wie keine Tempolimits und auch keine Baustelle. Den Schnitt von über 180 schafft man heute nur noch mit Missachtung aller Regeln. Tagsüber brauchte man damals mindestens doppelt so lange, falls nicht ein Stau noch mehr Zeit verschlingt.

Der Verbrauch hält sich in Grenzen, gerade bei schwereren Autos. Ist die Masse am Rollen, benötigt man nicht allzuviel Energie. Was auf den Verbrauch geht, ist ständiges Bremsen und wieder Beschleunigen.

Wie sich das ändert, sieht man daran, dass man mit einem Opel Rekord C (V/max 128 km/h) in jener Zeit von Freiburg nach Hamburg mit Gaspedal am Anschlag durchfahren konnte. Schnitt fast identisch mit V/max. Nicht mal ein Porsche Turbo würde heute in der Zeit nach Hamburg fahren können wie damals der schwache Opel.

 

Also lohnende Zeitersparnis ist nur nachts auf richtig langen Strecken möglich. Auch nur außerhalb der Urlaubskarawanen.

 

* Solche Gewalttouren sind natürlich die Ausnahme. Aber wir hatten einen Messestand aufgebaut und mussten Mitarbeiter heimbringen, am nächsten Morgen wieder dort sein. Also Auto geladen und zurück.

Also lohnende Zeitersparnis ist nur nachts auf richtig langen Strecken möglich.
NaJa, oder eben auf der von mir immer wieder angeführten A20 und ein paar sicher noch irgendwo existierenden vergleichbaren Strecken (wobei letztere wahrscheinlich nicht so lang sein werden). Da geht das auch tagsüber recht 'freiflugmäßig'.
Gab mal einen ARD Test, Polo Diesel gegen Porsche. Von HH nach München, der Polo war schneller. Der Porsche fuhr, wo es ging Vmax, hat aber alles bei den Tankstops verloren.

Richtig.

Manchmal fragt man sich, wie die Leute Ihre sagenhaften Durchschnittgeschwindigkeiten ausgerechnet haben...:cool:

Ich kann's nicht lassen:redface:, doch noch einen Kommentar:

 

Ich wünsch es keinem, aber ich mach mal folgende Überlegung und Rechnung auf: Über 30 Jahre jährlich 10 Tage durch aggressives Fahren gewonnen (das ist schon seeehr viel). Das sind nach A.R. 300 Tage also knapp ein Jahr. Glückwunsch für den Gewinn an "freier" Lebenszeit:top:. Dann aber nach 30 Jahren bei der aggressiven Fahrweise schwer verunglückt .... danach hat man alle Zeit der Welt, oder ist einige Wochen eingeschränkt, oder, oder.....:eek:

 

Zur Durchschnittsgeschwindigkeit: Rechnet mal die gesamte Fahrleistung dividiert durch die Zeit, die Ihr im Auto fahrend/sitzend verbringt. Mehr als 60 bis 65 kommt da nicht raus, da kann man so schnell fahren wie man will.

 

Mein Rezept: Versteht das Autofahren als Leben und Spass .... deshalb fahren wir auch solche Autos.:cool:

.

 

Mein Rezept: Versteht das Autofahren als Leben und Spass .... deshalb fahren wir auch solche Autos.:cool:

 

Das trifft es genau und man spart sich das Nachdenken über den Quatsch anderer Leute.

Zur Durchschnittsgeschwindigkeit: Rechnet mal die gesamte Fahrleistung dividiert durch die Zeit, die Ihr im Auto fahrend/sitzend verbringt. Mehr als 60 bis 65 kommt da nicht raus, da kann man so schnell fahren wie man will.
Also meine Einbau-Navis erzählen mir da auch nach 10Tkm oder so meist irgend etwas um die 35 herum. Di paar A20-Tiefflüge werden da vom Brliner Stadtverlehr sehr schnell 'ausgeglichen'.

Wer über's Jahr einen 60er Schnitt schafft, muss dann wohl schon recht viel außerorts unterwegs sein.

Also meine Einbau-Navis erzählen mir da auch nach 10Tkm oder so meist irgend etwas um die 35 herum. Di paar A20-Tiefflüge werden da vom Brliner Stadtverlehr sehr schnell 'ausgeglichen'.

Wer über's Jahr einen 60er Schnitt schafft, muss dann wohl schon recht viel außerorts unterwegs sein.

 

...stimmt - unser Firmen 1er BMW hat nun, nach mittlerweile ca. 57.ooo km und Nutzung fast ausschließlich durch einen Kollegen (meist Berlin-Schleswig-Holstein und zurück) und mich (momentan 2 Mal/Woche Berlin - Insel Usedom und zurück) eine Durchschnittsgeschwindigkiet nach Bordcomputer von 81,7 km/h...:redface:

... Berlin - Insel Usedom und zurück ...
A11 geht halbwegs, und A20 ist Freiflugzone - das sind somit fast schon Idealbedingungen.

Hier wird von einigen schnelles Fahren mit aggressivem Fahren gleichgesetzt. Das trifft womöglich für einige zu. Aber ich sehe das zumindest für mich anders. Ich bevorzuge angepasstes Fahren. Da kann es sein, dass man mit 60 km/h durchaus zufrieden ist, wenn Straßenführung, Straßenzustand, Wetter, Verkehrsaufkommen eben 60 km/h als angemessen erscheinen lassen. Dagegen sind 200 km/h mitten in der Nacht auf leerer Autobahn auch nicht aggressiv, sondern eben angepasst. Es muss keiner 200 fahren, aber man muss auch nicht die kriminalisieren, die es tun. Oft sind es auch Leute, die sich selbst solche Tempi nicht zutrauen oder deren Kiste jenseits von 120 auseinander fliegt. Und alle Theorie über Zeitgewinn oder nicht, ist hinfällig, wenn man nachts auf leerer Autobahn fährt. Selbst die durch Tanken verlorene Zeit ist irrelevant, wenn man z.B. von Frankfurt nach Basel fährt. Da kann ich mit 100 oder 200 fahren. In Ffm vorher vollgetankt, brauche ich bei konstantem Tempo kaum mehr als die Hälfte der Tankfüllung. Unter solchen Umständen kann man die Fahrtzeiit nahezu halbieren, ohne andere und sich zu gefährden.

 

Auf Kurzstrecken macht es überhaupt keinen Sinn. Aber manchmal ist man doch lieber vor als hinter einem Verkehrshindernis, falls ein Nachfolgender pennt. Gerade war ich schnell in einem Nachbarort. Auf der B3 ist natürlich 100 angesagt. Auf freier Strecke ein dicker Mercedes mit 60 km/h. Da kein Gegenverkehr, bin ich zügig vorbei. Es saß ein Männchen drin, mindestens 90 und derart verkrampft hinter dem Steuer, dass man dessen Angst spürte. Er musste mir aber seine Empörung über meine "Raserei" (Tacho 110) durch wilde Lichthupe dokumentieren. Kurz vor dem Ort kommt ein Kreisel. Im Rückspiegel konnte ich sehen, dass er einem Lkw im Tran so vor die Nase fuhr, dass es nur dem Lkw-Fahrer zu verdanken ist, dass der Alte mit seiner Frau noch lebt. Wer so fährt oder nur noch meint, so fahren zu können, hält sich vermutlich für verantwortungsvoll. Den Führerschein freiwillig abgeben, wäre aber noch besser.

 

Gestern auch Mercedes. In Badenweiler ist alles Zone 30. Also rechts vor links. Direkt vor einer Einmündung von rechts ein Zebrastreifen und gleichzeitig kommt ein mir gegenüber vorfahrtsberechtigter Mercedes mit Grufti am Steuer von rechts. Ich halte aber auch an, weil ein Fußgänger über den Zebrastreifen will. Der mit dem Mercedes sieht mich halten und biegt heraus, merkt aber in der allerletzten Sekunde, dass da jemand über den Zebrastreifen geht. Zwischen Stoßstange und Bein waren es max. 5 cm. Der Mann wiederum schaute zu mir und bedankte sich, dass ich am Fußgängerüberweg angehalten habe. Beinahe wäre es schief gegangen. Gerade in solchen Kurorten ist der Altersdurchschnitt der Kurgäste irgendwo bei 80 +. Da fragt man sich, wie die aus mehreren 100 km Entfernung überhaupt heil bis zu uns gekommen sind.

Sowas hier sollte ständig und überall laufen, wann immer es gerade einen Werbespot für ein neues Smartphone gibt, muß dieser hier direkt im Anschluss hinterher:

 

https://www.youtube.com/watch?v=9OmzhLfMLsI

Hier wird von einigen schnelles Fahren mit aggressivem Fahren gleichgesetzt. Das trifft womöglich für einige zu. Aber ich sehe das zumindest für mich anders. ...

 

 

Ich denke, das wurde auch so verstanden.

...wobei das natürlich jeder von sich sagt. Aggressives Fahren würde niemand zugeben, eher sind die anderen "Deppen" an allem schuld.
...wobei das natürlich jeder von sich sagt. Aggressives Fahren würde niemand zugeben, eher sind die anderen "Deppen" an allem schuld.

 

Wenn ich morgens den dritten "Deppen" vor mir hatte halte ich kurz an und trinke einen Tee oder Espresso.

Die Erkenntnis ist nicht angenehm, aber in dieser Konstellation sitzt der "Depp" leider allzuoft an Steuer meines Wagens.....

 

Eine Pause hilft mir da oft!

Wenn ich morgens den dritten "Deppen" vor mir hatte halte ich kurz an und trinke einen Tee oder Espresso.

Die Erkenntnis ist nicht angenehm, aber in dieser Konstellation sitzt der "Depp" leider allzuoft an Steuer meines Wagens.....

 

Eine Pause hilft mir da oft!

:top:

Nach 2500km Autobahn (mehrheitlich CH/F) habe ich folgende Erfahrung gemacht (zugegebenerweise mit WW am Heck) - CH: zuvorkommend und nachsichtig - F: irres Fahren - Abstände so eng, dass man in D nur noch den Kopf schütteln würde (hätte kein Mensch dazwischen gepasst) - zwischen 100 und 130 wird sich da ein Kampf geliefert, den ich aus D nicht kenne - diese Fahrweise bedingt auch, dass bei 3-spuriger Fahrbahn kein Franzose von der mittleren auf die 3te Spur wechselt, obwohl man den Blinker hunderte Meter zuvor setzt und die 3te Spur leer ist.... UND hier das Lob an die Fahrer aus D - für diese war es gar kein Problem die 3te Spur in diesen Situationen zu nutzen... Denke man was man mag...
...- F: ...bei 3-spuriger Fahrbahn kein Franzose von der mittleren auf die 3te Spur wechselt, obwohl man den Blinker hunderte Meter zuvor setzt ..

 

Dieses "Zeichen" wird kein Franzose verstehen, da dort absolut unüblich.

  • 2 Wochen später...

"Alte Knacker" runter von der Straße und "freie Fahrt" auf Autobahnen und besonders nachts wenn alles frei ist, damit man den Schnitt erreicht, weil das von einigen immer so vehement hier vertreten wird, hier ein aktuelles krasses Gegenbeispiel mit leider tödlichem Ausgang auf einem der wenigen Abschnitte wo keine Geschwindigkeitsbegrenzung existiert. Natürlich ist es "nur" ein Beispiel und die Statistik spricht ihre eigene Sprache.

 

Rheinpfalz, Titelseite von heute:

Tod auf der A61 25-09-2015.pdf

Bearbeitet von saab-wisher

Hallo Joseph,

 

der Artikel sagt nur, dass das Auto ungebremst unter den Lkw fuhr. Es ist nicht ersichtlich, wie schnell (auch mit 80 km/h würde es locker reichen), ob der Fahrer eingeschlafen ist oder sogar alkoholisiert war. Solche tragischen Unfälle als Argument für was auch immer heranzuziehen, ist eigentlich Sache der Revolverpresse. Diese Zeitung muss man loben, da sie weder den Unfall wertet noch voreilige Schlüsse zieht. Ich bin auch dafür, dass man Tempolimits dort einführt, wo tatsächlich erhöhte Gefahr besteht. Andererseits sind die meisten Abschnitte der Landstraßen nur generell auf 100 km/h limitiert, obwohl da sehr viel mehr Gefahren lauern. Ob nun die Tatsache, dass der Streckenabschnitt nicht limitiert ist, für den Unfall eine Rolle spielte, weiß man nicht. Da es keine Bremsspuren gibt, kann man erst in einem komplizierten Verfahren an Hand der Deformierung des Pkw in etwa abschätzen wie schnell der war. Ob die Erreichung eines Schnitts eine Rolle spielte, ist ebenso Spekulation. Genauso könnte man unterstellen, dass die 5 jungen Männer irgendeinen Blödsinn gemacht haben oder eben alkoholisiert waren. Das wurde eben nicht im Artikel aufgeklärt. Also sagt das überhaupt nichts.

Es muss auch jeder selbst wissen, ob er nachts schnell und aufmerksam fahren kann. Einige leiden ja auch unter einer Art Nachtblindheit oder sind einfach nachts stark verunsichert. Wer leicht am Steuer einschläft oder die Sache bis zum Sekundenschlaf ausreizt, sollte besser daheim bleiben. Pausen und ein etwa 20-minütiger Schlaf wirken Wunder. Ich habe beim Militär gelernt, in jeder Lage quasi auf Kommando schlafen zu können. Es ist auch falsch, zu lange zu schlafen. Lieber nach 2-3 Stunden die nächste Pause. Kaffee trinken nützt eher nichts, bei mir sowieso nicht. Jeder Mensch ist anders und hat einen anderen Lebensrhythmus. Der eine würde am liebsten bis morgens um 10 Uhr schlafen, geht aber erst um 2.00 Uhr ins Bett, der andere steht um 4.00 Uhr morgens auf und ist nicht in der Lage, am Abend um 20.15 Uhr einen Film anzuschauen, ohne einzupennen.

 

Gruß Frank

Liest sich eher wie eingeschlafen, als wie zu schnell.

Wer nachts auf der rechten Spur unter einen Sattelzug rauscht, kann nur im tiefen Wortessinne gepennt haben.

 

Wenn ich nachts mit 120 auf der rechten Spur tuckern würde, wäre die Gefahr, das ich doch mal einschlafe, auf jeden Fall weitaus größer, als wenn ich in 2m Richtflughöhe über die linke Bahn ziehe.

Auf leeren und langweiligen Strecken sehe ich Tempolimits somit als eindeutig gefahrerhöhend an.

Man könnte jetzt allenfalls spekulieren, daß dieser Unfall etwas glimpflcher ausgegangen wäre, wenn dort nur 120km/h erlaubt wäre, und der Fahrer nicht signifikant schneller gefahren wäre. Da käme man dann auf einen Geschwindigkeitsunterschied von ca. 40-50 km/h, was auch nicht gerade wenig ist. Hätte wäre würde....
Man könnte jetzt allenfalls spekulieren, daß dieser Unfall etwas glimpflcher ausgegangen wäre, wenn dort nur 120km/h erlaubt wäre, und der Fahrer nicht signifikant schneller gefahren wäre. Da käme man dann auf einen Geschwindigkeitsunterschied von ca. 40-50 km/h, was auch nicht gerade wenig ist. Hätte wäre würde....

 

Und wenn er zu denen gehört hat die sich einen schexxx für Begrenzungen interessieren.... Noch nen wenn....

Wenn das Auto mit 120 km/h aufgefahren wäre, sähe es ganz anders aus. So ein Sattelschlepper hat hinten keine Knautschzone. Ich tippe da eher auf 60 km/h im Vollschlaf.

Ich denke, der LKW fuhr, dann ergäben Eriks 120 ein Delta von rd. 30.

Wenn die Kiste mit relativen 60 einschlägt, dürfte sie anders aussehen, denke ich.

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