Alle Beiträge von WI-JX900
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5.000 Kilometer Europa
Teil 12 Die Straße nach Gallipoli führt von der Steilküste weg ein bisschen ins Hinterland und durch einen herausgeputzten Badeort, dessen Name mir eben entfallen ist, in dem aber Mafiabosse, Betonbetrüger und andere reiche Menschen schon vor 100 Jahren viel Geld in ihre Sommerresidenzen investiert haben - plötzlich und unerwartet sieht es aus wie Wiesbaden mit Palmen. Man wäre fast geneigt, die zuvor bestätigten Vorurteile über Süditalien noch einmal zu überdenken... Vor allem, weil auch Gallipoli so sehenswert ist: Das meiste, was die Stadt ausmacht, ist zwar wieder unfassbar hässlich oder Hafen oder beides. Aber die alte Stadt, errichtet auf einem Inselchen vor der Küste und mit einer einzigen Brücke zum Festland hin verbunden, ist ganz und gar entzückend. Abendwein in der Abendsonne mit Blick auf die zurückehrenden Fischerboote. So soll es sein...
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5.000 Kilometer Europa
Teil 11 Nun ist die Ostküste irgendwann auch mal abgegrast und nach mehreren Tagen am Strand (Hinfahren, rumliegen, schwimmen und abkühlen gehen, wieder rumliegen, Kaltgetränk an der Strandbar nehmen, nochmal rumliegen, nochmal ins Wasser, ein letztes Mal rumliegen zum Trocknen, wegfahren) will der Mensch dann doch nochmal was anderes sehen als das Meer, an dessen anderem Ende irgendwo Ex-Jugoslawien und vielleicht sogar Griechenland liegt. Deswegen beschließt die Kleingruppe einen Ausflug an die Gestaden des Golfs von Tarent, also auf die andere Seite des Stiefelabsatzes. Bis dahin ist es letztlich nicht weit, weil der Stiefelabsatz nur 70 Kilometer dick ist. Dächer auf und los! Zum Glück hatte schon der Reiseführer gewarnt, dass die Stadt Tarent selber das Zentrum der süditalienischen Schwerindustrie und also rechtschaffend hässlich sei. Und was soll man sagen? Der Reiseführer hatte aber sowas von Recht. Du kommst in Urlaubsstimmung im Urlaubscabrio über den letzten apulischen Hügel und vor die entfaltet sich ein Alptraumpanorama von rauchenden Schloten, in der Hitze flirrenden Hochöfen und amorphen Gewerbegebieten. Da kann man nur eins machen: Schnell das Weite suchen. Richtung Süden. Gina, das Italienisch sprechende Navigationsgerät (für alle, die's vergessen haben) führt im Zickzack nach Pulsano, wobei der Zickzackkurs auch dem Umstand geschuldet ist, dass Fahrer und Beifahrerin ihr alle fünf Minuten neue Anweisungen geben: "Kürzeste Strecke ohne Autobahnen" vs. "Schlaue Strecke mit Autobahnen" undsoweiter... Falls mal jemand sehen will, wie die Dritte Welt aussieht, ohne selber in die Dritte Welt zu reisen - er reise nach Pulsano. Bittere Armut springt die deutschen Vorsaisontouristen in ihren Angeberaufklappautos an. Die Häuser von der Witterung zermürbt, die Menschen zahnlos, die Straßen dort, wo keine Schlaglöcher sind (und die Schlaglöcher haben deutlich mehr Flächenanteil an der Fahrbahn als der Rest), aus bröseligem Billigbeton. Müll wird von einem heißen Wind durch die Luft geblasen und senkt sich wieder. Wer das mal erlebt hat, der weiß a) dass die EU-Infrastrukturmillionen für den Mezzogiorno irgendwo gelandet sein mögen, aber nicht in der Infrastruktur, und b) weshalb der reiche und halbwegs organisierte Norden Italiens diesen südlichen Landstrich verachtet. Für einen Milanesen ist das hier zivilisatorisch gesehen Afrika. Und da kann man dem Milanesen nicht mal widersprechen. Andererseits: Das Meer und die Küste hinter Pulsano sind schon sehr sehenswert. Die Uferstraße führt an einem sehr blauen Meer entlang durch weiße Sanddünen, deren Flora überraschend intensiv an das erinnert, was man aus dem Familienurlaub der 1970er Jahre in Dänemark kennt, bis dann sehr abrupt eine steile, wirklich sehr steile Steilküste übernimmt.
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5.000 Kilometer Europa
Teil 10 Zu den Bildern, die jetzt kommen, muss ich jetzt eigentlich nix Großes schreiben - es war halt Wetter für den Strand, deswegen sind wir immer und immer wieder an den Strand gefahren. Und irgendwie sahen die Autos auf dem strandnahen Parkplatz immer besser aus als die Besitzer auf ihren Strandtüchern. Und: Die Autos verändern ihre Farbe auch nach längerer Sonneneinstrahlung nicht in Richtung Krebsrot beziehungsweise Schokobraun. Zum Glück.
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5.000 Kilometer Europa
Teil 9 Erwähnte ich schon, dass zumal der Süditaliener einen schweren Hang zu sakralem Kitsch hat? Sogar an der Autobahntankstelle...
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5.000 Kilometer Europa
Teil 8 Ach ja: Polignano a Mare selber (also: die Stadt hinter dem Strand) hat eine kleine Bucht direkt in der Altstadt. Da geht der Einheimische offensichtlich gerne zum Baden hin. Ansonsten: Nette Altstadt, prima Gelateria und ein kommunistisch geführtes Café direkt gegenüber der örtlichen Kirche. (Don Camillo und Peppone - erinnert sich noch jemand?) In der örtlichen Kirche wurde übrigens gerade geheiratet. Und es war sehr italienisch: Alle schick gemacht, aber irgendwie nicht so doll an dem interessiert, was in der Kirche geschah. Es herrschte jedenfalls ein großes Kommen und Gehen während der Zeremonie und ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Gäste fand sich irgendwann draußen beim caffé vor dem kommunistisch geführte Café wieder, während drinnen noch getraut wurde. Um es mit den rheingaudialektalen Worten der besten Reisebegleiterin von allen zu sagen: "Ja, so sinn se, die Italiener: Die Kersch schenk' isch mer, abbä uffs Büffeh freu' isch misch..."
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5.000 Kilometer Europa
Teil 7 Okay, das war eine lange Pause - aber zwischendurch musste der Onkel mal umziehen, sich mit Einwohnermeldeämtern und niemals existiert habenden Zweitwohnsitzen ("Isch hätt' da abber noch ene Zweijtwohnung en dr Aachener Stroß em Compjuter stonn - so kann isch Sie äwwer nit aanmelden. Han Sie eijentlisch Ihre Zweijtwohnungssteuer jezahlt?") und Telefonfirmen, die keine Telefonanschlüsse herstellen können (Good bye 1&1, Hello Unitymedia!), und dem ganzen Rest rumgeschlagen. Das hat Zeit und Kraft gekostet. Und vor allem war ich dank der Firma 1&1 bis gestern zuhause internetlos. Und die Bilder, die noch kommen werden, über die UMTS-Karte am Dienstlaptop hochzuladen, das habe ich mich dann doch nicht getraut. Alsdann: 5.000 Kilometer Europa - Teil 7 Irgendwann, so nach der ersten Hälfte der ersten Woche, haben die fessi tedeschi dann doch verstanden, dass das Geheimnis guten Wetters die Küste ist: Das Ranzwetter bildet sich auf dem Meer und zieht in die Berge - also genau dahin, wo das eigentlich idyllische Locorotondo liegt. Deswegen war ab der zweiten Hälfte der ersten Urlaubswoche Strand befohlen. Nun geht der Italiener ja an sich nicht an eine spiagga libera, also einen öffentlichen Strand, sondern dahin, wo sie aus dem Meeresufer eine Badeanstalt mit Umkleidekabinen, Aufsicht und Bar gemacht haben und für relativ großes Geld stabilimenti vermieten: Das ist ein Strandmöbelgedeck, bestehens aus einem Sonnenschirm, zwei Liegen und - ursprünglich wohl für die Schwiegermutter gedacht - einem Stoffstühlchen mit Blick aufs Meer. Naja: Meistens mit Blick auf die schwitzenden Leiber der anderen Strandgäste. Egal. Vor und in der Badeanstalt San Giovanni zu Polignano a Mare sieht es jedenfalls so aus: (Das Foto mit dem roten Dingsbums auf dem Dach musste ich nochmal machen, weil die beste Reisebegleiterin von allen nicht weiß, wie man automobiles Kulturgut in Szene setzt und sich deswegen einen Dreck drum schert, ob sie wesentliche Bestandteile dieses automobilen Kulturguts beim Knipsen kupiert...)
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Ummelden des "Städte"-Kennzeichens nichtmehr nötig ?
Jetzt sei nicht so gnatzig...
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Saabsichtung
:biggrin:
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Saabsichtung
SAABs in Düsseldorf Gestern (Dienstag, 21. Juni) in D'dorf am Medienhafen: Schwarzes 901 CV, AC-AM 8462 mit Saisonzulassung 05-10. Geparkt in der Brückenstraße und verziert mit einem Strafzettel. Und - als Nachtrag - irgendwann letzte Woche auf der A 57 Köln-D'dorf: Seeehr "besonnen" dahinrollendes 901 CC (Turbo?) in schwarz (?) [sorry, ich war zu schnell dran vorbei...] mit dem Kennzeichen K-VV 880 (Saison, ich glaube 04-10). Wer war das?
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Ummelden des "Städte"-Kennzeichens nichtmehr nötig ?
Moin. Ich kann mal eben aus aktueller Erfahrung (Ummeldung von drei Autos) sagen, dass jedenfalls in NRW und speziell in Köln nichts dergleichen gilt. Es ist, wie es immer war: Du zahlst gelöst dreimal Ummeldegebühren und blechst für drei Feinstaubplaketten sowie insgesamt sechs Nummernschilder. Von dem Geld hätte man auch schön essen gehen können...
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99er gekauft:
ich finde, das ist ein ganz erstaunlicher fetisch. aber er geht in ordnung...
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99er gekauft:
schick, schick. wobei mir zum ersten mal auffällt, dass der 99 den tankstutzen auf der linken seite hat. hatten das die 99CCs auch? egal. man lernt nie aus...
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5.000 Kilometer Europa
Richtig: Umzugsdurcheinander. Aber bald geht es weiter. Versprochen.
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Saabsichtung
höhö! ich hab'n visum für schnöseldorf, weil ich da verwandtschaft habe. ehrlich.
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Teil 6 Auf Dauer ist das natürlich auch alles keine Lösung. Da hätte man ja auch im Februar auf einen Schweizer Berggipfel ins Sanatorium reisen können. Deswegen werden hilflose Versuche unternommen, dem Regen zu entgehen. Zum Beispiel durch einen Ausflug nach Lecce, die Barockperle des italienischen Südens. Tatsächlich ist Lecce toll. Barock halt. (Muss man mögen, aber wenn man's mag, mag man sich nicht sattsehen an der Stadt.) Aber: Auch in Lecce regnet es. Genaugenommen regnet es in Lecce, als wolle Mutter Natur den Menschen durch Ertränken ausrotten. Fuck!
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Teil 5 Die ersten beiden Tage in Apulien sind überraschend: Es ist kalt. Und es regnet. Und zwar mit einer recht unerbittlichen Konsequenz. Das ist eher unschön, zumal so ein Trullo nicht für nasses, kaltes Wetter gemacht ist. (Das elende, vor acht Jahren vom Versagersattler verhunzte Verdeck meines CV übrigens auch nicht...) Außerdem wird wg. Mehrheitsentscheids der Gruppe im Trullo nicht geraucht. Muss sich der Onkel eben irgendwie arrangieren: Warme Decke, Kippen, Bier und ein gutes Buch machen es auch draußen kommod...
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Saabsichtung
Heute, Dienstag, den 07. Juli 2009, gegen 18:45 Uhr auf der A3 Köln-Frankfurt zwischen Ransbach-Baumbach und Limburg-Süd: Silberne 9-5 I Limousine ohne Typenschilder, D-WO 333. War leider ein anstrengender Linksschleicher, der die beiden freien Spuren rechts und in der Mitte konsequent ignoriert hat und mir (und allen anderen dahinter) kilometerweit mit 160 bis 180 km/h auf dem linken Fahrstreifen im Weg stand... .
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5.000 Kilometer Europa
MAUL! :tongue:
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5.000 Kilometer Europa
Fortsetzung folgt... Apropos "schlafen": Ich schlafe jetzt mal. Fortsetzung folgt...
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Teil 4 Der zweite Tag (Freitag) in Perugia birgt eine große Überraschung: Ich kann Italienisch sprechen. Jedenfalls nach dem dritten Glas bianco und in der richtigen Gesellschaft. Abendessen mit Piero und seiner (Noch-)Frau Cristina und Fabrizio, dem Waschsalonbesitzer, der der besten Reisbegleiterin von allen früher mal mehrere Heiratsanträge gemacht hat (und anschließend der besten Reisebegleiterin von allen eine SMS schreibt: "C. ist nett - aber ich hasse ihn trotzdem!" - Wenn der wüsste... ) Also: Italienisch zu sprechen ist ganz leicht. Man muss nur oft genug "Aspetta!" ("Warte!") über den Tisch brüllen bis alle zuhören, dann mit dieser speziell italienisch-theatralischen Geste den Laut "Eh!" ausstoßen und anschließend Schulfranzösisch mit Lateinresten und italienischer Aussprache kombinieren, dann geht's schon. Am Ende jedenfalls sagt die beste Reisebegleiterin von allen: "Caro, kannst du Italieniss ssprechen. Benissimo!" Wie auch immer. Samstagmorgen gilt es, von Perugia ins idyllische Locorotondo in Apulien zu gelangen. Ins angeblich idyllische Locorotondo. Nun. Vor den Abruzzen braut sich was zusammen, hinter den Abruzzen stürmt und regnet es. Das Cabrio ist dicht, solange man schnell genug fährt und nicht zuviel Regenwasser auf den Kofferraumdeckel trifft (Leck: Der Fuß der doofen italienischen Mobilfunkantenne, die mal der Vorvorbesitzer da draufgezimmert hat.) und nicht zuviel Regenwasser unter den Stofflappen unterhalb der Heckscheibe läuft. Doofdoofdoof. Irgendwann ist es wieder sonnig, aber auch scheißwindig. Das Cabrioverdeck öffnet sich knurspelig und legt sich in unkorrekte Falten wegen Winds von der Seite. Madonna! Und dafür sind wir so weit gefahren? Damit sich die Naturgewalten an uns austoben? Das kann nicht sein. Hinter Bari und Cozze (ja, die Stadt heißt wie die gleichnamige Muschel) treffen wir an einer Tankstelle die SAAB- und auch sonst Freunde aus dem Rheingau. Die Strada Statale 16 entspricht nach hiesigem Verständnis einem besseren Feldweg. Naja, gut: einer mittleren Landstraße. Es ist warm, schwül und das Cabrio ächzt unter den schlecht geflickten Schlaglöchern. Gina weist den Weg zum Krankenhaus von Locorotondo, wo uns Paulo, der Vermieter des Trullo genannten Zipfelmützenhäuschens abholen wird. In der Tat ist es gut, dass er uns abholt, denn der Weg zum Trullo führt durch ein Labyrinth von Steinmauern und kleinen Feldwegen. Ankommen, auspacken, vino bianco di Locorotondo trinken. Schlafen.
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5.000 Kilometer Europa
Si, caro! Aber ich muss ja auch mal denken beim Schreiben. Und die richtigen Bilder aussuchen - nicht, dass die peinlichen Ablichtungen hier auftauchen...
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5.000 Kilometer Europa
Teil 3 Auf der anderen Seite der Alpen fährt die beste Reisebegleiterin von allen zum ersten Mal den SAAB. Ihre erste Frage: "Hat der keine Servolenkung?" Doch, Cara, er hat - das IST die Servolenkung. Ihre zweite Frage: "Gab's damals keinen Bremskraftverstärker - oder wie das heißt?" Doch, Cara, er HAT einen Bremskraftverstärker. (Und: Ja, es heißt so.) Man muss dazu sagen: Die beste Reisebegleiterin von allen fährt privat einen Alfa 147. Jede® richtet sich eben nach seinen Möglichkeiten zugrunde... Offenes, entspanntes Reisen durch Norditalien. Und das, obwohl der Italiener es nicht so mit Verkehrsregeln hat und die Beschilderung... - nun: bei der Beschilderung besteht noch Optimierungspotenzial. Aber 1. kennt die beste Reisebegleiterin von allen die Strecke im Schlaf (sie hat vier Jahre in Perugia studiert) und 2. kennt Gina alle Abzweigungen, Ausfahrten und Tempolimits. Gina ist das Falk F10, das uns den Weg weist und dessen Sprache die beste Reisebegleiterin von allen beim Grenzübertritt auf Italienisch umgestellt hat. "Seguire la strada!" oder auch "Adesso effetuare una curva stretta di sinistra!" Das klingt sogar aus der Konserve toll. (Ansonsten bleibt festzuhalten, dass diese Tiefebene hinter Mailand die Pest ist - grottenlangweilige Landschaft und total zersiedelt. Schnell weg hier!) Il sole brennt auf uns hernieder und brutzelt die Gesichter braun. Ziel: Perugia. Dort wartet neben Piero, einem alten Freund der besten Reisebegleiterin von allen, auch Pieros apartamento in der Altstadt von Perugia auf uns. Umsonst. Und mitten im Leben. Super.
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Teil 2 Donnerstags Weiterfahrt nach Italia. Der Gotthard-Tunnel ist uns zu öd, deswegen: Passfahrt. Es ist warm, trotz der Höhe über Normalnull. Der Turbo lässt uns wissen, dass die Luft dünner wird. Das 8er-Primär lässt beim Anstieg jeden Gang als den falschen erscheinen. Aber es geht voran. Oben: Fotostopp. (Ohne geht's ja auch nicht...) Es liegt noch Schnee.
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5.000 Kilometer Europa
Madonna! Italien also. Die liebe Kollegin, gute Freundin und (wie sich im Laufe von zweieinhalb Wochen herausstellt) beste Reisebegleiterin von allen hat sich Apulien ausgesucht. Ein Trullo in Locorotondo möchte es sein. Dazu: Freunde aus dem Rheingau (haben sich extra für die Reise auch ein SAAB 901 CV gekauft) und Freunde aus Wiesbaden (ohne Auto, die reisen per Düse an). Abfahrt Mittwochnachmittag um fünf in Wiesbaden. Die beste Reisebegleiterin von allen stellt überrascht fest, wieviel Gepäck in so ein altes Auto passt - nicht nur in den Kofferraum, sondern auch unter den Kofferraumboden und auf die Rückbank, unter die sagenumwobene Persenning des Meistersattlers Sigurd Schauland aus Kiel, dessen Ruhm hier auch noch einmal gemehrt sei. (Die Schuhsammlung, die untergebracht werden möchte, ist wirklich beachtlich.) Entspanntes, offenes Fahren über die Autobahn. (Dazu muss erwähnt werden, dass die beste Reisebegleiterin von allen eigentlich ein schreckliches Cabrio-Trauma hat - sie musste mal als dritte Person in einem offenen BMW-3er-Cabrio in die Schweiz fahren. Auf der Rückbank! Und der BMW-3er-Cabrio-Lutscher fand es angebracht, mit einer Dame auf der Rückbank offen 180 zu fahren!! Insofern gab's da erstmal Vorbehalte...) Ankommen nur wenige Stunden (genaugenommen: fünfeinhalb, inkl. Pinkelpausen) später in Stans bei Luzern. Das Hotel Engel sieht von außen historisch aus, ist innen futuristisch und das Frühstück ist eher nicht zu empfehlen. Aber das Personal ist freundlich, das Abendessen gut und der SAAB sieht auf dem Marktplatz von Stans einfach gut aus.
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SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded
bei der gelegenheit: kann mir mal einer erklären, was das tolle an carbon ist? ja, ist leicht und kommt aus dem rennsport. aber seien wir ehrlich: alle carbon-armaturenbretter, die ich bisher gesehen habe, sahen nach decefix und damit ziemlich kacke aus. ich möchte sowas jedenfalls nicht im auto haben...