Sometimes...
Manchmal...
...verschwimmt meine Baustelle Leben...
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... und ich gerate mit all dem Autogerumpsel ganz schoen an Grenzen und fuehle mich nicht so gut dabei. Dann, wenn ich versuche etwas zu verbessern oder verbessern zu lassen und nachher mehr Nachteile bei herauskommen, als vorher bestanden haben. Heute habe ich zu Geil! das erste Mal gesagt: "Yes, it is a project car."
Das war, als wir die gerissene innere Antriebswellenmanschette (im April neu) ansahen und ich ein (grob uebersetzt) "uuh, Du hast da aber schon 'ne ganz schoene Leckage" auf die Ohren bekam (was sich nicht auf das Restfett in der Manschette bezog). Wo pinkelt er denn bloss? Und damit bin ich wieder bei low budget: Geil!, halte durch.
Ganz im Inneren weiss ich das ja, und weiss es nicht nur, sondern bin es schon laengst: dass es ihm und mir gar nicht schlecht geht.
Dann duempel ich herum und versuche nach dem letzten Mechaniker, der seit einigen Tagen nicht mehr die beste Verbindung zu mir hat (Kommunikation kann etwas Gefaehrliches sein, vor allem wenn sie nur arg beschraenkt oder gleich mal gar nicht mehr stattfindet), einen anderen zu finden, um die Belastung fuer alle Seiten gering zu halten. Vielleicht war auch ueberhaupt nix.
So im genannten Rumduempeln also... probiere ich den Missmut an mir zu halten, denn fuer meine Laune(n) bin ich verantwortlich. Genauso moechte ich Erwartungen zurueckhalten, denn auch wenn ich Kunde bin, so waere ich ohne Mechaniker ganz aufgeschmissen und respektiere das Koennen. Also versuche ich mich in gewisser Weise unterzuordnen, zu lauschen und es dann mit groesstmoeglichem Vertrauen in fremde Haende zu geben. Das ist neu und in der Hinsicht kriege ich mit, dass ich hier letztlich doch allein bin (womit ich nicht sage, dass ich das als "schlecht" abstemple). Geht also was daneben, dann wandere ich erstmal weiter, und "Nachhausegehen und Hinstellen" ist nicht. Das Leben ist kein Werkstatthinterhof, und ein Parkplatz schon gar nicht. Wobei... fuer gewisse Zeit setze ich mich hier in dem Koerper ab, lecke sicherlich auch ein wenig rum und dann zerstaube ich irgendwann, waehrend irgendwer die tief in den Grund vorgedrungenen Flecken versuchen kann wegzuwischen. Aber was im Grund hat, laesst sich mit 'nem Schwamm druebber eben nicht eliminieren. Warum denke ich dabei an Hemingway's Eisbergtheorie?!
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Eigentlich ist es ja alles nur ein Auto. Und alles Ergaenzung zum schon bestehenden Glueck:
- meinen Koerper als Werkzeug nutzen zu koennen, das nicht hakt, das mich nicht belastet sondern vorwaertsbringt, das mir mehr ermoeglicht als nimmt
- eine Familie zu haben, die zusammenhaelt, und deren Zusammenhalt sich umso mehr intensiviert je mehr wir voneinander physisch (!) entfernt sind
- Freunde zu haben, die auf eigens aufgebauten Grundmauern zu sitzen und einem letztlich immer freundlich zuwinken, wenn man zu ihnen zurueckkommt: egal, wie lange man fort gewesen ist. (wo ist eigentlich Fort Gewesen? Ich kenn' nur Fort Bliss und Fort Worth... )
- dass ich das groesste immer noch abseits vom Autorummachen finde: es ist nicht das (offene) Schiebedach, das mich zutiefst begeistert, es ist der klare Sternenhimmel samt der Weite, die sich darueber auftut; es sind nicht die Scheinwerfer, die mich anleuchten, sondern all die Farben, die zusammenkommen und miteinander harmonieren; es ist nicht der Kofferraum an sich, der mit der ganzen enthaltenen Luft mein Kofferraum ist, sondern es sind alle grossen Dinge, kleinen Teile, winzigen Fusseln, versammelte Brotkruemel und wiedergefundene Rasierer, die sich darin finden.
Leben ist nicht das, was ich vorfinde und betrachte, sondern das, was ich reinstecke, zu ihm hinzufuege, aus ihm heraushole und aus ihm mache. Eine Fertigbackmischung ist noch kein Kuchen (abgesehen von der Frage, ob sie jemals zu einem "wahren Kuchen" werden kann).
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Und Tanken ist auch nicht das, was mir das Auto vorschreibt, sondern das, was ich tu', um die Seele in meinem Menschenkoerper (und den wiederum im Autokoerper) weiterzubringen.
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Ich sollte auch aufpassen, was ich wie sage - noch einmal: Kommunikation kann etwas sehr Gefaehrliches sein. Es ist der zum Wort gemachte Gedanke. Okay, es ist noch nicht die eigentliche Tat, aber es ist schon etwas sehr konkret (zumindest von meinem Verstaendnis aus, der es rausgebracht hat) in die Welt Gesetztes.
Es ist nicht meine Servolenkung, die leckt - es ist die meines Wagens. Noch besser: es ist die des Autos, das ich voruebergehend bewege.
Es ist nicht mein Herz, das nach Spuelung und Fluessigkeitswechsel ein klackerndes Ventil hat, sondern die Maschine in dem Wagen, den ich voruebergehend bewege.
Es ist nicht meine Kopfhaut, deren Lack sich loest, sondern die des Wagens, den ich voruebergehend von aussen betrachte.
Und so weiter.
Und so furz.
Ja, da werde ich sentimental und innerlich kullern schon die Traenen, doch eigentlich ist es lachhaft. Die verkehrten Zuendkerzen im Wagen, die ein "rapumpumpoffpumpumbumbmbmbmbmbmrappappapppoffpumpumbumbumbmbmbmbmbm..." verursachen lassen mich daneben den Komposteimer leeren mit dem Gedanken im Kopf, das ich doch damit total ueberfordert sei. BLA ist das. Ich weiss doch, wie ich Zuendkerzen wechsle, und ich weiss auch, welche reinkommen sollen. Nicht durch Vorbesitzers Falschinstallation in die Ecke draengen lassen.
Bleibt noch die Sache mit dem Geld:
Wofuer lebe ich? Und vor allem: wofuer habe ich das Geld? Ja. Doch wofuer haben andere das Geld? Und dann kauf' ich das noch und dies noch mit dem Glauben und der Hoffnung (ich verwaessere die Begriffe hier schon ganz schoen sehr...), mich damit schneller wieder aus dem Sumpf selbst herausziehen zu koennen, waehrend ich nur noch mehr und mehr versinke. Das ist es letztlich ganz in der Wahrheit, was mir nicht guttut, und auch wenn das jetzt wenig persoenlich ist moechte ich jeden wissen lassen, der von meiner Seite aus ihm gegenueber noch irgendeine Verbindlichkeit spueren sollte, dass ich das noch nicht ganz unter Kontrolle habe, doch bewusst daran arbeite! Ich moechte sagen, dass ich Euch nicht nur blind benutze, sondern mir manchmal die Angst vor Konsequenz (und sei sie noch so frei) so einen Strich durch das "Einfachmalnachfragen" macht, dass ich dann einfach nur stumm bleibe. Das ist nicht die weiseste Art und mein Mund zieht dabei auch komische Grimassen wenn ich darueber nachdenke, wie ich das am simpelsten, verstaendlichsten und offensten formulieren kann. Vergessen ist es auf jeden Fall nie!
Ach, ich bin manchmal so herrlich daemlich unkonkret. Ihr wisst sicherlich bald noch besser als ich, was gemeint ist.
Nun koennt Ihr das auch sehen wie Ihr moechtet, ehrlich. Als einen billigen Versuch, per Wort und Schrift und auch bisschen Bild was gutzumachen, was sowieso schon verloren ist. Oder nichts gutzumachen, weil es die ganze Zeit ueber nicht schlecht geworden war, es daher nichts (wieder)gutzumachen gibt. Oder als etwas, das uns wieder mehr und naeher zusammenbringt.
Manchmal (da ist es wieder) habe ich persoenlich 'n bisschen schwierige Zeiten damit und vor allem mit mir selbst. Was mir dabei aber hilft (ich weiss gar nicht so recht, wieviele ich dabei eigentlich bin und wer mit wem ueber wen quatscht, wenn ich von mir aus ueber mich nachdenke, waehrenddessen mir da gleichzeitig noch ein weiteres Ich mit was reinplatzt ) ist, dass ich mir dessen bewusst bin und ein Teil immer durchhaelt, mit dem nicht Wissen, nicht Denken, nicht Fuehlen sondern einfach Sein, dass es alles nicht so schlimm ist. Es ist es ja auch nicht.
So manch weitere Sache ist dann auch noch eine neue fuer mich: wenn der Mechaniker nicht nur wegfaellt, sondern damit auch eine erste hier aufgebaute Freundschaft, wenn, und dann auch grad noch in der Ferne (was an sich fuer sich ebenso neu fuer mich ist), der erste nahe Tod in der Familie geschieht (hier greift das mit dem intensiveren Zusammenhalt der Familie, je groesser die physische Entfernung), wenn einfach so 'ne geballte Ladung von Allem auf einmal auf mich einprallt und ich nicht weiss, wie wo zuerst.
Manchmal eben geschieht das so. Direkter bekomme ich das jetzt nicht formuliert.
Mir geht es gut und es gibt da immer ein kleines Turbolichtchen am Ende des Dunkeltunnels...
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Und mal ehrlich geseid: das kommt auch naeher und bringt dann wieder die noetige Erleuchtung, die mir an Tagen, Nachmittagen, Abenden wie heute fehlt (manchmal ). Ich weiss... ich bin das ja und ganz tief in mir drin steht das schon laengst wieder fest (weil es grundsaetzlich nie anders war), dass der noetige Grundladedruck nie floeten gegangen ist. (auch wenn es manchmal einen anderen Anschein macht)
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Somit an alle Schreiber, aber bisher nicht Antworterhalter, an alle Ausleger aber nicht Zurueckbekommenhaber, an alle Bitter doch noch nicht Bedankter... gut jetzt. So wie's da steht. Und wie 'man' hier sagt: "I will take care of it". Wirklich, "I will".
Dann erklimme ich jetzt mal den naechsten Huegel und bin gespannt, welche Weite, welche Kreuzungen, welcher Himmel sich dahinter auftun. Ich sollte einfach nur die Augen, auch ganz tief drinnen offen genug haben um immer (auch ganz methaphorisch ;-) zu sehen: da ist noch viel mehr als das Dunkel.
danke
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(und wie wir sehen, gibt es immer genuegend Begleiter um einen herum, auch wenn wir die auf den ersten Blick vielleicht nicht zu kennen meinen... wir sind alle eins, und uns selbst naeher, als wir - manchmal - glauben)
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Warum ich ein Kennzeichen aus der Reihe gewaehlt habe: