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16 Zoll aero Felgen eintragen lassen

Empfohlene Antworten

Guten Tag,

ich würde bei meinem Saab 900 bj 1993 gerne die 16 Zoll Aero Felgen eintragen lassen.

Könnte mir da jemand zufälligerweise weiter helfen?

Liebe Grüße Tobias

Dazu gab es mal eine Liste von Saab, ausgestellt über den TÜV Hessen, welche Felgen mit welchen Reifengrößen für den 900 zugelassen sind. Mit der Liste sollte die Eintragung beim TÜV per Einzelabnahme kein Problem sein. Ggf. mußt du halt auch noch diverse Auflagen erfüllen, wie verlängerte Anschlagpuffer-Distanzstücke an der Hinterachse und Kotflügel-/breitere Radlaufleisten.

AbnahmenUmruestungen901-9000.pdf

Am 16.6.2026 um 18:50, Tobias.Stb hat gesagt:

Könnte mir da jemand zufälligerweise weiter helfen?

Womit konkret?

Wie einfach oder schwer sich das eintragen läßt, hängt ja nicht zuletzt von der verwendeten Reifendimension und dem verbauten Fahrwerk ab.

Sonst sind die Grundlagen ja einfach:

  • Der Prüfer sucht sich die Felge aus einer ABE vom 9k heraus, womit die Traglast belegt ist. Denn der 9k hat ja (als größeres Auto recht logischerweise) höhere maximale Achslasten. Also erster Haken.

  • Der Prüfer vergleicht den (effektiven) Abrollumfang der von Dir verbauten Reifendimension mit den in der 900er-ABE aufgeführten Dimensionen. Wenn das so weit paßt, zweiter Haken.

  • Der Prüfer schaut sich die ET an und vergleicht diese mit den ETs der in der ABE geführten Felgen. Dort wird er ET 33 finden, so dass wir mit der ET27 der 16"er bei +12 mm Spurbreite liegen. Da wir damit bei rund +1% Spurbreite liegen, und meines Wissens bis +2% kein gesonderter Nachweis zu den Achsen/Radaufhängungen gefordert wird, wäre dies der dritte Haken.

  • Jetzt stellt der Prüfer die Kiste mit 2 diagonalen Rädern (also z.B. v.r. & h.l) auf passende Klötze, so dass diese voll einfedern. Hierbei muss er die erforderliche Freigängigkeit feststellen, was dann der vierte, und eigetlich auch letzte, Haken wäre. Wobei an der Stelle des Prüfers Theorie und die Praxis mal anders herum als gewöhnlich auseinander klaffen. Denn natürlich hat das Rad dank Starrachhse hinten beim Verschränken allen Platz der Welt. Und wenn der Prüfer kein reiner Theoretiker ist, belastet er die Kiste hinten auch nochmal mittig und gerade, da es genau dann im hinteren oberen Bereich des Hinterrades, natürlich je nach Bereifung, mächtig eng werden kann. Dies insbesondere dann, wenn die 16S-Radläufe mit den schrecklichen innenliegenden Leisten und Klammern verbaut sind.

Das heißt, "tricky" ist eigentlich ausschließlich dieser letzte, vierte, Punkt. Und bis auf den Fakt, dass man bei echten Fremdfelgen entweder ein Traglastgutachten oder wiederum eine ABE für ein Fahrzeug mit höherer Achslast (wie in diesem fall ja vom 9k) benötigt, gilt dies so natürlich auch für alle anderen Felgen. Egal, ob nun 15", 16" oder 17".

Und klar, der Prüfer muss willens sein, sich das alles so zusammen zu suchen, und nicht darauf warten wollen, dass er die Freigabe schon fertig als nur noch eine Anbauabnahme erfordernde ABE in die Hand bekommt.

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