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Lichtmaschine / Generator wechseln

Empfohlene Antworten

Am 10.9.2026 um 07:45, Urbaner hat gesagt:

... bei 20A müsste die Ursache schon deutlich mehr als handwarm werden ...

Nix Verbraucher, nochmal von oben mit Kontext:

Am 8.9.2026 um 22:57, René hat gesagt:

Akku ist ladenneu. Soweit ich das per Zange halbwegs verläßlich messen kann, fließen im Betrieb so um die 6 - 20 A in den Akku. Zangenwerte am LiMa-Plus sind entsprechend.

Zange ist natürlich nicht soooo genau, aber die Richtung war schon mal klar.

Und wie gesagt, nur bei laufendem Motor / laufender LiMa. Ansonsten ist der Strom, auch bei eingeschalteter Zündung, bisher unverdächtig.

Als technische Ursache vorstellen kann ich mir, wenn es nicht doch am Akku liegt, nur temporäre Unterbrechungen in Richtung LiMa, welche dann zu kurzzeitigen Spannungsspitzen an dieser führen.

Nur solches könnte meines Erachtens in Zeitfenstern erfolgen, welche weder am Multimeter noch am Flackern der tachobeleuchtung erkennbar sind.

Allerdings konnte ich in der Richtung mit aller bisherigen Messerei nicht im Ansatz etwas finden. Ich werde, wenn ich die 2. Baustelle an der Karre mit der Luft in der Bremse gefixt habe, mal die ganzen dicken Kabel raus werfen und durch Schlachti-Kabel ersetzen.

20 A, also mehr als 200 W - ein Kurzschluss hätte sich doch längst durch Hitze und Geruch bemerkbar gemacht. Wenn es nicht die LiMa selbst ist, bleibt als Verbraucher da sonst doch nur der Anlasser?

Ach Jungs, ihr und die 20A: Die von mir weiter o.g. 20A gingen im gemessenen Falle völlig korrekt als Ladung in den Akku. An die Stelle können wir also einen Haken machen.

Am 10.9.2026 um 08:15, René hat gesagt:

.. wenn es nicht doch am Akku liegt, nur temporäre Unterbrechungen in Richtung LiMa...

Relativ einfach wäre vielleicht noch, den Spannungsabfall zwischen LiMa und Batt-Pluspol (permanent) zu messen und dabei das dicke Kabel durchzuwackeln. Ebenso LiMa-Gehäuse zu Batt-Minus und dabei die relevanten Massekabel/Anschlüsse bewegen.

Max. 0,5V bei Last, besser deutlich weniger. (Wert im Netz gefunden)

Bearbeitet von eisensturm

Am 10.9.2026 um 16:27, eisensturm hat gesagt:

Relativ einfach wäre vielleicht noch, den Spannungsabfall zwischen LiMa und Batt-Pluspol (permanent) zu messen und dabei das dicke Kabel durchzuwackeln. Ebenso LiMa-Gehäuse zu Batt-Minus und dabei die relevanten Massekabel/Anschlüsse bewegen.

Ich werde mal die beiden Kabel komplett raus nehmen und "bei Lichte betrachten".

Und nochmal als Gedankenspiel: Schaut euch mal an was passiert wenn eine Diode der B6 Brücke durchlegiert und niederohmig ist. Und nein, Googles KI liegt mal wieder daneben wenn sie behauptet, dass "Es fließt permanent ein hoher Rückstrom aus der Batterie durch die Wicklungen der Lichtmaschine gegen Masse.". Dafür müssten je eine Puls und Minusdiode durch sein.

Ja, da bin ich ganz bei Dir. Aber die müssen nicht aus einer Phase sein.

Was haben die Dinger denn normalerweise so an zulässiger Sperrspannung?

An die Dioden denk ich ja auch. Aber da kommt dann ja schon wieder die Frage: So viele LiMa zeitgleich mit dem selben Fehler, die zuvor noch i.O. waren???

Das riecht doch irgendwie nach einem Fehler außerhalb. Aber wie ging der Spruch: Nichts ist unmöglich!

Am 10.9.2026 um 20:43, patapaya hat gesagt:

Das riecht doch irgendwie nach einem Fehler außerhalb.

Selbstverständlich, sehe ich auch so.

Am 10.9.2026 um 20:43, patapaya hat gesagt:

Aber wie ging der Spruch: Nichts ist unmöglich!

Würde ich hier ausschließen, zumal (wenn auch nicht alle 3) vor Einbau überprüft.

Am 10.9.2026 um 19:08, René hat gesagt:

Ja, da bin ich ganz bei Dir. Aber die müssen nicht aus einer Phase sein.

Richtig. Also bezüglich Batterie leer saugen, das geht auch über die Drehstromwicklung. Deshalb schrieb ich auch nur "müssten je eine Puls und Minusdiode durch sein", welche von den jeweils dreien ist dann recht egal.

Am 10.9.2026 um 19:08, René hat gesagt:

Was haben die Dinger denn normalerweise so an zulässiger Sperrspannung?

Müsste eigentlich >= 50V sein.

Schräg. Hast du mal in eine rein geschaut was da gequalmt hat? Vertauschte Anschlüsse oder Querschluss zwischen den beiden würde ich bei dir erstmal ausschließen. Ziehen die auf der Werkbank auch ohne Regler noch den Strom?

Am 10.9.2026 um 21:15, Flemming hat gesagt:

Schräg. Hast du mal in eine rein geschaut was da gequalmt hat?

Bisher noch nicht.

Am 10.9.2026 um 21:15, Flemming hat gesagt:

Vertauschte Anschlüsse oder Querschluss zwischen den beiden würde ich bei dir erstmal ausschließen.

Hatte sie nicht offen. Und B+ M8 mit D+ M5 hätte auch meine Oma nicht vertauschen können.

Am 10.9.2026 um 21:15, Flemming hat gesagt:

Ziehen die auf der Werkbank auch ohne Regler noch den Strom?

Müßte ich mal testen. Aber denke eher nicht, dass die 4A durch den regler rauschen und Tippe auf die Dioden. Aber ist natürlich völlig berechtigt und richtig, muss ich prüfen.

Am 10.9.2026 um 21:15, Flemming hat gesagt:

Ziehen die auf der Werkbank auch ohne Regler noch den Strom?

Treffer, versenkt! DANKE !

Nachdem ich das so gelesen hatte kam mir heute Nacht auch so der Gedanke, dass die 3 Ohm gut zur Rotor passen könnten.

Ich war wahrscheinlich davon weg, weil die erste, und auch mechanisch fest gegangene, LiMa einen direkten Schluss hat und ich das dort gleich zu Anfang mit demontoiertem Regler geprüft hatte. Nur darum hatte ich ja diesen dann für ok gehalten und aufgrund der noch längeren kohlen in der 2. LiMa verbaut.

Fazit: Die Regler sind offenbar durch. Ohne Regler kein Fehlstrom und bei direkter Spannung auf die Schleifringe des Rotors die bekannten 4 A.

So, was folgt daraus?

Statt der Frage, was die Gleichrichter killen könnte, stellt sich jetzt die frage, was die Regler killt.

Als Magneti-Marellli bekommt man die zwar für einen test-freundliche einstelligen Betrag, aber das senkt nur die Testkosten und führt nicht zur eigentlichen Lösung.

Sehr merkwürdig. Ich weiß jetzt nicht welche Schaltung bei der Lima genau vorliegt. Gibt ja hinsichtlich Hilfsgleichrichter (Anzahl der Dioden) und Anschlüsse Regler leicht unterschiedlichen Varianten.

Nur müssten zum Anschluss B+ ja nur die dire Plus-Dioden führen. Also sollte es egal sein ob der Regler drin ist oder nicht. Und der Regler hängt direkt an Masse und wird nur von D+ über die Ladekontrollleuchte oder vom Hilfsgleichrichter versorgt. Vielleicht stehe ich jetzt auf der Leitung. Aber entweder ist da im Anschlussraum des Regler ein Querschluss oder es ist doch eine der dicken Plus-Dioden durchlegiert und jetzt niederohmig so dass der Strom dann über diese dann durch den Hilfsgleichrichter zum Regler und von dem durch die Erregerwicklung geht. Bei stehendem Motor müsste der Regler einen hohen oder maximalen Erregerstrom liefern.

Mal von B+ zu einem der Lötanschlüsse der Wicklung messen? Bis auf den kleinen Wicklungswiderstand liegen die drei Dioden ja parallel.

"Und der Regler hängt direkt an Masse und wird nur von D+ über die Ladekontrollleuchte oder vom Hilfsgleichrichter versorgt"
Mir fehlt da mal eine Prinzipschaltung, wo genau die Hilfsdioden liegen. Darüber muss es ja laufen.
Per Ohmmeter ist zwischen B+ und D+ irgendwas im Meg-Bereich. Aber bei an B+ anliegenden 12V sind dann (bei demontiertem Regler) an D+ irgendwie so um die 11,5 meßbar. Das scheint aber so sein zu müssen, da eine an der Geschichte bisher unbeteiligte 9³-LiMa selbiges Verhalten zeigt.
Weitere Tests:
An defekter LiMa bei knapp 4A mit montiertem Regler und 11,5V an B+ sind an D+ rd. 10,6 V meßbar.

Bei der 9³-Lima mit gleichem Regler fließt kein (in der Auflösung meßbarer) Strom und an D+ liegen knapp 0,5 V an.
Der Defekt scheint also doch in den Gleichrichtern, und zwar in (mind.) einer der Hilfsdioden zu liegen.

Bearbeitet von René

Das Bild von Wikipedia zeigt einen Hilfsgleichrichter mit 3 Dioden: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lima_Stromlaufplan.jpg

Es gibt aber auch Varianten mit einer oder zwei Dioden. Nur zwei Außenleiter oder sogar zum Sternpunkt. Keine Ahnung was hier bei dir verbaut ist. Vermute aber mal 3 Dioden.

Am 11.9.2026 um 13:37, Flemming hat gesagt:

Das Bild von Wikipedia zeigt einen Hilfsgleichrichter mit 3 Dioden: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lima_Stromlaufplan.jpg

Ja, erscheint logisch. Und ob da nun ggf. eine innen im Stern abgreift, dürfte hier recht egal sein. Wobei ich beim Mittenabgriff noch gedankliche Probleme mit der Spannung habe. Denn "hinter" der Hilfsdiode muss ja eine mit B+ weitestgehend identische Spannung liegen. Allein schon um die Ladekontrolleuchte nicht flackern zu lassen.

Und wenn ich das Bild richtig sehe, müßte tatsächlich immer mind. einer der Hauptgleichrichter durch sein. Die Hilfsgleichrichter sind, wenn man von B+ kommt, je ohnehin in Durchlassrichtung.

Aber aktuell würde mich primär eigentlich vorrangig interessieren, was den Fehler verursacht. Denn das muss ich ja doch auf Dauer irgendwie fixen.

Ich messe jetzt mal D+ durch (am besten incl. Vergleichsfahrzeug) und reiße dann einmal die Hauptkabel für Masse und Plus raus. Mehr bekommt die LiMa ja nicht zu sehen.

Bearbeitet von René

Ich endschuldige mich schon mal bei den Profis für den Fall, sollte ich hier einen Blödsinn abfragen.

Der gesamte Ablauf macht mir und vermutlich vielen anderen schon Sorgen, denn ich vermute auch mal, dass selbst eine erfahrene SAAB-Werkstatt sich nicht diese Mühe machen würde, um so intensiv nach dem Fehler zu suchen und ich gehe davon aus, dass jeder Mitleser gespannt ist, auf den Verursacher von diesem Problem.
Wenn die lange Lagerzeit das Problem wäre, dann hätte ich auch so meine Bauchmerzen, denn erst im letzten Jahr habe ich eine Lichtmaschine aus 1995 eingebaut, die ich vor 16 Jahren eingelagert hatte. Zum Glück läuft die aber noch ohne Murren.

Was mir in dem gesamten Ablauf auffällt, wir sprechen hier nur von der Plus-Strecke Lichtmaschine zur Batterie, wenn ich es richtg verstanden habe.
Aber wie sieht es mit der Minus-Strecke aus, ganz besonders die beiden dicken Masseverbindungen vom Getriebe und der Karosse zur Batterie. Ich erinnere mich an einen Ausfall der einem Bekannten von mir im Ausland mit einem anderen Fahrzeug passiert ist. Da war das Massekabel am Getriebe so vergammelt und oxidiert, da ging gar nichts mehr.

Bearbeitet von rpe 9000

Am 12.9.2026 um 15:16, rpe 9000 hat gesagt:

...sprechen hier nur von der Plus-Strecke Lichtmaschine zur Batterie...

Minus/Masse gehört ebenso zum Stromkreis, das ist richtig. Wurde oben schon kurz erwähnt (Spannungsabfall auf beiden Seiten messen), nur nicht weiter behandelt. Vermutlich weil sowieso klar.

Und würde vor allem das Sterben der Lima nicht erklären da der Regler auf oder in der Lima sitzt. Gibt dann nur Verluste an dem Übergangswiderstand.

Um welche Lichtmaschine geht es eigentlich? Es gibt für 94 - 98 ja 3 verschiedene laut EPC, also 80, 110 und 120A, die alle von Bosch sind.

Am 9.9.2026 um 21:04, René hat gesagt:

Das heißt, die Geschichte hat mich bisher 4 Generatoren gekostet, da die Gleichrichter offenbar nicht wechselbar sind.

Ich hab noch keine Lima aufgehabt, aber je nachdem welche der 3 möglichen Limas verbaut ist, gibt es komplette Diodenplatten noch als Ersatzteil von Bosch - für 64 Euro. Auch die Gleichrichterdioden werden für alle 3 Limas einzeln angeboten - für 3 - 5 Euro das Stück. Das tauschen scheint also grundsätzlich möglich zu sein.

Bearbeitet von Polhem

a) sind durchgehend die 90A-Versionen (80A gibt es meines Wissens gar nicht)

b) Diodenplatte habe ich schon gefunden und auch schon hier, aber die (De)Montage ich mir noch nicht so ganz klar.

c) die Dioden habe ich bisher leider noch nicht einzeln gefunden

Und ja, irgendwie komme ich mit der Eingrenzung der Ursache nicht wirklich weiter.

Am 15.9.2026 um 17:29, René hat gesagt:

a) sind durchgehend die 90A-Versionen (80A gibt es meines Wissens gar nicht)

Tippfehler von mir. Das ist dann die Saab 4739085 bzw. Bosch 0123320039.

Angeblich geeignete Dioden habe ich hier gefunden. Da ist sogar die Bosch Nummer genannt. Auf deren Startseite gibt es auch eine Reparaturanleitung als PDF und die haben auch die Verschleissteile für Bosch Limas im Shop. Hier gibt es auch noch eine Reparaturanleitung mit Bildern für eine Bosch 70A, vielleicht als Ergänzung zu der aus dem Link.

Die einzelnen Dioden bei denen sind mitt knapp 5 Euro pro Stück recht teuer. 50 A reicht wohl für bis zu 150 A Limas. 300 V Sperrspannung ist sicher eher großzügig. Leider geben die nicht an, welches Modell das ist. Theoretisch könnte vielleicht auch eine Diotec BYP60A6 passen. Die bekommt man für unter 1 Euro im Elektronikfachhandel, z.B. hier.

Zu deinem Problem hab ich leider keine konkrete Idee, aber ich bin sehr gespannt was die Ursache ist und drück die Daumen das es mit dem Wunschkennzeichen noch klappt.

Vielleicht würde ich sogar noch mal eine sicher funktionierende einbauen, denn du hast ja nur bei der vierten alles nach Lehrbuch gemacht, sagtest du. Und dann wäre es nur eine die unter Lehrbuchbedingungen nicht funktionierte.

Klingt interessant, nehme ich mir nachher gerne mal vor.

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