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WI-JX900

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Alle Beiträge von WI-JX900

  1. dieses wiesbaden liegt in hessen. (aber das wusstest du ja, ne?) aber soweit ich das heute in der diskussion auf dem amt verstanden habe, gibt's da keine landesregel, sondern die zulassungsstellen entscheiden kraft eigener macht und herrlichkeit, welche kennzeichen sie rausgeben oder eben nicht. in mainz (nur zur sicherheit: das liegt in rheinland-pfalz...) sind beispielsweise alle nummer von MZ-MZ 500 bis MZ-MZ 999 fürs ZDF reserviert. ist jetzt auch egal - "der käs' isch gessa", wie man in stuttgart sagt. stattdessen: die ersten fotos aus der untergehenden sonne auf dem neroberg. (qualität ist bescheiden, aber meine IXUS digital stammt auch aus dem jahre 2001...) je vous présente: WI-Q 909! (ach so: ja, die plastikradkappen auf den winterfelgen sind schlimm. und: ja, er hatte mal 'ne anhängerkupplung - die wurde aber nach drei jahren wieder abmontiert wg. nichtnutzung...)
  2. WI-JX900 hat auf Metalldetektor's Thema geantwortet in Saab Stammtisch
    eben (18. februar 2009, 21.50 uhr): wiesbaden rothstraße/karl-boos-straße: auf der ecke geparkter 9000 CS, schwarz (?), mit kaputter und durch plastikfolie ersetztem dreiecksfenster hinten links. DO-GR 39. kennen wir den hier? p.s.: der parkplatz wird teuer - aber weil hier in der gegend echt nix mehr zu kriegen ist, steht meiner jetzt auf der gegenüberliegenden ecke rothstraße/schaperstraße.
  3. ich fand das CC auch immer sehr vernünftig. und das cabrio, das ich mir zweimal gekauft habe, irgendwie auch...
  4. weil ich eingedenk des merksatzes von hft ("vom rumstehen wird so'n ding auch nicht besser!") den blauen nicht komplett in rente, sondern nur in altersteilzeit schicken wollte - 05-09 eben, weil er fürderhin vor salz und schnee und ähnlichem scheiß geschützt werden soll. während der cabriosaison (04-10) laufen bei mir ja eh schon zwei autos parallel, damit das cabrio bei regen im trockenen bleiben kann. aber ich habe halt nur einen hintern, den ich immer nur in jeweils ein auto setzen kann. und deswegen fand ich den gedanken an drei gleichzeitig zugelassene autos irgendwie albern. außerdem spare ich so ein bisschen bei der versicherung: das 900 CC mit der kürzesten zulassungszeit im jahr hätte als drittauto nämlich selbst bei der wirklich kulanten HUK in der SF 1 mit 100% starten müssen. das musste ja auch nicht sein... (okee, das versicherungsargument ist albern - das spart vielleicht 200 euro im jahr, aber da geht's dann auch ums prinzip. und um das gefühl, trotz SAAB-sammlung irgendwie mal vernünftig gewesen zu sein.)
  5. bernd! davon, dass der Dicke gefühlt einen halben meter breiter ist als die 900er werden die normnummernschilder auch nicht breiter. auch auf einem 9000er hat WI-JX900 eine stelle zuviel... aber egal. ich behalte meinen nick natürlich - als schöne erinnerung an ein schönes kennzeichen. die fotos kommen. in bälde.
  6. naja, der meister hat mir erklärt, dass es in wiesbaden keine schmal gesetzten zeichen auf dem nummernschild gibt (warum auch immer) und dass deswegen für sieben zeichen plus saisonvermerk kein platz auf dem schild sei. (nebenbei habe ich auch gelernt, dass ich - auch ohne saison - für den 9000er auf keinen fall ein kennzeichen mit der zahl 9000 hätte bekommen können: hier in wiesbaden sind alle buchstabenkombinationen mit den zahlen 5000 bis 9999 für leasingunternehmen, autovermietungen und händler reserviert. blöd, was?)
  7. Abenteuer Zulassungsstelle So, das war ein toller Tag auf dem Amt: Nachdem ich den Blauen leergeräumt, gewaschen und vollgetankt, ihm die Reifen auf 3 bar aufgeblasen, ihn in die Tiefgarage neben das Cabrio gefahren, die Batterie rausgenommen und die Nummernschilder abgenommen hatte, durfte ich zur Kfz-Zulassungsstelle der Landeshauptstadt Wiesbaden. (Die hat mittwochs "Dienstleistungstag" und deswegen bis 18 Uhr offen.) Erste Hürde: Die alten Kennzeichen vom Dicken abschrauben. Hinten ging's ganz gut. Allerdings habe ich mich schon gefragt, wieso jemand wie der Vorbesitzer, der soviel Geld in den Wagen gesteckt hat, an einem Klapprähmchen für die Nummernschilder gespart und die Dinger direkt aufs Blech (hinten) bzw. auf den lackierten Kunststoff (vorne) gedübelt hat.... Ja, und vorne entstand dann das Problem: Die blöden Schrauben, mit denen das Nummernschild befestigt war, waren leider eine unauflösbare Verbindung mit der Stoßstange eingegangen. Genaugenommen nicht mit der Stoßstange, sondern mit den Metallgewinden, die mit ehemals weißen Plastikhülsen verpresst waren, die man wiederum mit Schneidmuttern durch die Schürze und in die darunter liegenden Prallelemente gezwängt hatte. Ein freundlicher Mitbürger aus dem osmanischen Reich reichte mir Bremsenreiniger, der aber hinreichend wirkungslos blieb. Nach langen, gewalttätigen Drehversuchen machte es dann *PLOPP* - und die ganze Kacke kam am Stück aus dem Prallelement und der Plastikschürze. Sei's drum... Zweite Hürde: Das Anstehen. Aber das kennt man ja von Ämtern nicht anders - immer zuviel Bürgerbesuch, immer zu wenige Angestellte. Dritte und wirklich ärgerlichste Hürde: Die Wiesbadener Saisonkennzeichendoktrin. Die besagt, dass ein Saisonnummernschild nicht mehr als sechs Zeichen haben darf. Weil WI schonmal zwei sind, passen nach dieser Saisonkennzeichendoktrin also entweder zwei Buchstaben und zwei Ziffern oder ein Buchstabe und drei Ziffern auf ein Saisonkennzeichen. Mehr nicht. Wir zählen eben mal durch: WI-JX 900 hat sieben Zeichen. Und deswegen kann WI-JX 900 keine Saisonnummer werden. Ich habe das dann wirklich eine halbe Stunde lang mit der Sachbearbeiterin (die nett aber eben nicht befugt war, aus WI-JX 900 eine 05-09-Nummer zu machen) und dem stellvertretenden Amtsleiter (der auch nett, aber vor allem stur war) diskutiert. Ergebnis: Ich wurde vernichtend geschlagen und bin seit ein paar Stunden des Anlasses für meinen Nickname hier verlustig. WI-JX 900 ist nicht mehr, stattdessen heißt es jetzt WI-Q 900. (War die einzige 900 mit einem Buchstaben, die in dieser ganzen Stadt noch frei war.) Na, toll. Es grüßt also: WI-Q 900.
  8. karnevalsdienstag in st. augustin...
  9. WI-JX900 hat auf Sedan_900's Thema geantwortet in 9000
    9000-anfänger-frage aber man sollte schon immer eine dabei haben, oder? und die box ist plug-and-play?
  10. danke, klaus. wenn man bedenkt, dass der vorbesitzer alleine in den letzten 18 monaten mehr geld in die kiste gesteckt hat, als ich jetzt bezahlt habe (und dass zwei sätze fast neuwertiger reifen dabei waren), dann muss das wohl als schnäppchen durchgehen. und für einmal-zur-sicherheit-in-die-ölwanne-gucken reicht das budget danach auch noch. und notfalls für die ketten. und selbst danach habe ich vermutlich immer noch ziemlich viel auto fürs geld...
  11. die süddeutsche schreibt: US-Autokonzerne Kein Platz im neuen Amerika Die Kapitalvernichter GM und Chrysler rasen auf den Abgrund zu - und sind sich dennoch nicht zu schade, mehr monetären Brennstoff zu fordern. Von Moritz Koch, New York Die Geschichte wiederholt sich und zwar mit ungeahntem Tempo. Die US-Autokonzerne General Motors und Chrysler sind wieder einmal praktisch pleite. Keine zwei Monate nachdem sie sich ihr Überleben mit Milliardeninfusionen aus dem Staatshaushalt gesichert hatten, sind ihre Kapitalreserven erneut so gut wie aufgebraucht. Nun sollen weitere Kredite her. Aus Benzinsäufern sind Milliardenschlucker geworden. So handelte es sich bei den Dokumenten, die die Konzerne am Dienstagabend nach Washington schickten, auch weniger um Sanierungspläne als um Bittschriften. Die Frage, wie sie jemals wieder wettbewerbsfähigen Unternehmen werden wollen, haben die Konkurskandidaten nicht beantwortet. Selbst am Rande des Ruins konnten die Manager von GM und Chrysler ihren Arbeitern und Gläubigern kaum Zugeständnisse abringen. Die Gewerkschaft UAW ist zwar grundsätzlich bereit, der Absenkung der Lohnzusatzkosten auf das Niveau der ausländischen Konkurrenz zuzustimmen. Aber das Hauptproblem der immensen Belastung durch die Gesundheitsversicherung für Pensionäre besteht fort. Noch unnachgiebiger waren die Gläubiger. Eine Einigung über die Umwandlung von Anleihen in Aktien, wie von Washington gefordert, wurde nicht erzielt. Selbsttäuschung - oder Täuschungsversuch Die Kapitalvernichter GM und Chrysler rasen also weiter auf den Abgrund zu - und sind sich dennoch nicht zu schade, mehr monetären Brennstoff zu fordern. Spätestens jetzt muss allen Politikern in Washington klar sein: Detroit, die Heimat der Autoindustrie, ist ein Milliardengrab. Auch die Zulieferer rufen nach Staatshilfen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Ford, der dritte US-Hersteller, in Washington die Hand aufhält. Die Manager der Autohersteller behaupten, höhere Gewalt verderbe ihnen das Geschäft, erst das teure Öl, dann die Rezession. Daher sprechen sie gern von Überbrückungskrediten. Es gelte doch bloß, ein konjunkturelles Tal zu überwinden. Ob es sich dabei um Selbsttäuschung oder einen Täuschungsversuch handelt, ist schwer zu sagen. Sicher ist: Die zunehmende Sparsamkeit der Amerikaner, ihr wachsendes Umweltbewusstsein, das Sterben der Vororte und die Wiederentdeckung der Innenstädte werden zu einer dauerhaft niedrigeren Autonachfrage in den USA führen. Für die alten Großen Drei ist kein Platz im neuen Amerika. Ex-Präsident George W. Bush hat seinem Nachfolger Barack Obama das Detroit-Desaster vererbt. Er war es, der den Konzernen die ersten 17,4 Milliarden Dollar zuschanzte, um ihnen ein paar Wochen Zeit zu kaufen. Obama darf diesen Fehler nicht wiederholen. Sonst wird im Sommer die nächste Milliardenüberweisung nach Detroit fällig. Die amerikanische Autoindustrie kann nur überleben, wenn sie kleiner und innovationsfreudiger wird. Ein sorgsam vorbereiteter Insolvenzprozess ist die beste Chance auf einen solchen Neubeginn. Die Manager von GM und Chrysler haben ihr Unvermögen lange genug unter Beweis gestellt. Der Gläubigerschutz erlaubt es, die Chefs zu feuern, Tarifverträge neu auszuhandeln und Schulden umzuschichten. Auch der Konkurs wird Geld kosten. 30 Milliarden Dollar allein bei GM. Aber er vervielfacht die Chance, dass die Geschichte aufhört, sich zu wiederholen, und die Steuerzahler ihr Geld zurückbekommen, eines Tages.
  12. quellentexte - hilfreich! so, für alle zum nachlesen im original: der restrukturierungsplan von GM. fiel vreude dabei. (sind nur knapp 120 seiten...) GM.pdf
  13. WI-JX900 hat auf targa's Thema geantwortet in Saab Stammtisch
    eeh... ja. siehe hier und hier. aber wie sagte adenauer: wichtiges kann man nicht oft genug wiederholen...
  14. WI-JX900 hat auf Flying Saab's Thema geantwortet in Saab Stammtisch
    2.3t also, falls nochmal einer nachsehen und aus berufenem munde nachhören möchte, was das besondere an dem "alten" motor ist: hier! und für alle, die des englischen nicht so mächtig sind, hier die deutsche übersetzung:
  15. boah, das ist ja ekelhaft gepflegt... *neid* .
  16. WI-JX900 hat auf R4G3's Thema geantwortet in 9000
    gebrauchtwagenkauf ist eine mischung aus glück, bauchgefühl und einer gründlichen prüfung des kaufgegenstands. dass bei 'nem auto nach 10 und mehr jahren immer mal was kaputtgehen kann, egal wie solide es konstruiert und gebaut wurde, ist ja eh klar. hauptsache man kann es reparieren. und haupthauptsache: die reparaturkosten stehen in einem verhältnis zum gegenwert - den allerdings kann man manchmal (s. SAAB 901 turbos) nicht unbedingt in euros ausdrücken...
  17. tjaaaaa... politiker, die arbeitsplätze versprechen, könnten genau so gut versprechen, dass es mit ihrer hilfe nie mehr regnet - jedenfalls, solange sie nicht direkten einfluss auf die unternehmen der schlüsselindustrien haben. andererseits sind ja nun die letzten versuche einer staatswirtschaft ziemlich krachend in die hose gegangen. und in einer lage wie jetzt verdampfen staatliche hilfsgelder ja wie der aufguss in der sauna. vermutlich hilft nur: augen zu, dem krachen der weltökonomie zuhören und anschließend die rauchenden trümmer wegräumen und was neues, besseres aufbauen. vor allem: banken regulieren. denn die haben uns - das muss man immer wieder laut sagen - die ganze scheiße eingebrockt.
  18. so, und als hintergrund noch das hier (übersetzung im anschluss): und hier, wie versprochen, die holprige übersetzung...: (sorry für unelegante übersetzungssprache - musste schnell gehen...)
  19. außerdem: wie niedlich! himmel, ist der ulkig, der arbeiterführer aus NRW:
  20. WI-JX900 hat auf R4G3's Thema geantwortet in 9000
    naja... wenn man sich vor augen führt, wie ungeliebt die alten kisten bei heutigen SAAB-vertretungen sind; und wenn man sich dann noch vor augen führt, welche teilweise desaströsen ergebnisse die werkstatttests von ADACams&Co. bei anderen marken gebracht haben (SAAB wird ja mangels größerer verbreitung nicht getestet); ...dann könnte man schon auf die idee kommen, dass so ein heftchen allenfalls ein indiz ist, kein schlüssiger beweis für einen guten zustand.
  21. nicht wirklich, oder? das ist ja mal 'ne geile geschichte. ich lerne hier jeden tag mehr...
  22. wirklich: 30 milliarden!!! tja, was soll man dazu sagen?
  23. 30 milliarden! hahahahahahaha! das nenne ich sanierung: GM braucht bis 2011 vom staat 30 milliarden dollar und will dafür weltweit 47.000 jobs killen. mehr demnächst von den nachrichtenagenturen ihres vertrauens.
  24. wenn ich als politikwissenschaftler dazu mal was sagen darf: die historische leistung der amerikaner beim wiederaufbau und vor allem bei der demokratisierung deutschlands vor immerhin mehr als 60 jahren in allen ehren - aber seitdem haben sich die USA sowohl gesellschaftlich als auch politisch entwickelt. leider nicht unbedingt zum besseren. gemessen an dem elend vieler in den an sich reichen USA einerseits und dem obszönen reichtum, den eine kleine kaste in den USA zusammengerafft hat, andererseits, sind die spenden (auch wenn sie in dollarsummen die höchsten der welt sein mögen) ein almosen. und gespendet wird ja selten für die armen, sondern eher für museen, konzertsäle und die eliteunis - es bleibt also in der sozialen nachbarschaft. und die AIDS-hilfe für afrika ist sicherlich aller ehren wert - sie ist leider trotzdem nur ein tröpfchen nektar in einem ozean von jauche, den dubbjah der welt nach acht jahren weltbeherrschungsphantasien und mit seinem ölkrieg im irak hinterlassen hat. wenn obama und seine nachfolger das aufgeräumt haben, denke ich mal drüber nach, ob bush irgendwas richtig gemacht hat. vorher ist das sinnlos. denn siehe: es gibt nichts richtiges im falschen. das große missverständnis der europäer ist immer, dass sie glauben, die amerikaner seien ihnen irgendwie ähnlich. sie sind es nicht. sie sind einer typischen (west-)europäischen sozialisation (rumsfeld hätte gesagt: "old europe...") so fern wie japaner oder chinesen oder die bewohner eines neukaledonischen eilandes. die kehrseite der hier oft gerühmten ur-amerikanischen eigenschaft, immer wieder etwas neues zu beginnen, sich und die welt immer wieder neu zu erfinden, ist eben der verlust jeder nachhaltigkeit - also: das ex-und-hopp-prinzip. und so sieht amerika dann eben auch aus, ob du häuser, möbel oder eben autos anschaust.
  25. Familienzuwachs im Hause WI-JX 900! So, jetzt isser also endlich zuhause - der neue DrittSAAB. (Bevor wieder genölt wird: Fotos folgen!) 9000 CSE (so steht's jedenfalls am Heck) 2.0t, scarabäusgrün-metallic, lt. VIN hergestellt im Jahre 1995 als Exemplar No. 21.976 auf der Produktionslinie 1 in Trollhättan. Ausstattung: Alles, was SAAB damals serienmäßig so eingebaut hat, plus Klimaautomatik, Tempomat, Beifahrerairbag, Alarmanlage. Es fehlen: Leder und Schiebedach. (Okee, das Schiebedach fehlt nicht wirklich. Und das Leder wird baldmöglichst nachgerüstet. ) Offensichtlich hatte der Wagen zu Beginn seines Daseins Probleme, ein Zuhause zu finden, denn er stand wohl ab Frühjahr 1995 bei einem inzwischen Ex-SAAB-Händler in Schwalbach/Taunus auf dem Hof, wurde ab und an mal mit 'ner roten Nummer bewegt und schließlich erst am 05. Januar 1996 mit einem Kilometerstand (lt. Kaufvertrag) von 1.546 Kilometern zum ersten Mal zugelassen - und zwar auf den Herrn des Geburtsjahrgangs 1954, von dem ich den Wagen heute übernommen habe. Gefunden habe ich ihn eher beiläufig: Irgendwann vor Weihnachten tauchte bei mobile.de eine Anzeige auf, in der ein 9000 CS [sic!] mit 256.000 Kilometern, sparsamem Begleittext und ohne Bilder aber für 2.350 Euro als Privatverkauf feilgeboten wurde. Weil der Preis verhandelbar sein sollte und weil der Wagen in Wiesbaden (also da, wo ich auch wohne) stand, habe ich auf das Inserat geantwortet, obwohl ich ja eigentlich gar kein zusätzliches Auto brauchte. Und weil ich ja eigentlich gar kein zusätzliches Auto brauchte, fand ich es auch nicht weiter schlimm, dass ich vom Anbieter des Wagens nichts mehr gehört habe. Bis Montag, den 09. Februar 2009. Da klingelte bei mir zuhause das Telefon und eine freundliche Dame, der Stimme nach mittleren Alters, fragte, ob ich noch Interesse an ihrem SAAB 9000 hätte. Hm. Es hat dann ungefähr eine halbe Minute gebraucht, bis ich mich wieder an die mobile.de-Anzeige und meine Mail erinnert habe. Und dann dachte ich: Och, angucken und probefahren kost' ja nix. Und deswegen haben wir einen Termin vereinbart, die freundliche Dame mittleren Alters und ich. Als ich ankam, standen vor der Tür eines großen Hauses in einer besseren Wohngegend gleich zwei 9000er: Außer dem annoncierten noch ein blaumetallicfarbener 2.3t, der offensichtlich neuer und tiefer und weniger gefahren war. Aber egal. Die freundliche Dame mittleren Alters sagte, dass sie nicht viel über den Wagen sagen könne - außer dass sie und ihr Mann und ihre Tochter ihn immer gerne gefahren seien und dass sie ihn nur verkauften, weil die Tochter jetzt in der Schweiz studiere und dort kein Auto brauche und der grüne 9000er seitdem nur noch rumstehe, was ja unsinnig und für den Wagen auch nicht gut sei. Und dann gab sie mir den Schlüssel und meinte: "Fahren Sie, so lange sie wollen - aber machen Sie ihn bitte nicht kaputt..." Naja, ich bin ihn dann laaange probegefahren. Und habe bei den Zwischenstopps die komplette Checkliste "Augen auf beim 9000er-Kauf" abgearbeitet. Ergebnis: Alles super. Alles funktioniert. Nichts knackt, klötert, qualmt oder kettenrasselt. Zurück bei dem großen Haus in der besseren Wohngegend versprach mit die freundliche Dame mittleren Alters, dass ihr Gatte, der ein bekennender SAAB-Freund sei, mich sofort nach seiner Rückkehr von einer Dienstreise anrufen werde, um noch ein paar Nachfragen zu klären (zum Beispiel wie das mit dem Kettensatz für Nocken- und Ausgleichswellen ist). Das tat der Herr Gatte dann auch zwei Tage später. Und nach dem Gespräch (auch wenn sich dabei herausstellte, dass die Ketten eben noch nicht erneuert wurden) wusste ich: Jetzt nehme ich ihn, den Grünen. Denn der Mann war ein Ausbund an Korrektheit bei gleichzeitigen Symptomen von schwerem SAAB-Enthusiasmus, der glaubhaft versichern konnte, dass er nie an seinem 9000er gespart hat. Und tatsächlich scheint der Dicke, wie ich ihn künftig angesichts seiner (gemessen am 900) panzerhaften Breite nennen werde, eines dieser inzwischen seltenen Exemplare aus pflegender Ersthand zu sein, denen immer genug Zuwendung widerfahren ist: Es gab alle 20.000 Kilometer eine Inspektion mit frischem Synthetik-Öl (alle 10.000 wäre mir zwar lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben...) und wenn was gemacht werden musste, wurde es entweder beim SAAB-Zentrum Wiesbaden (naja...) oder aber bevorzugt in der Werkstatt des Schwalbacher Ex-SAAB-Händlers eben gemacht. Und zwar offensichtlich ohne Rücksicht auf die Kosten. Beispiele gefällig? 11.02.2005: Scheinwerferwischer rechts erneuert - 244,25 Euro. 06.09.2005: Klimakompressor ausgetauscht - 1.230,67 Euro. 16.12.2006: Vier ABS-Sensoren erneuert, Wärmetauscher Klimaanlage erneuert, Zylinderkopfdichtung erneuert, Öldruckschalter erneuert - 1.980,55 Euro. 14.02.2007: Spiegelglas und Antriebsmotor rechts erneuert - 287,58 Euro. 16.02.2007: Lagerbuchsen Querlenker vorne (rechts und links) erneuert, Scheinwerferstellmotor links erneuert, Auspuffhalterung erneuert - 577,03 Euro. 19.09.2007: Kupplung erneuert plus Kleinkram - 1.733,61 Euro. 09.01.2008: Bremsscheiben und -beläge hinten, Bremsbeläge vorne erneuert - 627,29 Euro (inkl. Inspektion) 29.01.2008: Drosselklappengehäuse aus- und eingebaut, Drosselklappe gereinigt - 72,- Euro. 12.11.2008: Flexrohr erneuert - 535,18 Euro. Undsoweiterundsoweiter - der Erstbesitzer hat tatsächlich alle Belege seit dem 05. Januar 1996 aufgehoben. Also: Ein Berg Papier fürs gute Gefühl. Tja, und nun steht er vor der Tür, der Dicke, und wartet darauf, dass er morgen auf mich zugelassen wird und dann mit mir an die Ostsee fahren darf. Lustig: Er hat - anders als in der Anzeige damals geschrieben - nicht 256.000 Kilometer auf der Uhr, sondern nur 247.000. (Das war mir bei der Probefahrt gar nicht aufgefallen - war wohl zu aufgeregt...) Nicht so lustig: Auf der Fahrt nach Hause ist der Blinker nach dem Linksblinken zweimal nicht zurückgesprungen. Keine Ahnung, ob ich das bei der Probefahrt auch nicht gemerkt habe (war wohl zu aufgeregt...), oder ob das ein neues Phänomen ist. Aber erstmal ist mir das auch - völlig egal. Fürs Schön- und Heilemachen haben wir jetzt alle Zeit der Welt - der Dicke, der Blaue, das Cabrio und ich. Und damit: Gute Nacht!

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