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SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded

Empfohlene Antworten

Vor zwei Jahren wurde *meinereiner* ™ hier im Forum von der versammelten Gemeinschaft allerübelst zusammengetreten, nur weil ich als einziger...

Och, da gab es schon noch ein paar mehr als Deinereiner, aber die Minderheit wars dennoch und VM-Jünger sehr lautstark und persönlich im Zusammentreten-

 

Mag ja durchaus sein, daß ich etwas mehr Einblick in die Automobilbranche habe als manch anderer hier in der locker-flockigen Runde - aber selbst diesen hätte man nicht gebraucht, um damals schon das Unvermeidbare zu erkennen.

Für die Zusammenhänge bei Saab-Spyker, den Realitätsgrad der Mullerschen Visionen und sich die daraus zwangsläufig ergebende Entwicklung, brauchte es aber nun wirklich keinen Einblick in die Automobilbranche, rudimentäre Reste von ursprünglichen Kleinstmengen an logischem Verständnis genügten da vollauf, denn heutzutage kann man ja sämtlich benötigte Fakten leicht ergoogeln.

 

Einem aktiven Saab-Fahrer jedoch Schadenfreude zu unterstellen, Recht behalten zu haben, das wäre wohl ähnlich realitätsfern und Intelligenzrestbefreit, wie seinerzeit an Mullers-Visionen geglaubt zu haben.

Der explodierte Wertverlust und E-Teil-Engpässe traf schliesslich ja uns alle ins Genick und dass es keinen 9³IV oder 9-5IISC mehr geben wird trifft uns wohl auch fast alle, die "Alteisenfraktion" eben nur 10-20 Jahre später als die Neuwagenkäufer.

Und ja, Elvis lebt ja auch noch ...

Aber definitv ! Der ist zusammen mit dem echten Kennedy in einem Altersheim und jagt auferstandene Zombiemumien :smile:

 

http://www.imdb.com/title/tt0281686/

Och, da gab es schon noch ein paar mehr als Deinereiner, aber die Minderheit wars dennoch und VM-Jünger sehr lautstark und persönlich im Zusammentreten....

Einem aktiven Saab-Fahrer jedoch Schadenfreude zu unterstellen, Recht behalten zu haben, das wäre wohl ähnlich realitätsfern und Intelligenzrestbefreit, wie seinerzeit an Mullers-Visionen geglaubt zu haben.

 

Vollste Zustimmung.

Es gab hier einen Haufen „realitätsferner Pessimisten“. Die das eingetretene vorhergesehen haben.

JR fand halt nur des Öfteren die deutlichsten und somit für manche schmerzlichsten Worte.

Naja einige von denen tummeln und toben sich jetzt ja in diversen anderen blogs rum.

Bin mal gespannt was von der Spyker Klage am Ende übrig bleibt. Klageerwiderung von GM ist ja eingereicht.

...

 

JR fand halt nur des Öfteren die deutlichsten und somit für manche schmerzlichsten Worte.

Naja einige von denen tummeln und toben sich jetzt ja in diversen anderen blogs rum.

...

 

Gut erkannt!

Streitlustiger Muller

 

Wieder mal zu den Saab Resten:

 

Muller hatte ja weder für 2010 noch 11 Einkommenssteuer bezahlt. Das Finanzamt hat deshalb vor einigen Wochen etwa 230000 € nachgefordert.

Der Lokalzeitung erklärt er nun, dass seine Anwälte ihm zu einer Anfechtung dieser Forderung geraten haben, was er auch umgehend tun wird.

 

Achja, und gegen GMs Abschmettern seines 2,3 Milliarden € Entschädigungswunsches wegen verhinderter China Geschäfte will er auch klagen.

 

Wie die alten Germanen schon sagten: das Geld liegt auf der Strasse, man muss sich nur etwas bücken...

Saab Parts expandiert

 

Nochmal zu den Saab Resten:

 

Die Lokalzeitung berichtet, dass Saab Parts gute Geschäfte macht und die entsprechenden Tochtergesellschaften in Italien und Spanien aus der Konkursmasse erworben hat. Offizielle Begründung: den relativ grossen Saab Märkten in diese Ländern die Ersatzteilversorung zu sichern.

 

Ein Leserkommentar siehts pragmatischer: im Hinblick auf die Qualität der Saab Modelle ist das Geschäft sicher sehr lukrativ. Med tanke på Saab's kvalite kommer "Parts" att vara extremt lönsamt några år framöver

... im Hinblick auf die Qualität der Saab Modelle ist das Geschäft sicher sehr lukrativ...

So viel zum Thema gute Gene

Nochmal zu den Saab Resten:

 

Die Lokalzeitung berichtet, dass Saab Parts gute Geschäfte macht und die entsprechenden Tochtergesellschaften in Italien und Spanien aus der Konkursmasse erworben hat. Offizielle Begründung: den relativ grossen Saab Märkten in diese Ländern die Ersatzteilversorung zu sichern.

 

Ein Leserkommentar siehts pragmatischer: im Hinblick auf die Qualität der Saab Modelle ist das Geschäft sicher sehr lukrativ. Med tanke på Saab's kvalite kommer "Parts" att vara extremt lönsamt några år framöver

 

Mit der Gefahr und in Hinsicht auf künftig möglicherweise weltweit zusammengehökerten Teile - aus zweifelhafter Quelle und mit zweifelhaftem QM - könnte das Geschäft irgendwann auch abrupt enden. Dann, wenn die Kundschaft merkt, daß das Gerümpel auch nicht besser oder haltbarer ist, als die überall von "freien" Händlern vertickte China- und Türkeiware - sondern lediglich identische Ware zu Saabothekenpreisen unter's Volk gebracht wird. Wohl dem, der dann über einen gut gefüllten Keller mit wertigen Gebrauchtteilen aus Altproduktion verfügt.

 

Bedenkt bitte, daß die werkseitige Waren-Eingangskontrolle nicht mehr besteht - und zudem jegliche Liefertreue oder Verfügbarkeitsgarantien formal erloschen sind. Niemand hat mehr einen Ruf oder Namen zu verlieren - und wenn sich irgendwelche Brocken nicht lohnen, dann *gibt's-sie-halt-nicht-mehr* - Die Mischkalkulation eines funktionierenden Automobilherstellers, auch nicht gängige Teile notfalls gewinn-neutral dennoch vorzuhalten, dürfte sich dann zudem im Zusammenhang eines reinen Teilehökers von selbst erledigen.

Wenn man unter SAAB-Parts firmiert, kann man Kunden nur halten, indem man durch (schnelle) Lieferfähigkeit und faire Preise überzeugt. Zu extremes Businessdenken hinsichtlich weniger gefragter Teile kann sich nur der freie Anbieter leisten. Da gibt es ja einige und im Bedarfsfall fragt man die halt ab. Als SAAB-Parts vermittelt man aber offiziellen Charakter. Wenn sich das als Täuschung erweist, sind die Kunden schnell weg. Wer ein bestimmtes Teil überhaupt nicht mehr bekommt, kann sein Auto verschrotten. Dann braucht er auch andere Teile nicht mehr, die gängig und lukrativ für den Händler sind. Man muss immer Mischkalkulationen machen, wenn man sich fest etablieren will. Ich fürchte aber, die sind darauf aus, alles schnell und teuer zu verhökern und machen dann den Laden dicht, wenn nicht mehr viel läuft. Wenn sie aber wirklich wollen, kaufen sie alle Ersatzteile von ehemaligen SAAB-Händlern weltweit zurück. So hat es ein Mercedes-Spezialist gemacht. Ist mehrere Jahre um die ganze Welt gegondelt und hat ältere Lagerbestände aufgekauft.

Naja nach einigen Kinderkrankheiten klappt das ja auch bein den Rover Fahrern mit Ersatzteilen. Da gibt es zum einen den Offiziellen Vertreiber X-parts, welche sogar eine DB öffentlich am laufen haben, wo man online nachsehen kann, welches Ersatzteil bei welchem händler vielleicht noch lagernd ist und zu welchem Teil, und zum anderen ahben sich ein paar Firmen (hauptsächlich aus UK) darauf spezialisiert die Ersatzteile zu verkaufen - teilweise sogar ist ein Gebrauchtteilemarkt entstanden (Rimmerbros, SMC-Trading, Roverteile.de, etc). OK es gibt halt auch Teile, die nicht für gute Worte und Geld beschaffbar sind (Heckscheibe 75 Tourer z.B. da muß man halt beim Schlachter eine komplette Heckklappe ordern).

ich glaube das wird sich auch bei Saab Teilen ähnlich entwickeln.

....Bedenkt bitte, daß die werkseitige Waren-Eingangskontrolle nicht mehr besteht - und zudem jegliche Liefertreue oder Verfügbarkeitsgarantien formal erloschen sind. Niemand hat mehr einen Ruf oder Namen zu verlieren - und wenn sich irgendwelche Brocken nicht lohnen, dann *gibt's-sie-halt-nicht-mehr* - ...

 

Bisher wurde ja bei jeder Lieferantenorder ein bestimmter Prozentsatz Teile zugeschlagen, der dann an Saab Parts ging.

Jetzt gibt es natürlich keine Lieferantenorder mehr.

Wenn dennoch Ersatzteile gefertigt werden, dann in Mini Stückzahlen zu Maxi Preisen.

 

Ansonsten, wie Josef schon sagte: "sorry, out of stock"

Abwarten, Vodka trinken.

 

Aber es scheint, Josef hat schon ein bisschen (je weniger je besser) recht. Leider! Gerade selten benötigte Teile könnten wohl bald ein Problemfall werden, wenn sie es nicht schon sind!

 

Gibt hier nen netten Thread zu Xenon-Scheinwerfern am 9-5 I z.B.........

Bisher wurde ja bei jeder Lieferantenorder ein bestimmter Prozentsatz Teile zugeschlagen, der dann an Saab Parts ging.

Jetzt gibt es natürlich keine Lieferantenorder mehr.

Wenn dennoch Ersatzteile gefertigt werden, dann in Mini Stückzahlen zu Maxi Preisen.

 

Ansonsten, wie Josef schon sagte: "sorry, out of stock"

 

Selbst wenn die ehemaligen OEMs grundsätzlich noch bereit wären - Noch viel schlimmer wird es dennoch werden, wenn der zu erwartende Verkaufserlös minus Selbstkosten - sprich: Gewinn - aus den gelegentlichen Kleinserienfertigungen nur alleine die monetären Aufwendungen für Rüstzeiten und Lagerkosten der Werkzeuge unterschreitet. Spätestens dann kommt beim Lieferanten irgendein Controller aus seinem verpupsten Büro gekrochen und lässt den Plunder kurzerhand verschrotten.

 

Durchaus verständlich. Warum sollte er die Tag und Nacht für "Pupswagen in Wolfsburg" oder andere "Kunden" durchlaufenden Maschienen anhalten, sie wegen einer Handvoll exotischer Wchwedenteile umrüsten, dadurch Ausfallzeiten generieren - und trotzdem bei der Aktion noch Geld verlieren...? - Auf die lukrativen Teile, insbesondere die leicht herstellbaren, werden sich dennoch und zudem die bekannten Schrottproduzenten aus Fernost stürzen. Daran wird es nicht mangeln. Für spezifische und recht komplexe zudem selten benötigte Brocken dagegen sehe ich schwarz.

Och - der eine oder andere OEM wird sagen: Ja, machen wir, aber erst, wenn's zeitlich reinpasst. Und die nächste Krise kommt bestimmt, da ist man froh, wenn man mit so Kleinaufträgen die Zeit überbrücken kann. Der geneigte Saab-Treiber muß dann halt warten, sich mit Gebrauchtteilen herumschlagen (geschlachtete Dreiliter-Diesel sollte es doch zur Genüge geben) oder ein vernünftiges Alltagsauto hertun :biggrin:

 

Teileversorgung über einen noch existenten Hersteller ist auch nicht immer vollumfänglich befriedigend: Die BMW-Motorrad-Alteisen-Fahrer jammern schwer über "Original-BMW-Teile". Premium-Preise aber eher Nicht-so-Premium-Qualität mit mangelnder Passgenauigkeit und minderem Material. Immerhin ist so gut wie alles lieferbar ...

Da ich gerne Exotenautos fahre und SAAB nix mehr auf die Straße bringt (zumindest vorläufig), habe ich mich mal nach einem 8er BMW, Bugatti und sonstigen Nischenprodukten umgeschaut. Nun ist es doch wieder ein SAAB geworden, da es dafür doch noch mehr Teile gibt als bei den zuvor genannten Marken :rolleyes:

Hab letzte Woche echt gestaunt: Mittwoch ist mir ein Stein in/an die Frontscheibe meines 9-5er geknallt...Donnerstag Abend hatte ich ne neue Scheibe drin.

Hatte schon echt Bedenken, dass gerade Scheiben nicht mehr lieferbar sind. Aber nö: Pustekuchen-alles Bestens.

WSS sind auch ein Renner, da Steinschläge an der Tagesordnung sind. Wir kriegen auch für ziemlich alte Autos noch welche. Bei den nicht ganz so alten, ab etwa Bj. 1985 sind eher die WSS-Rahmen das Problem. Für richtige Exoten habe ich einen Spezialisten in Finnland. Der kann jede Scheibe nach Vermessung herstellen, aber dabei nach neuester Technik mit allen jetzt verlangten Prüfzeichen. Bei einer Kleinserie von 6 St. kostete 1 incl. der anteiligen Werkzeugkosten knapp über EUR 700,--. Billiger als manche aktuelle. Da diese Autos preislich jenseits der EUR 100.000 rangierten, nahm einer gleich zwei. Es ist bei jüngeren und viel billigeren Autos schwieriger jemanden dafür zu begeistern, etwas auf Vorrat zu legen, das er gerade nicht braucht. Deshalb gehen Nachfertigungsaktionen für Oldtimer ruckzuck über die Bühne, im Youngtimerbereich ist es schon langwierig.
Kleinserie von 6 St. kostete 1 incl. der anteiligen Werkzeugkosten knapp über EUR 700,--. Billiger als manche aktuelle.

 

aktuell: 872 € inkl Einbau/Rahmen etc....

Vor sieben Jahren habe ich noch 772 Euro beim fSH bezahlt...

 

- - - Aktualisiert - - -

 

Auf die lukrativen Teile, insbesondere die leicht herstellbaren, werden sich dennoch und zudem die bekannten Schrottproduzenten aus Fernost stürzen. Daran wird es nicht mangeln.

 

Ist das die neue Geschäftspolitik bei Saab Parts, Made in China umetikettieren in Made in Canada ? Gesehen auf Saabsunited :

 

http://www.saabsunited.com/wp-content/uploads/Chinese-original-parts.jpg

 

 

Bestimmt nur ein Einzelfall :rolleyes:

Vor sieben Jahren habe ich noch 772 Euro beim fSH bezahlt...

 

- - - Aktualisiert - - -

 

 

 

Ist das die neue Geschäftspolitik bei Saab Parts, Made in China umetikettieren in Made in Canada ? Gesehen auf Saabsunited :

 

http://www.saabsunited.com/wp-content/uploads/Chinese-original-parts.jpg

 

 

Bestimmt nur ein Einzelfall :rolleyes:

 

 

na ist doch ganz einfach: die Dichtung ist Made in China....der Aufkleber kommt aus Kanada.

Wenn es nur um O-Ringe geht... Im Fiat-Konzern wird ein (bescheuerter) Öldeckel verwendet, der nicht aufgeschraubt wird, sondern wo eine Klappe heruntergedrückt wird, um ihn zu fixieren. Wird also einfach in den Stutzen gesteckt, "zugeklappt". Damit das dicht ist, sitzt ein O-Ring in einer Nut. Leider mäßige Materialqualität, vielleicht Made in China? Anfangs konnte man den noch kaufen, dann gab es nur noch neue Deckel, am Ende nix mehr. Ich habe in Bayern einen Lieferanten gefunden, der diesen O-Ring in wesentlich besserer Materialqualität schon ab Kleinstmengen von 100 St. produzieren kann. Ein Zweier-Pack kostete dann incl. MWSt. und Briefporto gerade mal so viel wie früher 1 St. bei Abholung an der Ersatzteiltheke. Will damit sagen, sogar so einfache Teile gibt es einfach nicht mehr, obwohl der Konzern noch existiert und Hundertausende Fiat/Lancia/Alfa solche Öldeckel haben. Da kann man sich über Clubs und Foren selbst helfen. Leider gibt es viele Teile, die nicht so leicht nachproduziert werden können. Es müssen ja immer vor der Aktion genügend Bestellungen gesammelt werden.
Für spezifische und recht komplexe zudem selten benötigte Brocken dagegen sehe ich schwarz.

 

Ich nicht, denn "selten benötigte" Teile sollten in aller Regel problemlos über den Schlachtmarkt zu bekommen sein.

 

"Schwarz" sehe ich eher bei "Serienfehlern" an sehr komplexen Teilen, die dann fast jeder braucht, deren Re-Engeneering sich aber trotz der Stückzahlen nicht lohnt, wie z.B. Steuergeräte.

 

Dazwischen gibt es dann noch Dinge wie die Xenons der 9-5I vor Chrombrille, wo einfach nur relativ wenige verbaut wurden, sprich die zu erwartenden Stückzahlen eine Neuauflage nicht lohnen, trotzdem aber von den wenigen verbauten relativ viele als Ersatz benötigt werden. Bei 9-5I Xenons mag das noch gehen, indem man zähneknirschend auf Halogen rückrüstet, bei unverzichtbaren Teilen des 9-5II oder eines XWD könnte sich das aber zum echten Problem auswachsen.

 

Generell wird das natürlich mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge immer mehr zum Problem werden, denn wer in 2-3 Jahren einen 9-3II mit Zeitwert von 3.000 Euro besitzt, wird diesem in den meisten Fällen kein Ersatzteil mehr für über 1.000 Euro gönnen. Bei 9-3I mit Zeitwert von dann 1.500 Euro dürften schon E-Teile um 500 Flocken (z.B. Zündkasette) kaum noch angefragt und die Kisten lieber gequadert werden, das lohnt sich dann bei sehr vielen Teilen für die Lieferanten einfach nicht mehr, ihre Werkzeuge umzurüsten für die paar Stück. Insbesondere Karrosserieteile die nicht von Schlachtern zu bekommen sind wie Seitenwände, Traversen, Schweller, etc. und deren Reparatur in Fachwerkstätten den Zeitwert übersteigt (Unfaller mit Versicherungsabrechnung), dürften dann das Ende des jeweiligen Gefährts bedeuten, da auch Selbstschweißer aufgeschmissen sind, wenn es am benötigten Bleche mangelt.

 

Summa summarum: Probleme wird es definitiv geben und mit der Zeit immer mehr, für "Panik" sehe ich da aber die nächsten 2-3 Jahre noch keinen Anlass und danach gilt: je älter die Kiste desto doof, wobei natürlich auch je neuer, desto mehr unrentable Teile wie Steuergeräte etc.

 

Realistisch betrachtet muss man sich aber den aktuellen Zeitwert unsere Sääbe mal ansehen und wenn man da nicht gerade einen 9³III oder 9-5II sein Eigen nennt, kann man auch finanziell damit leben, das Ding in 3-4 Jahren zu recht gutem Schlachtwert quadern zu müssen. Der Wertverlust ist dann auch nicht soviel größer, als würde man einen bestehenden Hersteller fahren, denn von den Gebrauchtwerten vergangener Zeiten auszugehen wäre ja völlig intelligenzbefreit und mittlerweile sind unsere Kärren nunmal de facto wertbefreit, so what?

Ich nicht, denn "selten benötigte" Teile sollten in aller Regel problemlos über den Schlachtmarkt zu bekommen sein.

 

"Schwarz" sehe ich eher bei "Serienfehlern" an sehr komplexen Teilen, die dann fast jeder braucht, deren Re-Engeneering sich aber trotz der Stückzahlen nicht lohnt, wie z.B. Steuergeräte.

 

Dazwischen gibt es dann noch Dinge wie die Xenons der 9-5I vor Chrombrille, wo einfach nur relativ wenige verbaut wurden, sprich die zu erwartenden Stückzahlen eine Neuauflage nicht lohnen, trotzdem aber von den wenigen verbauten relativ viele als Ersatz benötigt werden. Bei 9-5I Xenons mag das noch gehen, indem man zähneknirschend auf Halogen rückrüstet, bei unverzichtbaren Teilen des 9-5II oder eines XWD könnte sich das aber zum echten Problem auswachsen.

 

Generell wird das natürlich mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge immer mehr zum Problem werden, denn wer in 2-3 Jahren einen 9-3II mit Zeitwert von 3.000 Euro besitzt, wird diesem in den meisten Fällen kein Ersatzteil mehr für über 1.000 Euro gönnen. Bei 9-3I mit Zeitwert von dann 1.500 Euro dürften schon E-Teile um 500 Flocken (z.B. Zündkasette) kaum noch angefragt und die Kisten lieber gequadert werden, das lohnt sich dann bei sehr vielen Teilen für die Lieferanten einfach nicht mehr, ihre Werkzeuge umzurüsten für die paar Stück. Insbesondere Karrosserieteile die nicht von Schlachtern zu bekommen sind wie Seitenwände, Traversen, Schweller, etc. und deren Reparatur in Fachwerkstätten den Zeitwert übersteigt (Unfaller mit Versicherungsabrechnung), dürften dann das Ende des jeweiligen Gefährts bedeuten, da auch Selbstschweißer aufgeschmissen sind, wenn es am benötigten Bleche mangelt.

 

Summa summarum: Probleme wird es definitiv geben und mit der Zeit immer mehr, für "Panik" sehe ich da aber die nächsten 2-3 Jahre noch keinen Anlass und danach gilt: je älter die Kiste desto doof, wobei natürlich auch je neuer, desto mehr unrentable Teile wie Steuergeräte etc.

 

Realistisch betrachtet muss man sich aber den aktuellen Zeitwert unsere Sääbe mal ansehen und wenn man da nicht gerade einen 9³III oder 9-5II sein Eigen nennt, kann man auch finanziell damit leben, das Ding in 3-4 Jahren zu recht gutem Schlachtwert quadern zu müssen. Der Wertverlust ist dann auch nicht soviel größer, als würde man einen bestehenden Hersteller fahren, denn von den Gebrauchtwerten vergangener Zeiten auszugehen wäre ja völlig intelligenzbefreit und mittlerweile sind unsere Kärren nunmal de facto wertbefreit, so what?

Da hilft nur eins, einen 901, 9k oder noch älter fahren. Da muss man sich über Zeitwert keine Gedanken mehr machen. Die neueren Kisten sind halt noch mehr Gebrauchsgegenstände, wenn es nicht mehr lohnt, ab in die Presse. Finde ich jetzt aber auch nicht so tragisch.

Wenn es nur um O-Ringe geht... Im Fiat-Konzern wird ein (bescheuerter) Öldeckel verwendet, der nicht aufgeschraubt wird, sondern wo eine Klappe heruntergedrückt wird, um ihn zu fixieren.

 

die Deckel gabs doch allerhöchstens beim alten Panda/Uno und Tipo....

Ab Marea,Bravo/a und Stilo wurden die doch nicht mehr verbaut.

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