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SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded

Empfohlene Antworten

Ich glaube schon, dass ein sauber eingesteller 900er fahrwerksseitig einer ESP-entschrärften und ansonsten völlig Elch-untauglichen A-Klasse haushoch überlegen ist.
Entschuldige, aber das ist für 99,8% der Autofahrer kompletter Blödsinn! Wie der Vergleich der Rundenzeiten in einem Slalomkurs aussieht weiß ich nicht, aber mit Rennsporterfahrung und 6 Jahren A-Klasse der LAG fühle ich mich da schon zu einem Statement berufen! Soooooo schlecht war das Fahrwerk des Elchmörders nämlich gar nicht, im Gegenteil, enge Kurven in den Alpen machten mit dem Teil richtig Spaß, so lange keine Geraden dazwischen kamen wo dem Elefantenrollschuh die Puste ausging. Der hohe Schwerpunkt ist nämlich mit kurzem Zwischenstabilisieren in Wechselkurven (Grundschule für jeden Rennsportler) kein Thema mehr, die Elchtester haben ihn ja ganz gezielt aufgeschaukelt. Ansonsten lief der Schnakenhuster recht zielgenau und vermittelte gutes Feed-Back, bei weitem besser als mein tiefergelegter 9³I-CV-FPT mit Sportfahrwerk. Zugegeben, das Zwischenstabilisieren lernt der Otto-Normal-Fahrer nicht, aber genau für den ist ESP wesentlich wertvoller als ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk. Natürlich nervte bei der Kurvenhatz mit dem rollenden Dixie der Eingriff des ESP extrem, gar keine Frage, aber wer ein Auto so bewegen möchte greift dann wohl auch eher zur Elise und nicht zum 901.
Zugegeben, das Zwischenstabilisieren lernt der Otto-Normal-Fahrer nicht, aber genau für den ist ESP wesentlich wertvoller als ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk.
Ersteres braucht ein 901er bekanntermaßen eher weniger und daran, ob ein wirklich ungeübter Fahrer mit einem ESP-A-Schuh (beim gleichen Tempo!) sicherer unterwegs ist, als in einem vernünftigen 900er, würde ich ganz vorsichtig leichte Zweifel anmelden wollen.
Tschuldigung, dass ich jetzt was unpopuläres schreibe ... ich habe bisher keine besonders herausragenden SAAB (Standard) Fahrwerk erleben dürfen. Das der 901er finde ich gut aber im Vergleich zu einem popeligen, alten Mitsubishi Galant immer noch ... naja...jedenfalls nicht berühmt...
..., aber mit Rennsporterfahrung und 6 Jahren A-Klasse der LAG fühle ich mich da schon zu einem Statement berufen! ....

 

 

Und wieviel Erfahrung hast Du mit dem 900?

 

- - - Aktualisiert - - -

 

Tschuldigung, dass ich jetzt was unpopuläres schreibe ...

.

 

 

Das ist nicht unpopulär:

Es gibt - 20 Jahre nach Produktionsende - sehr viele 900er mit Handlungsbedarf bei Stossdämpfern, Buchsen und der Fahrwerkseinstellung.

Und das Problem der A-Klasse war doch eher der hohe Schwerpunkt, oder?

 

Jein...

 

Ursache war, daß die A(rsch)-Klasse ursprünglich als Konzept für Hybrid und Stomer geplant und ausgelegt war. Der im Nachhinein hohe Schwerpunkt bei den dann letztlich ausschließlich gebauten konventionellen Antriebsvarianten wäre bei anderen Antriebs-Konzepten durch die hierfür erforderlichen, spezifischen Unterflur-Baugruppen und schwere Aggregate mit recht tiefem Einbauraum - wie Batterie-Packs oder Radmotoren - ausgeglichen worden. Daher übrigens auch der "Doppelboden" - der dann bei allen Fahrzeugen über die gesamte Bauzeit mehr oder weniger sinnlos und leer mit durch die Gegend fuhr.

 

ESP war somit von Anfang an vorgesehen, allerdings nur für die Benziner und Diesel, wurde aber von einem Excel- und Powerpoint-Schnösel zum Serienanlauf für alle Varianten wegbeschlossen. Das gab zusätzliche Karriere-Gummipunkte für das kleine Lackäfflein bei seinem Centerleiter, weil die hierdurch ausgelöste Einsparung dem Obergeier eine höhere Erfolgsprämie in seinen variablen Bezügen eingebracht hätte.

 

Wie wir alle wissen, kam es dann etwas anders. Die Tatsache, daß quasi über Nacht auf Druck der Öffentlichkeit durch die desaströsen Berichte über die Fahrversuche das wegbeschlossene ESP wieder herbeschlossen werden konnte, liegt daran, daß die Konstruktion und Erprobung der hierfür erforderlichen Komponenten schon fix und fertig in der Schublade lag, teilweise sogar noch die abbestellten Werkzeuge und einige Teile-Chargen bei den Lieferanten lagen - So etwas dagegen nachträglich in diesen automobilen Elendshaufen "von-null-auf" neu hineinzukonstruieren - das hätte um Welten länger gedauert.

 

Tante Edith sagt ergänzend:

 

Wieder mal ein Beispiel der total verpeilten Modellpolitik dieses Einzelteil-Zusammensteck-Betriebes mit Stern auf dem Dach, welcher immer wieder frech behauptet, das Automobil neu erfunden zu haben - aber seit geraumer Zeit in Wirklichkeit eher regelmäßig an Neuerungen scheitert. Mit der A(rsch)-Klasse schon vor einer Ewigkeit eine Rohbaustruktur entwicket, die alternative Antriebe ermöglicht oder erleichtert hätte - und dann die Angelegenheit auf halbem Wege hingeschmissen. Wieder mal der übliche Daimler-Rohrkrepierer, genau wie die Leichtbau-Alu-Projekte vor 15 Jahren, die dann wegen Unfähigkeit und schwäbischer Pfennigfuchserei in die Tonne gekloppt wurden - während die Konkurrenz schon komplette Alu-Karosserien auf Serienreife hatte.

 

Jetzt, wo das Thema anderer Antriebskonzepte langsam interessant wird, wurde dann mit großem Tam-Tam ein baureihenverschmelzendes Nachfolgemodell der A(rsch)- und B(acken)-Klasse entwickelt, dessen Karosse wiederum konzeptionell - wie zu Opas Zeiten - den Einbau von allem außer Verbrennungsmotoren erschwert oder verhindert. Dafür gibt's aber als Ausgleich mittlerweile von jedem Dreckskübel eine hirnlos übermotorisierte "AMG"-Variante im Sortiment, die dann aber wiederum wegen der Stückzahl nicht mehr exclusiv gefertigt, sondern auf den Serienbändern in den jeweiligen Werken zusammengehämmert und dann an eine zunehmend größere Zahl von hirntoten Protzsucht-Fetischisten als Schwanzverlängerung vertickt wird.

 

Gaaaaaaaaanz innovativer Fahrzeugbau...

 

Aber warten wir ab. Vielleicht wendet sich dort doch noch etwas. Möglicherweise dann, wenn die Chinesen ihre in den Startlöchern stehende feindliche Übernahme des Daimler-Konzerns erfolgreich durchziehen, den Schnäuzbart in die Wüste schicken und anfangen, die Fertigungsanlagen abzubauen und wegzuschleppen. Scheint mittlerweile ein recht heftiges Thema zu sein, die meisten Lieferanten mußten für diesen Fall zumindest schon Zusatzverträge unterschreiben, in denen ihnen vorgeschrieben wird, wie sie im Falle dieses Falles zu reagieren haben - sprich - Lieferungen einstellen, Werkzeuge verschrotten, Resident-Engineers vom Werksgelände abziehen - und ein paar andere Späße.

 

Weiß zufälligerweise jemand, wie man "Mercedes Benz" phonetisch einigermaßen korrekt in chinesischen Schriftzeichen setzt...?

In meinem ollen 99er SAAB 9-5 hatte ich kein ESP. Habe es auch nicht vermisst oder gebraucht. Jetzt, in meinem 06er Aero ist eins drin. Man kann es ausschalten. Warum eigentlich? :frown:
Das der 901er finde ich gut aber im Vergleich zu einem popeligen, alten Mitsubishi Galant immer noch ... naja...jedenfalls nicht berühmt...
Sorry, aber DAS kann ich jetzt nicht wirklich glauben. Würde den Galant eher beim 9k ansiedeln.
In meinem ollen 99er SAAB 9-5 hatte ich kein ESP. Habe es auch nicht vermisst oder gebraucht. Jetzt, in meinem 06er Aero ist eins drin. Man kann es ausschalten. Warum eigentlich? :frown:

 

Soweit ich informiert bin hilft das Abschalten des ESP bei extremen winterlichen Strassenverhältnissen (vereiste Fahrbahn/viel Schnee) beim Anfahren des Autos.

Ich zumindest blicke durchaus optimistisch in die Zukunft! Wenn man bedenkt, dass alle noch zu beschaffenden Neuwagen bei den Händlern reissenden Absatz fanden, gibt es doch jetzt endlich wieder Hofnung!

 

 

Na ja, zum einen stehen noch immer Neuwagen bei ehemaligen Saabhändlern und zum anderen wurden die ja mit deutlichem Abschlag verkauft, also über den Preis. Interessant wäre also zu erfahren, zu welchen Endpreisen die Fahrzeuge angeboten werden. Ich nehme an, auch bei der Ausstattung, den Farbkombinationen, etc. wird man nicht mehr eine so große Vielfalt anbieten (können).

 

Das Problem in Schweden ist, die Zeit bis zur Fertigung der Elektrofahrzeuge zu überbrücken. Wenn die Maschinen und Geräte nicht genutzt werden, verrostet und vergammelt das alles sehr schnell. Und gutes Personal ist auch nicht von heute auf morgen gefunden, auch wenn noch viele ehemalige MA arbeitslos sind.

Sorry, aber DAS kann ich jetzt nicht wirklich glauben. Würde den Galant eher beim 9k ansiedeln.

 

Ich kann aus persönlicher Erfahrung für den Galant E50 (ab 1993 bis 1996) sprechen. Den hatten meine Eltern.

Dieses Mauerblümchen hat für das Baujahr, die Ausstattung und für einen Fronttriebler ein wirklich sagenhaftes Fahrverhalten gehabt.

Welten vom 9000er entfernt. Z.B. kaum Karosserieneigen bei Kurvenfahrten, jedoch lauter (Rollgeräusche).

Für meine Begriffe auch einen Tick besser als im 900er (nicht T16S Fahrwerk - das kenne ich nicht).

Wobei ich den 900er und sein Fahrverhalten echt wirklich sehr mag.

Soweit ich informiert bin hilft das Abschalten des ESP bei extremen winterlichen Strassenverhältnissen (vereiste Fahrbahn/viel Schnee) beim Anfahren des Autos.

Nö! Anfahren kann ESP sowohl auf Eis wie auch auf Schnee besser als jeder "Meisterfahrer". Letzterer kann allerdings beim Bremsen und "Quertreiben" auf Tiefschnee und Kies mit den vorsicherhergeschobenen Aufwerfungen arbeiten, sprich: Ein echter Fahrprofi erreicht im Tiefschnee und Kies ohne ABS/ESP kürzere Bremswege als mit. In Skandinavien gibt es viele Tiefschneeprofis, in Deutscheland nur gaaaaanz wenige, deswegen kann man es bei hiesigen Autos meist nicht abschalten außer bei "Sportlern". Vom ESP getrennt abschaltbares ASR hat dagegen (zumindest bei Automaten) v.a. psychologische Gründe: Wenn Dir die Karre jegliche Leistung wegnimmt, dass Du nicht mehr loskommst, schiebst Du sie zum Händler zurück. Stellst Du aber nach Abschalten der ASR fest, dass es mit durchdrehenden Rädern auch nicht geht, bist Du wieder glücklich. Eis oder festgefahrene Schneedecke mit den Reifen bis zum Asphalt "abfräsen" (was auch gerne als Argument für abschaltbares ASR/ESP genommen wird) klappt nur in 0,0002% der Fälle, denn i.d.R. hast Du Dich damit dann so tief eingegraben, dass die 5cm Gripp-Länge auch nicht langen, aus der Kuhle wieder rauszuklettern (ich habs jedenfalls nie hinbekommen wenn das ASR es nicht mehr hinbekam, beherrsche aber das gefühlvolle Rausschaukeln mit ESP-losen Fahrzeugen schon ganz gut).

... und dieser ganze Aufwand für ein paar Tage im Jahr ...
Nö! Anfahren kann ESP sowohl auf Eis wie auch auf Schnee besser als jeder "Meisterfahrer".

 

da begibst du dich aber auf seeehr dünnes Eis bzw. Schnee :smile:

Da sich unser Ferienhaus etwas abseits der Zivilisation befindet und der Winterdienst, wenn es gut läuft 2 mal die Woche vorbei kommt, bin ich auf solchem Terrain insb. im Winter oft im Tiefschnee Unterwegs. Da der Feldweg, welcher zum Haus führt, Steigungen zwischen 30 und 65% aufweist ist der Weg besonders schwer zu Erklimmen.

Mit meinem TCS und natürlich ESP losem 9000 habe ich mit meinen sehr guten Winterreifen selten Probleme gehabt, hingegen mit einem Astra H sehr große.

Dieser lies sich nur rückwärts und somit ohne ESP denn Berg hoch fahren.

 

Wobei es eine Situation gab wo eine A Klasse mit ASR (ESP deaktiviert) den Steilhang erklomm, unser IHC Allrad Schlepper den Berg nicht hoch kam, was wohl am Eis unter dem Schnee lag und da kommt man mit so einem schweren Gerät nicht voran.

 

 

Sorry für off Topic, aber immerhin kommt ein Oppel drinne vor :D

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen.

Der 93-II macht schon fahrtechnisch schon Spaß. Der 900er aber natürlich auch aber halt komplett anders. Da dort wie du schreibst alles noch deutlich ungefilterter ist.

Ich kann mich aber noch gut an die ersten Fahrt im 93-II. Anlässlich einer Saab Veranstaltung in Bad Homburg 2002. Habe mich tatsächlich etwas erschreckt habe als ich das erste Mal in die Eisen gehen musste. Genauso daran das ich trotzdem schon noch ein paar Meter das Gefühl hatte „ja es ist ein Saab“ und „Es ist der fahraktivste Saab welche bis dato gebaut wurde“

Klar gewöhnt man sich dran und sicherlich ist er von den reine Messwerte der Saab welche sich am flottesten um die Hütchen schmeißen lässt. Aber wie gesagt ich musste mich erst daran gewöhnen.

 

Wenn man aus dem 901 umsteigt ist die Umgewöhnung recht kurz. Bei anderen Autos mag das aber durchaus sehr viel länger dauern. :cool:

 

 

Deine Meinung zum Wintervergleichsfahrt (900 vs Focus) bin ich geteilter Meinung. Wenn es ernst wird dürfte der Focus die deutlicheren Sicherheitsreserven haben. Und im Gegensatz zu manchen deutlich insbesondere von der Presse hochgelobten Premiumautos finde ich dessen Fahrwerksabstimmung wirklich gelungen. Und [das] schreibe ich nicht wegen den familiären Verbindungen ins Ford Entwicklungszentrum.

 

Der Focus hat ein wirklich tolles Fahrwerk. Der bräuchte eigentlich kein ESP. Noch viel weniger braucht er ein dermaßen besch... programmiertes ESP wie das, was drin ist...

 

Darauf bezog sich meine Kritik.

Hier werden ja Diskussionen geführt. :-)

 

Na ja zum Thema ESP kann man geteilter Meinung sein.

Finde aber das „Wiki „diesmal es gut zusammenfasst.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrdynamikregelung

 

Und Sinn eines ESP in einem normalen Alltagsauto soll eigentlich sein, mit Hilfe der Elektronik zu verhindert das „Ottonormal ich kann kein Auto fahren tue es aber doch Fahrer/in“, davon abgehalten wird sein Auto frühzeitig kalt zu verformen.

Nee ernsthaft. Ich glaube jeder kennt jemand und wenn es nur man selber ist der froh war wenn das gelbe Licht angeht.

Ging mir auch schon so nicht aufgepasst nasse, laubige Stelle übersehen und schwupps ab ging die Lichtorgel im Cockpit.

Es regelt kurz hart aber heftig aber ich blieb auf der Fahrbahn. Im normalen Fahralltag habe ich es im 93-II noch nie regeln gespürt oder das Lämpchen aufflackern gesehen.

Nee ich finde wirklich nicht das früher alles „besser“ war.

 

Übertreibt er es und verlässt mit seinen ESP geregelt Auto die einprogrammierten Regelparameter, welche ja nur die Gesetze der Physik im Zaum halten sollen, nützt es immer noch. Im dem es im besten Fall die Unfallschwere mindert.

Das ein Ordnungsgemäß arbeiteten ESP Unfälle verursacht ist mir noch nicht zu Gehör gekommen.

Das Entwickler es bedauerlicherweise nutzen um Schwächen in ihrer Fahrwerkabstimmung elektronisch zu kaschieren ist ja ein offenes Geheimnis.

 

Viele Hersteller (auch Saab) lassen ja zu das man es deaktivieren kann. (Winterfall oder für Spaß auf der Rennstrecke)

Im Regelfall (ist meine persönliche Meinung) sollten es die meisten aber "on" lassen.

Bei meisten mir bekannten Autos ist es doch so, dass wenn man es schafft auf trockener und sauberer Fahrbahn ein gut abgestimmtes ESP zu aktivieren, man im öffentlichen Straßenverkehr jenseits von gut und bös unterwegs.

 

Und wenn es bei nasser Fahrbahn regelt. Hmm vlt. doch zu schnell unterwegs oder das Profil der Reifen mal prüfen.

 

Auf einer abgesperrten Strecke ohne Gefährdung andere kann ein abgeschaltetes ESP schon viel Spaß machen. Insbesondere mit Heckantrieb und genügend Leistungsüberschuss.

 

Umgekehrt behaupte ich:

Das viele junge Menschen (welche nur elektronisch im Zaum gehaltene Auto bewegen durften) bei einer Fahrt in einem aktuellen Hecktrieblern, auf nasser oder verschneiter Strasse, bei ausgeschalteten elektronischen Fahrhilfe, diesen nicht viel weiter als bis zu ersten Kurve bewegt bekommen.

Woher sollen sie es auch wissen und können.

> Umgekehrt behaupte ich:

Das viele junge Menschen (welche nur elektronisch im Zaum gehaltene Auto bewegen durften) bei einer Fahrt in einem aktuellen Hecktrieblern, auf nasser oder verschneiter Strasse, bei ausgeschalteten elektronischen Fahrhilfe, diesen nicht viel weiter als bis zu ersten Kurve bewegt bekommen.

Woher sollen sie es auch wissen und können.

 

Das ist ja mein Hauptkritikpunkt. In der Fahrschule sollte ohne ESP gefahren und auf abgesperrtem Platz auch ein Schleuderkurs absolviert werden. Ich habe lange in Oberbayern und im Bayerischen Wald gewohnt. Jedes neue Auto habe ich nachts bei Schnee und Eis erst mal ausprobiert. Bewusst zum Schleudern gebracht und wieder abgefangen. Jedes Auto reagiert anders. Ich will das nicht erst im Ernstfall testen, sondern genau wissen, was zu tun ist. Ein elektronisch eingebremstes Auto kann das nie vermitteln. Und was ist, wenn das System ausfällt? Ein unerfahrener Pilot brettert dann nämlich in den Wald. Es gibt auch physikalische Grenzen. Ich kann in eine Kurve, die mit 110 km/h gerade noch zu kriegen ist, nicht mit 150 km/h hineindonnern. Da nützt keine Elektronik mehr.

 

Vor ein paar Jahren gab es mal einen Vergleichstest Mini One (schwächste Motorisierung), A-Klasse alt mit ESP und irgendein Japaner oder ein Citroen. Egal. Beim Slalom bei gleicher Einfahrtgeschwindigkeit kam der Mini mit ca. 140 km/h heraus, die anderen beiden kamen gerade so auf +/- 70 km/h, obwohl die Autos deutlich stärker waren. Also auch eine richtige Spassbremse.

Wenn beim Führerscheinerwerb (allein, dass es Erwerb heißt... nicht Erlangen oder Erlernen...) nicht mal mehr das Anfahren am Berg eine zu erfüllende Pflichtaufgabe ist, was erwartet Ihr dann noch?

Fahrschüler gurken mit den frischesten Golf GTI herum, mit Parkpiepser, am besten noch Einparkassistenten etc. pp. - was lernt man da schon noch, wenn man's nicht gerade selbst betont?

unsere Politfritzen sind ja zum sehr großen Teil beileibe nicht als Vorbild zu gebrauchen .... :eek:

 

nichtsdestotrotz hat es die Fahrschullobby geschafft, dass bei uns ein zweiteiliger Fahrtechnikkurs absolviert werden muss

 

ist aber eines der wenigen Beispiele, wo vermutlich auch nur zufällig was Sinnvolles erreicht wurde ...... :cool:

Vielleicht solltet Ihr Euch ebenfalls einen Lobbyisten chartern ?

 

Dann im Anschluß noch ein wenig Selbstverantwortung und einen Fortsetzungskurs gebucht, schon verlieren Schnee und Eis viele Schrecken.

 

Wird aber vermutlich ein Wunschtraum bleiben, im Land der allerbesten Autofahrer überhaupt. :rolleyes:

Hoffentlich überdenkt PSA nochmal sehr gründlich mit wem sie sich da einlassen wollen.

Grüße vom

landschleicher

Hoffentlich überdenkt PSA nochmal sehr gründlich mit wem sie sich da einlassen wollen.

Grüße vom

landschleicher

 

Victor...! - - - KUNDSCHAFT !!!

 

 

Und eine Frage hätte ich da noch:

 

Da es sich hier offenbar um ein Unternehmen des Typs "Neuartiger Automobilhersteller" handelt - sind da analog zu "Neuartigen Rundfungsempfanggeräten" für die eingebauten Multimedia-Komponenten der Fahrzeuge GEZ-Gebühren fällig...? Bei der bekanntermaßen rapide zunehmenden "Zuverlässigkeit" der Produkte aller Beteiligen liegt ja schon der Verdacht nahe, daß es sich bei näherer Betrachtung um "Wohnsitze" handelt, wenn sie auf dem Pannenstreifen stehen.

> Es gibt auch physikalische Grenzen. Ich kann in eine Kurve, die mit 110 km/h gerade noch zu kriegen ist, nicht mit 150 km/h hineindonnern. Da nützt keine Elektronik mehr.

 

Genau das meinte ich.

Manch einer denkt aber, ich habe doch all die tollen und teueren Hilfen, da kann doch nichts mehr passieren.

Oder dank Airbags brauche ich keinen Gurt mehr.

Hat bei zwei Unfällen innerhalb von 7 Tagen bei uns im Kreis jeweils den Fahrer das Leben gekostet. Da nütze auch nicht alle das Gedöns welches die Marke mir dem Stern als Sicherheitsfeatures verbaut hatte.

 

Und zu PSA und Opel:

 

Laut mit zugetragen Gerüchten soll eine Delegation aus Frankreich, sich bei der Präsentation der aktuellen Opel Motorentechnik bzw. Präsentation der zukünftig verbauten Motorentechnik, sich sehr amüsiert gezeigt habe.

Andere Quellen berichten von schallend gelacht haben.

 

PS

In meiner Fahrschule (ist schon mehr als 20 Jahre her) gab es nach bestehen der Prüfung einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC.

Fand ich eine gute Sache.

Unser Fahrlehrer, der nebenbei noch Rennen fuhr, bot z.B. Sicherheitstrainings und Sonderstunden Autobahn an, nach bestandenem Führerschein. Immerhin durfte man damals in den Fahrstunden NICHT auf die Autobahn, andererseits gab es noch kein Tempolimit von 100 km/h auf Landstraßen.

 

PSA: Wenn die Franzosen schallend gelacht haben, würden wahrscheinlich andere über ihr "erfolgreiches" Geschäftsmodell lachen. Wer in der Sch... sitzt, sollte nicht andere beschuldigen, dass er stinkt. Die Ratingagenturen haben die frz. Automobilindustrie derart abgestuft, dass die im Gegensatz zu deutschen Herstellern sehr hohe Kreditkosten hat. Hätte der Staat nicht Milliardengarantien gegeben, wäre es noch schlimmer. Dafür darf nun Vater Staat mitreden. Das macht es womöglich noch schlimmer. Seit wann haben Politiker Ahnung vom Geschäft? In der aktuellen Situation wäre Gesundschrumpfen wohl die einzige Lösung, ohne sich zu verkaufen. Aber durch die Staatshilfe wird genau das verhindert.

Seit wann haben Politiker Ahnung vom Geschäft?

 

Wenn Politiker einfach nur ihr Maul hielten - bei Themen, von denen sie keine Ahnung haben - wer sollte dann blos das ewig-eisige Schweigen in den Parlamenten ertragen...?

 

Richtig ist - Staatsgarantien verlängern lediglich das Leiden. Unternehmen, die durch falsche Strategie und Unfähigkeit nicht mehr aus eigener Kraft bestehen können - oder sich einfach nur hoffnugslos verzockt haben - gehören einfach nur ins Klo der Weltgeschichte. - Zur Erinnernung: Auch Banken sind Unternehmen.

 

Und zur Automobilindustrie - Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch andere Unternehmen spüren werden, daß sie ihre Überkapazitäten nicht nur einfach in China abkippen können, dort sogar durch neu gebaute Werke zusätzliche schaffen. Auch im "Premium"-Sektor ist irgendwann einmal Ende-Gelände - spätestens dann, wenn bisherige Kundenkreise wie der obere Mittelstand in den "alten" Märkten gezielt entreichert wurden und die Kaufkraft auf neuen Märkten durch dort inländische Produktion zur Genüge befriedigt wird, ausländische Hersteller dagegen gezielt verdrängt werden.

 

So gesehen nur noch eine Frage der Zeit, bis die europäischen Hersteller heulend aus China zurückkommen, die dortige Konkurrenz sie überflügelt und im Preis unterboten hat, sie ihre chinesischen Investitionen letztlich in den Sand gesetzt haben werden - und dann zusätzlich daheim in ihren Stammländern nur noch auf verbrannte Erde stoßen.

 

Bis dahin wird's dann noch eine Weile lang "gute Geschäfte" für ein wenig Luxus geben - während die europäischen Billighersteller schon jetzt den kalten Wind spüren. Schließlich lohnt es sich für sie nicht, asiatische Märkte zu erobern, weil dort schon hinreichend Billigplunder produziert wird - und die angestammten Billigmärkte im südlichen Europa schon jetzt heftigst bröckeln.

Für mich einer der besten Beiträge hier auf den letzten Seiten :rolleyes: zum Thema Globale-Mobilisierung Grüße an VW und Co.

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