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Schäden am Zylinderkopf: gravierend?

Empfohlene Antworten

Moin,

ich habe einen B202 Motor eines 900 BJ. 1993 auseinandergenommen. Zum Zylinderkopf möchte ich gerne wissen, ob es sich bei den Sachen auf den Photos um gravierende Schäden handelt, so dass der Kopf nicht mehr benutzt werden kann, oder ob man damit leben kann.

Wäre nett, wenn mich dazu mal jemand beraten kann.

Der Kopf scheint nicht verzogen zu sein, ich habe mal eine Wasserwaage drauf gelegt und versucht, Lücken zwischen den Auflagen zu finden. Alles OK. Auch Risse in den Stegen habe ich nicht gesehen.

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Am 19.8.2026 um 20:44, jfp hat gesagt:

so dass der Kopf nicht mehr benutzt werden kann

Ich glaube so was gibt es nicht. Ist nur die Frage ob der Kopf: a) geplant werden kann b) geschweißt werden kann oder c) doch günstiger wäre einen neuen/besseren zu besorgen.

Am 19.8.2026 um 20:44, jfp hat gesagt:

... ich habe mal eine Wasserwaage drauf gelegt und versucht, Lücken zwischen den Auflagen zu finden ...

Selbst wenn Du diese auf Ecke drehst und sie "scharfe" Kanten hat, taugt das meines Erachtens nicht.

Aus meiner Sicht hilft braucht man da zwingend ein Haar-Lineal in (mind.) Kopflänge.

Wenn der Kopf noch genug Fleisch hat (min. Höhe zum Planen steht irgendwo im WHB), würde ich 1/10 runter holen lassen.

Falls nicht, würde ich ihn wahrscheinlich auch so verbauen.

Ich sehe es auch so, dass man ein haarlineal braucht um zu beurteilen ob er geplant werden muss.

Wenn er gerade ist, was gut sein kann, sehe ich mit der Korrosion kein Problem. Leg im Zweifel eine Kopfdichtung drauf und schau ob die Zylinderandichtung "sauber" ist. Vermutlich sind die korrodierten Stellen aber nicht an der Stelle.

Bearbeitet von JanJan

wenn der schon mal ab ist, sollte er in jedem Fall plangeschliffen werden.

Ventile aber auch ausbauen u. schleifen lassen- die Ventilsitze natürlich auch, denn das gehört zusammen, sonst ist im Nachhinein keine Kompression!

Nachfolgend mein Erlebnis bei gleichem Übel:

Hatte auch einen Überhitzungsschaden, alles demontiert u. zu einem überregionalen facetrieb zum Schleifen gebracht die Ventile natürlich auch.

Alles wieder montiert, aber der Motor lief nicht mehr an!

So bin ich zu meinem alten Fachhändler m. Trailer gefahren u. habe dort alles versucht. Der erfahrene Meister (m. Saab im Blut) hatte teilweise geholfen wenn ich nicht weiter kam. Rep. konnte er keine wegen den Betriebsschließungsarbeiten selbst nicht ausführen. da ich ja Abends selber kaputt war setzte ich mich im Hof hin + bin eingeschlafen. Ein Passant der mich dann sah fragte ob er helfen könne, da er dachte ich hätte was.

Sehr aufmerksam von ihm. Das Restpersonal + Sen. Chef waren ja weg als ich mich zur Pause niederließ.

So blieb ich über Nacht, da das geliehene Spezialwerkzeug ja nicht einfach auf dem Hof von mir unbewacht zurückgelassen werden konnte.

Ich schlief im 9-5er + halte mir morgens an einer Tanke ne Kleinigkeit zum Essen+ Kaffee. Bis das Personal den Betrieb wieder aufmachte. ich konnte dann alles zurückgeben was ich ja aufbewahrte. * wollte heim, nachdem ich die letzten Ratschläge gehört hatte, wurde aber dann zum Frühstück eingeladen, das der Sen. wegen seines Geburtstage den 2 Angestellten, die noch da waren ausgab. Er wurde 78! Dann ich mit Trailer u. Ladung wieder heim Richtung Kassel. Wieder alles demontiert, Dann Ventile auf Dichtigkeit geprüft wie man es mir erklärte.

Alle waren nicht richtig dicht- so das der Motor auch nicht starten konnte. Spät ins Bett + früh raus um am Morgen zu reklamieren. Ventile hatte ich ja auch wieder entfernt. alles wieder zur Fachfirma gebracht- die dann alle Ventilsitze so wie im org. Werkstatthandbuch das ich denen gab schleifen konnten + Ventile auch prüften. ich fuhr in der Zwischenzeit zu SKANDIX, um eine neue ZKD zu kaufen + war rechtzeitig von dem frühen Betriebsschluss (Freitag) wieder in Lohfelden bei der Firma, die alles erledigt hatte eine neue Rechnung für die zusätzlichen Arbeiten bekam ich auch, da der nicht anwesende Leiter, an dem Tage frei hatte. So rief ich Mo. dort an u. wurde als Kulanznachbesserung abgewiesen, da ich es nicht ausdrücklich beauftragt hatte (ZK, Ventile + V-Sitze) komplett zu schleifen. Man sagte mir noch wenn ich kein KFZ-Kundiger sei sollte ich sowas auch nicht angehen.

Ich wollte das aber nicht zahlen, bekam dann aber nach wenigen Tagen von einem Inkassounternehmen die Info ich müsste an sie innerhalb der genannten Frist zahlen!

Dort konnte ich weiteres stoppen mit dem Hinweis auf den Kulanzantrag. Dieser wurde aber von der Geschäftsleitung + ich schaltete die Vermittlungsstelle der HWK-Kassel ein. Der Auftragnehmer lehnte aber wieder ab, so das ich bei der HWK Widerspruch beauftragte. habe nun nichts mehr gehört + zahle natürlich nicht.

Derr Motor lief nach dem ganzen Aufwand u. neuem Zusammenbau (alle 4 Zylinder 12 bar Kompression)

noch einen Rat erneuere auch gleich die Ventilschaftdichtungen, die dem Aufwand ja nur ein Minibetrag ausmachen.

Bearbeitet von banwe
Anpassung

Ich würde zunächst mal prüfen (lassen), wie schon vorgeschlagen mit geeigneten Mitteln, ob der Kopf plan ist. Wenn das der Fall ist, würde ich ihn nicht planen. Falls doch, dann eben nur so viel, wie nötig. Keine pauschale "um 0,1mm abplanen", sondern nur das, was nötig ist.


Wenn planen nicht nötig, kann man überlegen ob man die Fehlstellen mit Flüssigmetall füllt. Wenn man planen muß, könnte man die Stellen aufschweißen lassen, um dann möglichst wenig planen zu müssen. Man hat also mehrere Optionen.

Was die Ventile angeht, würde ich zunächst nur prüfen lassen, ob sie dicht sind. Falls dies der Fall ist, würde ich da auch nichts dran machen. Wenn undicht, dann ist eh klar daß man aktiv werden muß.

Moin!

Also ich sehe auf den Bildern die Dichtflächen zwar bearbeitet und geschliffen (perHand) das es glänzt, aber die Flächen sind "rund" und können nicht dicht werden. Erst recht wird der Lochfraß um die Kühlkanäle nicht dicht werden.

Ohne Planen geht hier nichts, aus der Erfahrung heraus. Und wer macht so eine Arbeit schon gerne 2mal?

Der Sitz vom Thermostat ist derbe angegriffen, kann aber tatsächlich mit Flüssig- oder Knetmetall aufgefüllt werden da dort keine hohe Beanspruchung vorliegt. Besser ist aufschweißen. Danach den Sitz fräsen, unbedingt.

Ansonsten schließe ich mich gerne den Vorrednern an: wenn der Kopp schon beim Instandsetzer ist, Ventilführungen neu, Sitze fräsen und auch die Flächen der Krümmer abziehen! Ebenso die Krümmer selbst. Abgas unbedingt!

Nur gut gemacht ist gut- gut gemeint reicht hier leider nicht cool

BG steini

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