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Dringend: Auto startet nicht - kein Strom

Empfohlene Antworten

  • Autor
Am 12.8.2026 um 11:33, eisensturm hat gesagt:

Oben wurde Polfett erwähnt. Das befand sich hoffentlich nicht zwischen den Kontaktflächen?

Guten Morgen,

prinziiell sollte Polfett ja leitend sein. Ja, ich habe die Pole mit Polfett dünn geschmiert, und die Anschlüsse gereinigt. Falls es einen erhöhten Widerstand geben sollte, dürfte daraus aber nicht diese "digitale" Strommversorgung resultieren.

Seit die neue Batterie eingebaut ist, trat das Problem nicht mehr auf.

@ Rene: konnte in einem kleinen Lebensmittelladen ein Multimeter kaufen: alte Batterie 12,8 V, neue 12,65 V.

  • Autor
Am 12.8.2026 um 11:58, Flemming hat gesagt:

Moin

bei Autobatterien, also Blei-Säure, hab ich das selber noch nicht gehabt. Aber bei Blei-Gel-Batterien schon öfter. Da war dann ein Bruch in oder an der Brücke zwischen den Zellen. Meist dann wenn es auffiel ganz hochohmig, aber auch mit komischen Effekten. Man konnte sie noch laden, aber nahm wenig Strom auf, nach einer Weile sprang der Strom auf einen normalen Wert hoch. Wohl durch die Erwärmung und dadurch Ausdehnung. Und durch mechanischen Druck konnte man den Effekt auch beeinflussen. Eine hatten wir dann mal zerlegt. Da konnte man den Bruch dann sehen.

Da könnte was dran sein. Eigentlich sind beim Kauf Batterien etwa zu 1/3 geladen. Das war bei der beschriebenen nicht der Fall, und so habe ich sie am Ladegerät aufgeladen. Normallerweise fällt der Ladestrom Über Nacht ja von etwa 6 A auf einen ganz niedrigen Wert ab. War bei dieser nicht der Fall: sie nahm von Anfang an nur wenig Strom auf.

Vielleicht kann ich die Batterie mitnehmen, und zuhause genauer ansehen. Ob ich mir zutraue, sie zu öffen, weiß ich noch nicht. Interessant wäre es aber.

Ist halt Sauerei. Da wir damals passende Sondermüllentsorgung und Arbeitsplätze hatten siegte die Neugier.

Am 14.8.2026 um 08:32, Herwig hat gesagt:

@ Rene: konnte in einem kleinen Lebensmittelladen ein Multimeter kaufen: alte Batterie 12,8 V, neue 12,65 V.

Das sagt so im reinen Leerlauf leider (zu) wenig.

Es gibt so kleine Geräte, für ca. 30€. Batterietester. Wird einfach an die beiden Polklemmen angeschlossen und man bekommt nach Knopfdruck nach wenigen Sekunden angezeigt, ob die Batterie noch ok ist oder nicht. Haben auch viele Werkstätten sowas.

Ich würde jedenfalls nicht die riesen Sauerei anfangen und eine Batterie aufschneiden. Ich gehe davon aus, daß das bei der anschließenden Entsorgung auch Probleme machen wird.

Am 14.8.2026 um 08:39, Herwig hat gesagt:

(...)

Vielleicht kann ich die Batterie mitnehmen, und zuhause genauer ansehen. Ob ich mir zutraue, sie zu öffen, weiß ich noch nicht. Interessant wäre es aber.

Bist Du den Umgang mit verdünnter Schwefelsäure gewöhnt?

Wenn nicht, laß es lieber!

Am 14.8.2026 um 08:32, Herwig hat gesagt:

Guten Morgen,

prinziiell sollte Polfett ja leitend sein. Ja, ich habe die Pole mit Polfett dünn geschmiert, und die Anschlüsse gereinigt. Falls es einen erhöhten Widerstand geben sollte, dürfte daraus aber nicht diese "digitale" Strommversorgung resultieren.

Seit die neue Batterie eingebaut ist, trat das Problem nicht mehr auf.

@ Rene: konnte in einem kleinen Lebensmittelladen ein Multimeter kaufen: alte Batterie 12,8 V, neue 12,65 V.

Polfett ist prinzipiell nicht leitend. Deine Vorgehensweise, es vor der Klemme auf den Pol zu schmieren, dürfte aber nicht die Ursache der Probleme sein. Beim Aufsetzen der Klemme wird das Fett meist soweit abgestreift dass die Verbindung trotzdem leitend ist. Nicht ideal, aber meistens ausreichend.

Besser ist es das Fett nach der Montage der Klemmen als Feuchtigkeitsschutzschicht aufzutragen.

 

Die 12,xV, gemessen an der Batterie, sollten ohne laufenden Motor vollkommen ausreichend sein für die Beleuchtung. So kaputt, dass sie beim Einschalten der Warnblinkanlage zusammenbricht, kann die Batterie eigentlich nicht sein.

Falls es bei laufendem Motor gemessen wurde, ist es zu wenig (LiMa).

Aber ich tue mich immer noch schwer damit die Batterie hier als Ursache zu sehen. Bin aber auch weit weg …

Am 14.8.2026 um 11:49, jo.gi hat gesagt:

Aber ich tue mich immer noch schwer damit die Batterie hier als Ursache zu sehen. Bin aber auch weit weg …

Kann ich beidem nur zustimmen.

Wie alt war denn die Batterie eigentlich ... hab es nirgends gelesen? Wenn die noch relativ jung ist, z.B. < 1Jahr, würde ich sie dahin bringen, wo ich sie gekauft habe. Die haben normalerweise Testmöglichkeiten, zumindest wenn es ein Fachhandel ist.

Bearbeitet von saab-wisher

Am 14.8.2026 um 08:32, Herwig hat gesagt:

prinziiell sollte Polfett ja leitend sein.

Schau z.B. beim Hersteller: https://batterie24.de/aktion-batterie-polfett-5g/90499.AKTION?campaignCode=googleads-shopping&gad_source=1&gad_campaignid=24025003152&gbraid=0AAAAADzIoyxn-kNf7TFMIrBr8AdEChbMB&gclid=EAIaIQobChMIo8OAq42ilgMV8VtBAh1l2RoqEAQYAiABEgKCXPD_BwE

Auch Wikipedia weiß, dass das nicht so ist:

"Da Polfett im Gegensatz zu Kontaktfett elektrisch nicht leitend ist, erhöht es Übergangswiderstände, wenn es auf die Kontaktflächen aufgetragen wird."

Unabhängig davon sehe auch ich nicht darin das Problem.

Ich würde das jetzt erstmal beobachten. Ggf. die alte Batterie noch testen lassen, aber dennoch abschreiben.

Und falls das Problem erneut auftritt, würde ich mich zunächst mal eingehend mit dem dicken Pluskabel und seiner Strom-Weiterverteilung (z.B. der kleine Verteilerkasten am rechten Kotflügel im Motorraum) beschäftigen. Ggf. das Kabel und seine Klemmen usw. erneuern.

Dann das gleiche mit den Massekabeln und da neben dem dicken Kabel auch noch den Masseanschluß unten rechts vorne im Motorraum am Kühler / Querträger wirklich kritisch(!!) prüfen, reinigen, und im Zweifel am besten neue Crimpkontakte dort verbauen.

Am 15.8.2026 um 09:36, erik hat gesagt:

....Dann das gleiche mit den Massekabeln und da neben dem dicken Kabel auch noch den Masseanschluß unten rechts vorne im Motorraum am Kühler / Querträger wirklich kritisch(!!) prüfen, reinigen, und im Zweifel am besten neue Crimpkontakte dort verbauen.

Richtig.

Das kann man gar nicht oft genug schreiben.cool

Bearbeitet von klaus

  • 4 Wochen später...

Zur Zeit habe ich genau das gleiche Problem, die gleichen Symptome bei meinem 99 GL, Baujahr -83. Ich dachte zuerst an verschiedene Ursachen, von Zündschloss bis zu irgendwelchen schlechten Kontakten. Bisher hatte ich nicht den geringsten Anlass, an der Batterie zu zweifeln, Aber sie ist schon fast 8 Jahre alt.Werde sieJ morgen ersetzen, in der Hoffnung, dass es hilft. Dann melde ich mich wieder.

Ich würde mir mir zunächst ein vernünftiges Ladegerät besorgen (einschl. Entsulphatierung und Batteriepflege; im Moped-Zubehör meist deutlich günstiger als im KFZ-Zubehör) und das Ladeprogramm ganz durchlaufen lassen (kann länger als 12 Std dauern).

Wenn dann dann "Erhaltung" bzw. "O.K." (o.ä.) angezeigt wird, würde ich mir um die Batterie keine Gedanken machen.

Ich mache das bei weniger genutzten KFZ alle ca. 4 Wochen, bei für Kurzstrecken genutzten KFZ (z.B. dem 902-I meines Sohnes, < 10 km je Strecke) immer vor Anbruch der kalten Jahreszeit.

Wir sind bisher in mehr als 40 Jahren nur ein Mal von einer kaputten Batterie überrascht worden (Plattenschluss), zum Glück auf einem Kaufland-Parkplatz, an dem auch meine Werkstatt lag.

  • Autor

Guten Abend an alle,

bin vorigen Freitag wohlbehalten zu Hause angekommen. Das beschriebene Problem ist auch nach mehr als 3000 km nicht mehr aufgetreten. Ich habe die ursprüngliche Batterie mitgenommen und werde sie testen lassen. Zuerst bei einem befreundeten Werkstattbetreiber, und, falls sich Unregelmäßigkeiten zeigen, auch beim Verkaufsladen. Das war im Übrigen ein ausgewiesener Fachhandel, der für alle Art von Fahrzeugen Akkus verkauft.

Die Batterie wurde vor Fahrtantritt übrigens neu gekauft. Wie lange sie dort schon rumlag, weiß ich nicht. Ich vermute schon länger, da sie fast ganz entladen war. Normalerweise sind Batterien bei Kauf etwa zu 1/3 aufgeladen, das hätte mir schon zu denken geben können. Auch das Aufladen gestaltete sich anders als sonst (s.o.)

Über das Ergebnis des Batterie-Checks werde ich hier berichten. Öffnen werde ich sie nicht, das Hantieren mit Schwefelsäure ist mir doch zu riskant.

Vielen Dank an Euch für die vielen Hinweise und Ratschläge! Das hat mir Mut gegeben und weiter geholfen.

Schöne Grüße, Herwig

Bei meinem war es tatsächlich die Batterie. Die war zwar nicht 8 Jahre alt, wie ich aus den Papieren entnommen hatte, sondern irgendwann mit einer billigen unbekannten Alters ersetzt, aber dennoch: neue Batterie und Ende der Probleme.

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