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SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded

Empfohlene Antworten

Bitte entschuldigt meine philosophischen Ausschweifungen.

"... und wie es weiter geht", passt doch.

 

Wenn man schon zurück schaut, dann sollte man aber richtig zurück schauen. Wo sind die Ägypter, wo die Maya? Es gab zwar vermutlich noch keine solche Weltweite Hochkultur wie heute, heißt aber nicht, dass die nicht auch irgendwann sich zurück entwickeln kann (um es mal freundlich auszudrücken). Woran gingen die alten Hochkulturen zu Grunde? Irgendwas wichtiges fehlte irgendwann. Wasser, Lebensmittel und Teilweise kamen Kriege. Nichts was nicht auch in Zukunft passieren kann.

Ist leider alles OT aber dennoch, hat entfernt durchaus etwas mit Saab, NEVS und wie es weitergeht zu tun, Stammtisch eben.

 

.....Damit geht die Schere dann von beiden Seiten aus wieder weiter auseinander. An der Stelle betreiben die Gewerkschaften aus meiner Sicht auch nur eine ganz klare Umverteilung zugunsten ihrer Klientel, und zulasten der inzwischen ohnehin weit schlechter gestellten kleineren Läden mit deren Inhabern und Mitarbeitern.

Hier gibt es nur eine Schere, das ist die der obersten Bosse in der Industrie zum Wohle der Geldgeber. Mit dieser Schere wird überall geschnippelt, bei der Belegschaft, der Unternehmensstruktur und den Zulieferern und Dienstleistern. Insofern sitzen Arbeitnehmer und Zulieferer/Dienstleister im selben Boot. Ich weiß von was ich rede, war lange genug in The Chemical Company und habe alle Maßnahmen zum Sozialabbau z.T. hautnah mitgekriegt und dennoch möchte ich mich nicht beklagen, bin ich doch Nutznießer einer goldenen Zeit und der Abbau erfolgte auf hohem Niveau. Aber auch die Zulieferer wurden gedrückt wo es nur ging. Die AG in Lu hatte mal 55.000 Mitarbeiter. Heute sind es 35.000 in der SE, die anderen 20.000 wurden teilweise ersetzt durch Kontraktoren, heute allerdings nur noch 8-10.000, die täglich ins Werk kommen. Der Rest ist verschwunden. Das hat ohne Zweifel Folgen. In diesem Prozess wirkte die Gewerkschaft im Sinne des Unternehmens jahrelang mit. Dabei gab es immer drei große Hämmer mit denen jedes Argument totgeschlagen wurde: Globalisierung, Energie, Fixkosten (früher noch der Umweltschutz, das ist heute anscheinend uninteressant). Deshalb sage ich, die Gewerkschaften sollen sich auf Ihre Rolle besinnen.

 

https://www.basf.com/documents/corp/de/about-us/publications/reports/2017/LU-in-Zahlen-2016_Infoblatt.pdf

 

Dass Deine Aussagen nicht stimmen, sagen die Zahlen zur Entwicklung der Einkommen in Europa. Da hängt Deutschland hinterher, zumindest gemessen an der Entwicklung der Wirtschaftskraft, der Aktien und der Entwicklung der Gehälter der Topmanager. Jetzt bitte nicht die alte Leier, das sichert unsere Wirtschaft, und unsere Arbeitsplätze (siehe weiter oben). Die schrödersche Regierungszeit wirkt heute noch. Dennoch weiß ich, wie gerade Dienstleister extrem gemolken werden, z.B. im IT-Bereich, war ich doch die letzten Jahre Information Manager mit einem IT-Jahresetat von 12 Mio Euro für einen Bereich mit 1.400 Mitarbeitern. Motto: "Warum nehmen wir nicht einen Studenten, der das programmiert, ist doch billiger".

 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36952/umfrage/entwicklung-der-realloehne-in-europa/

Bitte entschuldigt meine philosophischen Ausschweifungen.

 

No Problem, ich habe das ja mit-provoziert :biggrin:

 

Jetzt Frage ich in die Runde: Wer nutzt hier die moderne Technik um "mehr Zeit" zu haben?

 

Ich meine fast niemand. Sondern nur, um Zeitslots so zusammen schieben zu können, dass in die Gesamtzeit mehr Aktivitäten passen.

 

Bsp.: Elektronische Zeitplaner, idealerweise im Smartphone - fing aber fairerweise gesagt schon mit dem Terminkalender in Buch- oder noch primitiverer Form an... :biggrin:

 

...zumindest meint das fast jeder und so wird fast jede technische Errungenschaft auch verkauft!

 

Ja. Und verkaufen kann man das deshalb nur so, weil ein Bedarfsgefühl nach freier Zeit besteht.

 

Was hilft dann:

 

- Erkenntnis

- Nicht gesellschaftskonformen Zwang gegen sich selbst ausüben:

* WhatApp deinstallieren (oder gar nicht erst installieren)

* ÖPNV benutzen und Buch unterwegs lesen (-> den SAAB stehen lassen!!! :biggrin:)

- Sich Leidenfähigkeit antrainieren, vom Umfeld manchmal nicht ganz verstanden zu werden

- Mit Ausdauersport anfangen (-> siehe unser Läufer-Thread, dort ist jeder Interessent herzlich willkommen :smile:)

- Und und und

Ist leider alles OT

 

Ja, jetzt wo Du es sagts...:smile:

 

Stammtisch ist überwiegend SAAB-OT.

 

Und ein genereller Philosophie-Thread wird sich wahrscheinlich nicht so gut entwickeln...daher ist in meinen Augen alles gut.

...

* ÖPNV benutzen und Buch unterwegs lesen (-> den SAAB stehen lassen!!! :biggrin:)

...

 

jep, klappt gut. Das einzige Problem ist der stetige Buchnachschub :-)

jep, klappt gut. Das einzige Problem ist der stetige Buchnachschub :-)

 

Ich hätte jetzt fast geantwortet: Beim Online-Lieferdienst bestellen und an den Arbeitsplatz liefern lassen :smile:...aber es geht auch anders.

 

Alternativen:

- Bahnhofsbuchhandel aufsuchen

- Tram-Zwischenstop einlegen und in städtischen Buchhandel gehen

- Von Freunden oder in der Bücherei ausleihen

 

Ich bin gerade dabei, mir den Online-Lieferdienst ab zu trainieren. Klappt ganz gut, nur bei bestimmten exotischen CDs noch nicht ganz.

..

 

Alternativen:

- Bahnhofsbuchhandel aufsuchen

...

- Von Freunden oder in der Bücherei ausleihen

 

.

 

genau

No Problem, ich habe das ja mit-provoziert :biggrin:

 

 

 

Ich meine fast niemand. Sondern nur, um Zeitslots so zusammen schieben zu können, dass in die Gesamtzeit mehr Aktivitäten passen.

 

Bsp.: Elektronische Zeitplaner, idealerweise im Smartphone - fing aber fairerweise gesagt schon mit dem Terminkalender in Buch- oder noch primitiverer Form an... :biggrin:

 

 

 

Ja. Und verkaufen kann man das deshalb nur so, weil ein Bedarfsgefühl nach freier Zeit besteht.

 

Was hilft dann:

 

- Erkenntnis

- Nicht gesellschaftskonformen Zwang gegen sich selbst ausüben:

* WhatApp deinstallieren (oder gar nicht erst installieren)

* ÖPNV benutzen und Buch unterwegs lesen (-> den SAAB stehen lassen!!! :biggrin:)

- Sich Leidenfähigkeit antrainieren, vom Umfeld manchmal nicht ganz verstanden zu werden

- Mit Ausdauersport anfangen (-> siehe unser Läufer-Thread, dort ist jeder Interessent herzlich willkommen :smile:)

- Und und und

 

 

ÖPNV nutzen? Never, lieber les ich das Buch oder Asterix im Stau und trainiere mir gleich noch Ledensfähigkeit an. Im Saab ist der Weg das Ziel.

Sonst geb ich dir recht.:rolleyes:

Moderne Technik für Zeitgewinn? Ja klar, das Internet spart viele Wege. Das computertechnisch gut bestückte Büro ZU HAUSE spart Zeit und km, damit verringert es die Umweltbelastung, statt jeden Morgen je nach Standort 7 oder 8 km ins Büro zu fahren, mittags heim, wieder ins Büro, abends wieder heim. Online-Banking spart Wege zur Bank und hat auch sonst den Vorteil, jederzeit abrufbar/einsetzbar zu sein. Bezüglich der Organisation unserer Clubtreffen ist es überdurchschnittlich wertvoll. Z.B. 1997 musste ich für die Organisation eines Europa-Treffens dreimal an den Lago d'Orta fahren. Dort mit Hotels verhandeln, das Programm ausarbeiten usw. Also hunderte von km und mehrere Tage Zeitaufwand sowie Hotelkosten. Heutzutage erledige ich das vom PC aus und schaue mir notfalls auch einiges über Google Maps Street View an. So gesehen bringt moderne Technik viel. Würden nun Industrie und Politik nicht derart vehement das Wachstum forcieren, dass immer mehr Autos unterwegs sind, dann wären auch die Abgasbelastungen trotz aller Verbesserungen nicht angestiegen.

 

Ich kann nur ganz individuell für mich sprechen. Durch etwas Überlegung spare ich Sprit und Geld und gewinne Zeit, die man für etwas Besseres nutzen kann, als ausgerechnet im Stau zu stehen. Die kann man mit einem Hobby ausfüllen. Auch gesünder als nur auf die Couch zu liegen.

Wenn ich mit meinem Auto auf ziemlich gute Verbrauchswerte komme, aber diese Bilanz noch verbessere, indem das Auto nur dort genutzt wird, wo es keine vernünftige Alternative gibt, sehe ich

keinen Grund, mein Verhalten in Frage zu stellen oder nun den Lebensstandard auf Verhältnisse von kurz nach 1945 zurück zu fahren. Es gibt ja Leute, die mit dem gleichen Automodell sage und schreibe 60% mehr Sprit brauchen, weil sie das Auto fast nur für lauter Kurzstrecken um 1 km einsetzen und sich auch noch wundern. Da gibt es tatsächlich noch Potenzial.

... statt jeden Morgen je nach Standort 7 oder 8 km ins Büro zu fahren, mittags heim, wieder ins Büro, abends wieder heim.
Was Du hier als 'statt'-Variante aufführst, wäre für viele schon der Idealzustand. OK, warum mittags hin&zurück, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber über Arbeitswege von nur 7-8km würde sich die Mehrzahl wohl weit mehr als nur freuen.
ÖPNV nutzen? Never, lieber les ich das Buch oder Asterix im Stau und trainiere mir gleich noch Ledensfähigkeit an. Im Saab ist der Weg das Ziel.

Sonst geb ich dir recht.:rolleyes:

 

Hat beides sein Für und Wider. Und jeder hat seine eigenen Präferenzen. Den Saab genieße ich lieber auf Fahrten, bei denen ich von Verkehrsarmut und Stressfreiheit ausgehen kann. ÖPNV kann auch stressen, aber meistens bekomme ich einen Sitzplatz, kann meine langen Beine ausstrecken und mir den Lese- oder Döszeitpunkt selbst aussuchen :smile:.

Was Du hier als 'statt'-Variante aufführst, wäre für viele schon der Idealzustand. OK, warum mittags hin&zurück, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber über Arbeitswege von nur 7-8km würde sich die Mehrzahl wohl weit mehr als nur freuen.

 

Hi René,

 

wie gesagt, alles individuell. Zu der Zeit war mein Büro im Nachbarort, meine Bank in noch einem anderen Ort. Mittags heim musste ich wegen unserer Katze, weil meine Frau den weiteren Weg hatte und mittags im Geschäft blieb. Wie es so ist, war ihr Arbeitsplatz genau in entgegengesetzter Richtung zu meinem Büro. Ich bin dann entweder mittags oder abends noch den Umweg zur Bank gefahren. So kamen jeden Tag fast 60 km zusammen. Nachdem ich mein Büro nach Hause verlegt hatte, freuten sich mein Geldbeutel, die Umwelt (und meine Katze). Inzwischen steht mein Auto hin und wieder 3 oder 4 Tage, ohne einen Meter zu fahren. Ich hatte es ja schon beschrieben, man kann auch Einkäufe so organisieren, dass pro Woche eine bis zwei Fahrten notwendig sind. Es gibt genug Leute, die am Tag 5 mal in irgendeinen Laden fahren, den man sogar u.U. zu Fuß erreichen könnte. Man kann auch bestimmte Dinge verbinden. Musste heute mein Auto aus der Werkstatt holen. Das haben wir gleich genutzt, um noch sämtliche Einkäufe zu erledigen. Muss erst wieder am 27. in irgendeinen Laden.

Die Verhältnisse hier sind für Autofahrer ideal, nur der ÖPNV funktioniert genauso schlecht wie anderswo. Dass das in Berlin oder dem Ruhrgebiet ganz anders ist, weiß ich. Aber deshalb wohne ich ja nicht in Berlin :biggrin: Ich wollte noch nicht einmal in Freiburg wohnen, das im Vergleich mit Berlin ein Dorf ist.

 

Es gibt keine Patentlösung. Es wäre aber schon ein Fortschritt, wenn sich jeder mal Gedanken machen würde, wie er die Mobilität am besten an seine persönliche Situation anpassen könnte.

Aber anderen irgendetwas vorzuwerfen, ist völlig daneben. Ich kann ja nicht z.B. Dir sagen, bleibe in Deinen 4 Wänden und besuche keine Kunden mehr. Es wäre ja noch nicht einmal eine Lösung, wenn die Kunden mit ihrem ganzen Equipment zu Dir kämen. Wer fährt, ist bezüglich der Emissionen ja egal.

 

Gruß Frank

Der einzige Weg, Lebewesen dauerhaft zu einem anderen Verhalten zu bringen, ist doch ein wahrgenommener Vorteil dieses geänderten Verhaltens, Und selbst dann muss derjenige noch aktiv gegen seine Gewohnheit ankämpfen, was meiner Erfahrung nach auch vielen sehr schwer fällt. Ich fürchte, so gut werden öffentliche Verkehrsmittel global gesehen nie sein, dass viel mehr Leute auf die Bequemlichkeit eines Autos verzichten (selbst wenn man damit im Stau steht :rolleyes: ), solange es erschwinglich bleibt...:

 

Man kann also das Auto künstlich unerschwinglich machen, oder es wird mit der Zeit einfach unerschwinglich, weil alles den Bach runtergeht, oder mir machen uns etwas unabhängiger vom Auto. Die Technik macht es doch möglich, dass sehr viel mehr Arbeit heute schon zuhause erledigt werden könnte als tatsächlich der Fall. Der Einzelne kann dahingehend aber nicht viel unternehmen, außer sich vielleicht eben etwas besser zu organisieren und eventuell individuell gewisse Konditionen mit dem Arbeitgeber aushandeln. So unendlich viel Potential sehe ich darin aber nicht, was wird mehr oder weniger jeder in seinem Rahmen schon tun, gezwungenermaßen. Wirklich gute Lösungen müssen schon koordiniert, finanziert und weitgreifender unterstützt werden. Da fehlt halt schon sehr die Weitsicht und Geradlinigkeit der Politik. Ist kein leichtes Thema, klar, aber dieses Taktieren und Rumzögern ist nicht wirklich zielführend... man muss ja auch gar nicht alles auf ene Karte setzen, sondern kann und sollte vermutlich sogar mehrgleisig fahren, denn DIE Patentlösung gibt es wohl nicht. Man muss einfach die Zeit und die Ressourcen so effizient wie möglich nutzen im jeweiligen Anwendungsfall, und der ist ziemlich vielfältig...

Ich fürchte, so gut werden öffentliche Verkehrsmittel global gesehen nie sein, dass viel mehr Leute auf die Bequemlichkeit eines Autos verzichten (selbst wenn man damit im Stau steht :rolleyes: ), solange es erschwinglich bleibt...:

Kommt eben auf die Wohn-/Arbeitssituation an, wenn ich z.B. in Berlin oder Wien wohnen und arbeiten würde braucht man eigetlich kein Auto. Ich meine in Wien kostet die Jahreskarte 365€, alle 2-5 min fährt eine Bahn. So gut kann kein Auto werden, dass man sich das in der Stadt antut. Außerhalb der Städte muss man eben schauen wie die Anbindungen sind. Ich bin zwei Jahre in der gleichen S-Bahn gesessen wie Klaus, ab und zu habe ich auch mal das Auto genommen. Aber gerade jetzt mit der Dauerbaustelle auf der A6 wäre es bescheuert für die Strecke dauerhaft das Auto zu nehmen. Da ist man anschließend hochgradig Herzinfakt gefährdet

Deswegen schrieb ich ja "global gesehen". Selbst in einer Stadt mit gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr muss das noch längst keine Zeitersparnis sein. Ich habe in München studiert und musste natürlich den MVV nutzen, schon alleine aus finanziellen Gründen. Zeitlich wäre aber für viele Fahrten ein Auto schneller gewesen, insbesondere dann, wenn man sich um das Parken keine Gedanken machen musste. Trotz U-Bahn im 5-Minuten-Takt, sobald man Umsteigen muss, kann von einer Zeitersparnis oft keine Rede mehr sein, mal ganz absehen von der Drängelei. So ganz stressfrei sind die Öffis ja nun auch nicht immer. :rolleyes: ich bin dann irgendwann in die Pampa gezogen mit S-Bahn 5 Minuten zu Fuß ab Haustür, und war in 24 Minuten am Hauptbahnhof. Das war halbwegs entspanntes Nutzen der öffentlichen.

 

Ist auch eine Frage was einem wichtiger ist. Gesparte Zeit oder Geld. Als Student hatte ich Zeit aber kein Geld. Es ist paradox, aber trotz Stau ist man selbst in Großstädten mit gutem U-/S-/Straßenbahn- und Busnetz oft im Auto schneller unterwegs und am Ziel. Stress, nun ja. Aufregen muss man sich ja nicht im Auto. Mich persönlich stresst eine überfüllte U-Bahn mehr als ein Stau. :rolleyes:

Ist auch eine Frage was einem wichtiger ist. Gesparte Zeit oder Geld.

Oder einfach weniger analytisch angehen. Wenn ich in der Stadt von A nach B mit dem Auto 15min brauche, mit der Straßenbahn/Bus/U-Bahn 20min und man dann sagt "ich neheme das Auto"...nun gut. In der Bahn könnte ich noch ein Buch lesen oder einfach in Gedanken versinken. Im Auto ärgert man sich maximal über die Schnarchnase vor einem.

Ich habe in München studiert und musste natürlich den MVV nutzen, ...

 

Ich habe in und bei München gearbeitet und den MVV genossen...

Oder einfach weniger analytisch angehen. Wenn ich in der Stadt von A nach B mit dem Auto 15min brauche, mit der Straßenbahn/Bus/U-Bahn 20min und man dann sagt "ich neheme das Auto"...nun gut. In der Bahn könnte ich noch ein Buch lesen oder einfach in Gedanken versinken. Im Auto ärgert man sich maximal über die Schnarchnase vor einem.

 

Im Idealfall läuft man zum Bahnhof, muss nicht lange auf den Zug warten, fährt ohne Umsteigen bis zum Ziel, während man entspannt ein Buch liest oder sonst wie entspannt, und läuft dann noch ein paar Schritte. Das grenzt schon fast an Schwarzwaldromantik. Dann mag die Gesamtreisezeit in der Grössenordnung der Fahrzeit im Auto sein, und ja, das wäre dann entspannter. Aber im Gegensatz dazu stehen die Situationen, in denen die Bahn überfüllt ist, man u.U. mehrmals umsteigen muss, die Züge Verspätung haben und man bei Wind und Wetter am Bahnsteig wartet. Dabei entspanne ich definitiv nicht, und es dauert dann meist noch deutlich länger.

 

Mir selbst kommt es selten auf ein paar Minuten an, und ja, wenn ich Komfort eintauschen kann gegen etwas gewonnene Zeit, dann tue ich das schon auch. Ich kann aber verstehen, dass man Leute nur schwer in öffentliche Verkehrsmittel bekommt, und ich sehe auch weit und breit keine umfassende Lösung, die den Individualverkehr praktisch ersetzen kann. Ich sehe nur die globale Reduzierung der Massenbewegungen und die Vereinfachung (kleinere und leichtere Fahrzeuge) des Individualverkehrs als mögliche Lösungen. die Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel eher nicht ausser in Einzelfällen... :rolleyes:

 

Ich habe in und bei München gearbeitet und den MVV genossen...

 

War nicht schlecht, aber von Geniessen möchte ich nun nicht sprechen, wenn man zwischen den Uni-Gebäuden hin und her hetzen muss. Erst als ich aus dem Umland mit S-Bahn in die Stadt fuhr, war wenigstens die S-Bahn-Fahrt angenehm, wenn nicht gerade jeder sonst auch fuhr. Als Student ist man da oft etwas flexibler. Aber zu Stosszeiten möchte ich auch nicht unbedingt regelmässig den MVV nutzen. War kürzlich beruflich in Madrid und war eine Woche lang angewiesen auf die U-Bahn. War theoretisch optimal, kein Umsteigen, 2 min vom Hotel zur Metrostation, 10 Stationen fahren, und dann noch mal 10 min laufen. Problem: natürlich zur Stosszeit, ich kann die Firma, bei der ich jeden Tag aufschlug, ja schlecht zu anderen Arbeitszeiten motivieren... :redface: entspannt? Ganz bestimmt nicht. Einmal im Auto mitgefahren, war kaum langsamer trotz Berufsverkehr, auch nicht stressiger, eher weniger.

Wer z.B. relativ spät am Abend mit der U-Bahn fahren muss, muss mit Angriffen von dem dort herumlungernden Dreckspack rechnen. Für Frauen ist das absolut unmöglich. Aber auch als Mann hat man wenig Chancen gegen 5 Rowdies mit Messer und Schlagring. Es hat alles auch Schattenseiten.
Vielleicht besteht das "dort herumlungernde Dreckspack" auch nur aus Leuten die relativ spät am Abend mit der U-Bahn fahren müssen...:confused:
Noch nicht von Vergewaltigungen usw. in den späten Zügen gehört?

Naja ich kann LCV verstehen - hatte auch mal das Vergnügen in Meidling kurz vor Mitternacht 30 min auf die Schnellbahn warten zu müssen - da war mir auch nicht alles geheuer, was sich da so am Bahnsteig rum trieb...

Würde mein Arbeitsplatz in Wien sein - so wie es vor rd 2 jahren ausgesehen hat, so wäre ich ein Nutzer des ÖPNV - 50 min von daheim bis ins Büro - das ist mit dem Auto nicht zu schaffen - selbst wenn man einen Tiefgaragenparkplatz im Büro hat.

Bearbeitet von Transalpler

Kommt eben auf die Wohn-/Arbeitssituation an, wenn ich z.B. in Berlin oder Wien wohnen und arbeiten würde braucht man eigetlich kein Auto.
Man erkennt klar, dass Du Berlin nicht kennst. Sei froh darüber!

 

Mich persönlich stresst eine überfüllte U-Bahn mehr als ein Stau. :rolleyes:
Absolut. Denn im Auto kann ich zumindest sitzen und z.B. Radio hören, oder ein paar Telefonate abarbeiten (von ersten Tag in 1994 an mit Freispreche, niemals ohne!)

In der Bahn könnte ich noch ein Buch lesen oder einfach in Gedanken versinken.
Dazu fehlt mir die Zeit. Und, wie gesagt, muss ich in der sonst verbrannten Zeit zumindest telefonieren können.

Ich sehe nur die globale Reduzierung der Massenbewegungen und die Vereinfachung (kleinere und leichtere Fahrzeuge) des Individualverkehrs als mögliche Lösungen. die Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel eher nicht ausser in Einzelfällen... :rolleyes:
Es muss wirklich Schluss sein, mit der immer weiter gehenden Konzentration in den Städten. Statt dessen müsen Räume unfd Flächen rings herum genutzt werden.

Wer z.B. relativ spät am Abend mit der U-Bahn fahren muss, muss mit Angriffen von dem dort herumlungernden Dreckspack rechnen. Für Frauen ist das absolut unmöglich. Aber auch als Mann hat man wenig Chancen gegen 5 Rowdies mit Messer und Schlagring. Es hat alles auch Schattenseiten.
Ja, insbesondere an speziellen Bhf in Berlin.

Vielleicht besteht das "dort herumlungernde Dreckspack" auch nur aus Leuten die relativ spät am Abend mit der U-Bahn fahren müssen...:confused:
Die lungern dort ja nicht herum, sondern sehen zu, dass sie den Bhf mgl. kurz vor Eintreffen des Zuges betreten und nach dem Aussteigen schnellstmöglich wieder verlassen.
Man erkennt klar, dass Du Berlin nicht kennst. Sei froh darüber!

Im Stadtbereich war ich bisher mit den Öffis immer recht zufrieden...Aber hey, es eben eine Großstadt, wer nach Berlin zieht und Öffis mit der von ralftorsten beschriebenen Schwarzwaldromantik sucht/erwartet, sollte vielleicht wirklich in den Schwarzwald ziehen:rolleyes:.

 

Aber wir bewegen uns hier im Kreis. Seit gefühlten 100 Beiträgen lese ich hier wie versucht wird Argumente zu finden weshalb es in der Praxis unmöglich ist auf das Auto zu verzichten. Dabei will niemand jemand seine Kisten wegnehmen. Ja, da draußen ist Natur, da ist es auch mal kalt oder es regnet. Eine S-Bahn kann auch mal zu spät kommen. Aber hey, wer am liebsten mit dem Aufzug in die beheizte Tiefgarage fährt, ins Auto steigt und am Arbeitsplatz wieder mit dem Aufzug aus der beheizten Tiefgarage ins Büro fährt, für den ist das vielleicht wirklich nichts :biggrin:.

 

Das soll jetzt nicht heißen, dass jeder für seinen Arbeitsweg den ÖPNV nutzen soll oder kann. Mir ist durchaus bewusst, dass es nicht überall gute und konkurrenzfähige Angebote gibt, aber in vielen Fällen ist es nicht das fehlende Angebot sondern schlicht Faulheit (ich nehme mich dar gar nicht raus). Ich hatte zwei Jahre lang ein Jobticket, da konnte ich für 40€ im Monat von Heidelberg bis fast nach Straßburg fahren und Abends sowie am WE die Familie kostenfrei mitnehmen. Trotzdem habe ich manchmal das Auto genommen weil ich für den ÖPNV ja 30min früher hätte aufstehen müssen:redface:. Bescheuert, oder? Alleine dier Ersparnis für Kraftstoff, da hätte ich mir fast ein weiteres Auto für kaufen können

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0, 5 Mio€ pro Kommune. Kommt mir wie ein schlechter Witz vor, in meinen Augen das berühmte (politische) Feigenblatt. Wenn gleichzeitig in Stuttgart der Bahnhof für (derzeit) knapp 8 Mrd€ umgebaut wird. Damit will ich nicht sagen, dass das nicht notwendig ist. Aber der ÖPNV ist mehr, als nur der Stuttgarter Kopfbahnhof.

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