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SAAB, Opel und wie's weitergeht... / Muller/NEVS reloaded

Empfohlene Antworten

Der Gesamtwirkungsgrad ist bei H2 hat miserabel. Dafür lässt sich die Lagerung gut skalieren. Wir werden sehen.

Meines Wissens ist selbst die Lagerung problematisch.

Ich nehme mal vorweg: Ich fühle mich als relativ umweltverträglich. Distanzen bis 1 km erledige ich zu Fuß, da in der Kleinstadt alles gut erreichbar ist. Sollte es mal gerade einen Wolkenbruch geben, ist es auch legitim, den kleinen Wagen (Y 1.2 60 PS) zu nehmen. Für Langstrecken oder wenn es um Transportkapazität geht, habe ich den 9k, der verbrauchsmäßig kaum schlechter als moderne Autos ist, was die Gefährlichkeit der Emissionen angeht, sicher viel besser. Abgesehen davon fliege ich fast nie, auf keinen Fall würde ich innerhalb Deutschlands den Flieger nehmen, was eigentlich verboten gehört. Ich beteilige mich auch nicht am Kreuzfahrtwahn. Eine Tankfüllung beim 9k reicht mir für mindestens 6 Wochen, obwohl ich wegen der miserablen ÖPNV-Situation mindestens 1 - 2 mal pro Woche "Opa-Taxi" sein muss. Aber wenn die Kinder kein Auto haben (gibt es noch) und der Kleine zum Doc muss, dann geht das nicht zu Fuß mit Kinderwagen über 10 km (ein Weg). Ich gehe 1 x in der Woche mit meiner Enkeltochter einkaufen, für sie und auch für uns für die ganze Woche. Mal ein Brot kann ich zu Fuß holen. Frage der Organisation. Ich erledige sehr viel vom PC aus (Online-Banking usw.), was gegenüber früher auch viele km einspart. Vor 10 Jahren habe ich mein Büro aus der Nachbarstadt nach Hause verlegt. Das spart pro Tag um die 20 km.

Wenn ich mit dem Club auf Tour gehe, dann organisieren wir Fahrgemeinschaften. Fragt mal Josef (Portugal-Tour). Statt drei Einzelpersonen mit drei Autos, sind wir zu Dritt in einem Auto gefahren, somit die Belastung der Umwelt gedrittelt. Natürlich könnte man jetzt auch alles bleiben lassen. Aber ist dann das Leben noch lebenswert? Dann können wir auch wieder in die Steinzeit zurück, aber vorher

 

ACHTUNG! Ironiemodus an: müsste man 95% der Menschheit ausrotten, da dieses Leben in der Steinzeit nur für wenige Menschen ein Auskommen bieten kann.

 

Was mich an dieser Diskussion etwas stört: Hinterfragt man die E-Mobilität, so bedeutet das nicht, dass man sie komplett ablehnt. Aber Bedenken werden einfach als Totschlagargumente weggewischt, wer kritische Anmerkungen macht, gilt als ewig gestrig und Verweigerer. Aber stichhaltige Antworten bekommt man kaum.

Ich denke, eine neue Technologie kann nicht mit der Brechstange eingeführt werden, wenn die Infrastruktur nicht stimmt. Leider beweisen die hierfür Verantwortlichen fast täglich, dass sie eigentlich ziemlich unfähig sind. Siehe BER und Bhf Stuttgart. Abgesehen davon ist die Fokussierung mit aller Gewalt auf diese Technologie gefährlich, da langfristig andere Lösungen tauglicher sind. Hier verschwendet man Zeit und Geld und Einsatz der Ingenieure, statt sich gleich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gefährlich ist es, weil z.B. die Japaner schon sehr weit sind. Wir hinken wieder mal hinterher.

 

Aber, mir kann es egal sein. Ich belaste die Umwelt weniger als mancher Tesla-Fahrer und die wirklich drastischen Einschnitte werde ich wohl nicht mehr erleben. Mir tun nur meine Enkel jetzt schon leid.

 

Übrigens, ich habe irgendwo gelesen, dass man CO2 als Kraftstoff einsetzen kann. Der fällt bei vielen Firmen kostenlos an. Würde der OPEC natürlich sauer aufstoßen.

Bearbeitet von LCV

Meines Wissens ist selbst die Lagerung problematisch.
Alles Relativ. Im Vergleich zu Diesel ja. Davon lagern wir zu Hause über 200 GJ (Giga-Joule). Was rund 54 MWh sind. Nun kann man sich überlegen, wie gut das in Strom zu lagern ist. Und das ist ja nur ein kleines Lager. Gemessen daran ist H2 wieder unproblematisch, vor allem eben einfach skalierbar. Alles releativ ;-)

 

PS: Deshalb hatte ich ja den synthetischen Alkohol angeführt.

Alles Relativ. Im Vergleich zu Diesel ja. Davon lagern wir zu Hause über 200 GJ (Giga-Joule). Was rund 54 MWh sind. Nun kann man sich überlegen, wie gut das in Strom zu lagern ist. Und das ist ja nur ein kleines Lager. Gemessen daran ist H2 wieder unproblematisch, vor allem eben einfach skalierbar. Alles releativ ;-)

 

PS: Deshalb hatte ich ja den synthetischen Alkohol angeführt.

:top:

PS: Deshalb hatte ich ja den synthetischen Alkohol angeführt.

 

aber auch dafür braucht man Kohle.

Ist in Brasilien schon längst gängige Praxis.Allerdings mit Bio Alkohol (Bioenthanol)

Würde hier wahrscheinlich nicht funktionieren, da wir wohl nicht die Ackerflächen für Mais/Getreide und Raps hätten.

Für Zuckerrohr schon gleich gar nicht.

Zudem muss das Zeug ja auch gedüngt, gespritzt -und was weiß ich- werden.

Das sind alles Schadstoffe, die im Grundwasser landen-bzw. früher oder später im Meer.

Nicht ohne Grund gibt es kaum noch Insekten (Bienen) , nicht ohne Grund haben wir im Sommer die schönste Algenblüte in Seen und im Meer.

Wie heißt es doch so schön? Irgendwas ist immer.

Auf jeden Fall muss sich die Menschheit etwas einfallen lassen, damit der Verkehr auch in 100 Jahren noch rollt.

Vielleicht ist ein Energiemix sinnvoll.

Vielleicht sind auch die verschiedensten Elektoantriebssysteme sinnvoll.

Kurzstrecke: Batterie

Langstrecke; Wasserstoffmotor oder Brennstoffzelle

...

Vielleicht ist ein Energiemix sinnvoll.

Vielleicht sind auch die verschiedensten Elektoantriebssysteme sinnvoll.

...

 

Eben.

Und damit hätte schon vor mind 20 Jahren begonnen werden können.

aber auch dafür braucht man Kohle.

Ist in Brasilien schon längst gängige Praxis.Allerdings mit Bio Alkohol (Bioenthanol)

Würde hier wahrscheinlich nicht funktionieren, da wir wohl nicht die Ackerflächen für Mais/Getreide und Raps hätten.

Für Zuckerrohr schon gleich gar nicht.

Zudem muss das Zeug ja auch gedüngt, gespritzt -und was weiß ich- werden.

Das sind alles Schadstoffe, die im Grundwasser landen-bzw. früher oder später im Meer.

Nicht ohne Grund gibt es kaum noch Insekten (Bienen) , nicht ohne Grund haben wir im Sommer die schönste Algenblüte in Seen und im Meer.

Wie heißt es doch so schön? Irgendwas ist immer.

Auf jeden Fall muss sich die Menschheit etwas einfallen lassen, damit der Verkehr auch in 100 Jahren noch rollt.

Vielleicht ist ein Energiemix sinnvoll.

Vielleicht sind auch die verschiedensten Elektoantriebssysteme sinnvoll.

Kurzstrecke: Batterie

Langstrecke; Wasserstoffmotor oder Brennstoffzelle

Ethanol als Treibstoff hat unsere weise Bundesregierung ja wieder abgeschafft, hat bis dahin in meinen Sääben klasse funktioniert. Wurde in D wohl überwiegend aus Zuckerrüben hergestellt (Südzucker AG), war zwar nicht der ökologischen Weisheit letzter Schluss, aber man hat dankenswerter Weise so auch die Entwicklung der Folgegenerationen (Algen, Holzabfälle, etc.) sinnigerweise gleich mitabgewürgt. Jetzt pfuscht/probiert Audi (Bescheißen durch Technik) an synthetischen Kraftstoffen....

Jetzt pfuscht/probiert Audi (Bescheißen durch Technik) an synthetischen Kraftstoffen....

 

Da isser wieder...der gute/alte Reichskraftsprit

Man könnte auch wieder Holzvergaser einführen :biggrin:

1/2 Stunde Holzgas produzieren, 1/2 Stunde fahren, 1/2 Stunde Holzgas produzieren ....

Dann würden unnötige Fahrten garantiert unterbleiben. Motto: Gehe lieber zu Fuß - ist bequemer.

Man könnte auch wieder Holzvergaser einführen :biggrin:

1/2 Stunde Holzgas produzieren, 1/2 Stunde fahren, 1/2 Stunde Holzgas produzieren ....

Dann würden unnötige Fahrten garantiert unterbleiben. Motto: Gehe lieber zu Fuß - ist bequemer.

 

Hast Du eigentlich Deinen Ironiemodus (heute 00:16 Uhr) wieder ausgeschaltet, oder steht er momentan auf Dauerlicht?:smile:

aber auch dafür braucht man Kohle.

Ist in Brasilien schon längst gängige Praxis.Allerdings mit Bio Alkohol (Bioenthanol)

Würde hier wahrscheinlich nicht funktionieren, da wir wohl nicht die Ackerflächen für Mais/Getreide und Raps hätten.

Für Zuckerrohr schon gleich gar nicht.

Zudem muss das Zeug ja auch gedüngt, gespritzt -und was weiß ich- werden.

Das sind alles Schadstoffe, die im Grundwasser landen-bzw. früher oder später im Meer.

Nicht ohne Grund gibt es kaum noch Insekten (Bienen) , nicht ohne Grund haben wir im Sommer die schönste Algenblüte in Seen und im Meer.

Wie heißt es doch so schön? Irgendwas ist immer.

Auf jeden Fall muss sich die Menschheit etwas einfallen lassen, damit der Verkehr auch in 100 Jahren noch rollt.

Vielleicht ist ein Energiemix sinnvoll.

Vielleicht sind auch die verschiedensten Elektoantriebssysteme sinnvoll.

Kurzstrecke: Batterie

Langstrecke; Wasserstoffmotor oder Brennstoffzelle

 

Ich finde es toll, wie schnell die Diskussion doch zum besseren Verständnis der Probleme und der möglichen Lösungen führt:top:.

Ich bin vollständig dagegen, dass landwirtschaftliche Produkte zur Energie- und industriellen Rohstofferzeugung herangezogen werden. Allenfalls im Nebeneffekt (Stroh o.ä.)

 

Nachwachsende Rohstoffe .... so ein Schmarrn.

Eben.

Und damit hätte schon vor mind 20 Jahren begonnen werden können.

Stimmt genauso...

 

Zum BioSprit, der wird in Skandinavien ja auch aus Holzabfällen produziert, die haben wir hier in der Menge aber nicht.

Gegen Holz als Rohstoff oder Energieträger habe ich nichts einzuwenden .... ich sagte ja, die Landwirtschaft sollte außen vor bleiben.

Also Josef, Ironiemodus aus.

 

Im Ernst, Schweden hat wieviele Einwohner? Ich schätze mal, Berlin, Hamburg + München zusammen haben etwa so viel. Edit: Habe gerade nachgeschaut, sind ca. 10 Mio., also doch etwas mehr. Schweden ist riesig und hat sehr viel Wald. Sofern das Holz nur zum Eigenbedarf der Schweden verwendet wird, ist alles gut. Das galt auch für Brasilien. Zuckerrohr ausreichend vorhanden für den damaligen Bedarf. Aber sobald der gewonnene Biosprit zum Exportartikel wird, geht die Sache in die Hose. Zuckerrohr wächst zwar nicht dort, wo Regenwald gerodet wird, verdrängt aber andere Anbaupflanzen in den Regenwald hinein. Dazu kommt, dass in Südamerika die Regierungen noch etwas anders ticken als in Europa. Raubbau ist die Folge. Verringerung des Regenwaldes bei gleichzeitiger Vergrößerung der Wüstenflächen beeinflusst das Weltklima nachhaltig.

 

Selbiges kann man für Biodiesel in Indonesien sagen. Wälder weichen Monokulturen und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren nimmt drastisch ab. Urwälder sind komplizierte Systeme, wo Pflanzen und Tiere zusammenspielen. Fehlt nur eine Komponente, sterben weitere Pflanzen und Tiere. Bei den Schweden habe ich keine Angst, dass sie nun ihre Wälder komplett abholzen könnten.

 

In Deutschland fehlt es an Anbauflächen für ausreichende Produktionsmengen. Da aber der Bauer für seine Ernte mehr erzielt, wenn daraus Biokraftstoff gewonnen wird als für den Einsatz als Lebensmittel, entsteht ein neuer Effekt. Die Weltmarktpreise für Lebensmittel steigen, was wir hier nicht mal merken. Aber in den ärmsten Ländern der Erde können sich die Leute kaum noch Grundnahrungsmittel leisten. Indirekt könnte man sagen, wir füllen in den Tank, was andere vor dem Hungertod bewahren könnte.

Aber in den ärmsten Ländern der Erde können sich die Leute kaum noch Grundnahrungsmittel leisten. Indirekt könnte man sagen, wir füllen in den Tank, was andere vor dem Hungertod bewahren könnte.
Ist sicher eine mögliche Theorie.

Leider gängige Praxis ist es meines Wissens, dass EU-subventionierte Lebensmittel in einem Maße und zu Preisen in afrikanische Länder geliefert wurden und offenbar immer noch werden, welche die heimische Landwirtschaft vielerorts wohl recht nachhaltig in den Ruin getrieben hat.

Ich bin vollständig dagegen, dass landwirtschaftliche Produkte zur Energie- und industriellen Rohstofferzeugung herangezogen werden. Allenfalls im Nebeneffekt (Stroh o.ä.)

Nachwachsende Rohstoffe .... so ein Schmarrn.

Sorry, aber warum bitte?

Die CO2-Bilanz ist ja naturgemäß schon mal sehr gut. Und insofern gibt es sicher auch so einige Konstallationen, in welchen ich den Einsatz eben falls ablehnen, aber auch anderen, in denen ich ihn befürworten würde. Und ehe Anbauflächen brach liegen, kann man darauf meines Erachtens auch lieber 'energiehaltige' Pflanzen anbauen und dafür dann eben weniger Öl und/oder Kohle verfeuern.

Sorry, aber warum bitte?

Hab auch schon bereut es hier reingeschrieben zu haben, weil es kein Thema für eine solche Plattform ist, denke ich. Hatte damit auch beruflich zu tun. Vielleicht haben wir ja mal Gelegenheit darüber zu diskutieren. Nur soviel: Das ist äußerst komplex (klar) und erschöpft sich wahrlich nicht in einer CO2-Bilanz. Es gibt immer wieder Hinweise, mal direkt und mal versteckt, warum das m.E. zu unlösbaren Problemen führt. LCV hat es oben andiskutiert, ich bin da voll bei ihm. Unabhängig davon deckt es sich nicht mit meiner Weltanschauung und Überzeugung.

Ist sicher eine mögliche Theorie.

Leider gängige Praxis ist es meines Wissens, dass EU-subventionierte Lebensmittel in einem Maße und zu Preisen in afrikanische Länder geliefert wurden und offenbar immer noch werden, welche die heimische Landwirtschaft vielerorts wohl recht nachhaltig in den Ruin getrieben hat.

Sorry, aber warum bitte?

Die CO2-Bilanz ist ja naturgemäß schon mal sehr gut. Und insofern gibt es sicher auch so einige Konstallationen, in welchen ich den Einsatz eben falls ablehnen, aber auch anderen, in denen ich ihn befürworten würde. Und ehe Anbauflächen brach liegen, kann man darauf meines Erachtens auch lieber 'energiehaltige' Pflanzen anbauen und dafür dann eben weniger Öl und/oder Kohle verfeuern.

Genau das! Zudem: Es geht vor allem auch um die Weiterentwicklung dieses Ansatzes (Holz (wir kriegen allein das Bruchholz aus Kyrill-Folgen nicht wech) , Algen, Biomasse, usw.) Wenn man das ganze aber völlig sinnbefreit von vornherein (siehe E85) wieder politisch einstampft, kann man sich natürlich toll über die Biosprit-Steinzeit in Brasilien aufregen, ist dann aber eh egal, weil uns diese Steinzeithöhle ja verordnet wurde....

Auf Holz zu setzen fände ich persönlich recht ungeschickt, da einfach zu langsam, um tatsächlich als nachwachsender Rohstoff in der Art und Weise relevant zu sein. Bei Pflanzen, die ebenfalls zur Nahrungsherstellung dienen, bin ich auch eher dagegen, anders sieht es aber aus mit den Lebensmittelresten oder unseren Ausscheidungen aus. Beides wäre in großen Mengen vorhanden und könnte genutzt werden, was ja zum Teil auch schon gemacht wird. Eine weitere Alternative wären Nutzpflanzen, die dann aber auch entsprechend schnell wachsen müssten, wie z.b. Hanf und nein, ich rede hier von Industriehanf und nicht davon statt zu fahren, zu "fliegen" ;)
Vielleicht haben wir ja mal Gelegenheit darüber zu diskutieren.
Sehr gerne, Josef. Komme sowohl zum IntSAAB, wie auch zum DACH-Treffen. Solche Themen mit jemandem zu diskutieren, der sich damit mal näher und tiefer beschäftigt hat, ist ja immer eine Bereicherung der eigenen Sichtweisen.
Sehe ich völlig anders. Zum einen wird ja allen, die nicht grün, links, und möglichst noch vegan, argumentieren, in diesem Lande nur all zu oft mit irgend einem (oftmehr mehr als nur fadenscheinigen) Todschlagargument böse über den Mund gefahren. (...)

Aber ist das denn z.B. hier bei den Argumenten gegen die E-Mobilität anders?

Gab es in den letzten Jahren mal was Neues?

 

Stromerzeugung (in D) ist schmutzig:

...

Bringt ja nun nicht wirklich was, wenn man zig tausende Tonnen Braun-oder Steinkohle verstromt.

Zum einen werden da ganze Landstriche verwüstet und Abgase entstehen auch. Zwar nicht auf der Strasse-aber sie entstehen spätestens im Kraftwerk.

In der Regel stehen Braunkohletagebaue auch nicht gleich neben dem Kraftwerk.

Zig Tonnen Kohle müssen gebaggert, gereinigt und per Bahn ins Kraftwerk gebracht werden.

...

Und Benzin/Diesel wohnt in der Zapfpistole?

 

Nicht für den Alltag geeignet:

...

Allein in unserer Familie haben wir 3 Autos. Normal sind 1-2 Autos....

Und alle drei müssen dreimal die Woche einen schweren Anhänger von Berlin nach München und zurück schleppen?

Oder ist da vielleicht doch auch ein „Einkaufswagen“ dabei dessen Einsatzprofil heute schon ziemlich gut elektrisch zu bewältigen wäre (so denn man sich auf dieses „Abenteuer“ einlassen würde)?

 

Seltene Erden:

...

So lange man halb China und Afrika nach seltenen Erden umwühlt und unseren Planeten zerstört...ist für mich das E Auto nicht nur Blödsinn, sondern auch scheinheilige Augenwischerei.

...

Eigentlich werden ja in dem verlinkten Artikel Seltene Erden nur am Rande und Auto (ohne E-) nur einmal erwähnt.

Gleich der erste Abschnitt im verlinkten Artikel:

„In vielen von uns geliebten Higtech-Produkten, wie Smartphones, Tablets, Spielkonsolen oder Fernsehern stecken sogenannte Seltene Erden. Diese Metalle werden unter katastrophalen Arbeitsbedingungen von Kleinschürfern in Minen rund um den Globus gefördert.“

Aber das Problem der Ausbeutung zu unseren Gunsten existiert ohne Frage.

 

Was hat dies (im Moment) mit Elektroautos zu tun?Milchmädchenrechnung mit Suchmaschinendaten:

Anzahl von Mobiltelefonen weltweit (Sim-Karten, die Anzahl der Telefonakkus dürfte deutlich höher liegen) x Gewicht eines Telefonakkus (geschätzt)

7.500.000.000 x 0,040kg = 300.000.000kg = 300Tt

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2995/umfrage/entwicklung-der-weltweiten-mobilfunkteilnehmer-seit-1993/

 

Anzahl Elektroautos weltweit x durchschnittliches Gewicht Traktionsbatterie (geschätzt)

2.000.000 x 300kg = 600.000.000 = 600Tt

https://www.pv-magazine.de/2017/06/07/iea-zwei-millionen-elektroautos-2016-weltweit/

(Bitte mal nachrechnen, das sind mir etwas zuviele Nullen.)

 

Vom Ergebnis ist das, für 2016, jetzt erstmal das Doppelte.

Meine E-Autobatterie ist jetzt gut vier Jahre alt. Wie oft haben die Nutzer in dieser Zeit das funktionierende Smartphone gegen das jeweils neuere Modell getauscht?

Ich weiß es nicht, kann mir aber vorstellen das „die Telefone“ beim Akkugewicht dabei „die Autos“ eingeholt, wenn nicht überholt haben. Und die Akkus von Tablets, Navis, Laptops etc. sind noch nicht berücksichtigt.

 

Hoffentlich erinnert sich auch jemand an die Kinder im Kongo wenn bald wieder das neuste Iphone unterm Weihnachtsbaum liegen muß.

 

Batterie-Recycling:

...

So lange man nicht weiß, wohin mit den alten Batterien-ist für mich das E Auto Blödsinn

...

„Im Jahr 2012 wurde für Geräte-Altbatterien in Deutschland insgesamt eine Sammelquote von 42,1 Prozent erreicht, ein Rückgang um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Masse der in 2012 in Verkehr gebrachten Gerätebatterien betrug 43.549 Tonnen. Zurückgenommen wurden im gleichen Zeitraum 18.165 Tonnen Geräte-Altbatterien.“

https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/batterien#textpart-2

 

Das sind natürlich alle Arten von Batterien. Es liest sich so als schmeißt der Bundesbürger also weit mehr als die Hälfte seiner Batterien in den Hausmüll oder Wald. Nicht besonders umweltfreundlich, oder?

Akkus können durchaus recycelt oder anders weiterverwendet werden, und bei einer 300kg Traktionsbatterie ist der Skrupel diese irgendwo zu verklappen sicherlich größer als in dem angesprochenen 17-Geschosser seine Altbatterien einfach in den Müllcontainer zu schmeißen.

 

Elektromobilität wird ganz bestimmt der Untergang des Abendlandes sein. :rolleyes:

 

 

-Saab-Frank:

Die ganze Zitiererei ging nicht gegen Dich persönlich.

Die üblichen Contras waren in den letzten Beiträgen nur so schön konzentriert. :beer:

Aber diesen Punkt kann ich vollkommen verstehen:

So lange es keine einheitliche Abrechnung und keine einheitlichen Stecker an E-Tankstellen gibt, ist für mich das E Auto Blödsinn

...

 

-Saab-Frank:

Die ganze Zitiererei ging nicht gegen Dich persönlich.

Die üblichen Contras waren in den letzten Beiträgen nur so schön konzentriert. :beer:

 

ach was, ich bin Manns genug dies zu Überleben.

Wir sind ein freies Land und jeder darf eine freie Meinung haben.

So auch Gott sei Dank in diesem Forum.

Für MICH ist derzeit die E Mobilität nichts. Eben aus besagten Gründen.

Und ja: in diesem Beitrag über seltene Erden ging es hauptsächlich um Smartphones- was aber nicht bedeutet, dass in den Autos keine seltene Erden verbaut werden.

Zu den 3 Autos:

Der Traum meiner Frau war ein SLK Cabrio. Den hat sie sich erfüllt. Sie ist glücklich, damit durchs Land zu gurken.

Mir wäre er zu klein, aber darum gehts ja nicht.

Sie nutzt das Auto um täglich 60 km zur Arbeit zu fahren. Sicherlich könnte man das auch mit einem E Auto tun.

Ich bilde mir aber ein, dass es derzeit kein E- Cabrio gibt.

Mein XC90 steht vom 7 Tagen die Woche, 6,5 Tage rum.

Frisst also erst mal kein Brot und macht die Umwelt nicht kaputt.

Für Lieferungen nehme ich den Ducato. Der ist täglich um die 300 km im Einsatz.

Letztendlich spielt ja auch der finanzielle Aspekt eine große Rolle.

E Autos- so wie ich sie brauche, sind mir einfach zu teuer. Und vor allem zu Umständlich in der Handhabung.

Das mag einen Leaf Fahrer hingegen völlig egal sein.

[mention=643]jo.gi[/mention] Danke, dass du hier geduldig ein paar Dinge argumentativ gerade rückst.

Die ganze Diskussion um Rohstoffe ist scheinheilig, bei der elektrischen Zahnbürste interessiert sich kein Mensch für die Lithium Batterie, die ganzen Thermomixe und sonstige Millonen Haushaltshelfer mit elektrischem Antrieb werden bedenkenlos gekauft und weggeschmissen.

Das Fahrzeug scheint jedoch bei vielen Menschen einen Nerv zu treffen.

Anders kann ich mir den Hass und Ablehnung nicht mehr erklären.

[mention=643]jo.gi[/mention] Danke, dass du hier geduldig ein paar Dinge argumentativ gerade rückst.

Die ganze Diskussion um Rohstoffe ist scheinheilig, bei der elektrischen Zahnbürste interessiert sich kein Mensch für die Lithium Batterie, die ganzen Thermomixe und sonstige Millonen Haushaltshelfer mit elektrischem Antrieb werden bedenkenlos gekauft und weggeschmissen.

Das Fahrzeug scheint jedoch bei vielen Menschen einen Nerv zu treffen.

Anders kann ich mir den Hass und Ablehnung nicht mehr erklären.

 

Ich denke mal: Lithium ist nicht das eigentliche Problem.

In so einem Auto Akku sind zwischen 3 und 10 Kilo davon verbaut. Oder anders: ca 150 Gramm Lithium pro Kilowattstunde

Die Frage ist viel eher: unter welchen Aufwand wird das Lithium abgebaut, bzw. gewonnen?

Welche Energie muss dafür aufgewendet werden? Welche Folgen für die Umwelt sind zu befürchten?

Das ist bei Kohle und Erdöl nicht viel anders. Zumindest aber bei Braunkohle kann man die Tagebaue renaturieren. Siehe Lausitzer Seenland.

Ist wirklich eine wunderschöne Ecke dort. Man meint, man ist in Norwegen.

Jede Art der Energiegewinnung zieht zwangsläufig Einschnitte in der Natur mit sich.

Das kann man nicht vermeiden.

Man sollte aber eben verschiedene Optionen wählen. Lithium ist wohl in 30-50 Jahren auch nicht mehr wirtschaftlich rentabel abzubauen.

Für die Motoren wird Kupfer benötigt, für die Elektronik dann wieder Gold, bzw Platin

Also sollte man schauen, dass es alternative Antriebe gibt.

Ich persönlich habe gar nichts gegen das E Auto.

Ich habe nur etwas dagegen, wenn dieses mit einer Batterie fahren muss. Dies halte ich für schlichtweg falsch.

Sinnvoll fände ich einen Gasantrieb, bzw einen Gasantrieb kombiniert mit Brennstoffzelle.

Oder Brennstoffzelle+Wasserstoff. Wegen mir auch mit Alkohol.

Aber das Batterie E Auto auf Gedeih und Verderb durchzuprügeln, wie es unsere Regierung derzeit macht, halte ich nicht für richtig.

Daher werde ich meine Autos fahren, bis es wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist.

Das Fahrzeug scheint jedoch bei vielen Menschen einen Nerv zu treffen.

Anders kann ich mir den Hass und Ablehnung nicht mehr erklären.

Das ist auch irgendwie ein typisch deutsches Phänomen. Was dem Amerikaner seine Knarre ist, ist dem Deutschen sein Auto...:biggrin:

In NL ist das irgendwie enspannter, mein Gefühl. Den ersten Ampera habe ich wo gesehen? NL. Tesla? NL. Eine wahnehmbare Anzahl an öffentlichen Ladestationen? Amsterdam. Selbst auf der Nordseeinsel Texel gibt es überall Ladestationen. Sicher sind beide Länder nicht 100% vergleichbar.

Manchmal habe ich das Gefühl, wir und unsere Industrie lassen sich erst dann auf Neues ein wenn wirklich alle Pro und Contras bis aufs Letzte ausdiskutiert wurden. Mal ein Wagnis eingehen ist schon zu gefährlich.

Das ist auch irgendwie ein typisch deutsches Phänomen. ..

Manchmal habe ich das Gefühl, wir und unsere Industrie lassen sich erst dann auf Neues ein wenn wirklich alle Pro und Contras bis aufs Letzte ausdiskutiert wurden. Mal ein Wagnis eingehen ist schon zu gefährlich.

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